Probleme beim Einloggen

Knowledge Management

Bei DACH KM wird das komplexe Thema Wissensmanagement (en. Knowledge Management) in all seinen Facetten diskutiert.

Pavel Kraus Bliss of Empty Applications
Wer kennt es nicht. Die neue Collaboration Suite wirkt Wunder und alle sind dabei. Nach einer Weile weicht die Begeisterung und irgendwann hofft man auf ein neues Tool. Dieses verspricht die Probleme mit dem Alten zu lösen. Das ist «Bliss of Empty Applications». Wünsche vergnügte Lektüre :)
https://www.linkedin.com/pulse/bliss-empty-applications-pavel-kraus/
Daniela Lozano Costa Qualitätsmanagement auf die schwäbische Art
Kann eine schwäbische Hausfrau als Vorbild für die Unternehmen unseres Landes dienen? Zu dieser Fragestellung möchte ich Ihnen heute Frau Hägele vorstellen. Sie wohnt in einem Mehrfamilienhaus, ist dort Hausmeisterin und lebt mit ihren vier Kindern in einer der Wohnungen. Die Art und Weise, wie Frau Hägele ihre vielschichtigen Aufgabengebiete managed, könnte nämlich in der Tat als Vorbild herhalten. Selbst unsere Kanzlerin hat den Wert der schwäbischen Hausfrau ja schon längst erkannt und ihn bereits in zahlreichen Zitaten hochgehalten. Wer Frau Hägele kennt, weiß warum. Lernen wir sie also ein wenig näher kennen.
Das Regiment der Frau Hägele
Im Hausflur bei Frau Hägele kann man lange nach Schmutz suchen. Man wird nicht fündig werden. Warum? Nun, das liegt natürlich an der schwäbischen Kehrwoche. Einerseits. Denn daran sind ja mehrere Parteien beteiligt und es liegt an der Gründlichkeit der einzelnen Protagonisten, wie sauber die regelmäßigen Arbeiten ausgeführt werden. Andererseits liegt es an Frau Hägele, die in diesem Haus das Regiment führt. Denn Schlampigkeit duldet sie keinesfalls. Aber wie erreicht die fleißige Hausmeisterin einen durchweg sauberen Flur? Nun, sie kennt ihre Pappenheimer und hat stets ein Auge auf deren Gründlichkeit. Frau Hägele kontrolliert nicht nur wöchentlich, dass die laut Kehrwochenverordnung erforderlichen Arbeiten ausgeführt wurden, sondern auch wie. Die gewitzte Schwäbin geht aber nicht nur bei den Nachbarn klingeln, wenn gemäß ihren strengen Maßgaben etwas nicht in Ordnung ist. Sie spricht diese durchaus auch an, wenn besonders gut geputzt wurde. Die pfiffige Frau Hägele spart nicht mit Lob und steht dann und wann auch mal mit einer Tafel Schokolade für die Kinder vor der Tür. Deshalb nimmt auch niemand im Haus ihre Kritik übel. Denn die Bewohner schätzen Frau Hägele und die dauerhafte Sauberkeit im ganzen Haus, die sie ihr zu verdanken haben.
Nicht anders geht es in Frau Hägeles eigenem Haushalt zu, den sie mit ihrem Mann und den vier Kindern bewohnt. Selbstverständlich werden die Kinder in die Pflege der Wohnung mit einbezogen, Faulheit wird im Hause Hägele nicht geduldet. Jedes Familienmitglied hat seine speziellen Aufgaben zu erledigen. Diese wurden nach Neigungen und Vorlieben unter Mitspracherecht der Beteiligten verteilt. Auch der Ehemann wurde da nicht verschont. Das Ergebnis überzeugt. Bis auf wenige Ausnahmen klappt Frau Hägeles Haushaltsplan. Die Kinder kommen ihren Aufgaben in der Regel unaufgefordert nach und bemühen sich dabei um Perfektion. Sie kennen die hohen Ansprüche ihrer Mutter und wissen, dass sie ohnehin nacharbeiten müssten, wenn sie schlampig vorgehen würden. Andererseits locken Lob und Belohnung, wenn sie ihre Sache gut machen.
Frau Hägele ist im ganzen Haus der unangefochtene Chef in Sachen Sauberkeit, sowohl vor als auch hinter ihrer Wohnungstür. Sie führt ein strenges Regiment und duldet weder Schmutz noch Staub. Trotzdem hat sie ein freundschaftliches Verhältnis zu Familie und Nachbarn, denn sie ist eine gütige Frau und hat immer ein offenes Ohr für ihre Mitmenschen. Wenn eine Nachbarin krank ist, übernimmt sie gerne deren Kehrwoche. Und wenn einer der Bewohner eine Anregung oder Kritik bezüglich der Reinhaltung des Hauses hat, nimmt Frau Hägele das stets ernst. So konnte die eine oder andere Vorgehensweise bereits optimiert werden. In den Häusern der Umgebung käme kein Nachbar auf die Idee, Verbesserungsvorschläge bezüglich der Kehrwoche zu machen. Bei Frau Hägele schon.
So geht Qualitätssicherung
Wenn man Frau Hägele fragen würde, wie Qualitätssicherung geht, dann würde sie wahrscheinlich große Augen machen. Sie hätte bestimmt keine passende Antwort parat. Obwohl Frau Hägele besser weiß, wie Qualitätssicherung geht, als so mancher Unternehmer. Sie fragt bloß nicht danach, sondern macht es einfach.
Frau Hägele ist ein leuchtendes Beispiel in Sachen KVP, auch wenn sie selbst noch nie etwas davon gehört hat. Ohne sich dessen bewusst zu sein, setzt sie die Grundprinzipien des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ganz selbstverständlich in die Praxis um. Frau Hägele nutzt das Human-Potenzial, das ihr zur Verwirklichung ihrer reinlichen Ziele zur Verfügung steht, optimal aus. Sie setzt Kinder und Ehemann genau dort ein, wo sie am besten funktionieren. Und motiviert die Nachbarn perfekt für eine gründlich ausgeführte Kehrwoche. Aber Frau Hägele geht noch weiter. Sie nimmt die Verbesserungsvorschläge aller Beteiligten ernst, macht sich Gedanken darüber und setzt diese, wenn sie es für sinnvoll erachtet, auch um. Gegen die Anschaffung einer Kehrmaschine hatte sie sich beispielsweise innerlich zunächst gesträubt, die Idee aber offen entgegen genommen. Dann diskutierte sie die Angelegenheit mit einem Hausmeister aus der Nachbarschaft und bat ihn, dessen Kehrmaschine einmal ausprobieren zu dürfen. Die schnellere und gründlichere Erledigung der Kehrarbeit vor dem Haus überzeugte sie sogleich.
Ein Naturtalent der Qualitätssicherung
Man könnte meinen, Frau Hägele habe erst kürzlich an einem KVP-Lehrgang teilgenommen. Weit gefehlt – die schwäbische Hausfrau ist ein Naturtalent in Sachen Qualitätssicherung. Intuitiv handelt sie nach den Vorgaben der ISO 9001:2015 und würde vermutlich mit links eine Zertifizierung hinbekommen, wenn es die für Kehrwoche & Co denn gäbe. Die Fehlervermeidung hat sie jedenfalls drauf. Im Haus von Frau Hägele kehren alle Nachbarn nach ihren Vorgaben und haben anfängliche Fehler längst ausgemerzt. Abweichungen vom Plan duldet die schwäbische Hausmeisterin nicht im kleinsten Detail, wenn nötig zeigt sie einzelnen Nachbarn selbst, wie richtig geputzt wird, und leitet diese freundlich aber bestimmt an. Mit anderen Worten: Frau Hägele übernimmt die volle Verantwortung für die Putzqualität im Hause, ganz so, wie es die Norm verlangen würde.
Das Qualitätsmanagement der Schwäbin ist auf permanente Optimierung der Putzprozesse ausgerichtet. Am Beispiel der Kehrmaschine sieht man, wie gut das im Zusammenspiel aller Hausbewohner funktioniert. Frau Hägele handelt nicht nur im Sinne von KVP, bei ihr kommt auch das Qualitätsmanagement-Prinzip PDCA erfolgreich zur Anwendung. Als sie hier einzog und die Hausmeistertätigkeit übernahm, hat sie gemäß P wie Plan eine komplette Ist-Analyse vorgenommen und dafür mit allen Hausbewohnern gesprochen. Jetzt wusste Frau Hägele über alles genauestens Bescheid und konnte zum Buchstaben D wie Do übergehen. Ihre sorgfältig ausgearbeitete Kehrwochenverordnung stellte sie allen Beteiligten persönlich vor und sorgte in der Folge mit Akribie für deren korrekte Umsetzung. Einen Check nach jedem Putzvorgang durchzuführen ist für Frau Hägele ohnehin selbstverständlich, sie hat immer alles im Blick und die Kehrwochenergebnisse stets unter Kontrolle. So war der letzte Act für die Hausmeisterin ein Kinderspiel. Denn die Standardisierung der im Haus durchgeführten Sauberkeitsoffensive gelang ihr durch freundlichen Nachdruck, ein bisschen Tadel und viele kleine Belohnungen. So ist Frau Hägele eben. Immer gründlich, nie nachlässig und äußerst bestimmt. Und bauernschlau.
Mach´s wie Frau Hägele
Warum fällt es den meisten Unternehmern eigentlich so schwer, ein gut funktionierendes Qualitätsmanagement in die Tat umzusetzen? Warum können theoretisch bestens ausgebildete Qualitätsmanager nicht, was Frau Hägele kann? Genau diese Frage möchte ich hier in den Raum stellen: Warum schaffen Sie als Unternehmer nicht, was einer einfachen schwäbischen Hausfrau ganz von selbst zu gelingen scheint? Ihnen steht eine Vielzahl an Tools und Methoden zur Verfügung, Sie haben wahrscheinlich unzählige Seminare besucht. Warum also klappt in Ihrem Betrieb nicht, was im Haus von Frau Hägele so reibungslos vonstatten geht? Sicher, ein Unternehmen ist kein Haushalt, Sie haben es mit wesentlich zahlreicheren und viel komplizierteren Prozessen zu tun als eine schwäbische Hausmeisterin. Aber die Prinzipien sind exakt dieselben. Wenn Sie also die Vorgehensweise Frau Hägeles in jeder Abteilung, in jedem Prozessbereich und an jedem Arbeitsplatz anwenden würden, also in jeder Keimzelle Ihres Unternehmens, dann stünde Ihr Laden mit hoher Wahrscheinlichkeit besser da als jetzt. Probieren Sie es aus. Oder brauchen Sie Frau Hägele als Unternehmensberaterin?
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: d.lozanocosta@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Daniela Lozano Costa
René Kiem
Wir sollten reden...
… wenn Sie sich in einem oder mehrerer Bereiche wiederfinden. Aber wir sollten auch reden, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob wir Ihnen helfen können. Meist lässt sich durch ein Gespräch ganz einfach klären, wo Bedarf besteht und wo genau wir helfen können.
Wo erhalte ich weitere Informationen rund um die Themen Qualitätsmanagement, Leadership / Führung, Digitalisierung und Industrie 4.0?
Informationen zu den Themen Führungskräfteentwicklung und Leadership erhalten Sie hier: https://www.manager-plenum.de/ - https://www.mallorca-kontor.de/ - https://www.kraftwerk-kontor.de/
Informationen zum Thema Qualitätsmanagement im Automotive Umfeld erhalten Sie hier: https://www.automotive-kontor.de/ - https://www.iatf16949-kontor.de/
Weitere Informationen zu den Themen Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung und ISO 9001 erhalten Sie hier: https://www.audit-kontor.de/ - https://www.tqm-kontor.de/ - https://www.qm-kontor.de/
Weitere Informationen zu den Themen FMEA, Risikomanagement, Risikoanalyse und QFD erhalten Sie hier: https://www.qfd-kontor.de/ - https://www.fmea-kontor.de/
Weitere Informationen zu den Themen Lean, Changemanagement / Veränderungskultur, KVP, 5S, Six Sigma erhalten Sie hier: https://www.lean-kontor.de/ - https://www.kaizen-kontor.de/ - https://www.sixsigma-kontor.de/
Weitere Informationen zu den Themen APQP, Automotive Core Tools, Projektmanagement und Qualitätsvorausplanung erhalten Sie hier: https://www.apqp-kontor.de/
Weitere Informationen zu den Themen Industrie 4.0, Digitalisierung, MES Lösungen und CAQ Software Einsatz erahlten Sie hier: https://www.mes-kontor.de/ - https://www.tech-kontor.de/ - https://www.industrie40-kontor.de/ - https://www.caq-kontor.de/
Weitere Informationen zu den Themen Product-Lifecycle-Management / PLM, Enterprise Content Management / ECM, Customer Relationship Management / CRM und Dokumenten Management Systemen / DMS erahlten Sie hier: https://www.crm-kontor.de/ - https://www.plm-kontor.de/ - https://www.ecm-kontor.de/ - https://www.dms-kontor.de/
Informationen zu den Themen Reklamationsmanagement / Beschwerdemanagement, Service Excellence und Kundenorientierung erhalten Sie hier: https://www.servicequalitaet-kontor.de/ - https://www.8d-kontor.de/ - https://www.lead-kontor.de/ - https://www.salesforce-kontor.de/
Informationen zu den Themen Qualitätsmanagement, Lean, KVP und 5S im Pharma, Medizintechnik und Lebensmittel Umfeld erhalten Sie hier: https://www.haccp-kontor.de/- https://www.gmp-kontor.de/ - https://www.fda-kontor.de/
Wo erhalte ich weitere Informationen rund um die Themen von Seminar-Terminen, Inhalten und Veranstaltungsorten?
Alle Informationen zu unseren Trainings und Seminaren erhalten Sie auf unserem Seminar- und Trainings-Portal Seminar Plenum
Wo erhalte ich Antworten auf häufig gestellte Fragen?
Alle Fragen und Antworten zu häufig gestellten Fragen erhalten Sie hier in https://www.kontor-gruppe.de/glossar.html. Sie haben Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf Ihr Feedback und die Gespräche mit Ihnen.
Anurag Sharma What is driving this Global Knowledge Process Outsourcing Market?
The Global Knowledge Process Outsourcing Industry 2016 Market Research Report is a professional and in-depth study on the current state of the Knowledge Process Outsourcing industry.
Ask for sample copy of "Global Knowledge Process Outsourcing Industry" report @ https://bit.ly/2DafRXw
The report provides a basic overview of the industry including definitions and classifications. The Knowledge Process Outsourcing market analysis is provided for the international markets including development trends, competitive landscape analysis, and key regions development status.
Christian Keller Wissenstransfer online – Geht das überhaupt?
Schon lange haben wir uns gefragt, wie wir Mitarbeiter, die ausscheiden oder die ihr Wissen an Kollegen und Vorgesetzte transferieren möchten, mit einem Tool unterstützen können.
Plattformen zur Dokumentation von Wissen gibt es viele: Wikis, Content-Management-Systeme, E-Learning-Plattformen usw. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass der Knackpunkt oftmals darin besteht, das relevante Wissen eines Mitarbeiters überhaupt erst einmal zu identifizieren. Und dann gezielt zu transferieren bzw. zu dokumentieren. Deshalb haben wir es nun selbst in die Hand genommen und eine Software entwickelt, die den Wissensgeber in diesem wichtigen Prozess unterstützt.
Entstanden ist WitronIQ: Die Software unterstützt den Mitarbeiter in der Produktion seiner persönlichen Wissenslandkarte. Anhand von Leit- und Vertiefungsfragen, die sich aus unserer jahrelangen Begleitung von Transferfällen entwickelt haben, wird er dabei gesteuert und unterstützt. Anschließend werden die Wissensaspekte, die sich für den Transfer als relevant herausstellen, in einen Transferplan übertragen. Dabei hat der Nutzer die Möglichkeit, aus einem großen Pool an unterschiedlichen Transfermethoden genau die richtige für den jeweiligen Aspekt auszuwählen. Methodensteckbriefe, Tutorials und Arbeitshilfen helfen ihm bei der konkreten Umsetzung.
Überzeugen Sie sich selbst! Die Software ist ab Februar 2019 erhältlich. Für alle, die Ihre Neugier bis dahin schon stillen möchten, bieten wir ab dem 24. Januar kostenfreie Online-Demos an: https://www.xing.com/events/witroniq-software-wissenstransfer-kostenfreie-demo-2028250.
Jens Grabow Wissen erweitern durch eine neue Art der Führung
Arbeit macht glücklich – Chefs nicht
eine These über die Power selbstorganisierender Teams
Auch 2017 ist die Zufriedenheit mit dem Chef wieder leicht gesunken. 3,15 nach 3.19 im Vorjahr. Es ist also an der Zeit Alternativen zu finden. Eine davon wird in diesem Beitrag vorgestellt.
Das „sich selbst organisierende Team“
Grundsätzlich suchen Menschen eine Arbeit, mit der sie ihren Lebensunterhalt verdienen und die für sie sinnstiftend ist. Hat man eine solche gefunden, geht die Arbeit leicht von der Hand.
Noch mehr Spaß hat man, wenn die Kollegen alle am gleichen Strang ziehen und der Chef der Erste unter Gleichen ist. Damit kommt der Position des Teamleaders eine strategische Bedeutung zu, denn er entscheidet in hohem Maße über Erfolg und Misserfolg des Teams.
Die hier vorgestellte Alternative beruht auf der Tatsache, dass jedes Teammitglied im Turnus in die Rolle des Chefs schlüpft und anschließend diese Führungsverantwortung abgibt, in dem Wissen, sie bald wiederzuerlangen. Das Unternehmen respektiert diese (Führungs-)Verantwortung der Mitarbeiter, indem es die zu erreichenden Ziele mit dem gesamten Team bespricht, schriftlich fixiert und von Allen unterschreiben lässt. Das dadurch erzielte Commitment enthält eine starke intrinsische Motivationskomponente und steigert die Erfolgsaussichten. Da das Team nun alleine handlungsfähig ist und seine Ziele kennt, bleibt der Unternehmungsführung Zeit für Feedback, Kontrolle und korrigierendes Eingreifen beim Verletzen der Spielregeln.
Auch können sich die Teamleader hier coachen lassen, falls die Mitarbeiter sich noch in die Führungsrolle einfinden müssen.
Sofern Sie „Selbstorganisierende Teams“ einführen, beschränken sie dieses „Experiment“ zunächst auf ein Jahr. Die zeitliche Begrenzung stärkt das Akzeptanzverhalten und die Bereitschaft, etwas Neues auszuprobieren.Erklären sie die Spielregeln und wechseln Sie jede Woche den Teamleader.
Der Einsatz von „Selbstorganisierenden Teams“ verfolgt folgende Ziele:
Angleichung des Wissensniveaus auf einem hohen Niveau (best practice)
Respektvoller Umgang im Miteinander
Spaß bei der Arbeit / Flow durch intrinsische Motivation
Steigerung der Produktivität
Schauen wir uns diese vier Punkte genauer an.
1) Angleichung des Wissensniveaus auf einem hohen Niveau (best practice)
Schon als Mitarbeiter interessieren sich die Teammitglieder für die Aufgaben des Teamleaders, da sie diese bald für einige Zeit übernehmen. Dieses Wissen verknüpfen sie mit ihrem eigenen und können so in ihrer Zeit als Teamleader die Arbeitsweise und das Umfeld gestalten.Langfristig handelt es sich um nichts anderes, als einen KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess).
Auftretende Wissenslücken werden durch Fragen bei den „Wissensträgern“ und Hilfestellungen der übrigen Teammitglieder geschlossen.
2) Respektvoller Umgang im Miteinander
Wenn Du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
Wie gehen Chefs mit Macht um, wie Teamleader? Macht verleitet Menschen zu Machtmissbrauch. Das mag bewusst oder unbewusst geschehen, Machtmissbrauch ist jedoch für ein Unternehmen und seine Produktivität schädlich. Bei „selbstorganisierenden Teams“ ist die Macht nur temporär. Wird diese Macht missbraucht, rächt sich das, wenn die Macht am Missbrauchten Teammitglied ankommt. Mit diesem Wissen verhalten sich die Teammitglieder einerseits nach der alten Weisheit: „Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg' auch keinem Andern zu. Andererseits gilt:
„Wird man respektvoll behandelt, behandelt man den Anderen ebenfalls respektvoll.“
Egal wie rum man es betrachtet, das Einfühlen in beide Rollen führt zum gegenseitigen Verständnis und einem respektvollerem Miteinander.
3) Spaß bei der Arbeit/ Flow durch intrinsische Motivation
Mitarbeiter, die einen Betrag leisten dürfen, deren Hände und Geist vom Unternehmen gefordert werden, erleben einen Wandel in ihrer Motivation. An Stelle des Geldes (was weiterhin gezahlt werden muss, weil man mit einem Danke keine Lebensmittel kaufen kann) rückt die intrinsische Motivation Etwas selbstbestimmt zu bewirken. Man ist gespannt auf die (positive) Reaktion des Umfelds und Stolz auf die Leistung, die man doch selbst ein Stück mitgeformt hat. Eine der positiven Folgen des Flows ist übrigens immer die Steigerung der Produktivität, unserem letzten Punkt.
4) Steigerung der Produktivität
Nach und nach gehen die Arbeiten leichter von der Hand und werden harmonischer ausgeführt. Da jeder bestrebt ist, in seiner Zeit einen positiven Eindruck zu hinterlassen, werden Arbeitsabläufe effizienter und die TM arbeiten Hand in Hand, da sie ihre Arbeit als integralen Bestandteil eines Workflows verstehen und so für den Unternehmenszweck, statt für den Abteilungszweck zu arbeiten.
Fazit: Selbstorganisierende Teams bieten viele Vorteile. Ihre Einführung bedeutet jedoch ein Bruch mit dem Verständnis von Führung, wie wir es aus der Vergangenheit kennen.
Da Menschen jedoch nicht gerne Macht abgeben, wird diese Form der Führung meist in ähnlicher Form bei Start-ups oder kleineren Unternehmen zu finden sein. Die machen das dann einfach.

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Knowledge Management"

  • Gegründet: 16.02.2004
  • Mitglieder: 6.037
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 2.751
  • Kommentare: 4.240