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Daniel Hoernemann

Künstlerische Interventionen in kunstfernen Systemen. Artistic Interventions in Organisations.

Das KUNSTPROJEKT 2020 - Kunsthaus Rheinlicht

"Wer den Bogen am längsten spannt -

das künstlerische Potenzial in der dritten Lebens- und

Schaffensperiode"

In Zeiten, in denen das Älter- und Altwerden mehr und mehr

ausgeblendet und tabuisiert werden und stattdessen ein absurde Blüten

treibender Jugendwahn gesellschaftlich Raum greift, möchte das

Kunsthaus Rheinlicht bewusst den Fokus auf den Reichtum und die Fülle

der dritten Lebens- und Schaffensperiode legen.

Sie öffnet einen

vertieften Blick auf das Phänomen der Zeit, des Menschseins, auf das

eigene Leben, eignet sich das Gelebte und Erlebte noch einmal neu an und

vermag inspirierende neue Verknüpfungen und Zusammenhänge in der

Rückschau herzustellen. Ein großes schöpferisches Potenzial öffnet sich,

das sich auf faszinierende Weise mit Erfahrung und Souveränität im

künstlerischen Schaffensprozess paart.

Die Kunstgeschichte spiegelt die Frucht der reifen Jahre auf spannende

Weise wider:

Käthe Kollwitz entwirft ihre berühmte " Pieta" mit 70 Jahren.

Louise Bourgeois ist bereits 88 Jahre alt, als sie die gigantische

Installation "Maman" in der Londoner Tate Modern ausstellt und diese für

Aufregung und Erfolg sorgt.

Georgia O' Keeffe malt fast 80-jährig ihr größtes Gemälde.

In den

Spätwerken der großen Maler – wie z.B. bei Tizian, Monet, Matisse -

kulminiert, wofür sie in all den Jahren zuvor Grundlagen geschaffen

haben.

Wir möchten Kunstschaffende aus allen Kunstbereichen einladen, Werke

aus der dritten Lebens- und Schaffensperiode einzureichen.

Wir möchten

sichtbar werden lassen, welchen Reichtum die späten Jahre bergen. Wie

sie mit den Grundbedingung des Menschseins in Berührung bringen, wie sie mit Konventionen brechen und ungeahnte Perspektiven auf das Leben gewinnen lassen.

KUNSTHAUS RHEINLICHT

WALDBURGSTRASSE 36

53424 REMAGEN

kunsthausrheinlicht@email.de

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Zwei Häuser eines Herrn

Diese Ausstellung des Künstlerehepaares Monika und Prof. Lubo Stacho aus Bratislava/Slowakei versucht mittels fotografischen Diptychen, Geschichten zu erzählen bzw. sich mit den Geschichten auseinanderzusetzen.

Kirche und Synagoge: „Zwei Häuser eines Herren“ die Ausstellung entstand in der Slowakei.

Es wurde in einer Gemeinde bzw. einer Stadt immer eine Synagoge und dazu eine Kirche fotografiert.

(dabei reichen die vertretenen christlichen Religionen von katholischen, über christlich-orthodoxe bis zu protestantischen Kirchen.)

Die Kirchen wurden von außen und innen abgebildet.

Die Synagogen wurden nach dem Krieg meistens umfunktioniert und in Lagerräume, Restaurants, Fitness Center oder sogar in christliche Kirchen umgewandelt.

Die dabei jeweils in einer Stadt entstandenen Fotografien-Paare werden Ihnen hier in Bad Homburg präsentiert.

Die Ausstellung dauert bis zum 13.12.2019 und findet im Rahmen der slowakischen Kulturtage - www.slowakische-kulturtage.de - statt

Sie werden herzlichst zu der Vernissage am 12.11. um 18.00 in die Volkshochschule Bad Homburg (Gebäude der ehemaliger Synagoge in Bad Homburg) Elisabethenstrasse 4-8 in 61348 Bad Homburg eingeladen.

Beste Grüße

Imrich Donath

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Imrich Donath

Honorarkonsul der Slowakischen Republik für Hessen

Dietigheimer Straße 21

61350 Bad Homburg

Fon. 06172 29 759

Fax. 06172 24 305

Für ein spannendes Kunstprojekt suchen wir Kunstschaffende aus allen Bereichen.

Herzliche Einladung

zur

Jubiläumsfeier und Jubilämusausstellung

- 7 Jahre Kunsthaus Rheinlicht -

Samstag den 9.11. 2019 ab 16 Uhr

Zur Jubiläumsfeier präsentieren wir die Jubilämusausstellung

Yûgen-Zyklus

"Farb- Licht - Klang- Raum"

Robert Reschkowski / Künstler / Josef Marschall / Komponist /Sounddesigner

Im Frühjahr 2019 begann Robert Reschkowski mit einem Werk-Zyklus von Aquarellen auf Büttenpapier, die an seine „Farblicht-Räume“ von 1976 anknüpfen und darüber hinausgreifen.

Die unterschiedlichen Aquarell-Serien und Formate des „Yûgen-Projektes reichen von 6,5 x 17,8 cm bis zu seinen hochformatigen „Meditationsfahnen“ mit einem Ausmaß von 246x152cm.

„Yûgen“

Der Begriff „Yûgen“ ist aus dem Chinesischen übernommenen und bedeutet ursprünglich dunkel, tief und mysteriös. Der äußeren Erscheinung nach ähnelt Yūgen der Wabi-Sabi-Ästhetik.

Ursprünglich bedeutet Wabi sich elend, einsam und verloren zu fühlen. Dies wandelte sich zur Freude an der Herbheit des Einsam-Stillen.

Aber erst in der Verbindung mit Sabi, alt sein, Patina zeigen, über Reife verfügen, entstand die eigentlich nicht übersetzbare Begriffseinheit, die den Maßstab der japanischen Kunstbewertung bildet.

Nicht die offenkundige Schönheit ist das Höchste, sondern die verhüllte, nicht der unmittelbare Glanz der Sonne, sondern der gebrochene des Mondes. Der bemooste Fels, das grasbewachsene Strohdach, die knorrige Kiefer, der leicht berostete Teekessel, das und Ähnliches sind die Symbole dieses Schönheitsideals. Es geht um die Hoheit, die sich in der Hülle des Unscheinbaren verbirgt, die herbe Schlichtheit, die dem Verstehenden doch alle Reize des Schönen offenbaren.

Doch „Yûgen“ verweist noch auf eine hinter „Wabi-Sabi“ liegende Dimension, welche das Angedeutete und Verborgene höher schätzt als das offen zu Tage Liegende und klar Exponierte.

„Yûgen“ ist damit vornehmlich eine Stimmung, die sich für jene Andeutungen eines Transzendenten offen hält. Diese Transzendenz ist jedoch nicht jene einer unsichtbaren Welt hinter der sichtbaren, sondern es ist jene innerweltliche Tiefe der Welt, in welcher wir leben.“

Josef Marschall, der Komponist und Sounddesigner, der bereits R.M. Rilkes Stundenbücher vertont hat,

wird sich mit einer musikalischen Live Performance, auf den Werkzyklus "Yügen" in all seiner Tiefe und Transzendenz einlassen, und so einen ureigenen Klangraum zum Werk erschaffen.

Künstlerische Interventionen in Systemen

Was bedeutet es, als Künstler_in in kunstfernen Systemen (z.B. Unternehmen) zu handeln?
Was entsteht wenn Künstler_innen in Systemen intervenieren?
Wie kann Kunst resozialisiert werden?
Und wer arbeitet wie in kunstfernen Systemen?