Probleme beim Einloggen
Nur für XING Mitglieder sichtbar Reduziert die fehlende Aufnahme eines Gemäldes in ein Werkverzeichnis oder der einem Gemälde anhaftende Raubkunstverdacht den Wert eines Gemäldes auf „Null“?
In einem vom Landgericht Köln (06.04.2016 – 4 O 118/03, ErbR 2018, 407ff) entschiedenen Rechtsstreit waren zur Berechnung eines Pflichtteilsanspruchs zwei Gemälde zu bewerten. Bewertungszeitpunkt zur Errechnung des Pflichtteilsanspruchs ist der Tag des Erbfalls.
Ein auf € 300.000 geschätztes Gemälde war zu diesem Zeitpunkt noch nicht in das Werkverzeichnis des Künstlers aufgenommen. An einem anderen Gemälde haftete der Verdacht der Raubkunst – es war im Lost Art Register aufgenommen.
Beide Gemälde bewertete das Landgericht Köln mit „Null“. Eines, weil es nicht im Werkverzeichnis aufgenommen war, das andere, weil es im Lost Art Register stand. Wie das OLG Köln oder der BGH dies sehen, werden wir nie erfahren – die Parteien einigten sich in einem Vergleich.
Das Landgericht Köln hat eine wichtige Frage aufgeworfen. Grundsätzlich ist dem Landgericht Köln zuzustimmen, wenn es zur Berechnung des Pflichtteils auf den Tag des Erbfalls abstellt.
Ist es aber richtig, dass allein die fehlende Aufnahme eines Gemäldes in ein Werkverzeichnis oder der Raubkunstverdacht den Wert auf „Null“ reduzieren?
Dr. Hans-Jürgen Kleinert
Christoph Sträßner
+4 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Nur für XING Mitglieder sichtbar

>Wie verhält es sich, wenn ein maßgebender Börsendienst den falschen Wert einer Aktie nennt? Ist dann der vom Börsendienst genannte Wert entscheidend oder der tatsächliche Wert?
Die Börsen veröffentlichen sämtlich selbst die Kurse - da diese Kurse maßgeblich sind und auch von den Finanzämtern und Nachlassgerichten genutzt werden, ist die Frage irrelevant.
Nur für XING Mitglieder sichtbar Die schwarze Villa oder Andreas Sarow und das Denkmalamt Pforzheim – Kunstfreiheit gegen Denkmalschutz
Worum geht es?
Andreas Sarow tünchte eine denkmalgeschützte Villa in Pforzheim ohne Genehmigung des Denkmalamts über Nacht schwarz. Das Denkmalamt schickte ihm einen Bußgeldbescheid über € 50.000 zuzüglich Kosten. Klarer Verstoß gegen das Denkmalgesetz meint die Behörde. Von der Kunstfreiheit gedeckt meint Andreas Sarow. Jetzt ist das Verfahren beim Amtsgericht Pforzheim.
Wie wird es enden?
„Ich würde für meine Überzeugung für die Kunst in den Knast gehen“, wird Andreas Sarow in der Stuttgarter Zeitung vom 20.04.2018 zitiert. Das Amtsgericht hat einen zweiten Verhandlungstermin anberaumt….
Homepage der Galerie Sarow mit weiteren Presseartikeln
Hans-Jürgen Kleinert
Christoph Sträßner me. Björn Kuse
+2 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
me. Björn Kuse

>Das ist so ein bisschen wie mit den Grafitti im öffentlichen Raum: ob das Kunst ist oder nicht, ist unerheblich, wenn wesentliche Rechte anderer für die Kunst verletzt werden. Also im Falle der Grafitti die Eigentumsrechte der Wandbesitzer, im Falle dieses Gebäudes das (immerhin ja öffentliche) Denkmalschutz-Interesse.
>Die wirklich bedeutenden Künstler kommen ohne Rechtsbruch aus.
Der wird eher Opfer von Rechtsbruch .... selbst oder gerade als unbekannt schwer sich gegen Urhebrechtsverletzungen zu wehren ....
Seona Sommer # 82: Serie: Wie du dich in Texten besser präsentieren kannst – Schreibstrategien für Künstler*innen (Teil 5)
Heute geht's in meiner Serie im SommerKunstBlog weiter mit dem Künstlerischen Statement und was man dabei beachten sollte:
Seona Sommer # 72: Lebensbaum – Ein SommerKunstProjekt (Teil 2)
Hallo aus Köln! Ich bin (gefühlt ;-) noch recht neu in dieser Gruppe. Ich bin Künstlerin, Bloggerin und Projektmanagerin/Kuratorin. Heute habe ich eine kunstrechtliche Frage, die ein aktuelles Skulpturenprojekt betrifft. Ich möchte mir meinen "Lebensbaum" erschaffen, indem ich alle Menschen, die ich jemals in meinem Leben persönlich kennengelernt habe, namentlich aufschreibe und daraus eine Skulptur erschaffe. Aber darf ich das überhaupt? Wer kennt sich damit aus? Es ist natürlich unmöglich, jede*n einzelne*n zu fragen, ob sie/er zustimmt, dass ich den Namen verwende... Eine genaue Projektbeschreibung findet ihr in meinem SommerKunstBlog unter dem hier angegebenen Link - bzw. in dem Artikel befindet sich ein weiter Link zu dem einführenden Artikel über das Projekt.
Seona Sommer me. Björn Kuse
+3 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Seona Sommer
Danke für dein Interesse an dem Projekt! Ich werde Updates dazu immer wieder mal in meinem SommerKunstBlog posten. Wenn du nichts verpassen möchtest, kannst du ihn abonnieren ;-)
Richard Lehun Interview mit Ed Winkleman über die gegenwärtige Kunstmarktentwicklung
Gallerist, Autor, und Leiter der Moving Image Art Fair analysiert die Herausforderungen des Galerie-Geschäftsmodels (auf Englisch)

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Kunstrecht"

  • Gegründet: 28.11.2007
  • Mitglieder: 402
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 234
  • Kommentare: 132