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Kunststoff Schweiz

Kunststoff Schweiz ist die Gruppe für die Schweizer Kunststoffindustrie. Vernetzen Sie sich hier mit interessanten Personen.

Christof Mengis Engel: trend.scaut in Shanghai mit mehr als 300 Teilnehmern
Wohin entwickelt sich der chinesische Automobilmarkt? Welche weiteren Her-ausforderungen stellt die Elektromobilität? Und wo eröffnen sich neue Chan-cen für die Zulieferer in Asien? - Diese und weitere Fragen diskutierten die mehr als 300 Teilnehmer der zweitägigen Automobilkonferenz trend.scaut 2018, zu der der Spritzgießmaschinenbauer und Systemexperte ENGEL Ende Oktober nach Shanghai eingeladen hatte.
Zum ersten Mal fand der ENGEL trend.scaut parallel zur FUMOTec, der internationalen Fachmesse für Automotive Engineering und Future Mobility, im Shanghai World Expo Exhibi-tion & Convention Center statt, wodurch die Konferenz eine besonders hohe Aufmerksamkeit erfuhr. "Es haben sich einige Messebesucher, die ENGEL und den trend.scaut bis dahin nicht kannten, spontan angemeldet", berichtet Gero Willmeroth, President East Asia and Oceania von ENGEL mit Sitz in Shanghai. Unter den Teilnehmern waren vor allem Entwick-lungs- und Produktionsleiter sowie Geschäftsführer sowohl chinesischer als auch internatio-naler Unternehmen, was ebenfalls zum großen Erfolg der Veranstaltung beitrug. "Wir haben anhand konkreter Anforderungen der Produzenten vor Ort neue Technologien und Zukunfts-chancen diskutiert und konnten die Themen zugleich im internationalen Kontext spiegeln." Das Vortragsprogramm war hochkarätig besetzt. Die Referenten kamen unter anderem von Volvo und Nobo (Mitglied der Great Wall Motor Company), Continental und Ecorea sowie von JSC Automotive, ExxonMobil, Sabic und ENGEL.
Schon die ersten Präsentationen machten deutlich, dass sich der Automobilmarkt in Asien weiterhin mit einer besonderen Dynamik entwickelt. "In China konkurrieren inzwischen über 100 Fahrzeugmarken", verdeutlicht Dr. Norbert Müller, Leiter des ENGEL Technologiezent-rums für Leichtbau Composites, die Situation. Elektrofahrzeuge stehen im Fokus. Eine weite-re Entwicklung ist, dass renommierte chinesische Anbieter ihre Produkte auch im Premium-Segment platzieren. "Für den Markteintritt neuer Technologien ergeben sich wichtige Chan-cen", fasst Müller beide Trends zusammen und machte dies in seinem Vortrag am Beispiel innovativer Composite-Technologien fest. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt Müller neue, besonders wirtschaftliche Verfahren für den Faserverbundleichtbau in der Großserie und deckt dabei ein breites Technologiespektrum ab: Von HP-RTM und SMC über die Ver-arbeitung von thermoplastischen Halbzeugen wie Organoblechen und Tapes bis hin zu inno-vativen reaktiven Technologien wie In-situ-Polymerisation (T-RTM). "Neu ist, dass sich auch die Composite-Hersteller in Asien verstärkt mit thermoplastbasierten Lösungen befassen", so Müller. "Die Möglichkeit, thermoplastische Composite-Werkstoffe unmittelbar nach der Formgebung im selben Werkzeug mittels Spritzguss zu funktionalisieren, kann entscheiden-de Zeitvorteile sichern."
Produktivität und Effizienz im Fokus
Dass eine hohe Produktivität und Effizienz in der Automobilindustrie stärker als in anderen Branchen über die Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg entscheiden, ist keine neue Er-kenntnis. Gerade in Asien könnte sich die Situation aber noch einmal verschärfen, spätes-tens 2020, wenn die Förderungen für Elektrofahrzeuge auslaufen. In den Vorträgen und in der Podiumsdiskussion, aber auch in kleineren Runden am Rande kam dieses Thema immer wieder zur Sprache. Es wurden verschiedene Zukunftsszenarien entworfen, doch eine ein-heitliche Meinung gibt es unter den Experten nicht. Nach Ansicht von Jochen Siebert, Ge-schäftsführer der auf den chinesischen Automobilmarkt spezialisierten Unternehmensbera-tung JSC Automotive, befindet sich die Branche bereits heute in einem Transformationspro-zess, der die dynamische Marktentwicklung bremsen und zu einer Konsolidierung führen könnte. Ein weiteres Szenario ist, dass Hybridfahrzeuge schneller zulegen als Elektromobile.
Prozessintegration und Automatisierung rücken mit dem steigenden Effizienzdruck noch stärker in den Mittelpunkt. "Wir liefern zunehmend Mehrkomponentenmaschinen nach Asi-en", bestätigt Michael Fischer, Leiter Business Development Technologien von ENGEL am Stammsitz in Österreich. Vorrangig sind es die Bereiche Automotive Lighting und Interior, für die ENGEL immer öfter integrierte Systemlösungen inklusive Prozesstechnologie, Automati-sierung und weiterer Peripherie entwickelt. "Wenn wir von Beginn an alle Prozessschritte und Anlagenkomponenten exakt aufeinander abstimmen, können wir sowohl die Effizienz- als auch die Qualitätspotenziale besonders gut ausschöpfen", sagt Fischer.
Live-Demonstrationen im ENGEL Technikum
Typisch für den ENGEL trend.scaut ist, dass es nicht bei theoretischen Betrachtungen bleibt. Am zweiten Veranstaltungstag hatte ENGEL die Teilnehmer in sein Großmaschinenwerk im Shanghai Xinzhuang Industrial Park eingeladen. Anhand von vier herausfordernden Anwen-dungen präsentierten die ENGEL Automobilexperten dort, wie sich neue Technologien effi-zient in der Praxis umsetzen lassen.
So wurden in einer vollständig automatisierten Fertigungszelle mit zwei verketteten duo Spritzgießmaschinen dickwandige Scheinwerferlinsen produziert. Die Herausforderung, eine hohe optische Qualität mit kurzen Zykluszeiten zu vereinen, löst ENGEL mit der patentierten Mehrschichttechnologie optimelt mit externer Kühlung. Obwohl die Vorspritzlinge 30 Minuten lang abkühlen, liegt die Zykluszeit deutlich unter 3 Minuten. "Immer häufiger werden hoch-wertige Optikkomponenten aus Kunststoffen hergestellt", berichtet Fischer. "Die polymeren Materialien sind leichter als Glas und bieten den Produktdesignern mehr Freiheiten. Weltweit hat ENGEL bereits namhafte Linsenhersteller mit Mehrschichtanlagen ausgerüstet."
Bei der zweiten Anwendung ging es darum, Effizienz mit einer hohen Oberflächengüte zu kombinieren. Auf einer weiteren duo Spritzgießmaschine wurden anspruchsvolle Verklei-dungsteile für den Fahrzeuginnenraum im ENGEL foammelt Verfahren hergestellt. Das Schaumspritzgießen ermöglicht es, auch sehr dünne Bauteilbereiche zuverlässig zu füllen und reduziert zugleich das Bauteilgewicht. Das Besondere des in Shanghai präsentierten innovativen Verfahrens auf Basis eines chemischen Treibmittels ist, dass aus Polypropylen direkt im Spritzguss hochwertige Sichtoberflächen resultieren.
Vollelektrisch ging es bei der Herstellung transparenter technischer Teile zur Sache. Hier punktete eine e-mac Spritzgießmaschine mit ihrer hohen Präzision, Prozessstabilität und Effizienz. Die Maschinen der e-mac Baureihe sind inklusive der Funktionen Auswerfen und Anpressen ausschließlich mit besonders leistungsstarken Servomotoren ausgerüstet, was einen optimalen Wirkungsgrad sicherstellt. Hinzu kommt die kompakte Konstruktion. Auch Platz sparen ist ein wichtiger Effizienzfaktor.
Fahrassistenten für die Spritzgießmaschine
Das vierte Exponat machte die Chancen, die Industrie 4.0 für eine höhere Effizienz und Qua-lität eröffnet, greifbar. Ausgerüstet mit intelligenten Assistenzsystemen aus dem inject 4.0 Programm von ENGEL passt die Spritzgießmaschine die Verarbeitungsparameter kontinuierlich und automatisch an Schwankungen im Rohmaterial und in den Umgebungsbedingungen an. Die Folge ist ein konstanter Prozess ohne Ausschuss. "Die Automobilindustrie ist extrem offen für diese Themen", betont Fischer. "inject 4.0 Produkte gehören immer öfter zum Um-fang integrierter Systemlösungen, die wir nach Asien liefern."
ENGEL trend.scaut 2019 in Detroit
Seit 2009 lädt der Spritzgießmaschinenbauer ENGEL die Automobil- und deren Zulieferin-dustrie regelmäßig zum trend.scaut ein, seit drei Jahren findet die Konferenz im Wechsel auf verschiedenen Kontinenten statt. Im kommenden Jahr ist Detroit in den USA Veranstal-tungsort, 2020 trifft sich die Branche in Österreich, bevor der trend.scaut 2021 zurück nach China kommt.
Mit mehr als 300 Teilnehmern war der ENGEL trend.scaut 2018 in Shanghai ein großer Erfolg. In den Vorträgen wurden aktuelle und zukünftige Herausforderungen, sich neu eröffnende Chancen und innovative Technologien diskutiert.
ENGEL AUSTRIA GmbH
ENGEL ist eines der führenden Unternehmen im Kunststoffmaschinenbau. Die ENGEL Gruppe bietet heute alle Technologiemodule für die Kunststoffverarbeitung aus einer Hand: Spritzgießmaschinen für Thermoplaste und Elastomere und Automatisierung, wobei auch einzelne Komponenten für sich wett-bewerbsfähig und am Markt erfolgreich sind. Mit neun Produktionswerken in Europa, Nordamerika und Asien (China, Korea) sowie Niederlassungen und Vertretungen für über 85 Länder bietet ENGEL seinen Kunden weltweit optimale Unterstützung, um mit neuen Technologien und modernsten Produk-tionsanlagen wettbewerbsfähig und erfolgreich zu sein.
Christof Mengis BASF: Matthias Halusa wird neuer Geschäftsführer der BASF Schweiz AG
Matthias Halusa (50), bisher Leiter Global Operations Leather & Textile Chemicals, wird zum 1. Januar 2019 neuer Geschäftsführer der BASF Schweiz AG und wird zugleich die Leitung des Country Cluster Switzerland übernehmen. Das Country Cluster dient als Service-Plattform für die BASF-Gruppengesellschaften in der Schweiz, unter anderem in den Bereichen HR, Büro- und Gebäudemanagement, Finanzen, Recht und Steuern. Es stellt zudem Dienstleistungen für Umweltschutz, Gesundheit & Sicherheit sowie Kommunikation, Einkauf, Logistik und IT für die Standorte in der Schweiz bereit.
Halusa folgt auf Klaus Ruf (60), der neue Aufgaben im Bereich Produktion für die Schweiz, Frankreich, Italien und Spanien übernehmen wird.
Matthias Halusa hat während seiner über 20-jährigen Tätigkeit für Ciba und BASF internationale Erfahrungen in leitenden Managementpositionen gesammelt. Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium und der Promotion an der Universität St. Gallen (Schweiz) trat Halusa 1996 in die Ciba-Geigy AG ein. Zunächst arbeitete er mehrere Jahre im Controlling in der Schweiz, Hongkong und Italien sowie als Regionalleiter im Water & Paper Treatment Segment in den USA und Singapur. Im Zuge der Akquisition der Ciba Spezialitätenchemie übernahm er die Leitung des globalen Integration Management Office.
2010 wurde Matthias Halusa Leiter der globalen BASF-Geschäftseinheit Water Solutions in Ludwigshafen (Deutschland). Er wechselte 2016 nach Singapur, um die Leitung des globalen Lederchemikaliengeschäfts zu übernehmen. Seit Anfang 2018 war Matthias Halusa global für die Operations bei Leder- und Textilchemikalien verantwortlich.
Matthias Halusa ist Schweizer und deutscher Staatsbürger, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.
Christof Mengis INNEO Solutions: Erweitert den Vertrieb um einen B2B Online Shop
Bei INNEO Solutions können Geschäftskunden jetzt auch den größten Teil des Produktportfolios online bestellen. Der Online Shop ist die ideale Ergänzung zum bestehenden Beratungsangebot durch den INNEO Innen- und Außendienstvertrieb..
Kunden und Interessenten können hier die attraktivsten Angebote finden. Beim Einkaufsprozess kann man sich natürlich auch weiterhin von einem Vertriebsmitarbeiter unterstützen lassen. Ein großer Vorteil hierbei ist auch die schnellere Abwicklung, da die Bestellung direkt im ERP System landet und dort sofort bearbeitet werden kann. Alle Onlinebestellungen werden zudem versandkostenfrei abgewickelt.
Für Bestandskunden besteht die Möglichkeit, dass nach der Registrierung ihre individuellen Einkaufskonditionen hinterlegt werden. Weitere Vorteile sind die Auftragsverwaltung und die Abbildung eines Freigabebestellprozesses mit Rechten und Rollen für Mitarbeiter auf Kundenseite. Für Bestandskunden kann neben den üblichen Zahlungsmethoden wie Kreditkarte und Paypal auch auf Rechnung bestellt werden.
INNEO Solutions bleibt somit auch bei dem immer mehr an Bedeutung gewinnenden Electronic Commerce und Online-Business innovativ und bietet dem Kunden mehr Geschwindigkeit und Bequemlichkeit bei der Beschaffung von Investitionsgütern im B2B Bereich.
Über INNEO Solutions
INNEO ist die innovative Antriebskraft für den Erfolg unserer Kunden in Deutschland, der Schweiz und in Großbritannien. Rund 270 Mitarbeiter in 12 Niederlassungen vereinen umfassende Kompetenz in den Bereichen Produktentwicklung & Fertigung, Visualisierung, Informationstechnologie und Prozessoptimierung. So sind wir für über 4.000 Kunden aus unterschiedlichsten Branchen der verlässliche Partner, wenn es um Digitalisierung geht. INNEO ist PTC Platinum Partner, KeyShot Platinum Partner, HP Preferred Gold Partner, NetApp Platinum Partner sowie Microsoft Gold Partner.
http://www.inneo.com
shop.inneo.de
Christof Mengis Bioplastics Award 2018: Finalisten stehen fest
Die internationale Fachzeitschrift bioplastics MAGAZINE präsentiert den 13. "Global Bioplastics Oskar". Fünf Juroren aus Hochschule, Presse und Verbänden aus Amerika, Europa und Asien haben die fünf Finalisten für den international einzigartigen Bioplastics Award ausgewählt.
Der Preis zeichnet Unternehmen aus, die durch innovative Ideen, Produkte oder Serviceleistungen hervorstechen und für den Einsatz von Biokunststoffen beispielhaft sind. Die Produkte mussten in 2017 oder 2018 entwickelt oder in den Markt eingeführt worden sein.
Der Preis wird am 4. Dezember anlässlich der 13. European Bioplastics Conference in Berlin verliehen. Die fünf nominierten Unternehmen / Produkte sind (ohne Rangfolge):
Loliware (USA) - Lolistraw - essbare und hyperkompostierbare Strohhalme
Viele Menschen sind sich bewusst, dass es genügend Plastikstrohhalme gibt, um den Erdball 2,5 mal täglich zu umwickeln. Strohhalme sind zum recyceln zu klein. So landen sie in der Regel auf Deponien Flüssen und dem Meer, wo sie auf unbestimmte Zeit verweilen, der Tierwelt schaden und die Natur beeinträchtigen.
Lolistraw, von Loliware aus New York, USA, das sind die weltweit ersten hyperkompostierbaren und sogar essbaren Strohhalme. Sie werden mittels einer patentierten, auf Meeresalgen basierenden Technologie von Loliware hergestellt und sind kompostierbar, maritim abbaubar und gentechnikfrei.
Die Strohhalmdesigner Chelsea Briganti und Leigh Ann Tucker nennen das Material sogar hyperkompostierbar, da die Strohhalme leicht zerfallen und ohne Spuren biologisch vollständig abgebaut werden. Das Material wird in der Kompostierung zusammen mit Lebensmittelabfällen innerhalb von maximal 60 Tagen abgebaut.
Seetang ist eine erneuerbare Ressource, die keine Landressourcen benötigt und CO2 absorbiert, wodurch dieses Produkt auf Algenbasis einen ökologischen Vorteil bietet.
Die anfängliche Textur von Lolistraw ist wie Kunststoff, kann aber mit einem Geschmack oder mit zusätzlichen Nährstoffen versetzt werden. Vor der spurlosen Entsorgung hält Lolistraw in einem Getränk bis zu 8 Stunden und ist trocken bis zu 24 Monate haltbar. Wenn die Verbraucher Ihr Getränk verzehrt haben, können sie den Strohhalm essen oder kompostieren.
"Unsere Welt braucht einen radikal neuen Ansatz für den täglichen Verbrauch von Einweg-Kunststoffen, die allzu oft auf Deponien landen oder die Ozeane verschmutzen. Unsere Lösungen verwandeln Einwegprodukte durch Kompostierung in Pflanzennährstoffe oder menschlichen Brennstoff durch den Verzehr", sagt Loliware-Mitbegründerin Leigh Ann Tucker."
Technische Universiteit Eindhoven (The Netherlands) - Das weltweit erste biobasierte "Zirkulare Auto"
Das weltweit erste biobasierte "Zirkulare Auto", das von der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden entworfen und gebaut wurde, wurde Anfang des Jahres von einem Team von Studenten vorgestellt, das für die Entwicklung und Realisierung verantwortlich ist.
Dies ist das erste Mal, dass ein Fahrgestell und alle Karosserieteile aus natürlichen und biobasierten Materialien hergestellt wurden - für die Strukturteile des Autos wurden keine Metalle oder traditionelle Kunststoffe verwendet. Die Teile bestehen aus leichten und stabilen Sandwichpaneelen auf Basis von natürlichen Flachsfasern und Luminy PLA von Total Corbion PLA.
Das Auto, das vom TU/ecomotive Studententeam Noah genannt wird, wurde als Stadtauto konzipiert und verfügt über zwei Sitze und einen geräumigen Kofferraum. Noah unternimmt derzeit eine europäische Tournee und besucht Automobilhersteller, Zulieferer und Universitäten, um andere zu inspirieren. Neben seiner biobasierten Zusammensetzung ist es auch ultraleicht und elektrisch betrieben. Noah erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h und die Reichweite der Batterie reicht bis zu 240 km. Mit 360 kg beträgt das Gewicht des Autos ohne Batterien weniger als die Hälfte des Gewichts vergleichbarer Serienfahrzeuge. Neben der biobaserten Herkunft sind die Teile auch recycelbar, was zu einem 100% "zirkulären" Auto führt, das in allen Lebensphasen nachhaltig ist.
Das von Total Corbion PLA für den Einsatz im Auto gelieferte PLA ist biobasiert und recycelbar und besteht aus nachwachsenden Rohstoffen, die im Vergleich zu vielen herkömmlichen Kunststoffen eine geringere CO2-Bilanz aufweisen. Bei der Konstruktion des Fahrzeugs wurden hochwärmebeständige Luminy PLA-Typen verwendet, um eine lange Lebensdauer und ausreichende Hitzebeständigkeit zu gewährleisten.
Aakar Innovations (India) - Kompostierbare Damenbinden für Mädchen und Frauen in Indien
Die Menstruation, das natürlichste biologische Phänomen für Frauen, gilt in ganz Indien als schmutzig und unrein. Dies spiegelt sich in der Art und Weise wider, wie mit dem gesamten Konzept der Menstruationshygiene umgegangen wird. Die Scham, die Geheimhaltung, der fehlende Zugang zu sauberen Binden oder Toilettenanlagen tragen zusätzlich zu den Herausforderungen bei.
Probleme wie mangelndes Bewusstsein, mangelnder Zugang und Kosten zwingen etwa 300 Millionen Frauen, sich auf alte Lumpen, Plastik, Sand und Asche zu verlassen, um ihre "Hygiene"-Bedürfnisse während ihres Menstruationszyklus zu erfüllen.
Die 12% der Frauen und Mädchen, die Zugang zu besseren Produkten haben, werfen jeden Monat rund 433 Millionen Binden weg, die einen Abfallberg von 9.000 Tonnen in Indien erzeugen. Darüber hinaus werden mehr als 80% dieser Abfälle entweder die Toilette hinuntergespült oder auf einer Deponie entsorgt.
Aakar Innovations (Belapur, Mumbai, Indien) ist bestrebt, das Schweigen über das Thema Menstruationshygiene zu brechen und allen Beteiligten, insbesondere jugendlichen Mädchen, Wissen und Orientierung zu vermitteln.
Aakar ist ein hybrides Sozialunternehmen, das es Frauen ermöglicht, bezahlbare, qualitativ hochwertige, zu 100% kompostierbare Damenbinden in ihren Gemeinden herzustellen und zu vertreiben und gleichzeitig das Bewusstsein und die Sensibilisierung für die menstruelle Hygiene zu erhöhen. Deshalb hat Aakar unter dem Markennamen Anandi eine 100% kompostierbare Damenbinde auf den Markt gebracht.
Anandi ist eine 100% kompostierbare Damenbinde mit biobasierter, kompostierbarer Polymerfolie. Es wird naturbelassener Weichkiefernholz-Zellstoff verwendet, der mehr als 97% Cellulose und Hemicellulose enthält. Der verwendete Holz-Zellstoff besteht aus reinen Cellulosematerialien mit hoher Gleichmäßigkeit der Fasern, die eine leichte Zersetzung ermöglichen. Die Rohstoffe für den Biokunststoff stammen aus natürlich vorkommender Maisstärke.
Bio4Pack (Germany) - PLA Schale für frisches Fleisch
Nach mehrjähriger Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit mehreren großen Unternehmen der Fleisch- und Verpackungsindustrie hat Bio4Pack eine völlig neue nachhaltige Verpackung für Frischfleisch aus nachwachsenden Rohstoffen auf den Markt gebracht. Es handelt sich hier um eine Weltneuheit, die sicherstellt, dass eine wichtige Kategorie traditioneller Kunststoffverpackungen eine vollwertige Alternative erhält und durch nachhaltige Verpackungen ersetzt werden kann.
Das Tray wird aus PLA auf Zuckerrohrbasis thermogeformt und die transparente Mehrschicht-Deckelfolie besteht aus einer Schicht auf Cellulosebasis und einer Schicht aus einer PBS/ PBAT/PLA-Mischung. Sogar das Cellulose-Absorptionskissen ist biobasiert und kompostierbar.
Die Frischfleischverpackung von Bio4Pack leistet einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz und Anwendung von Biokunststoffen und hat damit einen positiven Einfluss auf die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.
Die Fleischverpackung erfüllt alle Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit und kann problemlos auf allen gängigen Verpackungsmaschinen verarbeitet werden. Die Bio4Pack Fleischschalen sind in verschiedenen Farben und Größen erhältlich. Die Verpackung ist nach EN13432 für Kompostierbarkeit zertifiziert und ist 4-Sterne biobasiert.
PepsiCo and Danimer Scientific (USA) - Biobasierte/kompostierbare flexible Verpackung der zweiten Generation
Seit der Markteinführung einer 100% kompostierbaren Chipstüte auf PLA-Basis im Jahr 2009 arbeitet PepsiCo gemeinsam mit Danimer an der Entwicklung der nächsten Generation biobasierter Kunststoffe, die industriell kompostierbare Snackbeutel mit dem richtigen Verhältnis aus Nachhaltigkeit, Leistung und Kosten ermöglichen könnten. Die neuen Danimer-Biokunststoffe sind Mischungen aus Biopolymeren und mineralischen Füllstoffen. PepsiCo entwickelte die richtigen Supply-Chain-Partner und arbeitete an der Optimierung der Verarbeitung der Basisfolien zu Barrierefolien und anschließend voll laminierten Folienstrukturen, die ihren Leistungsanforderungen entsprechen. Die Beutel der nächsten Generation sind in Haptik, Geräusch und Performance mit den heutigen Beuteln von PepsiCo vergleichbar und vom TÜV-Austria als industriell kompostierbar zertifiziert. Noch in diesem Jahr ist geplant, die neuen biobasierten Strukturen in Chile und Indien zu erproben. In der Zwischenzeit arbeiten Danimer und PepsiCo an einer Chipstüte der dritten Generation, die auf der PHA-Technologie von Danimer basiert und in der Heimkompostierung vollständig biologisch abbaubar sein wird.
Christof Mengis IK: Kunststoffverpackungsmarkt weiter auf Wachstumskurs
Nach einer aktuellen Trendeinschätzung rechnet die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. im aktuellen Jahr für die deutsche Kunststoffverpackungsproduktion mit einem Umsatzplus von 5,1 Prozent und einem Mengenzuwachs von 3,9 Prozent.
"Die Kunststoffverpackungsindustrie profitiert weiterhin von der allgemein sehr guten Konjunktur in Deutschland", kommentiert IK-Wirtschaftsexpertin Inga Kelkenberg die aktuelle Lage. "Negative Berichterstattungen und Diskussionen in den Medien zeigen derzeit keine Auswirkungen am Markt. Das Umsatzplus liegt mit 5,1 Prozent über dem Wachstum des Vorjahres von 3,9 Prozent."
In allen Segmenten zeichnen sich zum Teil deutliche Steigerungen ab. Bei einzelnen Produktgruppen, wie den Flaschen, machen sich dabei Preiserhöhungen beim Rohmaterial bemerkbar, die sich in höheren Umsatzzuwächsen widerspiegeln. Wenn sich die Entwicklung in diesem Jahr so fortsetzt wie erwartet, wird demnach ein Branchenumsatz von 15,5 Milliarden Euro erreicht. Gleichzeitig klagen die Unternehmen der Branche allerdings übersteigende Energiekosten sowie wachsende Schwierigkeiten bei der Besetzung neuer Stellen. Die Markteinschätzung basiert auf aktuell vorliegenden statistischen Kennzahlen sowie einer Branchenbefragung der GVM Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH im Auftrag der IK.
Kurzprofil des Verbandes
Mit über 300 Mitgliedsunternehmen ist die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. zur Zeit der größte Verband auf dem Kunststoffsektor in Europa. Die damit verbundene Bedeutung auf nationaler und internationaler Ebene ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Interessenvertretung für die gesamte Kunststoffverpackungsbranche.
Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen vertritt
- mit über 300 Mitgliedsunternehmen mehr als 80 Prozent des Marktes
- eine Branche mit einem Jahresumsatz von über 14 Milliarden Euro
- einer Jahresproduktion von 4 Millionen Tonnen
- und über 90.000 Beschäftigten
Die Industrievereinigung Kunststoffverpackungen ist marktorientiert in Fachgruppen gegliedert. Diese Gruppen bieten als Plattform vielfältige Möglichkeiten zum Informationsaustausch und zur Meinungsbildung.

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Kunststoff Schweiz"

  • Gegründet: 28.09.2010
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