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Leaders for Leaders

Diskussionsforum für professionelles Führungsverhalten und dauerhaften Unternehmenserfolg.

Georg Böhler VUCA- Keine Angst vor Entscheidungen
VUCA – ein Wortungetüm aus der Managementsprache, dessen Auswirkungen Manager und Entscheider tagtäglich begegnen.
VUCA steht für
Volatility = Schwankungen
Uncertainty = Unsicherheit
Complexity = Vielschichtigkeit
Ambiguity = Vieldeutigkeit
Diese Begriffe bezeichnen das Umfeld, indem Unternehmer heute ihre Entscheidungen treffen.
Für das Treffen von Entscheidungen stehen heute unglaublich viele Informationen zur Verfügung. Doch die Bewertung und Interpretation ist oft sehr viel schwieriger geworden. Es scheint nicht mehr zu genügen, für die Strategie-Entwicklung die internen und externen Anforderungen an das Unternehmen in die Zukunft fortzuschreiben. Die umfassende Erhebung von Vergangenheitsdaten, die sorgfältige Analyse und die Projektion in die Zukunft genügten bisher weitgehend für eine verlässliche Planung.
Doch nun kann man sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Erfolgsmuster der Vergangenheit auch noch in Zukunft wirken.
Störfaktoren sind dabei:
• Die Geschwindigkeit, die Anzahl und die Stärke von Veränderungen: Volatilität
• Der Umfang, der der Unvorhersagbarkeit der Themen und Ereignissen innewohnt: Uncertainty
• Die Anzahl von Einflussfaktoren und die unklare Beziehung zwischen Input und Output, die sich nicht mehr als linear erkennen lässt: Complexity
• Der Umfang indem Informationen, Ereignisse und Situationen auf vielfältige Art gedeutet werden können: Ambiguity
Diese Situation stellt an die Führung ganz besonders hohe Ansprüche. Wie kann man dieser Zerrissenheit entkommen?
Der erste Schritt ist sich zu fragen „Worum geht es eigentlich? Wie kommt es, dass diese Sache mir wichtig ist?“
„Was ist im Kern unsere Aufgabe? Was wollen wir wirklich tun?“
Es geht dabei um die Rückbesinnung auf das Wesentliche. Es geht um die Orientierung an der eigenen Vision. Dabei kommt es oft zu einem Aha-Effekt der neue Dynamik und weitere Fragen mit sich bringt und natürlich auch neue Antworten.
Es bedarf aber auch der Bereitschaft anzuerkennen, dass wir nicht alles rational durchdringen können und wir bereit sind uns auch auf unser Bauchgefühl zu verlassen. Glücklich kann sich schätzen, wer für diesen Klärungsprozess einen vertrauenswürdigen Gesprächspartner hat.
Georg Böhler Die Zeit des Chefs
Die Zeit des Chefs ist ein wertvoller Aktivposten für jedes Unternehmen. Unter den großen Herausforderungen für Geschäftsführer, ist die Frage seiner zeitlichen Verfügbarkeit ohne Zweifel eine der Wichtigsten.
Paradoxerweise haben wir in Zeiten, in denen die Technologien fortwährend daran arbeiten, uns Zeitersparnis zu ermöglichen, das Gefühl, als hätten wir immer weniger davon. Für einen Geschäftsführer ist Zeitmangel gleichzeitig das stärkste und problematischste Thema. Tatsächlich, und dies speziell bei kleineren Unternehmen, trimmen die Geschäftsführer ihre Verantwortlichkeiten so, dass sie an allen Fronten präsent und aktiv sind. So ertrinken sie schnell in der Menge der Aufgaben, die sie ausführen oder steuern müssen. Daraus entsteht ein Zeitmangel, der umso bedenklicher ist, da der Geschäftsführer derjenige sein sollte, der über die notwendige Zeit zum Nachdenken verfügt, um eine leistungsfähige und anhaltende Strategie zu entwickeln und umzusetzen.
Die entscheidende Frage ist, wie groß ist die Wertschöpfung der Arbeit des Unternehmenslenkers. Tätigkeiten mit geringer Wertschöpfung, Routinearbeiten, administrative Tätigkeiten dürfen nicht seine Hauptaufgaben sein. Die verfügbare Zeit des Geschäftsführers ist eine der Hauptkomponenten des Unternehmenserfolges und gleichzeitig ein wichtiger Ansatzpunkt des Business-Coaching. Der Geschäftsführer sollte 20% seiner Zeit für Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung einsetzen. Eine gewissenhafte Analyse seiner Tätigkeiten und ein genaues Audit seines Terminkalenders sind der Startpunkt um ein Gleichgewicht zwischen den täglichen Pflichten und den Best Practices des Zeitmanagements zu finden.
10 Prinzipien helfen dabei:
1. Akzeptieren, dass Zeit für die Planung des Terminkalenders notwendig ist.
2. Die Prioritäten des Terminkalenders hinterfragen und gegebenenfalls neu festlegen.
3. Aufgaben planen und eine To Do-Liste mit Zeitbedarf anlegen.
4.Zeit für „Unvorhersehbares“ einplanen
5.Bei der Bearbeitung der Aufgaben flexibel bleiben, sich nicht auf etwas versteifen
6.Keine Zeit verlieren und mit den schwierigsten Aufgaben beginnen
7.Delegieren
8.Störungsfreie Zeiträume festlegen
9.Die eigenen Arbeitsgewohnheiten kritisch hinterfragen
10. Neuen Technologien mit Bedacht auswählen, diese dann aber konsequent nutzen.
Georg Böhler
Partner Visconti-Coaching
georg.boehler@visconti-coaching.com
http://www.visconti-coaching.com

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Über die Gruppe "Leaders for Leaders"

  • Gegründet: 25.03.2015
  • Mitglieder: 4
  • Sichtbarkeit: offen
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