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Lean & Agile Austria

Lean & Agile und alles was hilft, Agilität im Unternehmen zu etablieren. Nicht nur auf Teamebene!

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Nina Bauer Forums Blog: “Learn to walk before you run”
“Learn to walk before you run”
Eine heute viel verwendete Metapher in Unternehmen und in der Geschäftssprache, welche laut Expertenschätzungen jedoch bereits im 15. Jahrhundert in Gebrauch war.
Folgen wir dieser Metapher, verdeutlichen und veranschaulichen wir diese Aussage, dann wird sie wohl kaum jemand anzweifeln. Selbstverständlich lernen wir erst das Laufen, bevor wir anfangen zu rennen. Oder gibt es doch vielleicht mir unbekannte Fälle von Babys, die eben noch um den Wohnzimmertisch krabbeln und im nächsten Moment aufstehen, zur Haustür rennen und dann nix wie los zum nächsten Spielplatz?
Wir tun das! Wir rennen nicht nur einfach los, wir sprinten sogar. Auch wenn jedem Einzelnen sicherlich bewusst ist, dass das nicht funktionieren kann und dass ein Sturz nicht zu vermeiden sein wird. Und trotzdem tun wir es, weil uns gesagt wird, dass wir das können. Alle können Agile und damit schneller, besser und effizienter werden. Agile ist ganz einfach. Genau das suggerieren viele Consulting Unternehmen, deren Portfolio sich ganz plötzlich um Agile Methoden jeglicher Art erweitert hat. Und wenn uns versprochen wird, dass auch wir nach einem zweitägigen Workshop lossprinten können, dann dürfen wir uns die Chance doch nicht entgehen lassen.
Blöderweise sitzen die meisten aber immernoch mitten auf ihrer Krabbeldecke und sind sich nicht einmal im Klaren darüber, dass mehr dazu gehört, als einfach aufzustehen und loszurennen. Wohin wollen wir denn überhaupt rennen? Rennen wir alle gleichzeitig los? Rennen wir alle im gleichen Tempo und müssen wir auf die langsamen Läufer warten? Ach ja, und Schuhe brauchen wir auch noch. Auf der Krabbeldecke waren die Socken bislang ja ausreichend.
Artikel, Blogs und Meinungen, in denen Agile nicht gerade positiv bewertet wird, sind mittlerweile viele im Netz zu finden. Wer selbst an einer Methode scheitert, oder beobachten kann, wie andere Unternehmen scheitern, der gerät sehr schnell in die Versuchung, der Methode selbst die Schuld daran zu geben. Die eigenen Fehler zu suchen ist oft schwierig und unangenehm. Und wenn es eh schon so viele Unternehmen gibt, die lossprinten und dann fallen … na dann ist es doch offensichtlich, dass es nicht an uns selbst liegen kann.
So simpel und logisch Agile auch sein mag, so hochkomplex kann dieses Denkweise auch sein. Zumindest für uns alle, die unflexible Prozesse und hierarchische Strukturen über Jahrzehnte hinweg gewohnt waren.
Wir müssen bereit sein, Agile zu erlernen. Schritt für Schritt und anfangs sicherlich noch ein wenig wacklig auf den Beinen. Und wenn wir das Laufen irgendwann gelernt haben und es zu einer unbewussten Handlung übergegangen ist – oder denken Sie noch bewusst übers Laufen nach? – dann können wir auch ganz bald rennen. Versprochen!
Herzliche Grüße
Nina Bauer
René Kiem In der Automobilindustrie wird es Zeit für mehr Qualität
Seit dem vergangenen Oktober ist der Qualitätsstandard in der Automobilindustrie auf ein neues Niveau gestiegen. Audits sind schon jetzt nur noch auf der Basis des neuen Standards möglich, alte Zertifikate verlieren ihre Gültigkeit im September des laufenden Jahres. Die Qualität tritt in der Branche also in ein neues Zeitalter ein. Wer da nicht mitgeht, hat den Anschluss schon jetzt verpasst. Die Chance der neuen Ära des Erfolgs heißt IATF 16949. Denn nur mit höchsten Qualitätsansprüchen kann man in dieser Branche heute noch erfolgreich sein.
Der frühe Vogel
Dass der frühe Vogel den Wurm fängt, ist eine ziemlich banale Weisheit, die aber nun mal nicht zu widerlegen ist. Dieses Sprichwort lässt sich auf so manchen Vorgang übertragen. Und auch im Qualitätsmanagement hat es seine Berechtigung. Denn immer, wenn es um eine notwendige Umstellung geht, die eine ganze Branche betrifft, sind die am besten vorbereiteten Unternehmen ganz vorne mit dabei. Mit anderen Worten: die frühen Vögel. Automobilhersteller und Zulieferer sind also gut beraten, sich frühzeitig mit der Umstellung zu beschäftigen und ausreichende Ressourcen dafür bereitzustellen. Spätestens jetzt wäre der Zeitpunkt gekommen, ein entsprechendes Rezertifizierungsaudit durchführen zu lassen.
Die Ziele des Normwechsels
Was bringt der Normwechsel in Sachen Qualität den Unternehmen konkret? Oberstes Ziel ist eine generelle Optimierung der System- und Prozessqualität. Dieses Vorhaben soll in erster Linie durch das Vermeiden von Fehlern und Risiken im Produktionsprozess und der Lieferkette erreicht werden. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Risiken in Ihrer Produktion völlig ausschließen und es gäbe keine Fehler mehr. Eine bessere Erfolgsgarantie mit unerschöpflichen Einsparquellen ist wohl nicht denkbar. Warum also sollte man nicht genau dieses Ziel anstreben? Mit der IATF 16949 sollen Unternehmen diesem Ideal ein Stück näherkommen. Mit dem Ergebnis der höchstmöglich erreichbaren Kundenzufriedenheit. Dafür müssen Sie im Umstellungsjahr mit einer höheren Auditzeit für die Rezertifizierung rechnen. Eine lohnende Investition, die sich zeitnah durch höhere Qualitätsstandards bezahlt macht.
Was ändert sich?
Die internationale Norm für Qualitätsmanagement ISO 9001 hat im Laufe des letzten Jahres eine umfassende Revision erfahren. Daran soll nun auch die neue IATF 16949 angepasst werden. Oberste Priorität bei den Neuerungen hatte die Kundenzufriedenheit, welche im Qualitätsmanagement fortan stärker in den Fokus rücken soll. Um das Ziel einer höheren Kundenzufriedenheit erreichen zu können, müssen Unternehmen Fehler und Risiken effektiver, und vor allem früher identifizieren. Vorbeugende Maßnahmen sollen deshalb nach dem neuen Standard noch stärker als bisher üblich auf ihre Effizienz hin überprüft werden.
Sicherheitsrelevante Bereiche und Prozesse rücken noch akzentuierter ins Visier der Qualitätsmanager, genauso wie die Rückverfolgbarkeit von Produkten. Lieferanten sollen schließlich stärker in den gesamten Prozess eingebunden werden. Änderungen gibt es aber auch im organisatorischen Ablauf des Prüfverfahrens. So dürfen daran künftig keine internen Berater des Unternehmens mehr beteiligt sein, weder aktiv noch passiv. Die Anforderungen an die Prozessdokumentation sind höher geworden, so dass hier mit einem größeren Zeitaufwand zu rechnen ist. Die Umstellung ist also eine anspruchsvolle Aufgabe, die ein hohes Maß an Sachkompetenz erfordert. Mit fachlicher Unterstützung von außen kein Problem.
Wer ist betroffen?
Der Normwechsel betrifft die gesamte Lieferkette der Automobilindustrie. Zertifiziert werden neben Automobilherstellern beispielsweise auch die Serien- und Ersatzteilproduktion gemäß automobilem Kundenauftrag oder wertschöpfende Prozesse in der automobilen Zulieferindustrie. Sämtliche Unternehmen, die momentan nach der IATF 16949:2009 zertifiziert sind, müssen bis zum 14.09.2018 auf den neuen Standard umstellen. Dabei können erweiterte Standorte aktuell wieder gemeinsam mit dem Produktionsstandort zertifiziert werden. Experten empfehlen, die Umstellung bis Mitte April über die Bühne zu bringen. Wer bisher noch keine Vorbereitungen getroffen hat, ist gut beraten, sich externe Unterstützung zu holen. Denn je früher der Vogel, desto sicherer ist ihm der Erfolg. Aufgrund der ablaufenden Timeline wird die Aufgabe der Normumstellung ohne Expertenrat allmählich zur zeitlichen Herausforderung. Mit einem erfahrenen Coach an der Seite nehmen Unternehmen diese Challenge früher oder später erfolgreich an. Aber lieber so früh wie möglich.
Mehr Informationen finden Sie auf:
http://www.fmea-kontor.de
Schulungen, Webinare und Termine zu den Themen Industrie 4.0 / Digitalisierung, Qualitätsmanagement, Führung und Leadership erhalten Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: r.kiem@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß