Probleme beim Einloggen

"Maklerbestand kaufen und verkaufen“

Experten-Netzwerk für Nachfolgeregelung, Kauf und Verkauf von Maklerbeständen, Bestandsbewertung, Unternehmensübergabe.

Thomas Suchoweew Datenschutz: Was Makler jetzt tun müssen
Unterstützung aus der Praxis: Vorstand vom Makler Nachfolger Club e.V. Oliver Petersen, ist Versicherungsfachwirt, geprüfter betrieblicher & behördlicher Datenschutzbeauftragter und Unternehmensberater. Er beschreibt die wichtigsten Neuerungen und den Umfang der nötigen Maßnahmen zur Umsetzung der DSGVO.
Mitglieder im Makler Nachfolger Club können sich kostenlos informieren und erhalten Unterstützung bei der Umsetzung mit Sonderkonditionen.
Unternehmen haben nur noch bis zum 25. Mai 2018 Zeit, die neuen datenschutzrechtlichen Anforderungen nach der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umzusetzen. Denn dann gilt die Verordnung unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten und löst die bisherigen nationalen Regelungen und EU-weiten Richtlinien ab. Ich habe in diesem Artikel versucht, die wichtigsten Neuerungen und den Umfang der aus meiner Sicht nötigen Maßnahmen zur Umsetzung zu beschreiben.
Bußgelder bereits bei Verstößen gegen die Verordnung – nicht erst bei Datenpannen
Um es vorwegzusagen: Für diejenigen, die sich bisher noch gar nicht mit dem Thema Datenschutz und der DSGVO beschäftigt haben, dürfte es sehr schwer bis unmöglich sein, den Stichtag 25. Mai 2018 für die Umsetzung der neuen Anforderungen an den Datenschutz einzuhalten. Die Zeit wird also knapp.
Es stehen empfindliche Bußgelder im Raum. Der Rahmen bewegt sich bis zu 20 Millionen Euro (oder 4 Prozent des letzten Jahresumsatzes). Dies war vom Gesetzgeber so beabsichtigt: abschreckende Wirkung der drohenden Bußgelder und die Sensibilisierung der Unternehmen für die Wichtigkeit des Datenschutzes.
Es gibt bisher noch keine Praxiserfahrungen, wie sich die Aufsichtsbehörden bei Verstößen verhalten werden und welche Bußgelder wann verhängt werden. Es hängt auch von der Größe des Unternehmens, der Art und dem Umfang des Verstoßes, vom jeweiligen Einzelfall und davon, in welchem Umfang und mit welchen Folgen die Rechte und Freiheiten des Betroffenen eingeschränkt wurden, ab.
Sollte es zu einer Anfrage der Aufsichtsbehörde bei Ihnen kommen, sollten Sie zumindest nachweisen können, dass Sie ein Datenschutz-Management-System in Ihrem Unternehmen eingeführt und dokumentiert haben und für die Aufsichtsbehörde zur Einsicht bereithalten. Wenn Sie das nicht können, ist ein deutliches Bußgeld zu erwarten. Es lohnt sich, trotz der knappen Zeit, proaktiv mit dem Thema Datenschutz umzugehen. Nichts tun ist also keine Option.
Muss ich einen Datenschutzbeauftragten benennen?
In der DSGVO wird in Bezug auf die Benennungspflicht eines Datenschutzbeauftragten im Gegensatz zum BDSG in der Novelle III nicht mehr von einer Mindestanzahl von Mitarbeitern gesprochen. Man könnte also den Eindruck gewinnen, dass nun alle einen DSB benennen müssen. Liest man jedoch ergänzend zu Art. 37 Abs. 1b und c DSGVO den § 38 Abs. 1 DSAnpUG-EU, findet man den Passus „in der Regel mindestens 10 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigen“. Entwarnung? Leider nicht. Dies gilt nur, wenn der Verantwortliche zum Beispiel keine Datenverarbeitungen vornimmt, die einer Datenschutz-Folgeabschätzung nach Art. 35 der Verordnung (EU) 2016/679 unterliegen.
Eine Datenschutz-Folgenabschätzung ist nach Art. 35 Abs. 3 lit. b) insbesondere dann erforderlich, wenn die Kerntätigkeit in einer umfangreichen Verarbeitung besonderer Kategorien von personenbezogenen Daten gemäß Art. 9 Abs. 1 DSGVO besteht. Dazu gehören unter anderem Gesundheitsdaten. Leider lässt sich der Gesetzgeber nicht darüber aus, was er unter dem Begriff „umfangreiche Bearbeitung“ versteht. Ein Blick auf den Erwägungsgrund 91 könnte einen Hinweis geben.
Dort wird beschrieben, wann eine umfangreiche Bearbeitung nicht vorliegen soll. Zitat: „Die Verarbeitung personenbezogener Daten sollte nicht als umfangreich gelten, wenn die Verarbeitung personenbezogene Daten von Patienten oder von Mandanten betrifft und durch einen einzelnen Arzt, sonstigen Angehörigen eines Gesundheitsberufes oder Rechtsanwalt erfolgt.“
Der einzelne Arzt und der Rechtsanwalt dürfte somit keiner Benennungspflicht unterliegen. Ob sich der Erwägungsgrund 91 auch auf Versicherungsmakler anwenden lässt, die weniger als zehn Mitarbeiter beschäftigen, bleibt zumindest fraglich.
Auf telefonische Anfrage hatte sich übrigens die Bundesdatenschutzbehörde für unzuständig erklärt, könne meine Argumentation mit dem Erwägungsgrund 91 zwar nachvollziehen, sei gegenüber den Landesbehörden jedoch nicht weisungsbefugt.
Also hatte man mich an die jeweils zuständigen Landesdatenschutzbehörden verwiesen, die das wiederum ganz anders gesehen haben. Überwiegender Tenor: Bisher hängt alles an Einzelfallentscheidungen der zuständigen Aufsichtsbehörden der Länder. Eine allgemeingültige Aussage kann somit leider nicht getroffen werden.
Wer kommt als Datenschutzbeauftragter infrage?
Wenn Sie als Versicherungsmakler einen Datenschutzbeauftragten (DSB) benennen müssen, haben Sie die Wahl zwischen einem externen oder internen DSB. Sie können also auch einen Ihrer Angestellten als DSB benennen und diesen der Aufsichtsbehörde als Ansprechpartner melden.
Er muss jedoch entsprechende „Fachkunde“ besitzen, sprich sich nachweislich in den Vorschriften der DSGVO und der IT-Systeme auskennen und betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben. Sonst kann die Aufsichtsbehörde die Benennung ablehnen.
Außerdem müssen Sie ihn laufend weiterbilden und er genießt einen erweiterten Kündigungsschutz. Interessenkonflikte sind zu vermeiden. So scheiden Sie als Inhaber oder Geschäftsführer ebenso für diese Position aus wie zum Beispiel der IT-Leiter oder der Personalchef. Die Tätigkeit an sich ist umfangreich und es muss Ihnen klar sein, dass der Mitarbeiter weniger Zeit für seine eigentlichen Aufgaben im Unternehmen hat.
Bleibt die Möglichkeit, einen externen Datenschutzbeauftragten zu benennen. Dieser ist in aller Regel auf dem aktuellen Wissensstand und häufig günstiger als ein interner DSB.
Im Idealfall wählen Sie einen externen DSB, der neben den fachlichen Voraussetzungen auch noch einschlägige Branchenkenntnisse hat und weiß, wie zum Beispiel ein Maklerbüro funktioniert und mit welchen Daten ein Versicherungsmakler umgeht.
Was sollten Sie also als Versicherungsmakler tun? Ein Handlungsplan.
1. Status-quo-Analyse erstellen
Als Erstes sollten Sie Ihre Prozesse im Unternehmen überprüfen, bei denen eine Verarbeitung von personenbezogenen Daten (pbD) stattfindet, sprich, Sie sollten alle Prozesse untersuchen, die datenschutzrechtlich relevant sein könnten. Auf Basis dieser Status-quo-Analyse kann identifiziert werden, wo Ihre Prozesse von den Anforderungen der DSGVO abweichen.
2. Datenschutz-Management-System aufbauen
Aus den Art. 5 und 24 DSGVO leiten sich umfangreiche Nachweis- und Rechenschaftspflichten für Unternehmen ab. Unter anderem die Pflicht, ein Datenschutz-Management-System einzuführen! Das ist neu und gab es so im alten BDSG nicht. Künftig müssen Unternehmen nicht nur sicherstellen, dass datenschutzrechtliche Vorgaben eingehalten werden, sondern sie müssen dies auch nachweisen können. Dies betrifft übrigens auch den Bereich Datensicherheit, für den es eine Nachweispflicht, ob „geeignete technische und organisatorische Maßnahmen“, sogenannte TOMs, eingesetzt werden, die dem Schutz der betroffenen Personen dienen, gibt.
Im Datenschutz-Management-System sollten sich also folgende Punkte wiederfinden:
Datenschutzorganisation und Verantwortlichkeit für Datenverarbeitungen
Einbindung des Datenschutzbeauftragten
Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten
Datenschutz-Folgenabschätzung (vgl. Art. 35 DSGVO)
Vertragsmanagement (welche Dienstleister werden eingesetzt?)
Datenschutzschulung und Verpflichtung auf das Datengeheimnis
Prozess zur Wahrnehmung von Betroffenenrechten
Zulässigkeit der Datenverarbeitung
Meldung von Datenschutzverstößen
Nachweis der Datensicherheit (Umsetzung der TOMs)
Das Vorhandensein eines Datenschutz-Management-Systems (DMS) kann sich in Fällen unbeabsichtigter Datenschutzverstöße bußgeldmindernd auswirken (Art. 83 Abs. 2 d DSGVO). Problematisch wird es wie bereits erwähnt dann, wenn es zu einem Datenschutzverstoß kommt und Sie kein DMS nachweisen können.
„Erstellen Sie eine Liste mit allen Auftragsverarbeitern und sonstigen Dienstleistern, die für Sie tätig sind und die mit personenbezogenen Daten umgehen.“
3. Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten aufbauen
Was bisher nach §§ 4g Abs. 2, 4e BDSG Verfahrensverzeichnis hieß, wird in der DSGVO nun Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten genannt und ist eine Dokumentation und eine Übersicht über alle Verfahren, bei denen pbD verarbeitet werden.
Die Pflicht, ein Verzeichnis für Verarbeitungstätigkeiten zu führen, gilt laut Art. 30 Abs. 5 DSGVO dann nicht, wenn der Verantwortliche oder Auftragsverarbeiter weniger als 250 Beschäftigte hat, es sei denn, die vorgenommene Verarbeitung birgt ein Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen, die Verarbeitung erfolgt nicht nur gelegentlich oder die Verarbeitung betrifft keine besonders sensiblen Datenkategorien oder strafrechtlich relevanten Daten.
Die Verpflichtung für viele Versicherungsmakler, ein Verzeichnis zu führen, dürften die besonders sensiblen Datenkategorien auslösen, da diese zum Beispiel auch Gesundheitsdaten umfassen.
Spätestens bei der Begrifflichkeit „nicht nur gelegentlich“ dürfte sich die Pflicht zum Führen des Verzeichnisses für die meisten ergeben, da eine „gelegentliche Verarbeitung“ per Definition „nur ab und zu und nicht regelmäßig“ erfolgt.
Dies dürfte in einem laufenden Geschäftsbetrieb bei der Verarbeitung von pbD unrealistisch sein. Sie meinen, das wird schon nicht so heiß gegessen? Art. 83 Bas. 4 a DSGVO besagt, dass der Verantwortliche (also Sie als Versicherungsmakler) das V
https://www.experten.de/2018/04/23/die-dsgvo-kommt-was-makler-jetzt-tun-muessen?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=180423-78+experten+News%C2%B2
Michael Podsada Exklusive Analyse: Transaktionskosten unter Mifid II
Kennen Sie die ESMA (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde)? Diese überstaatliche Stelle wird uns in den nächsten Jahren regulatorisch vor uns hertreiben. Stichwort Transaktionskosten. Ich habe bei der #MIFID2 Regulierung den Eindruck, dass es nicht ein Puzzle ist, was sich zusammenfügt. Sondern das es mehrere unvollständige Puzzlespiele sind, die wir als Marktteilnehmer zusammensetzen sollen...
Thomas Suchoweew Kostenloser Makler Notfallordner
Ein fehlender Notfallplan ist sowohl für Ihren Maklerbetrieb und Ihre Mitarbeiter als auch für Ihre Familie eine existenzielle Bedrohung. Fragen Sie sich selbst, was würde passieren, wenn Ihnen gestern etwas zugestoßen wäre:
Was passiert mit Ihren Kunden und dem Vertragsbestand?
Ist eine zukünftige Vergütung an Ihre Nachkommen gesichert?
Wer kümmert sich um das operative Geschäft?
Was passiert mit Ihren Mitarbeitern?
Wer hat Zugriff auf die wichtigen Daten, Passwörter?
Wer wird Ihr Nachfolger oder soll Sie vertreten?
uvm.
Daher haben wir aus unserer jahrelangen Praxiserfahrung und nach Rücksprache mit vielen Ihrer Kollegen einen speziell für Makler entwickelten Notfallordner entworfen. Darüber hinaus stellen wir Ihnen kostenlos eine Vielzahl an Unterlagen, Formularen, Vollmachten, Checklisten und Broschüren, die Sie dann in Ihren Notfallordner einheften können, zur Verfügung.
Als Mitglied unserer Gruppe können Sie jetzt Ihren Notfallordner kostenlos bestellen:
http://www.makler-notfallordner.de
Mit besten Grüßen
Thomas Suchoweew
Thomas Suchoweew Maklerbestand kaufen, übertragen und beraten
Maklerbestand kaufen, übertragen und beraten durch Video- und Onlineberatung. Das Interview mit Jahn Hönle zeigt Ihnen warum Online-Beratung für Bestandskäufer
Unser Videokanal bei YouTube: https://youtu.be/74EJ0KE3KfM
E-Book:"Wie Sie sich als Makler bei 500 neuen Kunden in kürzester Zeit persönlich vorstellen".
Gerade nach einer Bestandsübernahme sollte Sie keine Zeit verlieren. Durch eine Professionelle Video- und Online-Beratung können Sie schnell mit Ihren neuen Kunden ins Gespräch und zu neuem Geschäft kommen. Jan Helmut Hönle verrät Ihnen seine Geheimnisse, wie Sie in nur 7 Schritten erfolgreich in die Video- und Online-Beratung starten.
E-Book kostenlos downloaden: https://www.makler-nachfolger-club.de/downloads-bestandskauf/e-books/
Sie haben Bestand gekauft. Jetzt geht es darum, diesen effizient und effektiv zu bearbeiten, sich bekannt zu machen und Umsatzpotential zu identifizieren. Jan Helmut Hönle und Gabriele Maria Hönle zeigen Ihnen Tipps und Hilfsmittel, wie Sie speziell neue Versicherungsbestände online beraten können. Lernen Sie von Profis, wie Sie mehr potentielle Kunden, mehr Verkaufsgespräche, mehr Umsätze und mehr Kontakte in weniger Zeit generieren können.
Weitere Informationen und Teilnahme an kostenlosen Webinaren finden Sie unter: https://www.makler-nachfolger-club.de/video-und-online-beratung/
Weitere Informationen zum Thema Maklerbestand kaufen - verkaufen und zu unserem Verein finden Sie unter: http://www.makler-nachfolger-club.de

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe ""Maklerbestand kaufen und verkaufen“"

  • Gegründet: 17.02.2015
  • Mitglieder: 38
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 80
  • Kommentare: 8