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Marketing Club Frankfurt

Der mit über 1.000 Mitgliedern größte Marketing Club Deutschlands bietet zahlreiche Vorträge, Diskussionen und Gelegenheiten zum Networking.

Alicja Feltens Das Herbstprogramm des MCF ist online
Liebe Mitglieder des Marketing Club Frankfurt,
wahrscheinlich haben Sie es schon bemerkt, dass unsere Webseite aktuell nur rudimentär erreichbar ist. Wir wurden gehackt. Aus Sicherheitsgründen haben wir die alte Website offline geschaltet und arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung. Ihre Daten sind sicher.
Für die anstehenden Veranstaltungen können Sie sich trotzdem unter der bekannten Adresse http://www.marketingclub-frankfurt.de anmelden. Sie finden dort eine Liste der kommenden Termine, für die Sie sich anmelden können.
Ein Blick in die Übersicht lohnt sich! Das Herbstprogramm ist vollgepackt, manche Veranstaltungen sind sogar schon ausgebucht. Also unbedingt demnächst mal reinschauen und sich anmelden.
Wir freuen uns auf Sie in Ihrem Marketing Club Frankfurt!
Herzliche Grüße
Alicja Feltens
Karsten Stroh Die neue Studie zur Adressqualität der unterschiedlichsten Branchen
Bernd Späth Körperliche Nähe und Vorgesetztenposition.
„Bin ja auch nur´n Mann…“, murmelt Hanno mit hochrotem Kopf. „Hält kein Mensch aus, sowat!“
Der Betriebsleiter in einem Kartonagebetrieb, ein schlichter, eher zurückhaltender Mittvierziger aus der Dortmunder Ecke, wirkt arg durcheinander. Eine Untergebene namens Iris, Mitte dreißig und von anscheinend offensivem Wahrnehmungsbedürfnis, bringt ihn schwer in Bedrängnis.
„Wenn die mit mich redet, tritt die so nah an mich ran, dat ich… dat ich…. nuja… ihre dings…“ Er blickt mich hilflos an. „Und wenn ich am Schreibtisch sitz und die kommt rein, dann tritt die hinter mich und beugt sich…äh… also ich spür dat Zeuch dann im Nacken… sowat jeht doch nich! Ich bin verheiratet!“
„Tut sie sonst noch was?“
„Öhmm… also in der Arbeit selber is die Spitze. Aber du hast dat Jefühl, bei jedem Mann, der durch´n Betrieb läuft, muss die ers´ mal probieren, ob der… ob der... - - - Die einen finden´s janz jut, die andern nervt´s. Also mich nervt´s. - - - Die hat auch ständig so´n Ton drauf, als müsst´se ein´ rumkriegen.“
„Aber sie tut am Ende nicht wirklich was?“
„Mir nix bekannt.“, schüttelt Hanno das ergrauende Haupt. „Was´n los mit der?“
„Sexualisierung“, sage ich. „Sexualisierung als Mittel der Konfliktverdrängung.“
„Die hat´n Konflikt? Mit mich???“
„Eher mit sich selber.“
„Nu kapier ich jar nix mehr. Jibt dat sowat öfter?“
„Reichlich“, sage ich. „Auf beiden Seiten des Flusses.“
Als ich Sally, der Tochter australischer Freunde, und ihrem Verlobten bei mir für ein paar Tage Quartier geboten hatte, war ich in einen ähnlichen Schlamassel geraten. Sally war eine gertenschlanke, aufgedrehte Mittzwanzigerin, ihr Verlobter Greg ein introvertierter Dreißiger, den sie gut im Griff zu haben schien. Ich hatte die beiden noch gar nicht richtig vom Bahnhof abgeholt, als sie mir während der Rückfahrt schon eine flammende feministische Predigt hielt und mir erklärte, sie würde den männlichen Sexismus bekämpfen, wo immer er sein machistisches Haupt zu erheben wage. Greg schwieg dazu und verkniff die Lippen. Zu Hause angekommen, zogen die Beiden sich um und machten sich frisch. Sie setzten sich mir gegenüber auf die Couch, Sally trug ein tief ausgeschnittenes T-Shirt und einen transparenten Slip. Während sie intensiv auf mich einredete, klappte sie permanent die Beine auf und zu. Es hatte etwas Kindhaftes an sich und erinnerte mich an ein quirliges kleines Mädchen, aber es war nicht ganz dasselbe. Jedenfalls war mir sehr unbehaglich. Zwei Tage darauf kamen sie von einem Ausflug zurück und duschten. Als ich aus dem Wohnzimmer in die Küche gehen wollte, kam Sally mir im frisch geduschten Naturzustand entgegen.
„Oops“, sagte ich, „sorry!“ und drehte auf dem Absatz um. Sally allerdings kam mir hinterher und redete auf mich ein, es sei schließlich die natürlichste Sache der Welt und sie habe ÜBERHAUPT kein Problem damit, sich zu zeigen, und wenn jemand das anders interpretiere, dann beweise das nur seine niedrige sexistische Gesinnung. – Ich bat sie, etwas anzuziehen und war froh, als die Beiden zwei Tage später abreisten. Mir war sehr unwohl gewesen, denn es schien mir unübersehbar, dass ein – aus welchem Grund auch immer – hochgradig sexualisierter Charakter die eigenen unterdrückten Triebwünsche nach außen projizierte und dann in anderen bekämpfte, was in ihm selber tobte. Jedenfalls, als sie mich ein paar Wochen später wegen einer flapsigen Bemerkung in einer Mail von mir erneut als Sexisten abflämmte, brach ich den Kontakt ab.
„Sie können davon ausgehen“, sagte ich zu Hanno, „dass Iris ein massives unbewusstes Problem mit sich herumschleppt, mit dem sie sich nicht beschäftigen will. Es sieht mir danach aus, als sei sie sehr unsicher. Sie kann andere nur ertragen, indem sie sie beherrscht und kontrolliert. Manche machen das mittels Herrschsucht und Kommandoton, andere mittels Sexualisierung. Es ist ein Versuch, ein als gefährlich vermutetes Gegenüber zu neutralisieren.“
„Kapier ich jetz nich. Wo wär ICH´n denn jefährlich? Jibt dat sowat nur bei die Frauen?“
„Es gibt genug Männer, die das ausleben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Eigentlich hat es immer mit Selbstwertstörungen und Identitätsfragen zu tun.“
Ich merkte, dass ich Hanno überfordert hatte, und nahm mir die Zeit, ihm das Gesagte mit einfacheren Worten zu erläutern.
Tatsächlich bezeichnet Morgenthaler die Sexualisierung als „Plombe, die eine Lücke im Selbst ausfüllt“. Es wird also etwas nicht Vorhandenes ersetzt durch ein neurotisches Verhaltensmuster. Mit anderen Worten werden mangelnde innere Stabilität und Selbstsicherheit durch Sexualisierungsstrategien kompensiert. Woher aber kommt die Unsicherheit? Balint spricht von „pathologischer Angst vor Objektverlust“. Oder anders formuliert: Ich bin mir meiner und meines Werts so schmerzhaft unsicher, dass ich nicht glauben kann, dass jemand bei mir bleibt, und so rechne ich ständig damit, verlassen zu werden. Um das zu verhindern brauche ich starke Strategien, jemanden an mich zu binden, und die wirksamste Strategie ist der Einsatz meiner sexuellen Energie. Wobei ich große Angst bekomme, wenn jemand auf mein werbendes Verhalten eingeht, denn dann fühle ich mich massiv bedrängt, und so verbringe ich die meiste Zeit in einem Schwebezustand zwischen sexualisierender Eroberung und panischer Abweisung des Eroberten. – Ein Zustand, der nicht nur für den/die Betreffende/n sehr anstrengend ist, sondern auch für die Umgebung, die zum Spielball eines solchen Verhaltens wird. – Nicht selten sind frühkindliche Missbrauchserlebnisse im weitesten Sinne die Ausgangserfahrungen eines derartigen Verhaltensmusters.
Hanno, eine grundehrliche Haut, redete, wie ihm der Schnabel gewachsen war, und nachdem ich ihm die Hintergründe von Iris´ Verhalten einigermaßen verständlich gemacht hatte, begriff er, dass er im engeren Sinne gar nicht „gemeint“ war, was ihn enorm erleichterte. Denn er liebte seine Gaby, die ich später einmal kurz kennenlernte: eine dralle und herzliche Person, die ihm drei Kinder geschenkt und seine kleine Welt mit Glück gefüllt hatte. Was Iris anbetraf, so berichtete er mir, er habe ihr „mal eben jesacht, wo dat hier lang jeht“, und dann redete sie erst mal mehrere Wochen nicht mit ihm. Gerade die sexualisierten Charaktere reagieren sehr gekränkt auf Abweisung, denn für sie bedeutet es den Verlust der erstrebten Kontrolle und damit die Bestätigung ihrer Grundangst. Da er sich nach Abschluss unserer Gespräche nicht mehr meldete, vermute ich zuversichtlich, dass er „dat Janze wieder im Jriff“ hat.
Raimund Conrad Networking I Social Media I Radio?
Einseitige Veröffentlichungen prägen ein Leistungsbild. Ist das erwünscht? Wie im Privaten gilt auf für das Geschäftliche: Vielfalt fördert Kreativität, auch in den Medien.
Dorothée Wendorff Premiere Frankfurt: Jazz? We can!
Jazz – die meisten denken bei diesem Begriff sicher nach wie vor an Alte-Leute-Musik: Und befinden sich dabei total auf dem falschen Dampfer: Eine junge Generation von Musikern, löst gerade die alte Version ab. Wirft alle Genre- und Stilgrenzen über Bord für eine immer begeisternde junge Musik. Man könnte sogar sagen, der bessere Pop findet heute unter dem Jazz-Signet statt.
Diese neue Jazz-Generation wartet auch nicht mehr, bis das Publikum zu ihr in den guten alten Jazzkeller hinabsteigt, sie gehen raus, spielen in den Kulturzentren, okkupieren öffentliche Räume, erobern die Techno-Clubs oder kommen in die Wohnzimmer. Wer aber hat schon so ein schönes, großes Wohnzimmer wie das Living Hotel Frankfurt?
Bei „Jazz? We Can!“ legen ab Oktober die heißesten jungen Acts der deutschen Szene los; einmal im Monat; in intimer, entspannter Atmosphäre; bei freiem Eintritt; ausgewählt und präsentiert vom Münchner Musikjournalisten („Süddeutsche Zeitung“) und Jazzkenner Oliver Hochkeppel.
Los geht es mit dem wildesten Blechbläser der deutschen Musiklandschaft, dem Allgäuer Tausendsassa Matthias Schriefl, bekannt für seine kunterbunten Outfits, seinen schrägen Witz, seine überragende Technik an Trompete, Flügel-, Wald- oder Alphorn und seine mit Jazz jonglierenden Stücke. Spannend wird es bei ihm immer, ob er mit amerikanischen oder europäischen Top-Jazzern spielt, mit Neuen Volksmusikern aus dem Alpenraum oder wie im Living Hotel mit indischen Karnak.
Wir freuen uns auf die Premiere. Sind Sie dabei?
Ort: Living Hotel Frankfurt, Mailänder Straße 8, 60598 Frankfurt
Wann: 20. Oktober 2018
Zeit: 20 Uhr
Infos: https://www.living-hotels.com/hotel-frankfurt/jazz-we-can/