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Medizinprodukteaufbereitung

Sie finden hier alle aktuelle Informationen zum Thema Medizinprodukteaufbereitung

Emanuel Nagel Immer wieder Probleme bei der Aufbereitung von Medizinprodukten
Leider entdecken wir in vielen Kliniken immer wieder äußerst problematische Situationen hinsichtlich der bereits aufbereiteten (und steril zur Verfügung gestellten) Medizinprodukte. Dabei sind nicht etwa nur Blut- und Knochenrückstände das Problem, sondern immer mehr auch falsch und nicht nach den Herstellerangaben aufbereitete Produkte. Als sehr problematisch sehen wir beispielsweise die Aufbereitung von (einmal verwendbarer) Prothetik, wie Schrauben, Prothesen usw., welche den Herstellerangaben entsprechend NICHT mit Blut und Körperflüssigkeiten in Berührung kommen dürfen um eine ausreichende Garantie erhalten zu können. Trotzdem werden diese, teilweise sogar von sogenannten professionellen Dienstleistern und auch von großen Kliniken mit entsprechend geschulten ZSVA-Leitungen (meist FK 3) zusammen mit verschmutzten anderen Materialien aufbereitet, was automatisch zu einem Kontakt mit Blut- und Körperflüssigkeiten führt und somit nicht mehr den Herstellerangaben entspricht! Leider sind auch die meisten Hersteller noch nicht in der Lage, diese Produkte als steriles Einmalmaterial zu liefern, so dass zwangsweise eine Aufbereitung dieser Produkte erfolgen muss! Diese sollte dann jedoch auf jeden Fall entsprechend den KRINKO-Empfehlungen und somit auch den Herstellerangaben entsprechend durchgeführt werden!
Dieser Mangel zeigt wieder einmal eindeutig die Abweichungen in der Praxis, sowie die Problematik der Fachkundeschulungen, in welchen meist den Vorgaben der DGSV e.V. entsprechend Inhalte geschult werden, welche für die praktischen Tätigkeiten in einer ZSVA nicht ausreichend erscheinen.
Andreas Thielke moin moin
Hallo zusammen in der Runde. Ich bin tätig im Bereich der MP-Aufbereitung. Im Speziellen biete ich Prozessanalysen und Prozessoptimierung bei Aufbereitungsprozessen in der AEMP und in der Endoskopie. Darüber hinaus führe ich Anwenderschulungen vor Ort durch und als Referent Fach- und Sachkundekursbildung tätig. Selber verfüge ich über die Fachkunde 1, 2 und 3. Ich freue mich auf einen regen Austausch. In diesem Sinne .......
Emanuel Nagel
Moin, moin, herzlich Willkommen in der Gruppe. Leider hatte ich Ihre Message zu spät bemerkt- sorry hierfür! Viele Grüße Emanuel Nagel
Emanuel Nagel Begehungen bei Zahnärzten und in Kliniken
wir finden es immer wieder interessant wie unterschiedlich in verschiedenen Bundesländern seitens der Behörden im Rahmen von Begehungen agiert wird.
Dies hat sicherlich mit dem jeweiligen Ausbildungsstand der Begeher zu tun, teilweise jedoch auch mit den dort (unserer Meinung nach von Herstellern) geschulten Inhalten. Dies wird insofern deutlich, als dass vielmehr unsinnige Inhalte geprüft und sogar anschließend in den Berichten entsprechend kommentiert und gefordert werden.
Auch wird es immer mehr deutlich, dass diese oftmals nur sehr wenig Ahnung von den tatsächlich gesetzlichen und normativen Forderungen und deren Machbarkeit vor Ort haben. So wird u.a. oftmals der Einsatz von Chemoindikatoren in Verfahren gefordert, bei denen diese gar nicht angewendet werden können und für welche es weder eine gesetzliche, noch eine normative Grundlage gibt. Andererseits werden eigentlich wichtige Faktoren der Prozesse gar nicht abgefragt.
Es ist für uns auch immer wieder erstaunlich, dass einerseits Kliniken und Praxen immer noch "steinzeitliche" Aufbereitungen betreiben können und nicht oder wenn überhaupt, nur lapidar bemängelt werden und andererseits hocheffiziente und durchaus sehr gut aufgestellte Abteilungen mit funktionierenden Verfahren und elektronisch dokumentierten Prozessen (welche tatsächlich eine brauchbare IST-Dokumentation besitzen) eine für uns unverständliche Mängelliste erhalten.
Auch ist es uns schleierhaft, weshalb immer wieder Validierungsberichte bemängelt werden, welche inhaltlich als auch ausführungstechnisch sehr gut aufgebaut sind und alle gesetzlich geforderten Daten enthalten, andererseits jedoch Berichte ohne wirklich brauchbaren Inhalt ohne Mängel akzeptiert werden, (scheinbar) nur weil diese von Unternehmen oder Personen durchgeführt wurden, welche selbst vielleicht auch Behörden schulen oder zusätzlich in anderen Bereichen der Kliniken und Praxen tätig sind.
Diese Vorgehensweise können wir nicht wirklich nachvollziehen.
Wir appellieren erneut an die Behörden einheitlich (und vor allem ausreichend und nicht durch die Hersteller geschult) vorzugehen und statt eher formalen und unsinnigen Forderungen eher mal Kompetenz auszustrahlen und den Betreibern hilfreich zur Seite stehen, sowie auch Mängel anzuzeigen, welche wirklich (und sehr dringend) behoben werden müssten. Dies würde effektiv sein und vor allem auch der durchaus notwendigen Sicherheit in der Medizinprodukteaufbereitung dienen!
Emanuel Nagel KRINKO-Empfehlungen Medizinprodukteaufbereitung
Aufgrund der unzureichenden Definitionen der KRINKO-Empfehlungen zu dieser Thematik, möchten wir hierzu gerne nachfolgend die Problematik (in Kurzform) aufzeigen:
Mehrere Anfragen (unserseits) bei den zuständigen Behörden zeigten auf, dass erst einmal (interner) Klärungsbedarf der Behörden zur eigentlichen Zuständigkeit der entsprechenden Stellen zu diesem Thema bestand.
Nachdem die Zuständigkeit nun grundsätzlich geklärt scheint, erfolgten mehrere Antworten auf unsere Anfragen, welche jedoch leider immer noch nicht zu einem, von uns und von den Betreibern verwendbaren Ergebnissen führen!
Vielmehr musste erneut aufgezeigt werden, dass die daraus ergehenden Unklarheiten weiterhin bestehen und zusätzliche Abweichungen der Anforderungen aufzeigen.
Dies ist insofern problematisch, als dass die KRINKO-Empfehlungen auf der einen Seite von den Betreibern einzuhalten sind, zum Anderen aber auch die Einhaltung von Behörden in verschiedenen Bundesländern bei Begehungen detailliert abgefragt wird.
Da es jedoch aktuell auch den zuständigen Stellen selbst nicht möglich scheint, die Abweichungen und den Umgang damit zu beschreiben, können die Betreiber auch nicht ausreichend agieren was letztendlich dazu führt, dass auch bei einer gewollten Umsetzung der KRINKO-Empfehlungen durch die Betreiber keine Möglichkeit besteht, diese auch tatsächlich auszuführen.
Im Umkehrschluss dazu, kann es also zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht möglich sein, Seitens der Behörden verschiedene Anforderungen daraus bei den Betreibern zu überprüfen oder gar abzuverlangen (Bspw. die allgemein verlangte notwendige Zertifizierung bei einer Aufbereitung von "Kritisch-C" Produkten).
Natürlich kann auch dies nicht "verallgemeinert" werden, da natürlich eine Aufbereitung von sicherlich ganz klar in "Kritisch-C" einzustufenden Medizinprodukten (wie Bsp. eine Aufbereitung von Einmalprodukten) von dieser Problematik nicht betroffen sind.

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Über die Gruppe "Medizinprodukteaufbereitung"

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