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Klaus-Uwe Pagel Warum der menschliche Organismus Vit B 12 speichern kann
In meinem Blog (werbefrei, benutzt Cookies) habe ich mich, von einem anderen Beitrag zur Problematik der Versorgung der Veganer mit Vitamin B 12, mal dieses Themas angenommen:

>Es ist durchaus ein wichtiger Faktor dafür, dass die Spezies Mensch über die vielen Jahrtausende immer größer und schwerer geworden ist und sein Gehirn so entwickeln konnte (vielleicht hängt auch die deutlich gestiegene Lebenserwartung damit ein wenig zusammen), dass die Versorgung mit Vit B12 aufgrund des erheblichen Erweiterns der Nahrungsquellen (Vit. B 12 Quellen) mittels Tieren und ihren Produkten erheblich zugenommen hat und sicherer geworden ist.
Axel G. Tausch Der nächste Aktionstag
Der Colistamm Nissle wird 100 Jahre alt und Ardeypharm feiert :Mutaflor soll bundesweit in Praxen und Apotheken vorgestelt werden. Da passt mein Lieblingsthema , die "Darm-Hirnachse" als pppp für die Öffentlichkeit gut zusammen. Unsere Hausapotheker wollen auch mitmachen und sorgen für Schnittchen/Kuchen und meine MfA werden Kaffee spendieren. Ich halte es für durchaus sinnvoll, unseren Berufsstand so in der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Klaus-Uwe Pagel Ohne Mikrobiom vertrocknet der Mensch
Ich möchte einen Gedanken in die Mikrobiomdiskussion einbringen, betreffend physiologische Grundlagen: Wasserhaushalt des Körpers.
Im Verdauungsprozess wird dem Körper über die bei der Verdauung, vom Speichel angefangen, in die "Welt außerhalb der Körpergewebe" abgegebenen Sekrete enorm viel Wasser entzogen, einige Liter. Dieses muss zurück. Jedoch nicht dort, wo Wasser benötigt wird als Verdauungs- und Resorptionshilfe für Stoffe (Nahrungsmittel), sondern erst, nachdem es seine Rolle in Verdauung und Stoffaufnahme gespielt hat (Magen, Dünndarm). Das Restwasser, was noch mit dem zunächst flüssigen Dünndarminhalt im Dickdarm ankommt, muss wieder vom Körper zurückgenommen werden. Jeder kann es sehen (bei der Betrachtung des Ausscheidungsproduktes Stuhl). Es ist viel Wasser vom Körper wieder aufgenommen worden um den Stuhl kompakt zu machen. Manchmal zuviel und der Stuhl ist "knochenhart".
Genau das ist die Aufgabe des Dickdarmes: Soviel Wasser (Elekrolyte) wie möglich noch aus den "Verdauungsrückständen" zurückzuholen.
Das Problem ist die Beschaffenheit des "Nachverdauungs- und Nachresorptionsbreies (nein flüssiger als Brei). Hier sind unverdaute, unverdauliche, auch neu entstandene Moleküle drin, die Wasser (fest) an sich binden und festhalten. Genau diese Moleküle sind es, die dann mittels Bakterien so zerlegt und verwandelt werden, dass es dem Dickdarm leichter möglich wird, ihnen Wasser abzunehmen und dem Körper zurück zu geben. Schon gewusst oder noch daran gedacht?
Dass drunter Bakterien sind, die Produkte (z.B. Vitamine) abgeben, die für den Organismus interessant sein könnten, ist so. Diese werden mit dem Stuhl in die Umwelt gegeben und irgendwie dann über unsere Nahrung - teils über viele Wege und Umwandlungsprozesse - wieder zugegeführt. Wir düngen sozusagen den Boden aus dem wir wieder ernten.
Wieviel der Organismus und von welchen (resorbiert der Dickdarm Fette, fettlösliche Vitamine?) Stoffen aus dem Dickdarm nennenswert aufnimmt, ist im Grunde ungeklärt. Jedoch sollte klar sein, dass auch bei gutem Mikrobiom der Veganer seinen Bedarf an Vit B 12 nicht aus dem Dickdarm decken kann. Hier fehlt zum einen der Intrinsicfaktor zum anderen die auf den entsprechenden Komplex spezialisierten aufnehmenden Zellen. Es wäre kaum zu erwarten, dass Vitaminmangelkrankheiten auftreten würden, wenn das Mikrobiom des Dickdarms uns in nennenswerten Mengen versorgen würde. Aber sie treten bei mangelnder Zufuhr aus der Nahrung auf, noch bevor irgendwelche bedeutenden Änderungen des Mikrobioms zu erkennen sind.
Das einfach nur als Gedanken. In einer Zeit, in der die Mikrobiomforschung viele Spekulationen weckt und zu einem guten Einnahmefeld für Forscher und ihre Institute geworden ist. Wieviele der Stoffe, die durch den Stoffwechel der Dickdarmbakterien entstehen, dienen schlicht und einfach nur der Steuerung des Dickdarms, seine Motorik selbst und gelangen gar nicht z.B. ins Gehirn?
Klaus-Uwe Pagel Nahrungsergänzungsmittel, isolierte und konzentrierte Stoffe zur Nahrung dazu, warum nicht?
Ich wurde gefragt: „Wenn ich Sie richtig verstehe, sind Sie gegen Nahrungsergänzungsmittel bei gesunden Personen. Was spricht Ihrer Meinung nach dagegen?“
Ganz einfach: Ein gesunder Mensch darf darin vertrauen, dass er sich den natürlichen Bedingungen, ob Jahreszeiten ob Klimazonen, anzupassen vermag. Auch wenn das vielleicht anfangs unangenehme Anpassungssymptome macht. Bei vielem, was wir ändern oder an was wir uns neu gewöhnen müssen, ist das so.
Das aber ist keine Krankheit und erfordert außer dem Vertrauen in die eigene Gesunderhaltungsfähigkeit/ Selbstregulationsfähigkeit, keine Hilfsmittel. Wir brauchen auch keine Nahrungsergänzungsmittel, wenn wir uns einfach angemessen (an die Notwendigkeiten und Gegebenheiten) ernähren.
Wenn wir aber beginnen, Hilfsmittel, die typischerweise unnatürliche Zubereitungen und vor allem Isolate und unnatürliche Konzentrate sind (auch wenn die Ursprünge aus der Natur kommen!) zuführen zu wollen, haben wir im Grunde unser Vertrauen in uns selbst aufgegeben.
Natürlich werden wir immer wieder von mit dem Verkauf solcher Produkte direkt oder indirekt (Z.B. Auftragsforschung, Werbebogs u.a.) bemühten Personen in unserem Vertrauen in die eigne Fähigkeit, gesund zu bleiben, erschüttert. Da hat sich die Nahrungsmittelindustrie gegen die Menschheit verschworen, um diese krank zu machen, da werden aus wirtschaftlichem Interesse angebliche Erkenntnisse zu unzureichender Nahrungsmittelbeschaffenheit verschwiegen usw. - heißt es.
Wir übersehen, dass so manches einfach der großen Bevölkerungszahl geschuldet ist, wenn es um "Turbogetreide" usw. geht. Und dennoch lassen wir, die wir uns exotisches Früchte, Getreide usw. billig besorgen lassen, viele viele Menschen hungern. Es ist halt Mode und gehört schon fast zum Merkmal der Zugehörigkeit zu bestimmte Gruppen, dass man sich so einiges hier leistet.
Es ist nicht die (NEM) Industrie, es ist unsere Eitelkeit (man will dazu gehören und dann nimmt man NEMs) und unser gestörtes Selbstvertrauen (ich bin zu Krankheit und frühem Tod verdammt, wenn ich nicht NEMs konsumiere), die den Absatz fördert.
Lernen wir endlich wieder die Nahrung, die uns auch hier gegeben wird in ihrer Fülle und in ihrem Wert schätzen und vertrauen wir wieder in uns selbst - auch in unseren gesunden Verstand.
Mein Organismus ist kein Reagenzglas, das viele chemische Reaktionen durchführt und in das man mal das eine, mal das andere zusätzlich einwerfen muss, um noch besser zu funktionieren.
Schon die letzten Worte zeigen wieder zum Einen das mangelnde Vertrauen in sich selbst und zum anderen, wie sehr inzwischen das Leistungsdenken unser Selbstempfinden beeinträchtigt.
Wir sind nicht mehr für uns und für einander da, wir müssen irgendwie in einer uns bedrohenden Welt bestimmte (Umsatz-/Leistungs-) Ziele erreichen. Hören wir auf, müssen zu müssen.
Da fällt mir ein, das auch auf weltanschaulisch psychologischer Ebene solcher Druck gemacht wird, der uns zunächst als "schlecht" darstellt: Wir sollen versuchen "schlechte Energien" los zu werden um irgendwann ein besserer Mensch zu sein, um das, was er (von wem auch immer vorgegeben) lernen soll (muss) zu erreichen. Das geht dann mit Geld: für Kurse, Literatur, Beiträge zu Sekten usw. Vielleicht auch eine Art der NEMs für Psyche?
Meine Heilkundetätigkeit zielt darauf hin, dem - selbst wenn er krank ist - anderen Menschen das Vertrauen in seine Selbsterhaltungsfähigkeit zurück zu geben. Bei Kranken muss ich da oft lenkend eingreifen, um diese wieder in Gang zu bringen. Denn Selbstheilung gibt es nicht- ist die Selbsterhaltung/Selbstregulation gestört, heilt sich sich nicht von allein. Das ist auch eine wichtige Aussage des Begründers der Homöopathie, S. Hahnemann, der die Existenz der Selbstheilungskräfte verneinte.
Prophylaxe, Gesunderhaltung bedeutet für mich nicht Hilfsmittel einnehmen, weder stofflich noch psychisch, sondern einfach mal in sich wieder vertrauen, selbst wenn die momentane Anpassungsreaktion an Gegebenheiten unangenehm erscheint.
Vielleicht helfen diese Ausführungen, meine Ideen nachzuvollziehen?
Ich hatte das an anderer Stelle so veröffentlicht.
Es kam ein Kommentar, der weiteres Nachdenken anregen kann. Ich möchte deswegen daraus zitieren:
<"1. Durch die breite Anwendung von NEM besteht die Gefahr, dass über wenige Generationen die Fähigkeit reduziert wird (oder sogar verloren geht), die entsprechenden Stoffe ausreichend aus der Nahrung aufnehmen zu können und gleichzeitig könnte der Bedarf durch das zusätzliche starke Angebot erhöht werden. Dann wäre der Mensch auf NEM angewiesen, könnte nicht mehr ohne leben.
2. Praktisch alle Vitamine werden nach meiner Kenntnis über eine biotechnische Herstellung erzeugt. Vitamine sind - wie alle Wirkstoffe - auch aus dieser Herkunft nicht rein. D. h. es sind neue unbekannte Verunreinigungen enthalten, die eventuell riskant sein können. Ich denke an den L-Tryptophan-Skandal*, der bis heute nicht ganz geklärt ist. Beim L-Tryptophan handelt es sich zwar um kein Vitamin, das Risiko bei der Erzeugung ist aber vergleichbar.
Axel G. Tausch
Ein weiterer Kommentar
Letzter Kommentar:
Klaus-Uwe Pagel

>Waren nicht alle Tryptophan Medikamente jedweder Pharmafirma vom selben Generikahersteller in Japan? Wenn mann das Serotoninsyndrom kennt, kann mann sich nur noch wundern!
Soweit ich mich erinnere, gab es hier Hersteller, die noch teuer aus Pflanzen extrahierten (auch diese Präparate wurden zunächst vom Markt genommen). Aber der Markt ... in den USA als billige Nahrungsergänzung auf den Markt geworfen.

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