MIMIK-PUZZLEMIMIK-PUZZLE

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Hosted by:Andrea Khom

Ich sehe was, was du (noch) nicht siehst. Ob Lüge oder Wahrheit, es ist uns ins Gesicht geschrieben.

Haben Sie schon einmal mit einem Baby geflirtet? Es zum Lachen gebracht? Haben Sie dabei tolle Fratzen gezogen? Und ... haben Sie sich gefreut, als das Baby sich gefreut hat? Was passierte in diesem Moment? Sie haben durch Ihre Mimik und Körpersprache eine Beziehung aufgebaut!

Aktuell vermissen viele von uns Beziehungen mit anderen Menschen und damit das Gefühl von Zugehörigkeit, von Miteinander. Auch gerade für Teams im Homeoffice und deren Führungskräfte ist dies ein herausforderndes Thema.

Mehr dazu finden Sie hier : https://www.xing.com/events/train-the-trainer-ausbildung-nonverbale-kommunikation-3103723

Verkaufsgespräch sind in Corona Zeiten nicht einfach: Durch die Masken fällt ein großer -Teil der Gesichtsmimik weg und es ist schwieriger denn je, Kunden-Reaktionen in den richtigen Kontext zu setzen. Wie die Augen dabei helfen, besser zu kommunizieren und auf welche Blicke man besonders achten sollte.

Wir wurden dazu vom Kurier interviewt. Sie finden den Artikel in unserem Pressecorner: https://www.ankh.at/wp-content/uploads/Kurier_14.11.2020_Augenblick-bitte-Gespraeche-mit-Maske.pdf

(Kurier, 14. November 2020)

Ihre ExpertInnen für Mimik und Körpersprache hier beim MIMIK-PUZZLE:

Andrea Khom - http://www.ankh.at

Michaela Kellner - http://www.ankh.at

Gerade in Zeiten, in denen wir auch noch Abstand halten sollen ein wichtiges Thema für uns alle. Denn subjektiv haben viele Menschen das Gefühl, weniger im Gesicht von anderen zu erkennen, und fühlen sich isoliert und nicht wahrgenommen. Wer weiß wo er hinschauen soll, tut sich leichter.
Aus dem Schmuckhandel wissen wir, dass je kleiner die Details sind, desto mehr sind die Verkaufspersonen gefordert, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Wenn wir also unsere Aufmerksamkeit auf den Bereich von Stirn, Augenbrauen, Augen und Nase richten, werden wir dort viele mimische Signale erkennen. Allerdings wird die Wahrnehmung vieler Verkaufspersonen derzeit durch eigene Nöte eingeschränkt!

In unserem letzten Blog haben wir Sie eingeladen, an einer kurzen Umfrage zu den neuen Begrüßungsritualen nach und mit Corona teilzunehmen.

Wir freuen uns, dass so viele von Ihnen mitgemacht haben - dafür vielen Dank.

WIE BEGRÜSSEN WIR EINANDER IN DER ZEIT IN UND NACH CORONA?

Knapp 350 Personen haben ihre Erfahrungen mit uns geteilt.

Frage 1: Wollen Sie Ihr Gegenüber mit Handschlag begrüßen?

66% der Befragten wollen NICHT mit Handschlag begrüßen.

25% möchten gerne die Hand reichen.

Frage 2: Fühlen Sie sich zurückgewiesen, wenn Ihr Handschlag abgelehnt wird?

Für 75% der Befragten ist das vollkommen in Ordnung.

Nur jedeR Zehnte fühlt sich zurückgewiesen.

Frage 3: Wie geht es Ihnen, wenn Sie den Handschlag einer anderen Person ablehnen?

42% sagen: „Gut, dass ist ja meine Entscheidung.“

26% sagen: „Ich fühle mich unhöflich.“

31% sagen: „Fühle mich unsicher, wie das bei der anderen Person ankommt.“

Frage 4: Welche neuen Begrüßungs-Rituale haben Sie entwickelt?

Die beliebteste Alternative zum Handschütteln ist eindeutig Winken. Die Wortwolke zeigt anschaulich, wie wir Menschen uns aktuell begrüßen.

Frage 5: Hat sich Ihre persönliche Distanzzone / Ihr Abstand zu anderen Menschen verändert?

45% sagen: „Ja - ich halte mehr Abstand - nur zu mir fremden Menschen.“

49% sagen: „Ja - ich halte generell mehr Abstand - auch zu mir gut bekannten Menschen.“

6% der Befragten haben ihren Abstand nicht verändert.

Fazit: Wir Menschen sind sensibilisiert für das Thema und sehr kreativ in unseren Begrüßungsritualen. So richtig wohl fühlen wir uns mit den unterschiedlichen Varianten noch nicht—vor allem, da es so viele Möglichkeiten gibt. Die wichtigste Erkenntnis ist, die meisten Menschen fühlen sich nicht zurückgewiesen, wenn wir ihnen die Hand zum Handschlag nicht aktiv reichen.

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Ihre ExpertInnen für Mimik und Körpersprache hier beim MIMIK-PUZZLE sind:

Andrea Khom - http://www.ankh.at

Michaela Kellner - http://www.ankh.at

Marion Lercher - http://www.lerchertrain.at

Erwin Oppermann - http://www.shop-marketing.at

Das Interesse war sehr groß und die Umfrage-Ergebnisse sind sehr interessant. Die Begrüßung ist für viele Menschen ein sehr emotionaler Moment in der Begegnung mit anderen und da hat sich eindeutig viel verändert in den letzten Wochen und Monaten.

Danke Andrea und Michaela für eure spannende Studie zu den neuen Begrüßungsritualen. Der Handschlag ist auch im Verkauf ein wesentliches Element. Nicht zuletzt sprechen wir ja von "Handschlagqualität" eines Menschen. Wir leiten also Vertrauenswürdigkeit daraus ab, wenn sich die beiden Vertragspartner nach/zum Abschluss die Hand geben.

Wie ist es nun, wenn dies unterbleibt? Ich selbst kann mich an Autokäufe, Einrichtungskäufe, Grundstückskäufe erinnern, bei dem der Verkäufer nach Einigung zu mir sagte, "dann geben wir uns jetzt die Hand drauf". Und das, obwohl es selbstverständlich auch Verträge bzw. schriftliche Vereinbarungen gab.

Im Einzelhandel legen viele Branchen Wert darauf, dass den Kunden beim Verabschieden die Hand gegeben wird, um ein gewisses Maß an Verbindlichkeit herzustellen. Zumindest war dies vor Corona der Fall. Sollen VerkäuferInnen nun also darauf verzichten? Was meinen Sie? Und bedeutet eine Ablehnung dann auch gleich den Rückzug der Kaufentscheidung?

Wir hatten letzte Woche unser erstes Präsenztraining. Das war schön und doch ganz anders! Was genau war so anders? Die Maske war weg, es wirkte alles „normal“ und war es doch nicht. Das wichtigste „Anders“ war die Begrüßung.

Wie begrüßen wir einander in der Zeit nach Corona korrekt? Geben wir einander die Hand? Winken wir einander zu? Verbeugen wir uns? Oder nutzen wir die verschiedenen Corona-Begrüßungen mit Ellbogen-Check, Fuß-Check, Knie-Check usw.?

Was ist die neue Business-Begrüßung – vor allem, da viele nun wieder aus dem Homeoffice ins Büro zurückkommen?

Wir machen dazu eine Umfrage mit 5 kurzen Fragen und freuen uns sehr über Ihr Mittun. https://de.surveymonkey.com/r/7XXPY66

Früher war es einfach: wir sind von unserer Erziehung her darauf trainiert, dass zu einer ordentlichen Begrüßung oder Verabschiedung ein Handschlag gehört. Wir geben einander die Hand und drücken diese kurz und mittelfest, schauen uns dabei in die Augen und lächeln.

Im besten Fall schenken wir so dem anderen Menschen ungeteilte Aufmerksamkeit und Wertschätzung. Zusätzlich geben wir auch etwas von uns preis – nämlich unseren Duft. Wissenschaftler*innen einer Universität in Israel haben ausführlich getestet, dass wir nach einem Handschütteln mit einer uns fremden Person unsere Hand unbewusst ins Gesicht führen, wir richten uns die Brille, wir streichen uns über Kinn, Stirn oder Wange. Was wir dabei tun: wir riechen an unserer Hand und stellen so fest, ob die „Chemie“ passt. Daher kommt das Sprichwort „Ich kann ihn/sie gut oder gar nicht riechen“. Mehr zu dieser Studie hier: https://www.derstandard.at/story/2000012588454/wir-schnueffeln-an-den-fingern-nach-dem-haendedruck

Heute – nach und mit Corona – geht es darum, neue Formen der Begrüßung zu finden.

Wir sollten auf jeden Fall achtsam sein, wie der persönliche Distanz- und Begrüßungs-Wunsch unserer Mitmenschen ist.

Wie gehen wir damit um, wenn zwei einander begrüßen, eine Person will Hände schütteln und eine Person möchte dies nicht? Hier sind zwei Aspekte zu beachten.

Unser Händeschütteln wird abgelehnt: Häufig fühlen wir uns dabei als Person zurückgewiesen und abgelehnt. Das will niemand empfinden und wir ziehen uns daher innerlich und emotional zurück.

Wir lehnen das Händeschütteln aktiv ab: Hier entsteht ein schlechtes Gewissen, weil wir die andere Person zurückweisen. Wir fühlen eine innere Unsicherheit, ob wir die andere Person verletzt haben und sind verhaltener im weiteren Gespräch.

Tipp: Halten Sie in dieser Situation besonders den Blickkontakt aufrecht und lächeln Sie. Heben Sie eine Hand und zeigen dabei Ihre offene Handfläche – so signalisieren wir Offenheit und auch eine kleine Entschuldigung.

So schaffen Sie auch ohne Händeschütteln eine gute Beziehung:

Neigen Sie leicht den Kopf zur Seite – so signalisieren wir „Ich bin Freund – und nicht Feind“.

Halten Sie Blickkontakt und heben Sie kurz die Augenbrauen an – so zeigen wir Interesse an der anderen Person.

Nicken Sie kurz – so signalisieren wir „Ich habe dich wahrgenommen, du bist wichtig“.

Lächeln Sie dabei – so wirken wir sympathisch und freundlich, auch wenn wir Distanz halten und nicht die Hand geben.

Heben Sie Ihre rechte Hand und winken Sie Ihrem Gegenüber freundlich zu.

Wie geht es Ihnen mit der neuen Begrüßungssituation? Welche Erfahrungen haben Sie schon damit gemacht? Wie halten Sie es mit Ihrer Begrüßung?

Hier finden Sie nochmals den Link zu unserer kurzen Umfrage:

https://de.surveymonkey.com/r/7XXPY66

Ihre ExpertInnen für Mimik und Körpersprache hier beim MIMIK-PUZZLE sind:

Andrea Khom - http://www.ankh.at

Michaela Kellner - http://www.ankh.at

Marion Lercher - http://www.lerchertrain.at

Erwin Oppermann - http://www.shop-marketing.at

ich persönlich freue mich über jede Hand, die mir entgegengestreckt wird und sehe das mittlerweile auch als Signal, dass wir nicht in Angst erschaudern, sondern der Situation einfach durch ein vernünftiges Maß an Hygiene begegnen. Und es gab auch schon wieder Umarmungen, die ich als Mann auch nicht zurückweisen konnte/wollte. Ich stimme voll zu, dass gerade jetzt viel Feingefühl und Empathie gefordert ist.
Wahrheit oder Lüge? Wollen Sie es wissen?

Lesen Sie die Gruppenbeiträge NICHT, wenn Sie über Mimik und Körpersprache Ihrer Mitmenschen NICHT Bescheid wissen wollen.
Ich sehe was, was du nicht siehst - ist nicht nur ein beliebtes Kinderspiel, sondern hilft uns auch im Beruf und Privatleben weiter.
Lernen Sie Emotionen erkennen, Lügen und Täuschungen leichter von der Wahrheit zu unterscheiden. Stärken Sie Ihre Wahrnehmung von Personen, Gesichtsausdrücken und Gestik und so auch Ihre soziale Kompetenz.
Ihre ExpertInnen des MIMIK-PUZZLES
V: Marion Lercher und Michaela Kellner, H: ERwin Oppermann und Andrea Khom