Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetztMittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt

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Das vom BMWi geförderte Projekt unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Gestaltung des digitalen Wandels.

Während B2C-Plattformen bereits im Alltag von Privatpersonen angekommen sind, stecken digitale Plattformen für deutsche Industrieunternehmen, sogenannte B2B-bzw. Business-to-Business-Plattformen, noch in den Kinderschuhen. Für die Klientel der Textil vernetzt-Partner, deutsche mittelständisch geprägte Industrien und das Handwerk, sind digitale B2B-Plattformen jedoch stark im Kommen. Zusehens entwickelt sich in Deutschland eine florierende industrielle Digitalwirtschaft. Dieses industrielle B2B-Plattformökosystem bietet KMU eine intelligente Infrastruktur zum Austausch von Daten und Informationen, es ermöglicht eine bessere Wertschöpfung durch Interaktionen mit Nutzern oder steigert die Effizienz von Prozessen im Unternehmen.

Diese Vorteile waren Anlass genug für den Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) beim ifo Zentrum für Industrieökonomik eine Studie zu zentralen Wirkmechanismen von B2B-Plattformen in Auftrag zu geben. Dazu wurden zehn B2B-Plattformen analysiert und in drei digitale Typen unterteilt: 1) Marktplätze für Güter und Dienstleistungen, 2) Marktplätze, auf denen Daten gehandelt und getauscht werden können und 3) Plattformen im Umfeld des industriellen Internets der Dinge. Diese drei Arten von Plattformen sind es, die Firmen einen Zugang zu Digitalisierung, Möglichkeiten der Effizienzsteigerung, neue Kanäle für den Einkauf und Vertrieb sowie neue Ansätze für innovative Geschäftsmodelle bieten.

Gerade die Netzwerkeffekte solcher B2B-Plattformen und die damit verbundene Aussicht auf eine starke Marktposition machen Plattformmodelle nicht nur für Konzernstrategien interessant; sie rufen auch die Politik auf den Plan. Ihre Aufgabe ist es, in Zukunft Modelle zur Regulierung von Netzwerkeffekten, den Wettbewerb auf und zwischen Plattformen sowie die Rolle und Nutzung von Daten zu erarbeiten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass erfolgreiche B2B-Plattformen in den meisten Fällen der Industrie selbst entstammen oder zumindest eng mit ihren Prozessen verzahnt sind. Die Ergänzung zum sonstigen eigenen Angebot von Industrie-KMU hängt von der Struktur ab, in die die B2B-Plattform eingebettet ist. Den Netzwerkcharakter solcher B2B-Plattformen und die damit verbundene Aussicht auf eine starke Marktposition machen Plattformmodelle besonders interessant für kleine und mittlere Unternehmen.

https://www.kompetenzzentrum-textil-vernetzt.digital/presse/presse-artikel/details/intelligente-infrastruktur-werte-schoepfen-b2b-plattformen.html

Unternehmen planen strategisch. Dafür nutzen sie nicht nur ihre klugen Köpfe, sie bedienen sich auch Methoden der strategischen Vorausschau (engl. „Strategic Foresight“). Der Begriff „Foresight“ umfasst Aktivitä­ten, Prozesse und Methoden, die dazu dienen, Wissen anzueignen, um das Unternehmen strategisch für die Zukunft aufzustellen. In Zusammenarbeit mit dem Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum IT-Wirtschaft hat das Textil vernetzt-Team in die Zukunft geschaut und Zukunftsszenarien zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der deutschen Textilindustrie erarbeitet. Beteiligt waren Experten aus der Textilindustrie und -forschung sowie aus dem IT-Bereich.

In einem knapp einjährigen Prozess ist eine Foresight-Dokumentation entwickelt worden. Ziel war es, unterschiedliche Szenarien zu entwickeln. Denn der Blick in die Zukunft hilft, die Komplexität des Unternehmensumfeldes systematisch zu erfassen. Die Broschüre gibt daher einen Überblick zu Entwicklungen im Umfeld textiler KMU. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen zeigen, wo KMU-Textiler heute bereits ansetzen können, um KI sinnvoll in Produktion und Prozessen ihres Unternehmens zu etablieren.

Durch Corona hat die Digitalisierung einen weiteren Schub erfahren. KI-Anwendungen werden vom textilen Mittelstand bei den Textil vernetzt-Partnern zunehmend nachgefragt. Gerade unkonventionelle und KMU-orientierte Herangehensweisen sind es, die von den Unternehmern geschätzt werden. Um auf die digitale Zukunft vorbereitet zu sein, können textile KMU bereits heute Schritte einleiten in den Bereichen Technologieentwicklung + Transfer sowie im Bereich der Kooperationen.

Nehmen Sie sich die Zeit für die Lang- und Kurzfassung der Studie, weben Sie ein Netzwerk und spinnen Sie Ihre textile Zukunft mit KI. Die Projektpartner des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Textil vernetzt unterstützen Sie gerne dabei.

https://www.kompetenzzentrum-textil-vernetzt.digital/presse/presse-artikel/details/wie-ki-produktion-prozesse-textil-kmu-beeinflussen-wird.html

Der digitale Wandel macht vor keiner Unternehmenstür mehr halt. Warum sind dennoch viele KMU von den digitalen Anforderungen während Corona überrascht worden? Wie können kleine und mittlere Unternehmen der deutschen Textilindustrie und des Handels den Herausforderungen begegnen? Anja Merker, Geschäftsführerin des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Textil vernetzt, erklärt im Interview mit dem Unternehmer-Magazin, wo KMU unterstützt werden können, was Corona mit der Digitalisierung gemacht hat und welche Bilanz sie zieht.

Die Corona-Pandemie hat die Textilindustrie vor Herausforderungen gestellt, keine Frage. Doch vor drei Jahren, und damit weit vor der Krise, ist das Kompetenzzentrum Textil vernetzt an den Start gegangen und hat Angebote und Workshops erarbeitet, um die Innovationskraft der Branche zu sichern. Aufgabe des Textil vernetzt-Teams ist es, kleine und mittlere Unternehmen der Textilindustrie, des Textilmaschinenbaus und auch angrenzender Branchen bei der digitalen Transformation und der Implementierung KI-basierter Anwendungen zu unterstützen.

Wenn Sie wissen wollen, wie gut ihr Unternehmen in Sachen Digitalisierung aufgestellt ist, können Sie den Smart Company-Check der Deutschen Unternehmerbörse nutzen. Mit Hilfe von 15 Fragen können Sie in 5 Minuten kostenlos Ihren individuellen Digitalisierungsgrad ermitteln.

„Die meisten Unternehmen müssen sich nicht zum ersten Mal einer Transformation stellen. Die Textilindustrie war an vielen Punkten der Industriegeschichte eine Vorläufer-Branche für große Umbrüche.“, so Merker. Dass die Unternehmen bereit sind für Veränderungen, zeigt die Zusammenarbeit von textilen KMU und den Textil vernetzt-Partnern: Mehr als 3000 kleine und mittlere Unternehmen haben bei über 700 Veranstaltungen und Terminen an den Standorten Aachen, Berlin, Chemnitz, Denkendorf, Stuttgart und Villingen-Schwenningen seit Eröffnung des Kompetenzzentrums Unterstützung erfahren: https://www.kompetenzzentrum-textil-vernetzt.digital/presse/presse-artikel/details/textile-kmu-bereit-fuer-digitalen-wandel.html

Seit drei Jahren unterstützt das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt erfolgreich kleine und mittlere Unternehmen beim Thema Digitalisierung. Knapp 50 Praxis-Projekte hat das Kompetenzzentrum umgesetzt und weit über 3 000 KMU mit seinen Angeboten erreicht. Vielen Unternehmen hat das Netzwerk bereits beim Sprung in die Zukunft geholfen, wie die Teilnehmer der dritten Fachtagung hautnah erleben konnten.

Es war die erste Online-Fachtagung. Gastgeber und Organisator war das Sächsische Textilforschungsinstitut e. V. (STFI) in Chemnitz mit dem Thema: „Textil neu denken: Wie Digitalisierung und KI die vernetzte Produktion ermöglichen“. Die Fachtagung stand ganz im Zeichen der vernetzten Produktion, der Digitalisierung und Automatisierung von Produktionsprozessen. So ging es beispielsweise um die durchgängige digitale Auftragsabwicklung. Oder darum, welche Vorteile Bilderkennung und Barcode bei der Lagerortbestimmung haben. Der Einsatz von Sensortechnik eignet sich zum Sammeln und Auswerten großer Datenmengen: So kann die Wartung von Maschinen vorausgesagt werden. Das spart Kosten und Arbeitskraft.

„Die Unternehmer haben sehr offen darüber geredet, vor welchen digitalen Herausforderungen sie standen, wie Textil vernetzt unterstützen konnte und welche weiteren Schritte geplant sind“, zieht Geschäftsführerin Anja Merker nach der Veranstaltung Bilanz. „Durch Corona hat die Digitalisierung einen Schub erfahren. KI-Anwendungen werden von unserem textilen Mittelstand bei den Textil vernetzt-Partnern zunehmend nachgefragt“, so Merker. Gerade unkonventionelle und KMU-orientierte Herangehensweisen sind es, die von den Unternehmern geschätzt werden, so die Quintessenz der Veranstaltung. „In unserem neu eröffneten EscapeROOM können Unternehmen spielerisch KI erleben“, resümiert Claudia Feith vom Textil vernetzt-Partner Hahn-Schickard.

An die Partner Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung (DITF), Hahn-Schickard, Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen sowie Sächsisches Textilforschungsinstitut (STFI) unter Leitung des Gesamtverbandes textil+mode wenden sich kleine und mittlere Firmen aus Industrie und Handwerk. Die Unternehmer kommen dabei mit individuellen Fragestellungen auf Textil vernetzt zu und werden von den Projektpartnern bei der Digitalisierung unterstützt.

Was ist Mittelstand-Digital?

Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Die geförderten Kompetenzzentren helfen mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Best-Practice-Beispielen sowie Netzwerken, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenfreie Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.

Wer wir sind:

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt begleitet insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Textil- und Bekleidungsindustrieindustrie, des Textilmaschinenbaus und der angrenzenden Branchen in Deutschland beim digitalen Wandel.
Noch sind die Themen der Digitalisierung nicht für alle KMU greifbar. Hier fehlt es an technischem Know-how, qualifiziertem Personal und finanziellen Mitteln. Die Herausforderungen, die sich stellen, bieten aber auch große Chancen.
Textil vernetzt informiert, demonstriert und bietet KMU Hilfestellung rund um die Themen vernetzte Produktion, Assistenzsysteme, Sensortechnik sowie Smart Textiles, Leichtbau und 3D in der Bekleidung.

Wir sind das Kompetenzzentrum Textil vernetzt:

  • Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie
    In der Berliner Geschäftsstelle des Kompetenzzentrums steht KMU und anderen Interessenten ein Showroom zur Verfügung, der eine Auswahl an Exponaten der Projektpartner zeigt und deren Vernetzung untereinander anschaulich darstellt.

  • Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung Denkendorf
    Die DITF in Denkendorf sind Experten für individualisierte Produkte in den Bereichen Bekleidung, Smart Textiles und Leichtbau. Sie machen durchgehendes Engineering - von der Idee bis zum Prototypen - erlebbar.

  • Hahn-Schickard-Gesellschaft
    Hahn-Schickard in Stuttgart zeigt am Beispiel smarter Sensorsysteme intelligente Lösungen mit Mikrosystemtechnik sowie branchenübergreifende Einsatzmöglichkeiten auf.

  • Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University
    Am ITA kann man die Vernetzung einer vollstufigen textilen Prozesskette erleben und Wissenswertes über den wirtschaftlichen Nutzen durch die digitale Transformation erfahren.

  • Sächsisches Textilforschungsinstitut e.V. (STFI)
    Das STFI in Chemnitz demonstriert vertikale Integration, vernetzte Produktionssysteme und Ressourceneffizienz, wie z. B. die Selbstoptimierung von komplexen Anlagen.

Unsere Themen:

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt gibt Hilfestellung zu folgenden Themen:

  • Wofür und wodurch können Assistenzsysteme in meinem Unternehmen zum Einsatz kommen?

  • Welche Anwendungsmöglichkeiten und Potenziale ergeben sich für mein KMU?

  • Wie lassen sich betriebliche Prozesse beschleunigen, bestehende Anwendungen nachrüsten oder eine kundenindividuelle Herstellung von Produkten im Ladengeschäft umsetzen?

  • Wie können Mitarbeiter „digitale Skills“ erlernen und wie binde ich sie langfristig an mein Unternehmen?

  • Wie profitieren meine Kunden von den smarten Produkten? Wie kann mein Unternehmen ein nachhaltiges Wirtschaften gewährleisten?

  • Wie sichere ich meine Unternehmensdaten nachhaltig?

Darüber hinaus beantworten wir alle Fragen aus Ihrer unternehmerischen Praxis.

Unsere kostenlosen Angebote für KMU:

Informieren
Wir transferieren Wissen über Veranstaltungen und bringen Sie in Kontakt mit Unternehmen, die bereits Digitalisierungslösungen anwenden.

Demonstrieren
In den Schaufenstern unserer Projektpartner wird Digitalisierung erlebbar. Im Fokus stehen die Vermittlung von Fachinformationen sowie die Möglichkeit zur experimentellen Erprobung an den Demonstratoren.

Qualifizieren
Nutzen Sie die Schulungsmöglichkeiten unserer Projektpartner im Hinblick auf die Anwendung von Digitalisierungsprozessen in Ihrem Unternehmen. Hilfestellung erhalten Sie bei der Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter.

Umsetzen
Unser Fachpersonal begleitet Sie bei digitalen Umsetzungsprojekten in Ihrem Unternehmen und vermittelt Ihnen die richtigen Ansprechpartner aus Forschung, Entwicklung und Industrie. Wir besuchen Sie hierfür vor Ort, ermitteln mittels Praxisworkshops das Digitalisierungspotenzial Ihres Unternehmens und helfen Ihnen, neue Ideen zu verwirklichen.

Über die Förderinitiative Mittelstand 4.0:

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Textil vernetzt gehört zu Mittelstand-Digital. Mit Mittelstand-Digital unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. Mittlerweile mehr als zwanzig Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren stehen Unternehmerinnen und Unternehmern bundesweit bei der Digitalisierung, der Vernetzung und Einführung von Industrie 4.0-Anwendungen zur Seite.