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Gabriel Fehrenbach Besser Selbst Denken! BesserThinking Environment® kompakt
Situation verhakt, unklar - was tun?
Manchmal stecken wir in einer Situation fest und wissen nicht weiter. Ein Projekt ist in schwierigem Fahrwasser und sie beraten mit den Kolleginnen. Zuhause bringt ein Kind eine Frage mit, auf die sie so schnell keine Antwort haben. Was also tun?
Besser selbst denken: was heißt, sich selbst auf die Suche zu machen und sich Zeit nehmen für gutes Denken. Dann können wir darauf vertrauen, dass wir gemeinsam gute Lösungen finden. Doch das ist leichter gelesen, als getan. Denn weder nehmen wir uns ausreichend Zeit, noch wissen wir häufig, wie das geht mit dem guten Denken.
Mit dem Thinking Environment® hat Nancy Kline ein sehr einfaches und alltagstaugliches Instrumentarium für genau diese Situationen entwickelt. Sie hat über Jahrzehnte hinweg Teams und Gruppen in den unterschiedlichsten Konstellationen begleitet, immer unter der Frage: wann gelingt gute Zusammenarbeit? Auf zehn Komponenten ist sie dabei gestoßen, die das Miteinander fruchtbar machen. Zentral ist die ungeteilte Aufmerksamkeit eines Gegenübers. Diese wertfreie und deshalb so wertvolle Präsenz, sei es eines Partners, sei es einer Gruppe, hilft jedem, sich in die Kraft des eigenen Denkens zu begeben und darin Neues hervorzubringen. Gegenseitige Wertschätzung, die Begegnung in Leichtigkeit, die Erfahrung, wie wertvoll Unterschiede sind - diese Komponenten helfen Menschen, sich in Vertrauen zu begegnen und sich dem Unbekannten (und das ist jede Frage) zu öffnen. Wer sich in allen der zehn Komponenten des Thinking Environment® vertieft, erhält ein Instrumentarium, mit dem er jede Situation verändern und positiv gestalten kann.
Vier grundlegende Methoden bietet das Thinking Environment®. Sie sind so simpel, dass sie in jeden Kontext passen. Und dabei so wirksam. Egal, ob beim Zweiergespräch im Führungskontext oder bei einem größeren Meeting, ob im Gespräch unter Ehepartnern oder bei der nächsten Vereinssitzung, immer helfen sie, Menschen zu aktivieren und das beste Denken aller zu befördern.
Deshalb bietet das Thinking Environment® für jeden etwas. Für die einen ist es einfach ein Satz Methoden, mit denen sie ihren Werkzeugkoffer auffüllt. Die anderen wiederum erleben, wie über die Zeit angewandt, diese Methoden zu einer zugewandten, wertschätzenden Lebenshaltung werden. Dann wird unser Leben um ein Vielfaches leichter: unser Miteinander wird reicher und mit Freude erfüllt, Beziehungen werden stark, Zusammenarbeit produktiver. Situationen fordern uns dann immer noch heraus. Aber wir finden schneller Lösungen und sind wirksamer in unserem Handeln.
Gabriel Fehrenbach Wohnen: Der neuen sozialen Frage auf den Grund gegangen
Wohnen sollte eigentlich ein Grundrecht sein, ist aber inziwschen ein Luxusgut, so schreibt Prof. Dr. Dirk Löhr in einem Gastbeitrag für SAMU: "Selbst für die Mittelschicht werden Mieten zunehmend unbezahlbar, an Eigentumsbildung ist gar nicht mehr zu denken. Das Herz funktionierender Großstädte – Krankenschwestern, Polizisten, Angestellte – wird an den Rand der Städte gedrängt. Nach Andrea Nahles (SPD) handelt es sich hier um die „neue soziale Frage“.
Der wichtigste Grund für diese Entwicklung ist die Knappheit an Wohnraum in den Ballungsräumen. Die größte Bedeutung aber hat der Mangel an verfügbarem Bauland. Dies ist der eigentliche Flaschenhals, der die Erstellung von mehr bezahlbarem Wohnraum verhindert. Bei der Problematik bezahlbaren Wohnens geht es letztlich um den Zugang zum Boden.
Das Mehr an Miete für eine Wohnung in München gegenüber einer solchen im bayerischen Wald wird nicht für die Bausubstanz gezahlt. Vielmehr werden in München Standortvorteile bezahlt, die sich gegenüber dem bayerischen Wald ergeben – im Ökonomenjargon „Bodenrenten“ genannt. Grundstückspreise sind dabei im Wesentlichen nichts anderes als auf den Gegenwartszeitpunkt abgezinste „Bodenrenten“. Diese Bodenrenten heizen eine riesige Umverteilungsmaschine an. Der Boden macht einen erheblichen Anteil am Vermögen der reichsten Haushalte aus. Aber: Kein Bodeneigentümer hat den Wert seines Grundstücks selber geschaffen. Erst die öffentlichen Vorleistungen (Planung, Infrastruktur, kommunale Organisation etc.) schaffen das Fundament für eine erfolgreiche Agglomeration von Unternehmen und Fachkräften - und damit für den Bodenwert.
Worum muss es also bei einer zukunftsgerichteten Bodenpolitik gehen? Als erstes darum, Boden und seinen Erträgen als Gemeingut zu betrachten, der Boden und seine Erträge stehen allen Bürgern zu, nicht nur einer Minderheit. Der zweite Punkt folgt logisch hieraus: das ist die Schaffung von Zugang zu Boden.
Die anstehende Grundsteuerreform bietet eine historische Möglichkeit, um die Weichen umzustellen. Der Schlüssel heißt hier „Bodenwertsteuer“. Gleichzeitig sind komplementäre Maßnahmen unabdingbar, um den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum auch kurzfristig zu sichern. Die beste Gewähr für den Zugang zum Boden ist dabei eine strategisch angelegte kommunale Bodenvorratspolitik.
Eine Bodenordnung, in der die Kosten und Nutzen der Inwertsetzung systematisch auseinandergerissen werden, produziert „externe Effekte“ – und damit systematisches Marktversagen. Um es unmissverständlich auszusprechen: Privateigentum an Grund und Boden sowie seinen Erträgen hat nichts in einer marktwirtschaftlichen Ordnung verloren. Der amerikanische Bodenreformer Henry George (1880 / 2017) verglich vor fast 140 Jahren das Privateigentum an Grund und Boden sowie seinen Erträgen sogar mit der Sklaverei. Auch hierbei handelte es sich seinerzeit um eine legale Institution, die wir zumindest heute jedoch als barbarisch empfinden. Um Derartiges abzuschaffen, bedarf es eines grundsätzlichen kulturellen Wandels. Die Illegimität solcher Institutionen muss in das Bewusstsein der Bevölkerung transportiert werden. Bei der Sklaverei hat man dies mittlerweile geschafft, beim Privateigentum an Boden noch nicht."
Den vollständigen Artikel von Prof. Dr. Löhr finden Sie hier:
Rainer R. Hamann
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Gabriel Fehrenbach
Ja, das gleiche ist auch in Bayern passiert. Allerdings wird uns die Betrachtung des Bodens als Gemeingut helfen, sparsamer damit umzugehen.
Gabriel Fehrenbach Als gäbe es kein Ende
46 Quadratmeter Wohnfläche verbraucht jeder von uns inzwischen. Und die 13 Quadratmeter, die unser Auto braucht, sind unwesentlich weniger als jene 14,9 Quadratmeter, die die Menschen nach dem Krieg durchschnittlich zur Verfügung hatte. Wir leben auf immer mehr Platz mit immer weniger Menschen. Und zugleich haben wir Wohnungsnot. Wie geht das zusammen? Dabei sind die 46 Quadratmeter nur ein Bruchteil dessen, was wir tatsächlich verbrauchen. Denn wir machen immer weniger in unseren Wohnungen. Je weniger wir also Zeit in unseren Wohnungen verbringen, desto mehr Fläche brauchen wir außerhalb. Und dahinter verbergen sich auch handfeste wirtschaftliche Interessen. Denn Boden ist eine nicht vermehrbare Ressource. Boden ist inzwischen sehr knapp.
Unser Wohnen erzählt noch mehr. Denn die 46,5 Quadratmeter stehen noch für eine weitere Dimension, die unserer Kultur. Dann erzählt diese Zahl von der Art und Weise, wie wir uns das Wohnen vorstellen, wie wir konkret leben und welche Annahmen und Weltbilder wir damit ausdrücken. Kulturell hat sich dabei das bürgerliche Modell der Zwei-Generationen-Familie durchgesetzt. Und in der Welt unserer Neubaugebiete und in den Katalogen der Fertighaushersteller gilt dieses kulturelle Modell immer noch, obgleich die gesellschaftliche Realität längst eine andere ist. Da ist die Kernfamilie nur noch ein Lebensentwurf unter vielen, aber nicht mehr der dominante. In Großstädten überwiegen inzwischen die Single-Haushalte. Die Ehe für alle anerkennt auch andere Beziehungsformen als die von Mann und Frau. Und lebenszyklisch betrachtet ist das Modell, wenn es tatsächlich gelebt wird, nur eine Phase, die etwa 25 bis 30 Jahre umfasst. Das ist nicht einmal die Hälfte unserer durchschnittlichen Lebenszeit.
Realer Verbrauch, wirtschaftliche Interessen, kulturelle Bedingungen – diese drei Perspektiven auf die Komplexität unseres Wohnens helfen uns, die vielfältigen Prozesse und Dynamiken zu verstehen, die zu dem führen, was wir „unsere vier Wände“ nennen. Es sind eben nicht einfach nur Gewohnheiten und Bedürfnisse, die zu unserer Art des Wohnens führen. Denn auch sie sind geprägt und gestaltet, durch kulturelle Vorstellungen ebenso wie durch unser Rechtssystem, durch technische Entwicklungen ebenso wie durch den Reichtum, den wir erworben haben.
Jede Frage, die wir klären wollen, sei sie politisch, ökonomisch, sozial oder ökologisch, steht immer in einer solchen Komplexität. Wir entgehen ihr nicht. Und wenn wir meinen, die Welt herunterbrechen zu können auf das Einfache und Verständliche, richten wir Schaden an, an der Welt und an unserer Fähigkeit, in der Welt zu handeln. Antworten, die der Realität angemessen sind, finden wir dann, wenn wir uns dieser Komplexität aussetzen und unser Denken durch sie verändern lassen. Weshalb? Weil unser bisheriges Denken in Rastern, Details und Strukturen selbst Teil des Problems ist.
Neues Denken entsteht jedoch dann, wenn wir unser herkömmliches Denken an der ganzen Widersprüchlichkeit der Welt, die nur eine Widersprüchlichkeit dieses Denkens ist, zerschellen lassen. Wenn wir uns – wie es das Sprichwort beschreibt – auf Messers Schneide bewegen.
Was uns dabei hilft, sind Fragen. Fragen, die unser Denken öffnen, die uns unsere Blockaden, Annahmen und Sackgassen aufzeigen. Fragen, die uns helfen, unsere Ideen zu betrachten und erneut zu hinterfragen. Welche Fragen das sind, können Sie hier lesen:
Gabriel Fehrenbach Das unbekannte Mögliche
Regenerierend Handeln 3 - Potential
Dies ist der dritte Teil unserer Serie über Regenerierendes Handeln
Der zweite: Gleich niemand Anderen
Was ist mir möglich? In dem Zusammenhang, in dem ich lebe, mit dem, was alleine mich auszeichnet, jenseits dessen, was ich denke? Das ist die Frage nach dem Potential.

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