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Urs Neuhöffer Energieeinkauf: Tipps und Hintergründe für die Lieferantenbewertung und die Beschaffung
Ganz sicher: In Zeiten steigender Energiepreise wird zunächst reflexartig auf den angebotenen Energielieferpreis geschaut. Doch zu einer Bewertung gehört nicht nur der reine Preisvergleich der Anbieter. Besonders schon deswegen nicht, weil der Anfragezeitpunkt erheblichen Einfluss auf die Preisgestaltung aller Bieter hat. Und nicht zuletzt durch die zunehmende Anzahl an Insolvenzen (zuletzt DEG Ende Dezember 2018) oder auch der mancherorts zu beobachtende „unerwartete“ Ausstieg aus dem Geschäftskunden-Segment ist auch das Kontrahenten-Risiko in den Fokus gerückt.
Im Wesentlichen müssen sich die verantwortlichen Einkäufer die folgenden Fragestellungen beantworten:
- sind wir uns über den angestrebten Chancen-/Risikomix anhand unseres Energieprofils im Klaren und haben wir uns für das entsprechend geeignete Beschaffungsmodell festgelegt?
- wann ist der geeignete Zeitpunkt / Marktlage für eine Energiebeschaffung gegeben?
- welche Anforderungen stellen wir an die Solvenz und Strategie des zukünftigen Lieferanten?
Und wenn es tatsächlich um ganz konkrete Entscheidungen zu einem Stichtag geht:
- welche (möglicherweise versteckten) Risiken sind im Energieliefervertrag enthalten?
- wieviel „Luft“ steckt noch in dem angebotenen Aufschlag / Marge des Bieters?
- können wir auch organisatorisch eine kurzfristige Entscheidung herbeiführen?
Es geht also um weit mehr, also nur den Vergleich von Arbeitspreisen. Häufig genug sind sich Nachfrager nicht bewusst, wie sie bereits in der Beschaffungsplanung das Endergebnis positiv beeinflussen können. Beispielsweise durch eine modifizierte Prognose des Energieverbrauchs für den angefragten Zeitraum (häufig werden ansonsten durch den Bieter die Lastdaten vergangenen Zeiträume lediglich für die Zukunft ausgerollt und bewertet). Also bspw. die Ergebnisse von zwischenzeitlich durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen oder geänderte Arbeitspläne / Schicht-Systeme in den Prognoselastgang einzuarbeiten.
Hat man einen geeigneten Prognoselastgang entwickelt, bietet sich im nächsten Schritt die Überprüfung auf Eignung verschiedener Beschaffungsmodelle im Rahmen der gewählten Risiko-/Chancen-Strategie an. Beispielsweise ob tatsächlich ein Tranchenmodell geeignet ist oder ob und wenn ja wieviel Spotmarkt-Anteile an der Beschaffung positive wirtschaftliche Effekte versprechen.
Ein anderes probates Mittel – insbesondere bei Festpreis-Angeboten - ist die stichtagsbezogene Überprüfung der angebotenen Arbeitspreise mit einer eigenen Preisvorwärtskurve, einer sog. hpfc. Diese erlaubt unter Berücksichtigung von Terminmarkt-Preisnotierungen sowie historischen Spotmarktentwicklungen eine verbrauchsgewichtete Analyse des angebotenen Preises mit arbitragefreien Preisinformationen. Mit anderen Worten erkennt der Einkäufer, ob und wenn ja wieviel Luft noch im Angebotspreis steckt. Denn auch bei Angeboten, die deutlich unter Marktpreis liegen ist Vorsicht geboten. So hat der Einkauf die Chance, mit Waffengleichheit und dem sprichwörtlich offenen Visier in den Last-Call zu gehen.
Autor: Urs Neuhöffer
Quelle: http://www.strommarkt-symposium.de
Peter Ahl Ich will das nicht mehr! ... und dann?
Der Stress an sich ist nicht schädlich - ganz im Gegenteil.
Die Angst vor der schädlichen Wirkung macht aus Stress schädlichen Stress.
Dauerstress löst wiederum weitere organische Abläufe aus, die zu dauerhaften Schädigungen führen können.
Wie schaffe ich es, den Kopf zu heben - und was mache ich dann?
Das besprechen wir am Montag in Münster.
Nils Möllers Offboarding: Mitarbeiter verlässt das Unternehmen, wie geht das?
Häufig haben Unternehmen keinen festen Prozess für das Offboarding von Mitarbeitern. Besonders wenn es zu fristlosen oder unerwarteten Kündigungen kommt, kann der Datenschutz gefährdet werden.
Risiken entstehen durch eine fehlende Übersicht der herausgegebenen Arbeitsmittel, Rechte des Betroffenen oder der Verlust von personenbezogenen Daten, Geschäftsgeheimnissen etc. Wichtig dafür ist also ein strukturierter Offboarding-Prozess.
►Was sind die ersten Schritte nach dem Offboarding?
Als erstes ist die Bestandsaufnahme ausgegebenen Arbeitsmittel sowie die Zutritts- und Zugriffsrechte notwendig. Während des Beschäftigungsverhältnisses sollte diese regelmäßig aktualisiert werden. Außerdem ist die Bestandsaufnahme der Hardware und ein definierter Onboarding-Prozess hilfreich. Bei einem undefinierten Onboarding-Prozess kann das Erstellen einer Offboarding-Liste in Form einer Checkliste mit den herausgegebenen Arbeitsmitteln und Rechten helfen.
Darüber hinaus ist zu beachten, dass sich die anfallenden Aufgaben nach dem Offboarding auf verschiedene Abteilungen verteilen können. Das Erstellen spezifischer Offboarding-Prozesse für die einzelnen Abteilungen ist vorteilhaft.
Es empfielt sich für Offboarding-Prozesse auch Verfahren der Verarbeitungstätigkeit nach Art. 30 Abs. 1 DSGVO zu erstellen.
►Wie wird mit dem Email-Postfach des Mitarbeiters umgegangen?
Wichtig ist es auch hinsichtlich des Email-Postfachs Regelungen aufzustellen. Ab dem ersten Tag der Abwesenheit des Mitarbeiters sollte der Abwesenheitsassistent mit dem Verweis auf einen neuen Ansprechpartner aktiviert werden.
Der Mitarbeiter hat das Recht vor Rückgabe der Endgeräte seine privaten Mails zu löschen. In gewissen Situationen kann dies auch in Anwesenheit des IT und Datenschutzbeauftragten mit der Möglichkeit einer schriftlichen Bestätigung ablaufen.
Mitarbeiter sollten über das Vorgehen des Offboardings aufgeklärt sein.
►Welche Löschrechte und Pflichten hat der Arbeitgeber/ das Unternehmen?
Es empfiehlt sich aufgrund von gesetzlichen Aufbewahrungsfristen die Löschung personenbezogener Daten des Mitarbeiters zu prüfen.
Die Personalakte kann für eine Aufbewahrungsfrist von bis zu 10 Jahren gelten, weshalb diese nicht sofort gelöscht werden sollte. Das Unternehmen sollte ein Löschkonzept erstellen und die Unterlagen archivieren sowie jederzeit vorweisen können.
►Welche Löschrechte und Pflichten hat der ausscheidende Mitarbeiter?
Der Mitarbeiter sollte bei dem Offboarding private Daten auf Smartphone, auf dem persönlichen Laufwerk oder Ordnern und der geschäftlichen E-Mail Adresse sowie Routenplanungen im Navigationssystem und Dokumente am Arbeitsplatz prüfen und ggf. löschen oder sichern.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://bit.ly/2nouwWB