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Während die diesjährige ISE bei interaktiven Displays zahlreiche Weiterentwicklungen gezeigt hat, stagnierte es beim Thema interaktive Ultra-Nahdistanz-Projektionen. Besonders bei den interaktiven Displays gibt es heute eine Vielfalt an Lösungen, die die Auswahl erschwert. Denn Touch ist nicht gleich Touch.

Was war neu:

Bei den interaktiven Displays gab es interessante Weiterentwicklungen. So kann in der Zwischenzeit bei den meisten Touch-Technologien zwischen Finger- und Stifteingabe unterschieden werden. Immer mehr Hersteller kombinieren ihre projiziert-kapazitive Touchsysteme (PCAP) mit aktiven Stiften, um so die Unterscheidung zwischen Finger- und Stifteingabe zu ermöglichen. Auch Infrarot-Touchrahmen können nun zwischen Stift- und Fingereingaben unterscheiden. Zudem können sie Stifte und Objekte aufgrund von Farben und Aufdruck erkennen. Zwar wird bei Einzeldisplays aufgrund der Größe des Touchrahmens eher auf andere Lösungen gesetzt, durch diese neuen Features wird aber Infrarot-Touch wieder für Powerwalls interessant. Flatfrog konnte seine Markstellung mit seiner InGlass-Technologie weiter ausbauen. So ziemlich jeder namhafte Hersteller verbaut nun diese Technologie.

Interessant ist die neue In-Cell-Touchtechnologie, die LG in einem 86‘‘ Display vorgestellt hat. Diese Technologie wird auch im neuen Microsoft Surface Hub 2 eingesetzt. Dank der flachen Bauweise finden wir sie auch schon seit einiger Zeit in Smartphones. Kombiniert mit aktiven Stiften und Druckstärkenerkennung bietet sie zahlreiche Eingabemöglichkeiten. Zudem sind Edge-to-edge-Touchoberflächen nahezu ohne Rahmen möglich und diese Technologie ist sehr unempfindlich gegen Falscheingaben durch Sakko-Manschetten, Fliegen usw.

(Eine Übersicht der unterschiedlichen Touchtechnologien finden Sie hier in unserem Blogbeitrag).

Ultra-Nahdistanz-Projektionen, Signage Displays und IoT

So viel sich bei den interaktiven Displays entwickelt hat, so wenig Neues gab es beim Thema interaktive Ultra-Nahdistanz-Projektionen in Bezug auf die Auflösung zu entdecken. Bei einer Bilddiagonale von etwa 100“ kommt man bei vielen Anwendungen mit einer FullHD-Auflösung an visuelle Grenzen, man bedenke bei interaktiven Systemen den geringen Betrachtungsabstand.

In Bezug auf die Interaktivität hat HOYLU eine 5,7 m breite PCAP-Folie vorgestellt. Diese war aber offensichtlich noch im Beta-Status und kann aktuell auch nur mit einer Softedge-Projektion umgesetzt werden. Diese kann wiederum nur auf Kosten der Auflösung realisiert werden.

Nureva präsentierte PCAP-Projektionsflächen mit einer Größe von 100“, die mit einer Workstation in bis zu vier Bereiche geclustert werden können; allerdings ohne Stifterkennung. Einrichtung und der Betrieb sind wiederum sehr anwenderfreundlich.

Coretronic, der eigentliche Innovationsträger für interaktive UST-Projektoren, der u.a. von Nureva, HOYLU, Dell und Optoma eingesetzt wird, war dieses Jahr nicht mit einem eigenen Stand auf der ISE präsent. Er war auf dem Stand von Optoma vertreten, zeigte aber keine Vorschau auf neue Lösungen.

Auch im Bereich der Signage-Touch-Displays gab es wenig Neues zu sehen. Zum Teil wies hier auch die Verarbeitungsqualität der gezeigten Lösungen Schwächen auf. So sind bei einigen Herstellern die Abstände zwischen Panel und Schutzglas so groß, dass es zu Parallaxenfehlern bei der Eingabe kommt. Zudem haben die Abstände bei einigen Herstellern das Bild getrübt und Spiegelungen und Schatten wurden sichtbar. Bei höheren Anforderungen muss hier auf Lösungen von einem Veredler wie MMT, Interactive Scape zurückgegriffen werden.

IoT: Avocor und Sharp haben ihre Windows Collaboration Displays mit Sensoren ausgestattet. Aber nach unserer Einschätzung sind diese von der Microsoft Azure Cloud abhängig. Der Anschluss an die Raumtechnik muss darüber stattfinden. Und das schafft große Schwierigkeiten in Bezug auf die IT-Sicherheit und den Datenschutz.

Herausforderung: Touch ist nicht gleich Touch

Das Thema interaktive Lösungen ist sehr komplex geworden. Besonders für Kollaboration-Anwendungen in Unternehmen kann das große Auswirkungen haben. So ist Touch nicht gleich Touch. Die Unterschiede liegen in den Bedienkonzepten und in der Qualität der Verarbeitung. Das alles kann die Usability stark beeinflussen und sich damit auf die Nutzerakzeptanz auswirken. Hier ist eine genaue Evaluierung unabdingbar.

Qualitätsunterschiede in Bezug auf die Haptik und die Usability entstehen durch die Glasätzung und das Optical-Bonding zwischen Panel und Schutzglas. So entscheidet die Glasätzung nicht nur über die Entspiegelung, sondern auch über die Haptik für Fingereingaben. Ist diese zu sticky, können beispielsweise Fingergesten wie Zoom nicht sauber durchgeführt werden. Hier gab es einige Hersteller die definitiv Nachholbedarf haben.

Auch das Optical-Bonding wird zum Teil zu nachlässig behandelt. Bei Displays mit Stifterkennung ist Optical-Bonding ein Muss, da ansonsten nicht exakt mit dem Stift gearbeitet werden kann. Die meisten Hersteller haben dies verstanden und wie zum Beispiel Dell beim neuen 75“ 4K mit InGlass-Technologie nachgebessert. Sharp hat zwar ein gutes Bonding in seinen Displays, allerdings hakt es hier noch etwas mit der Ätzung in Bezug auf die Haptik.

Die weite Verbreitung der InGlass-Technologie von Flatfrog bringt eigene Herausforderungen mit sich. So erstellt Flatfrog derzeit für jeden Display-Hersteller eine eigene Firmware. Dadurch hat jeder Hersteller sein eigenes Bedienkonzept und nutzt die Möglichkeiten von Stifterkennung, Radierer und Handballen-Interpretation auf unterschiedliche Art und Weise.

Das erschwert die Usability und schadet der Nutzerakzeptanz, da Nutzer in ihren Arbeitswelten einheitliche Bedienkonzepte wünschen. Zudem macht das die Auswahl schwieriger, besonders wenn Entscheider in größeren Unternehmen auch standortübergreifend einheitliche Nutzererlebnisse und ein einheitliches User Interface bereitstellen möchten, dabei aber Displays verschiedener Hersteller mischen.

Die Evaluierung der richtigen Hardware für Collaboration-Anwendungen mit Finger, und Stifterkennung wird dadurch erschwert.

Empfehlung der macom Experten

„Bei der Auswahl neuer interaktiver Systeme sollten diese zunächst in Bezug auf Use-Cases, Applikationen und Content evaluiert werden. Und das unabhängig, ob Sie sich für interaktive Displays oder Ultra-Nahdistanz-Projektionen entscheiden. Bei Signage-Touch-Displays gilt ebenfalls „Content first“. Bei der Planung von Collaboration Spaces sollten Sie die Hard- und Software zudem mit Hinsicht auf die User-Experience evaluieren und eine Proof of Concept durchführen.“

Simon Badr, AV-Senior Consultant und Experte für Collaboration & Interaction in der macom Gruppe

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hi all, haben bis jetzt noch keine Erfahrungen mit Windows7 und kennen auch niemanden der welche hätte, aber die Installation auf dem Surface steht bei uns ganz oben auf der Liste. Wenn wir neues wissen, melden wir uns... -- bye sebi
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