Probleme beim Einloggen

Netzwerk für Coaching & Training

Entwickle Dich fachlich, unternehmerisch und im Marketing. Lerne interessante Trainer, Berater und Coaches kennen!

Martina Lackner Warum spielen so viele Trainer und Coaches immer noch in der Kreisliga?
Trainer, Coaches, kleine und mittlere Unternehmen, sowie globale Konzerne teilen sich den Markt mit Millionen von Anbietern, die alle das gleiche Ziel haben: möglichst viel Aufmerksamkeit, große Bekanntheit, ein positives Image, hohe Nachfrage und viele Aufträge.
Die aber anscheinend die alte und immer noch geltende Marketing-Formel von
A-I-D-A (Attention/Attraction-Interest-Desire-Action) vergessen haben. Oder die das "Pferd" von hinten aufzäumen, die meinen, dass man mit dem letzten "A" - besonders aggressivem Verkauf, Preisschlachten und "Drücker-Methoden" - erfolgreich sein kann. Dabei ist doch das erste "A" entscheidend, denn ohne Aufmerksamkeit läuft nichts.
Die Frage aller Fragen ist aber: wie werde ich bekannt?
Dass diese Frage gestellt wird, wundert einen immer wieder. Denn die Antworten liegen scheinbar auf der Hand: Eine schicke Home Page erstellen (lassen), Social Media Kanäle (auch diesen) nutzen, Artikel in Zeitschriften und Magazinen veröffentlichen, und natürlich der anschliessende Vertrieb. So weit so klar , denken viele. Aber warum hilft es nicht, warum hat sich bisher niemand auf meine Artikel gemeldet?
Gegenfrage: aufgrund wievieler Artikel, die Sie gelesen haben, haben Sie sofort oder überhaupt eine Anfrage an jemanden gesandt? Sehen Sie! Und wer hat überhaupt darauf geantwortet?
Das Spiel um Aufmerksamkeit wird nach anderen Regeln gespielt:
1. Sie stellen die falsche Frage – wie werde ich bekannt, ist eigentlich nicht Ihr wahres Thema. Sie wissen im Zweifel, wie man Social Media Kanäle benuzt, Sie wissen vielleicht sogar, wie man Artikel oder Bücher schreibt und Newsletter produziert.
2. Die Frage, die Sie stellen sollten ist: Wieviel an eigener Zeit, Ressourcen und vor allem an Geld wollen und können Sie in Ihre Bekanntheit investieren? Und dies nicht nur einmal, sondern kontinuierlich und anhaltend.
Aufmerksamkeit, Bekanntheit, ein positives Image und die darauf basierende Nachfrage kann man sich nämlich kaufen! Es ist tatsächlich so einfach, aber gerade deswegen auch so schwierig.
Für das Spiel um Aufmerksamkeit müssen Sie nämlich bereit sein, Geld zu investieren. Weil der Begriff "Return on Invest" (RoI) zwar am Anfang den "Return" stehen hat. Aber das Invest leider zuerst kommt.
Aufmerksamkeit zu erlangen dauert Jahre und sie zu erhalten, noch länger.
Wer glaubt mit wenigen Posts und ein paar Artikeln Aufmerksamkeit zu generieren, täuscht sich. Das Spiel um Aufmerksamkeit ist ein dauerhaftes Spiel und muss ständig aufrechterhalten werden. Aufmerksamkeit muss ständig und permanent erzeugt werden, damit man nicht schnell in Vergessenheit gerät und die getätigten Investitionen sich auch auszahlen.
Deswegen ist dieses "Spiel" oft so mühselig und sollte gerade deswegen nicht amateurhaft betrieben, sondern echten Profis anvertraut werden.
Schliesslich wollen Sie ja alle in der Champions-League, oder zumindest bei den Profis mitspielen und eben nicht in der Kreisliga. Oder etwa doch?
Melanie Holzner
Ein weiterer Kommentar
Letzter Kommentar:
Martina Lackner

>Vielen Dank! Ich bin seit 2013 Autorin, und erst seit 2018 Trainerin. Und ich kann das nur bestätigen. Ein steter Tropfen höhlt den Stein! Als Autorin habe ich mir ca. 5 Jahre lang eine Marke aufbauen "müssen", um sichtbar zu bleiben, um im Gespräch zu bleiben - wohlgemerkt, ich bin Selfpublisherin und habe keinen Verlag mit Megabuchvertrag, der mir Marketing und Werbung abnimmt. Wenn man kein Bestsellerautor ist, bleibt es unerlässlich, sich sichtbar zu machen, auf möglichst vielen Kanälen, ein ständiges kommunizieren mit den Lesern, Blogger für sich gewinnen usw. Was noch hinzu kommt: ohne Werbeschaltungen (z.B. auf Amazon, Facebook, Buchseiten) geht es heutzutage fast nicht mehr. Denn gerade im Selfpublishing kommen jeden Tag mind. 10 neue Bücher pro Genre dazu.
>So, und genau vor dem stehe ich nun als Mentaltrainerin. Gleiches Spiel. Somit reden wir mal vielleicht im Jahr 2023 wieder ;-)
Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung und für das Teilen Ihrer Erfahrungen! Und sie haben vollkommen recht: Vor dem Preis kommt der Schweiss, auch wenn es manche immer noch nicht glauben möchten... :-))
Gabriel Fehrenbach Eigenmächtig machtlos
Was das Wort „Macht“ angeht, sind wir eindeutig. Wir teilen die Welt klar ein, in jene, die Macht haben, und jene, die davon ausgeschlossen sind. Und sollten wir etwa Macht haben, einfach, weil wir über Bildung oder gewisse finanzielle Mittel verfügen, so verschleiern wir diesen Zustand zumindest verbal. Denn das richtige Leben findet immer auf Seiten der Machtlosen statt, ihnen gilt unsere Solidarität.
Wie aber wollen wir Solidarität leben, ohne Macht zu erlangen, um die gegebene Verhältnisse zu verändern? Wir ignorieren, dass dies paradox ist. Wir gestalten, aber nicht unter dem Begriff Macht, denn das hieße ja, auf der falschen Seite zu stehen. Wir verwenden andere Wörter und höhlen damit, bewusst oder unbewusst, den Machtbegriff aus.
Machtlosigkeit ist eine zutiefst menschliche Erfahrung. Wir werden geboren als Kinder, haben alles und sind zugleich zutiefst abhängig von anderen. Zu wachsen und erwachsen zu werden ist jener Prozess, in dem wir Hilflosigkeit überwinden und Selbstwirksamkeit erlangen.
Dabei leiten uns Bilder und Geschichten von Macht. Ihre Beziehung zum „Haben“ ist eine von vielen Perspektiven. Macht ist darin eine Ressource, die nur eingeschränkt vorhanden und daher sehr wertvoll ist.
Doch was wäre, wenn wir diese Annahme einmal umkehren? Was, wenn wir uns Macht nicht als knappes Gut, sondern als Fülle vorstellen, eine Fülle, die aus dem Miteinander, der Gegenseitigkeit und der Großzügigkeit entsteht?
Dann taucht plötzlich die Frage auf: Weshalb bin ich nicht mächtig? Und was hat das mit mir – und eben nicht mit den anderen – zu tun?
Wir können Machtfragen nicht lösen, indem wir sie ignorieren oder ausblenden. Denn unsere Vorstellung von Macht ist tief in unsere sozialen Regeln, unsere Institutionen und Organisationsformen eingewoben. Zugleich stellen sich die Machtfragen mehr denn je. Denn alle Herausforderungen, vor denen wir stehen – ob sozial, ökologisch oder wirtschaftlich –, lassen sich am Ende auf die Verteilung von Macht und Ressourcen herunterbrechen.
Machtfragen zu beantworten aber verlangt, Macht anders zu denken. Denn im Denken beginnt alles. Daher nochmals die Frage: Was also bedeutet es, wenn wir uns Macht nicht als knappes Gut, sondern in Fülle vorstellen?
Mehr dazu:
Gabriel Fehrenbach Elke Böckstiegel
+3 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Melanie Holzner
Sehr interessant. Deswegen bleiben viele "auf ihrem Platz", weil sie Angst vor ihrer Macht (man könnte es auch Kraft nennen) haben. Was wäre wenn? Diese Frage stellen sich die meisten wohl nur in Gedanken.
Für mich ähnelt dieser Beitrag auch der allseits beliebten Diskussion zum Thema Ego. Wie verpönt ist dieses Wort, oder? Und doch, sieht man genauer hin, dann stellt man fest, dass "alle" Menschen, die auf dieser Welt etwas Positives bewirken, sich für etwas einsetzen, für etwas kämpfen, helfen, unterstützen, meist auch ein großes Ego haben. Und genau das brauchen sie auch für ihre Arbeit! Man stelle sich vor, Mutter Teresa, Gandhi, Martin Luther King - dieser Personen hätten versucht, ihre Tätigkeiten ohne ihr Ego zu vollbringen. Im stillen Kämmerlein, ohne großes Publikum. Der Erfolg wäre gleich 0 gewesen. Ohne Ego keine Sichtbarkeit. Ohne Macht keine Sichtbarkeit. WIE dies eingesetzt wird, hat natürlich großen Einfluss - denn unsere Influencer in den Sozialen Medien sind nicht immer die besten Beispiele. Also, wähle weise, für was du Ego und Macht einsetzt.
Gabriel Fehrenbach Was es für gute Ideen wirklich braucht
Herausragende Ideen zu entwickeln bedeutet, sich ins Unbekannte vorzuwagen. Ideen entstehen da, wo wir über unser Wissen hinausgehen und uns dem Nicht-Wissen überlassen. Denn erst, wenn wir akzeptieren, dass wir die Lösung und den Weg nicht kennen, kann Neues entstehen. Ansonsten bleiben wir im Alten und Konventionellen verfangen und wiederholen bestenfalls das, was wir woanders gesehen haben und deshalb für neu halten.
In Unternehmen aber herrscht oft eine Kultur des Antwortens. Eine Frage muss sofort geklärt werden, Können und Wissen müssen parat stehen, die Lösung schon präsentiert sein. In solch einem Kontext anzuerkennen, dass wir nichts wissen, ist zumindest eine Herausforderung, wenn nicht gar ein Affront gegen die herrschende Kultur. Damit sich Einzelne oder Teams dieser Herausforderung stellen können und Organisationen wirklich innovativ werden, braucht es vor allem eins – Vertrauen. Denn Vertrauen ist die Basis dafür, dass sich Menschen in Neues und Unbekanntes vorwagen.
Erstaunlicherweise setzen sich viele Methoden, die Innovationen hervorbringen wollen, nicht mit dieser wesentlichen Grundlage auseinander. Irgendwie und ungefähr scheint es klar zu sein, dass Vertrauen notwendig ist – das Agile spricht zum Beispiel von „Empowerment“, sagt aber nichts darüber, wie Vertrauen funktioniert und in Gruppen etabliert werden kann. Auch im Design Thinking geht man davon aus, dass die Gruppe im Laufe des Prozesses einfach zusammenfindet.
Wie problematisch das sein kann, zeigt sich beim Brainstorming, der Methode, die IDEO, Mitentwickler von Design Thinking, für die Ideengenerierung favorisieren. Die Methode würde, so schreiben sie, schnell zu vielen Ideen führen, vor allem aber Menschen befreien und in Gruppen Enthusiasmus erzeugen. Dabei gibt es inzwischen einen großen Korpus an Literatur über die Schwächen dieser Methode. Wesentlich sind hierbei drei Aspekte:
1. Brainstorming verstärkt ein im Team vorhandenes Ungleichgewicht, statt es auszugleichen, es ist eine Methode für die Extrovertierten.
2. Brainstorming schafft eine Trennung zwischen „Ideen entwickeln“ und „Ideen kritisieren“. Damit wird das Kritisieren und Abwerten im Prozess aber nur nach hinten verschoben, nicht aber die Teamkultur im Umgang mit Kritik verändert.
3. Brainstorming baut künstlich Zeitdruck auf – dies läuft der Struktur unseres Denkens zuwider.
Der Enthusiasmus, den diese Methode erzeugt, gleicht einem Strohfeuer ohne Nachhall – etwas, das für den Design Thinking-Prozess insgesamt gilt. Wie viele andere Methoden setzt er einen starken äußeren Rahmen, um vorhandene innere Barrieren in der Gruppe und beim Einzelnen durch Druck aufzubrechen und den Teilnehmern somit Zugang zu ihrer Kreativität zu verschaffen.
Was aber passiert, wenn wir das Gruppengeschehen nicht dem Zufall überlassen, sondern gezielt eine fruchtbare, vertrauensvolle Teamkultur entwickeln?
Wer das Miteinander im Team verbessern und frische, überraschende Ideen generieren will, braucht eine andere Methodik. Das Thinking Environment® von Nancy Kline kann die Qualität im Design Thinking-Prozess enorm erhöhen. Denn diese Methodik entwickelt eine Gruppe von innen, von der Teamkultur her. Sie gibt ihr einen Rahmen, in dem sie das Miteinander, die Qualität des Zuhörens und Reflektierens und die Qualität des Denkens verbessert. All das führt zu wesentlich besseren, langfristig ausgelegten und durchdachten Ergebnissen und löst die Schwächen des Design-Thinking-Prozesses:
a) Thinking Environment® ermöglicht Quantität und Qualität an Ideen. Denn sobald sich das Team in den Denkprozess eingefunden hat, wird es viele und zugleich gehaltvolle Ideen entwickeln.  Die Trennung zwischen Ideengenerierung und Ideenselektion, auf die beim Brainstorming so viel Wert gelegt wird, ist im Thinking Environment® nicht notwendig. Im Gegenteil – sie wird bewusst aufgehoben.
b) So entsteht eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung. Denn der Raum des Vertrauens, den sich das Team schafft, ermöglicht es, Ideen gemeinsam zu begutachten und weiterzuentwickeln, auf ihnen aufzubauen und sie auch, wo notwendig, zu verwerfen. Das, was im Brainstorming für Teams oft mühsam hintereinander durchgeführt wird, kann nun auf einmal stattfinden. Das ist wirkungsvoller und effektiver.
c) Das strikte Einhalten der wenigen Regeln im Thinking Environment® schafft Gleichwertigkeit zwischen allen Teammitgliedern. Jede wird gehört und jeder lernt zuzuhören. Alle können sich mit ihrem Temperament und ihren Qualitäten einbringen. Das Team gewinnt so an Stärke, denn Konkurrenz weicht der Kooperation.
Wer Thinking Environment® im Design Thinking wirkungsvoll einsetzen möchte, muss seinen Prozess gezielt daraufhin anpassen. Die Wirksamkeit hängt ganz wesentlich von der inneren Haltung des Facilitator ab. Er ist maßgeblich für das entstehende Vertrauen, da er den geschützten zunächst etabliert und dann aufrechterhält. Er muss sehr sensibel für seine eigenen Interventionen und Impulse sein und sie nur dann in die Gruppe geben, wenn sie der Gruppe und ihrer Dynamik tatsächlich nutzen. Es ist eine dienende Rolle, der Facilitator dient dem Vertrauen der Gruppe. Wenn es ihm gelingt, dieses Vertrauen aufzubauen und zu stabilisieren, braucht er keinen Druck mehr von außen zu schaffen.
Der Beitrag im Gesamten:
Anton Saur COACHING in Theorie und Praxis SEMINAR
Dirk Hildebrand Doppelter Espresso! by Ralf R. Strupat & Jennifer Zacher-Handke on Apple Podcasts
Einfach mal reinhören!

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Netzwerk für Coaching & Training"

  • Gegründet: 04.02.2011
  • Mitglieder: 2.144
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 1.307
  • Kommentare: 1.403
  • Marktplatz-Beiträge: 9