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Neue Energiewelt

Themen der neuen Energiewelt: Digitalisierung, Sektorkopplung, Energiemarkt der Zukunft, Politik, Netzumbau, Speicher, erneuerb.Energien uvm

Conexio logo webseite Neue Energiewelt Netzwerktreffen, Frühstücke und Lunches bei der Intesolar in München
Parallel zur Intersolar in München veranstaltet die Solarpraxis Neue Energiewelt AG insgesamt 4 Events:
- Lunch mit Vortrag und Diskussion zum Thema Vertrieb und PV-Markt am 31.05.2017
- Frühstück mit Vortrag und Diskussion zum Thema Asien und wie wir von den Entwicklungen dort profitieren können am 01.06.2017
- Netzwerktreffen der Frauen der Energiewelt am 01.06.2017
- Frühstück mit Vortrag und Diskussion zum Thema Repowering von PV-Anlagen am 02.06.2017
neue-energiewelt.de/veranstaltungen-dienstleistungen/ceo-breakfast-and-lunch-intersolar-europe-2017/
Claudia Stegemann Jahrestagung Stadtwerke 2017: Die Energiewelt wird bunter!
Die Digitalisierung bestimmt zunehmend auch die Welt der Stadtwerke. Strategien und Lösungen für die neue Energiewelt werden dringend gebraucht!
40 Sprecher, 350 Teilnehmer und 35 Partner treffen sich am 5. und 6. April 2017 auf der 21. EUROFORUM Jahrestagung Stadtwerke 2017 im WECC Berlin, um Strategien und Lösungen für die neue Energiewelt zu diskutieren. Das Programm überzeugt durch die Vielfalt an Zukunftsthemen, zwei Awardverleihungen sowie großartigen Networkingmöglichkeiten in modernem, innovativen Ambiente.
Was sind die Themen der Zukunft?
Laut einer aktuellen Studie von BDEW und Ernst & Young werden sich die Stadtwerke in der DACH-Region in den nächsten zwei bis drei Jahren besonders mit den Themen Absatz/Marketing/ Kunden-betreuung/CRM (87%), Optimierung betrieblicher Prozesse und Reorganisation (83%) und Smart Metering/Smart Grids/Netzintegration (72%) auseinandersetzen.
Auch der Strategie-Review von Thüga und A.T. Kearney kommt zu dem Ergebnis, dass zum Ausbau der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Stadtwerke die Exzellenz im Kerngeschäft entscheidend ist, wobei vor allem eine Kosten- und Prozessoptimierung und der Fokus auf den Kunden von Bedeutung ist. Was dies in der Praxis konkret bedeutet, wird u.a. im Rahmen der 21. Jahrestagung Stadtwerke 2017 am 5. April 2017 von Dr. Gerhard Holtmeier (Thüga) und Dr. Hans Heinrich Kleuker (TWL) erläutert.
Vor- und Querdenker sind gefragt
Einen Blick über den Tellerrand wirft der Unternehmer und Beststeller-Autor Felix Plötz zu Beginn des zweiten Konferenztages. Sein Thema: Einfach mal machen – was Stadtwerke über die Spielregeln von morgen wissen müssen. Wie sich diese Gradwanderung in der Stadtwerke-Praxis darstellt und welche Skills für das Changemanagement notwendig sind zeigen Vertreter der Stadtwerke München, Geldern und der innogy. Aber auch neue Innovationsmethoden wie Design-Thinking sind notwendig, um in der sich verändernden Welt bestehen zu können. Badenova präsentiert seine Erfahrungen mit diesem Tool und zeigt, wie vor der Einführung eines neuen Produktes ein Design-Thinking-Prozess unter Einbeziehung des Kunden durchlaufen wurde.
Meet, Match & Co-Operate
Player aus verschiedenen Industrien werden Teil der neuen Energiewirtschaft – neue Geschäftsmodelle entstehen. Branchenvertreter sind sich einig – ohne Partner wird es in Zukunft kaum noch gehen. Unter dem Motto „INNOVATIV UND AGIL MIT PARTNERN!“ treffen sich neue und etablierte Player der Energiebranche zum ungezwungenen Austausch im Rahmen eines BarCamps am Vortag der 21. EUROFORUM-Jahrestagung Stadtwerke 2017 und lernen ihre zukünftigen Geschäftspartner kennen.
Das ausführliche Programm der 21. EUROFORUM Jahrestagung Stadtwerke 2017 ist abrufbar unter: http://www.stadtwerke-tagung.de
#efswt
Conexio logo webseite Neue Energiewelt is organising the following event: Demokratisiert RWE/ Innogy nun die Energie? – Erkenntnisse vom 2. Blockchain-Tag für die Energiewelt
Quelle: Blogbeitrag von Karl-Heinz Remmers vom 17. Januar 2017, blog.neue-energiewelt.de
„Dass ich das noch erleben durfte“- so musste ich dann doch den Vortrag von RWE
Innogy auf dem 2. Blockchain-Tag für die Energiewelt kommentieren. Denn Kerstin Eichmann von Innogy stellte in der Tat den Slogan „Wir demokratisieren die Energie“ in den Mittelpunkt ihres Vortrags über ein spannendes Blockchain Projekt. Dort liefern private PV- Anlagenbesitzer Strom an Supermärkte in ihrer Nachbarschaft. Abgerechnet wird über die Blockchain, um es salopp zu sagen. Sehr spannend, da hier erstmalig C2B verhandelt wird - Prosuming und Digitalisierung pur.
Innogy hat zur Demokratisierung auch noch das Democratic Energy Projekt zu bieten- Video hier.
Nun, angesichts dieses Beitrags zur zweiten großen Veranstaltung zum Thema Blockchain (ausverkauft, über 120 Teilnehmer aus allen Bereichen der Energiewelt plus z.B. deutsche Bahn und Banken bei Vattenfall als Gastgeber) könnte man sich nun berechtigt fragen, ob es diesmal ernst gemeint ist mit einer vollkommenen Veränderung des Verhaltens der klassischen Stromkonzerne. Ob damit RWE zum Demokratisierer wird? Beim Konzern bleibe ich da doch sehr verhalten. Das Team des Innogy Innovationhub, aus dem die Blockchainanwendungen stammen, macht aber eine sehr gute Arbeit in die Richtung.
Wir bewegen uns mit dem Themenfeld an der Spitze der Digitalisierung, einer Technologie, die viel Potenzial hat, aber noch am Anfang steht. Ich erinnere daran, dass wir hier einen vollkommenen Umbruch im Energiesystem befördern inklusive der einmal mehr glasklaren Erkenntnis, dass alle bisherigen Regeln des Energiewirtschaftsgesetzes oder die des nahezu grotesk schlechten Digitalisierungsgesetzes in den Müll müssen. Grünstrom- Zertifikate der alten Art, Handel im 15 Minuten Takt oder Datenverarbeitung im alten Takt können gleich mit. Dennoch verhielten sich einige Vertreter alter Strukturen so, als ob man mit dem Schönreden der technologischen Veränderung alles beim Alten belassen könnte, beziehungsweise als ob die Regeln, die da sind, nicht zu ändern wären.
Claudia Stegemann Sehen wir uns auf der E-world?
Conexio logo webseite Neue Energiewelt Karl-Heinz Remmers: Solar-Wind-Hybridkraftwerke – Zubau ohne Netzausbau
Solar-Wind-Hybridkraftwerke sind systemdienlich und eröffnen ohne weiteren Netzausbau Neubaupotenzial im Gigawattmaßstab. Bislang werden Wind und Photovoltaik im deutschen EEG ebenso wie in vielen anderen Fördersystemen immer separat gedacht und gefördert. Verbindet man also Solar und Wind, dann könnten im Bestand viele Gigawatt der jeweils anderen Erzeugungsart neben bestehende Wind- oder Solarkraftwerke gebaut und an der bestehenden Netzinfrastruktur eingebunden werden. Netzausbaukosten in diesem Fall: Null Euro.
Warum ist das so?
Solar-Wind-Hybridkraftwerke sind systemdienlich und eröffnen ohne weiteren Netzausbau Neubaupotenzial im Gigawattmaßstab.
Stellen Sie heute eine Netzanfrage für eine größere Solarstromanlage, dann berechnen die zuständigen Netzbetreiber für Sie in mehr oder minder komplexen internen Verfahren einen Anschlusspunkt. Ist dieser weiter entfernt, entstehen regelmäßig Diskussionen oder Streit um mögliche Alternativen oder um den Status des Netzausbaus. Nun machen Sie sich einmal den Spaß und fragen Sie nach, ob Ihre Anlage auf den Netzverknüpfungspunkt der Windkraftanlage „um die Ecke“ aufgeschaltet werden kann. Wenn Sie dann Schweigen, ein „geht nicht“ oder ein „was soll das“ hören, dann wissen Sie, dass es so nicht weitergeht mit dem EEG und der unsinnigen Trennung von sehr komplementären Erzeugungsarten.
Bislang werden Wind und Photovoltaik im deutschen EEG ebenso wie in vielen anderen Fördersystemen immer separat gedacht und gefördert.
Das lässt sich aus der Historie erklären, waren doch Kosten und Anwendung in der EU lange Zeit sehr weit voneinander entfernt. Auch viele der Marktakteure machen bis heute entweder Wind oder Solar, nur wenige beides.
Bereits 2013 legten das RLI Reiner Lemoine Institut und Solarpraxis Engineering eine Masterarbeit vor, welche die Vorteile und technische Machbarkeit von Solar-Wind-Hybriden (also beide Anlagen mit einer intelligenten Steuerung an einem Netzverknüpfungspunkt angeschlossen) vor.
Seitdem gibt es in der EU mehr Anlagen bei denen ähnliche Konzepte erfolgreich angewendet werden, sind doch beide Erzeugungsarten in ihren Erzeugungsprofilen sehr komplementär. Hinzu kommt, dass die bereit gestellte maximale Netzaufnahmekapazität wesentlich besser genutzt wird.
Verbindet man also Solar und Wind, dann könnten im Bestand viele Gigawatt der jeweils anderen Erzeugungsart neben bestehende Wind- oder Solarkraftwerke gebaut und an der bestehenden Netzinfrastruktur eingebunden werden. Netzausbaukosten in diesem Fall: Null Euro.
Warum ist das so?
Einer der Gründe ist die noch immer verbreitete Denke von „Volllaststunden“, die bekanntlich aus dem klassischen Kraftwerksbetrieb und der Zeit kommt, wo diese Kraftwerke viele tausend Stunden im Jahr mit ihrer Nennlast betrieben wurden. Also brauchten die Kraftwerke auch alle einen Netzanschluss, der entsprechend ihrer Leistung nur für sie dimensioniert wurde.
Solarkraftwerke erzeugen aber mit 5.100 Stunden im Jahr weniger als 1% ihrer Nennleistung (das Gros davon ist einfach Nacht). Solar- und auch Windenergieanlagen erzeugen nur an wenigen Stunden im Jahr auf oder in Nähe ihrer Nennleistung. Sie können also nicht über Volllaststunden charakterisiert werden - die Einspeisung ist eben volatil - aber beide Erzeugungsarten erzeugen nur selten gleichzeitig so viel Leistung, dass eine von beiden abgeriegelt werden muss. Sie können also mit einer einfachen Steuerung leicht an einen einzigen Netzverknüpfungspunkt angeschlossen werden, dieser ist dann besser ausgelastet und eine gewisse Mindestleistung ist sicherer verfügbar. Abregelverluste liegen je nach Dimensionierung unter 3%. Höchste Zeit dieses Potenzial zu nutzen.
Bringen die neuen kombinierten Ausschreibungen von Solar & Wind in Deutschland hier eine Innovationswelle?
Oder wird die Chance versäumt, das EEG endlich systemisch zu denken? Dies kann leicht passieren, wenn es in den Ausschreibungen wieder heißt "niedrigster Preis" und "dies oder das"? anstelle von "nur zusammen entsteht ein System".
Kommt die neue Art zu denken schnell in die Prozesse der Netzplanung oder werden auch weiterhin nur separate Anschlüsse berechnet und verteilt? Und sogar Anfragen auf die Miteinbindung von Wind- an Solaranlagen oder umgekehrt von Netzbetreibern abgelehnt werden?
Kein Wunder eigentlich - denn systemische Denke muss offenbar noch gelernt werden in der Neuen Energiewelt.
Kerl Heinz Remmers