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Christian Heep
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Diskutieren Sie mit uns aktuelle Fragestellungen rund um die Themen Elektromobilität, Erneuerbare Energien und smarte Technologien.

Berlin, 28.10.2020. Einen Tag nach Veröffentlichung einer Studie der Mineralölwirtschaft zur angeblichen Effizienz von eFuels aus Afrika für den CO2-freien Mobilitätsbedarf in Deutschland haben sich die alteingesessenen Industrieverbände DWV, MWV, VDA und VDMA der Auffassung angeschlossen, dass wasserstoffbasierte Kraftstoffe das neue Allheilmittel zur Klimaneutralität seien und der Gesetzentwurf zur Umsetzung der Nationalen Energie-Richtlinie darauf anzupassen wäre. Unabhängige Wissenschaftler hatten das Ansinnen bereits zuvor als »Physikalisch-technischen Voodoo« und die Nutzung von Wasserstoff im Individualverkehr als »Champagner-Lösung« bezeichnet.

»Die Auseinandersetzung lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, dass Wasserstoff und eFuels zum Kunden verteilt werden müssten und die Mineralölwirtschaft dafür ihre bestehenden Leitungen ein zweites Mal nutzen will«, schilderte Markus Emmert, Vorstandsmitglied und Energieexperte des Bundesverbandes eMobilität e.V. (BEM) den konzertierten Lobbyangriff auf das Bundesumweltministerium. Allerdings ist es dafür zeitlich zu spät. »Das Erreichen der CO2-Ziele bis 2030 ist im Mobilitätssektor mit eFuels und mit Wasserstoff auf Basis grüner Energie weder darstellbar, leistbar noch technologisch belastbar. Der Vorschlag der Industrieverbände gilt allein dem Erhalt alter Geschäftsmodelle und bestehender Infrastrukturen. Dafür werden gerne auch die Fakten gebogen.«

eFuels lassen sich im Verbrennungsmotor beimischen. Mit ihnen können alte Verbrenner-Antriebe weiter im Markt bleiben, ohne dass Automobilhersteller auf neue Technologien wechseln müssen. eFuels sind im Antriebsprozess zweifelsfrei CO2-frei, sind aber in der Herstellung um ein Mehrfaches energie- und damit kostenintensiver als die batterieelektrische Mobilität. Anders ausgedrückt: Wer Wasserstoff als Energiequelle für die Individualmobilität favorisiert, nimmt in Kauf, dass Fortbewegung erheblich teurer wird und damit eine soziale Ausgrenzung schafft. »Im Übrigen ist es ja gerade der Vorteil der Erneuerbaren Energien, dass sie dezentral hergestellt werden können und nicht aus Afrika oder anderen Drittländern aufwändig importiert werden müssen, der Vorschlag ist also eine klare Amputation des Fortschritts«, ergänzte Emmert.

Der BEM begrüßt das Vorgehen des Bundesumweltministeriums, die Technologieoffenheit nunmehr einzuschränken und Energiekonflikte zu vermeiden. Erst am Montag hatte der BEM einen Strategiewechsel begrüßt, den der Think Tank Agora Verkehrswende gemeinsam mit der Agora Energiewende und der Stiftung Klimaneutralität vorgestellt hatte. Demnach ist zur Erreichung der Klimaneutralität die batterieelektrische Mobilität die sowohl individuell wie auch volkswirtschaftlich günstigste Antriebsform, die heute schon verfügbar ist, und die es nunmehr auszuweiten gelte.

Mehr dazu hier:

⇢ https://www.bem-ev.de/bem-pressemitteilung-agora-studie-zur-klimaneutralitaet-2050/

Über den Bundesverband eMobilität e.V.

Der Bundesverband eMobilität (BEM) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen, Wissenschaftlern und Anwendern aus dem Bereich der Elektromobilität, die sich dafür einsetzen, die Mobilität in Deutschland auf Basis Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die aktive Vernetzung von Wirtschaftsakteuren für die Entwicklung nachhaltiger und intermodaler Mobilitätslösungen, die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der eMobilität und die Durchsetzung von mehr Chancengleichheit bei der Umstellung auf emissionsarme Antriebskonzepte. Der Verband wurde 2009 gegründet. Er organisiert 300 Mitgliedsunternehmen, die ein jährliches Umsatzvolumen von über 100 Milliarden Euro verzeichnen und über eine Million Mitarbeiter weltweit beschäftigen.

Pressekontakt

Bundesverband eMobilität e.V.

Oranienplatz 5, 10999 Berlin

Fon 030 8638 1874

⇢ presse@bem-ev.de

Berlin, 26.10.2020. Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) hat die Studie des Think Tank Agora Verkehrswende zur Erreichung der Klimaziele 2050 als wegweisend und zielführend bezeichnet. »Das Papier ist der erste ernstzunehmende Ansatz, um die Ratlosigkeit der Bundesregierung bei der Erreichung der Klimaneutralität zu beenden und die Verkehrswende gemeinsame mit der Energiewende in die richtige Richtung zu steuern, so wie wir es seit Jahren fordern«, sagte Verbandspräsident Kurt Sigl nach Lektüre der Studie am Montag in Berlin.

Besonders lobt der Verband das klare Votum für die batteriebetriebene Elektromobilität als Garant für die Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes im Verkehrssektor. Den vieldiskutierten Ansätzen um den Wasserstoffantrieb und synthetische Kraftstoffe in der Individualmobilität wird in der Studie eine klare Absage erteilt. Grund ist der hohe Bedarf grüner Energie, der die Zugangskosten erheblich verteuern und damit soziale Probleme bei der Nutzung alternativer Antriebe aufwerfen würde. Vor dem Hintergrund der absehbaren Energie-Bedarfe ist die Elektromobilität eine sowohl individuell wie auch volkswirtschaftlich günstige Antriebsform, die heute schon verfügbar ist und die es nunmehr auszuweiten gelte, so der BEM.

Mit Blick auf die EU-Klimaziele fordert der Verband einen Stopp strategischer Fehlausrichtungen der amtierenden Bundesregierung:

- Das Mantra der Technologie-Offenheit gilt es zu beenden. Die Politik glaubt, dass der Markt und die Wirtschaft die Entscheidung für den technischen Ansatz liefern werden. Das ist falsch und energieverschwendend – die Klimaneutralität ist ein politisches Ziel – noch immer wird es von den deutschen Automobilherstellern ignoriert. Die Technologie-Offenheit ist weder energetisch noch wirtschaftlich leistbar. COVID19 verstärkt zudem die Notwendigkeit, sich auf wirtschaftlich zielführende Technologien zu konzentrieren, der Virus belastet die Bilanzen der Unternehmen heute bereits erheblich.

- Die NOW GmbH – also die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzelltechnologie – ist der falsche Akteur zur entschlossenen Förderung der Elektromobilität. Es braucht keine Konkurrenz der Antriebe, sondern einen neuen schlagkräftigen Träger zielgerichteten Handelns. Gleiches gilt für die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität NPM. Zukünftige Allianz-Organisationen aus Politik und Wirtschaft müssen Ministerien übergreifend agieren und jenseits bestehender Regulierungsschranken handeln dürfen, damit die Energie- und Mobilitätswende zusammen ausgerichtet werden kann.

- Wer heute über die Mobilitätswende spricht, muss sich Ziele setzen: für den Anteil von elektrischen Lkw, von elektrischen Leichtfahrzeugen, dem Ausbau von Erneuerbaren Energien, vom Ausstieg aus der Produktion von Verbrennerfahrzeugen und vom Verbot von Verbrennern auf deutschen Straßen. Wer diese Ziele nicht hat, weiß nicht, wohin der Weg gehen soll; hier muss die Bundesregierung Farbe bekennen.

- Als Beleg der Reformwilligkeit der Regierung wäre die Umwidmung des Autogipfels zum Mobilitätsgipfel ein glaubhafter Schritt der Öffnung.

»Deutschland steht vor dem Auswechseln der Automobilflotten. Die Studie von Agora macht mehr als deutlich, dass zeitnah der Verkehr nur mit eFahrzeugen klimaneutral entwickelt werden kann. Jetzt braucht es die Verstärkung durch die Politik, damit die Geschäftsmodelle sich auch erfolgreich entwickeln können«, so BEM-Präsident Sigl.

Zur Studie:

⇢ https://static.agora-verkehrswende.de/fileadmin/Projekte/2020/KNDE2050/A-EW_193_KNDE_Executive-Summary_EN_WEB.pdf

Zur Vorstellung der Studie:

⇢ https://twitter.com/phoenix_de/status/1319186839073247232

Über den Bundesverband eMobilität e.V.

Der Bundesverband eMobilität (BEM) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Institutionen, Wissenschaftlern und Anwendern aus dem Bereich der Elektromobilität, die sich dafür einsetzen, die Mobilität in Deutschland auf Basis Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Zu den Aufgaben des BEM gehört die aktive Vernetzung von Wirtschaftsakteuren für die Entwicklung nachhaltiger und intermodaler Mobilitätslösungen, die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der eMobilität und die Durchsetzung von mehr Chancengleichheit bei der Umstellung auf emissionsarme Antriebskonzepte. Der Verband wurde 2009 gegründet. Er organisiert 300 Mitgliedsunternehmen, die ein jährliches Umsatzvolumen von über 100 Milliarden Euro verzeichnen und über eine Million Mitarbeiter weltweit beschäftigen.

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Faszination & Begeisterung für eine Neue Mobilität

Der Bundesverband eMobilität e.V. (BEM) setzt sich langfristig dafür ein, die Mobilität in Deutschland mit dem Einsatz Erneuerbarer Energien auf Elektromobilität umzustellen. Diese Zielsetzung orientiert sich an dem Vorhaben der Bundesregierung, zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu werden.

Zu den Aufgaben des BEM gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der Elektromobilität als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept und die Durchsetzung einer Chancengleichheit bei der Umstellung auf Elektromobilität.

Um diese Ziele zu erreichen, vernetzt der BEM die Akteure aus Wirtschaft, Politik und Medien miteinander, fördert die öffentliche Wahrnehmung für Elektromobilität und setzt sich für die notwendigen infrastrukturellen Veränderungen ein.

Im Hinblick auf eine sich verändernde Gesellschaft, die ihre soziale und ökologische Verantwortung erkennt, will der BEM die Faszination für Elektromobilität im Alltag der Menschen integrieren und durch praxisnahe Erfahrungen umsetzen.

Es ist unverzichtbar, sich gemeinsam und verstärkt den Herausforderungen der eMobilität zu stellen, um einen nachhaltigen Aufschwung im gesamten Marktumfeld zu sichern. Diese Aufgabe erfordert eine aktive Teilnahme der innovativsten Unternehmen Deutschlands, starker Persönlichkeiten und das kooperative Zusammenwirken aller beteiligten Akteure aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft, Politik, Medien, den Verbänden und Institutionen, sowie das Engagement jedes einzelnen Bürgers, der sich für eine Neue Mobilität einsetzen möchte.