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NIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in OstfrieslandNIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in Ostfriesland

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Das NIWO – Netzwerk befasst sich mit infrastrukturellen, wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Entwicklungen in Ostfriesland.

Abschlussveranstaltung zum Innovationsprojekt „WASh2Emden“ am 26.05.2020

Emden/Leer 26.05.2020. Rund 90 Teilnehmer insbesondere aus der maritimen und der Energiebranche folgten der Einladung zur Online-Abschlussveranstaltung des Innovationsprojektes „WASh2Emden - innovative und umweltfreundliche Wasserstoffanwendungen im Seehafen Emden“. In den vergangenen 18 Monaten wurden die Möglichkeiten untersucht, in Emden Wasserstoff aus regenerativer Energie zu erzeugen und Nutzern im Hafen zur Verfügung zu stellen. Basis dafür ist eine umfassende Umfrage bei den Unternehmen im Emder Hafen zum Energiebedarf sämtlicher Geräte, Anlagen und Fahrzeuge.

Wasserstoff ist wirtschaftlich

Quintessenz der Analyse ist, dass grüner Wasserstoff (also Wasserstoff, der aus regenerativer Energie erzeugt wird) schon heute kostengünstig erzeugt werden kann. Unter der Annahme reduzierter Strompreise ist er im Vergleich zum Diesel wirtschaftlich. Dies setzt jedoch Umlagereduzierungen voraus, hier insbesondere der EEG-Umlage. Zudem müssten gewisse Abnahmemengen garantiert werden. „Das Projekt WASh2Emden hat gezeigt, dass die Wasserstofftechnologie weitestgehend vorhanden und umsetzbar ist. Jetzt muss es darum gehen in die Anwendung zu kommen, die Kosten durch Skaleneffekte weiter zu senken und die richtigen politischen Hebel zu betätigen, damit grüner Wasserstoff im Vergleich zu fossilen Energieträgern wettbewerbsfähig wird.“, erläutert Adenike Bettinger von der Hochschule Emden/Leer.

Kurzfristiger Einsatz von Wasserstoff möglich

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die Speicherung von Wasserstoff im Emder Hafengebiet nach Ansicht der Projektpartner vor allem als komprimiertes Gas sinnvoll ist. Die Investitionskosten sind relativ gering und die Speicherung ist technologisch nicht so anspruchsvoll, wie z.B. bei verflüssigtem Wasserstoff oder der Trägersubstanz LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier). Kurzfristige Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff gibt es vor allem im PKW- und Flurförderfahrzeugbereich, da diese bereits am Markt verfügbar sind. Perspektivisch könnten auch Nutzfahrzeuge mit Wasserstoff betrieben werden. Dadurch ließen sich mittelfristig CO2-Reduktionen im Bereich von 10.500t erzielen, was einer Reduktion von ca. 8% entspräche. Die Erzeugung und Nutzung synthetischer Kraftstoffe würden zu weiteren Emissionsreduktionen führen; Basis hierfür wäre allerdings der konsequente und massive Ausbau sowie unter Umständen der Import erneuerbarer Energien in Form von Wasserstoff. In diesem Zuge ließen sich auch die CO2-Emissionen der Stromnutzung im Emder Hafen um ca. 34% reduzieren. „Wasserstoff ist nicht das Allheilmittel, aber ein wesentlicher Baustein zu Gestaltung der Energiewende. Ausschlaggebend für die Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff ist der rasche Ausbau von regenerativer Energie in großem Umfang.“, erklärt Sören Berg von der MARIKO GmbH.

Auf Basis der Potenzialstudie ist eine Demonstrationsphase in Vorbereitung. Dafür soll eine Wasserstoffkette mit am Markt verfügbaren Technologien als Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft im Emder Hafen aufgebaut werden. „Mit dem Projekt WASh2Emden sind wir der Realisierung einer grünen Wasserstoffwirtschaft ein ganzes Stück nähergekommen. Das Potenzial ist vorhanden und muss nun gehoben werden, damit wir unseren lokalen Beitrag im Emder Hafen zur globalen Energiewende leisten können.“, so Dr. Matthäus Wuczkowski von Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG.

Die Präsentationen der Online-Konferenz sind auf der MARIKO Website unter den Downloads verfügbar. Dort wird die Ergebnisbroschüre mit weiteren interessanten Zahlen, Daten und Fakten aus dem Projekt ebenfalls in Kürze zur Verfügung gestellt.

Koordiniert wurde das Projekt WASh2Emden von dem Leadpartner Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG. Weitere Projektpartner sind die abh INGENIEUR-TECHNIK GmbH, die DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg, die MARIKO GmbH und die Tyczka Unternehmensgruppe sowie die Kooperationspartner EPAS Ems Ports Agency & Stevedoring Bet. GmbH & Co. KG, die Hochschule Emden / Leer und die EMDION GmbH.

Das Projekt wird unterstützt durch das Förderprogramm für Innovative Hafentechnologien (IHATEC) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI).

Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG

Hindenburgstraße 26 – 30 | 26122 Oldenburg

T +49 (0) 441 35 020 - 310 | F +49 (0) 441 35 020 - 999

| www.nports.de

Niedersachsen Ports ist Eigentümer und Betreiber von fünf Seehäfen, sieben Inselversorgungshäfen und drei Regionalhäfen an der deutschen Nordseeküste. Sitz der Gesellschaft ist Oldenburg. Mit den Niederlassungen in Brake, Cuxhaven mit Außenstelle in Stade, Emden und Wilhelmshaven managt Niedersachsen Ports die Hafeninfrastruktur in den großen Seehäfen des Landes Niedersachsen. Die Niederlassung Norden betreibt zudem die Versorgungshäfen für die Ostfriesischen Inseln. Somit bietet Niedersachsen Ports eine Vielzahl von Hafenstandorten aus einer Hand.

Quelle: https://www.openpr.de/news/1088886/Wasserstoff-Potenziale-im-Seehafen-Emden.html

Die jährliche Regionalkonferenz der Metropolregion Nordwest findet in diesem Jahr am Mittwoch, 27. Mai, in Brake statt. Durch die Pandemie wird die Präsenzveranstaltung ins Netz verlegt und damit Online als Livestream geboten. Veranstalter ist die Wirtschaftsförderung Wesermarsch in Kooperation mit den Industrie- und Handelskammern Bremen, Oldenburg, Stade.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese geschätzte Veranstaltung nach 2017 erneut in der Wesermarsch ausrichten dürfen, wenn auch durch die Sicherheitsmaßnahmen zu COVID-19 ohne Besucher“, so Nils Siemen, Leiter der Wirtschaftsförderung Wesermarsch. Weil durch die Aktualität des Themas eine Absage oder Verschiebung für die Wirtschaftsförderung keine Option war, wurde sehr kurzfristig der alljährliche Branchentreffpunkt mit der Metropolregion Nordwest als Fördermittelgeber zur virtuellen Konferenz weiterentwickelt.

„Wir wagen mit der Konferenz etwas Neues, und ich bin gespannt, wie das Format bei den Gästen ankommen wird. Die Logistik hat auch zukünftig eine volkswirtschaftliche Schlüsselfunktion inne und macht die Metropolregion Nordwest zu einem logistischen Hotspot Europas mit hervorragenden Wachstumschancen“, so Dr. Anna Meincke, Geschäftsführerin der Metropolregion Nordwest.

Um die Auswirkungen logistischer Prozesse klimaneutraler zu machen, werden alternative Kraftstoffe benötigt. In der Region bietet sich dafür die Erzeugung von grünem Wasserstoff an, weil für die Herstellung Wind-Strom zur Verfügung steht, den die Windparks on- und offshore liefern können. Ferner existieren lokale Speichermöglichkeiten durch hiesige Kavernen wie unter anderem bei der EWE und UNIPER im Stadtgebiet Elsfleth.

„Der Nordwesten hat die Chance, Vorreiter bei der Produktion, Lagerung und Nutzung von Wasserstoff zu werden. Für die Logistik bietet der Wasserstoff das Potenzial nachhaltige und zukunftsfähige Transporte anzubieten“, ist sich Kristof Ogonovski, Referent für Verkehr bei der Oldenburgischen Kammer, sicher.

Unter der Moderation von Ludger Abeln startet am 27. Mai ab 16 Uhr der Livestream der Podiumsdiskussion bei YouTube. Olaf Lies, Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz in Niedersachsen, wird die Gesprächsrunde unter der Überschrift „Wasserstoff – grüne Power für den Nordwesten“ mit einem Impulsstatement einläuten. Danach diskutieren der Minister mit dem Vorstandsvorsitzenden der EWE, Stefan Dohler, sowie weiteren Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft bis etwa 17.30 Uhr. Da die Jade Hochschule als geplanter Veranstaltungsort nicht zur Verfügung steht, wird Wiechmanns Weserhotel in Brake zum Fernsehstudio umfunktioniert.

Eine Anmeldung ist über die Seite www.wasserstoff-region.de möglich. Die Gäste erhalten rechtzeitig die Zugangsdaten zum Livestream. Informationen auch unter Wirtschaftsförderung Wesermarsch, Telefonnummer 04401/996900 oder E-Mail: marten@wesermarsch.de.

Emden. Am Emder Standort der VW-Tochter Volkswagen Group Services verlieren in diesen Tagen insgesamt 96 Beschäftigte ihren Job. Ihre befristeten Verträge laufen aus. Entsprechende Informationen der Emder Zeitung bestätigte VW-Betriebsratschef Manfred Wulff auf Anfrage. Volkswagen Group Services agiert als direkter Dienstleister im Werk und stellt für bestimmte Projekte Arbeitskräfte zur Verfügung.

„Für einen Teil der Betroffenen gibt es eine Lösung“, sagte Wulff. Für die anderen sei man dagegen noch in Gesprächen. Allerdings gestalte sich das in Corona-Zeiten etwas schwierig. „Es sind eben befristete Verträge.“ Da würden dann auch die Argumente fehlen.

Quelle: https://www.emderzeitung.de/lokales_artikel,-96-jobs-bei-vw-tochter-fallen-weg-_arid,2065681.html

Gefragt sind vor allem komplexe und durchdachte Anlagen, die maßgeschneidert auf die individuellen Anforderunge hin konstruiert und gebaut werden. Nicht nur für den aktuellen Bedarf, sondern auch für zu erwartende Erweiterungen und weitere Nutzungsmöglichkeiten: https://www.openpr.de/news/1088102/Hybridloesungen-mit-ECOROTE-Anlagen.html

... scheint zumindest auf Interesse zu stossen :-)
https://www.topagrar.com/energie/news/stromspeicher-in-der-landwirtschaft-auf-dem-vormarsch-12067981.html
Ziele und Aufgaben des „NIWO"

Das „NIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in Ostfriesland“ befasst sich schon seit 2006 als völlig unabhängige "kleine Denkfabrik" mehrerer friesischer Unternehmer und Freiberufler sowohl aus Deutschland wie auch aus den Niederlanden umfassend und interdisziplinär mit den notwendigen infrastrukturellen, wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Entwicklungen im gesamten Wirtschaftsraum Friesland.

In Deutschland sind wir in den Kreisen Leer, Aurich, Wittmund, Friesland, Wesermarsch, Emsland, Grafschaft Bentheim, Ammerland, im cloppenburgischen Saterland sowie in den kreisefreien Städten Emden und Wilhelmshaven aktiv.

Mittlerweile hat sich der Fokus des NIWO auf ausgewählte zukunftsorientierte und innovative Leitmärkte konzentriert, da es in der Entwicklung ökologisch dominierender Technologien in Ostfriesland und dem niederländisch-friesischen Wirtschaftsräumen in den Provinzen Groningen und Fryslân (Friesland) zu entsprechenden Synergien kommen soll.