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NIWO – Netzwerk für innovative Wirtschaftsentwicklung in Ostfriesland

Das NIWO – Netzwerk befasst sich mit infrastrukturellen, wirtschaftspolitischen und unternehmerischen Entwicklungen in Ostfriesland.

Hans-Peter Ratzke Jade Hochschule erleichtert Wiedereinstieg ins Studium nach Familienauszeit
Das Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat aktuell ein Projekt der Jade Hochschule bewilligt, das den Wiedereinstieg ins Studium erleichtern wird. Das Zertifikatsprogramm WE-ZertPro (WiederEinstieg-Zertifikatsprogramm) wird vom Fachbereich Wirtschaft der Jade Hochschule am Campus Wilhelmshaven entwickelt und mit verschiedenen Netzwerkpartnern umgesetzt.
Das Projekt zielt auf Personen mit Familienpflichten und dabei insbesondere auf Frauen mit Hochschulzugangsberechtigung in der JadeBay-Region, die ihre Berufstätigkeit unterbrochen haben. „WE-ZertPro“ hat das primäre Ziel, Frauen nach einer Beschäftigungsunterbrechung den Einstieg in ein berufs- oder familienbegleitendes Studium zu erleichtern, was ihnen gleichzeitig verbesserte Anschlussmöglichkeiten für den beruflichen Wiedereinstieg eröffnet“, sagt Prof. Dr. Gerd Hilligweg, Projektleiter und Dekan des Fachereichs Wirtschaft.
Michael Ilgner Wissenschaftliche Arbeiten befassen sich mit dem Thema Ehrenamt
Die Stabsstelle Ehrenamt und Freiwilligenagentur des Landkreises Leer hat in Zusammenarbeit mit der niederländischen Gemeente Oldambt das Projekt „Freiwillig über die Grenze 2.0“ realisiert. Projektstart war der 1. April 2019.
Insgesamt zehn deutsche und niederländische Studenten sollen die Möglichkeit erhalten, sich mit dem Thema Ehrenamt in Form einer Bachelorarbeit näher zu befassen. Die wissenschaftlichen Ausarbeitungen sollen das freiwillige Engagement beider Regionen in empirischen Studien auswerten und Handlungsempfehlungen für die Zukunft geben. Fachtagungen und ein grenzübergreifender Erfahrungsaustausch sind ebenfalls im Projekt verankert.
„Wir möchten im Bereich des freiwilligen Engagements grenzübergreifend zusammenarbeiten, voneinander lernen und Impulse für die Zukunft setzen“ führt Monika Fricke, Leiterin der Stabsstelle Ehrenamt des Landkreises Leer, die Grundidee des Projekts weiter aus.
Das Projekt wird unterstützt durch das Interreg-Förderprogramm Net(z)werk+ der Ems Dollart Region, die zusätzlich mit ihrem Projektmanagement bei der Durchführung der Zusammenarbeit zur Seite stehen. Auch die Partnerkommune der Gemeente Oldambt, die Provincie Groningen, unterstützt „Freiwillig über die Grenze 2.0“.
Zu dieser Meldung können wir Ihnen folgendes Medium anbieten:
"Freiwillig über die Grenze 2.0"
Sie haben ihre gute Zusammenarbeit fortgesetzt: Der Landkreises Leer und die Gemeente Oldambt haben im Jahr 2017 und 2018 mit dem Projekt „Freiwillig über die Grenze“ die Vielfalt des freiwilligen Engagements in zwei grenzübergreifenden Messen dargestellt.
Das Bild zeigt Vertreter des Landkreises Leer, der Provincie Groningen, der Gemeente Oldambt und der Ems Dollart Region.
Informationen zum Medium
Landkreis Leer
Bergmannstraße 37
D-26789 Leer
Telefon: +49 (0) 491 / 926-1254
Telefax: +49 (0) 491 / 926-1200
E-Mail: pressestelle@landkreis-leer.de
Quelle: http://www.presse-service.de/data.aspx/static/1013651.html
Michael Ilgner 1300 Windräder vor der Küste: Zehn Jahre Windkraft auf See - eine Erfolgsgeschichte
Windräder in die Nordsee stellen und damit umweltfreundlich produzierten Strom ernten - diese Technologie ist heute zur Umsetzung von Energiewende und Atomausstieg nicht mehr wegzudenken.
«Zu Beginn des Offshore-Zeitalters herrschte jedoch große Skepsis», erinnert sich Jörg Buddenberg. «Die bislang unerprobte Technik funktioniert nie, sagten damals die Kritiker.» Der Geschäftsführer beim Oldenburger Energieversorger EWE sieht den Bau des ersten Windpark-Testfeldes Alpha Ventus in der Nordsee vor zehn Jahren als Pionierprojekt: «Das war zwar kein Renditethema, aber eine wichtige Investition in die Zukunft.»
Zwölf Anlagen der Fünf-Megawatt-Klasse drehen sich im Test-Windpark Alpha Ventus 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Die Nordsee ist dort 30 Meter tief - nur eine von vielen Herausforderungen für die Techniker beim Aufbau der ersten Anlagen im April 2009. Schlechtes Wetter mit Sturm und hohen Wellen erschwerten die Bauarbeiten. Die Kosten verteuern sich um 60 auf 250 Millionen Euro. Doch im April 2010 geht Alpha Ventus in Betrieb. Der damalige Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) bezeichnet die Eröffnung als «schönsten Tag seiner Amtszeit».
Für das Pilotprojekt hatten EWE und die Stromkonzerne Eon und Vattenfall das Konsortium Doti gegründet. Die Erfahrungen aus dem Testfeld sollten allen künftigen Offshore-Windparks zu Gute kommen. Mehrfach kommt es zu Rückschlägen: 2012 stirbt ein Berufstaucher bei Unterwasserarbeiten. Ende 2010 müssen sechs Getriebe mit Lagerschäden ausgetauscht werden. Diese sechs Anlagen sind auch 2018 zeitweise außer Betrieb, nachdem Teile einer Gondel abgestürzt sind.
Und doch ist aus den ersten Schritten vor zehn Jahren ein langer Weg geworden - und technisch und wirtschaftlich eine Erfolgsgeschichte. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an diesem Dienstag offiziell den Windpark Arkona nordöstlich der Insel Rügen in Betrieb. Fast zwei Dutzend Windparks wurden in nur zehn Jahren gebaut; mehr als 1300 Windräder mit einer Leistung von rund 6,4 Gigawatt drehen sich auf Nord- und Ostsee. Das entspricht ungefähr sechs bis sieben großen Atomkraft- oder Kohlekraftwerken.
Sie lieferten im vergangenen Jahr rund 19 Terawattstunden Strom. In diesem Jahr ist abermals mit einem kräftigen Plus der Produktion zu rechnen; allein im ersten Quartal war es ein Drittel. Damit dürfte im laufenden Jahr fast ein Fünftel des gesamten deutschen Windstroms auf See erzeugt werden. Die Windparks liefern zuverlässig, und die Leistung ist gut vorhersehbar; an 363 Tagen drehen sich die Rotoren und erreichen rechnerisch 4500 Volllast-Stunden. Das sind fast doppelt so viele wie Windkraftwerke an Land.
Die Windparks und die einzelnen Windkraftwerke werden nicht nur immer leistungsfähiger und größer, sondern auch immer wirtschaftlicher. Alpha Ventus startete mit zwölf Fünf-Megawatt-Anlagen, heute sind Windkraftwerke mit acht Megawatt am Markt und zehn Megawatt in Sichtweite. Der Windpark Arkona besteht aus 60 Windrädern mit 6,4 Megawatt Leistung, also 384 Megawatt insgesamt.
Zudem können die Windkraftwerke auf dem Meer den Strom auch immer kostengünstiger produzieren. Die sogenannten Gestehungskosten halbierten sich von 10 bis 15 Cent auf 5 bis 9 Cent je Kilowattstunde, je nach Anlage. Damit ist Windstrom aus der Nord- und Ostsee wettbewerbsfähig zu anderen Energieträgern. Das ist gut für die Stromkunden, die den Aufbau der Branche mit Milliardenbeträgen finanziert haben. Die ersten Anlagen ohne Förderung nach dem EEG-Gesetz haben schon einen Zuschlag bekommen. Sie finanzieren sich allein über den Markt.
Umso weniger kann die Branche verstehen, warum die Politik ihr Fesseln anlegt. «Die Ausbauziele für das Jahr 2030 müssen von 15 auf 20 Gigawatt heraufgesetzt werden und auf 30 Gigawatt für 2035», fordert Andreas Wagner von der Stiftung Offshore-Windenergie. Anders sei das Ziel der Bundesregierung nicht zu erreichen, bis 2030 rund 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Die Stiftung sieht ein Potenzial für die Offshore-Windenergie von 57 Gigawatt bis 2050. Das wären dann ungefähr 5000 Windkraftwerke.
Naturschützern wird bei solchen Plänen angst und bange. «Das wäre keine grüne Energiewende mehr», sagt Kim Detloff, Meeresexperte beim Naturschutzbund Nabu. Er sieht Fehler der Entwicklung der Offshore-Windenergie, die sich nicht wiederholen sollten, zum Beispiel beim Schutz von Vogelrouten und Rastgebieten oder der empfindlichen Schweinswale.
Detloff plädiert für einen intensiven Dialog zwischen allen Beteiligten, eine Analyse der ökologischen Tragfähigkeit von Nord- und Ostsee und eine gesellschaftliche Verständigung über die Prioritäten bei der vielfältigen Meeresnutzung. Die Politik diskutiere das Thema oft sektoral unter einem technologischen und wirtschaftlichen Blickwinkel. Doch das gehe an der Realität des Natur- und Artenschutzes vorbei. «Es geht Nord- und Ostsee nicht gut», sagte der Naturschützer. «Die Grenzen der Belastbarkeit müssen bei der weiteren Planung eine wichtige Rolle spielen.»
Michael Ilgner Der zweite Preisschock – Netze werden Kostentreiber der Energiewende
Berlin: Die Stromverbraucher müssen 2019 für die Nutzung der Stromnetze voraussichtlich deutlich mehr zahlen als im Vorjahr. Das belegen Berechnungen des Thinktanks „Agora Energiewende“, die dem Handelsblatt vorliegen. Die von den Regulierungsbehörden genehmigten Erlöse für die Netzbetreiber summieren sich demnach in diesem Jahr auf 24 Milliarden Euro.
Hinzu kommen laut Agora voraussichtlich 1,5 bis zwei Milliarden Euro, die aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen nicht mehr den Netzentgelten zugeordnet, sondern als neue Umlage abgerechnet werden. In Summe steigen die bisher als Netzkosten bezeichneten Kosten damit laut Agora voraussichtlich um sechs bis acht Prozent.
Die Netzentgelte für Haushaltskunden beliefen sich 2018 bereits auf 7,17 Cent je Kilowattstunde. Zum Vergleich: Die Umlage für die Förderung der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen betrug im vergangenen Jahr 6,79 Cent je Kilowattstunde Strom. In diesem Jahr sind es 6,41 Cent. Die Förderung der Stromproduktion über die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat 2018 rund 27 Milliarden Euro gekostet.
EEG-Umlage und Netzentgelte summieren sich somit auf Beträge von über 50 Milliarden Euro. Einer der Gründe für steigende Netzentgelte sind massive Investitionen in den Netzausbau zur Integration der erneuerbaren Energien ins Netz.
„Die Netzentgelte mögen auf den Preisblättern der Netzbetreiber stagnieren, die Netzkosten für die Verbraucher steigen 2019 trotzdem, zum Teil sogar erheblich – teilweise kaschiert in den Umlagen“, heißt es in dem Agora-Papier.
Die Autoren spielen damit auf das Netzentgeltmodernisierungsgesetz an, das seit 2019 gilt. Eines der Ziele des Gesetzes war es, die Netzkosten zu begrenzen. Darum wurden bestimmte Kosten aus den Netzentgelten herausgelöst und in eine neue Umlage überführt. Diese Kosten werden aber nach wie vor von den Stromkunden bezahlt – „de facto kein großer Unterschied“, wie es in dem Agora-Papier heißt.
Netzentgelte, EEG-Umlage und weitere Umlagen und Abgaben addieren sich in Deutschland für Privatverbraucher zu Strompreisen von rund 30 Cent je Kilowattstunde. Das sind die höchsten Strompreise in Europa. Die reine Stromproduktion macht davon nur einen Bruchteil aus: Eine Kilowattstunde ist im Großhandel für weniger als fünf Cent zu haben.
„Die absehbar weiter steigenden und zudem regional unterschiedlich hohen Netzentgelte werden zunehmend zu einer Belastungsprobe für Unternehmen, vor allem in energieintensiven Branchen“, sagte Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK, dem Handelsblatt.
Agora fordert eine Reform der Entgelte. „Das Herumdoktern an einzelnen Elementen der Netzentgelte ist nicht zielführend“, heißt es in dem Agora-Papier. Der Thinktank kritisiert seit langem, die Zusammensetzung der Netzentgelte sei intransparent.
Viele Ausnahmetatbestände müssten überprüft werden. Die Reduzierung der Entgelte bei hohen Vollbenutzungsstunden sei nicht gerechtfertigt. Stattdessen müsse die von der Netzsituation abhängige Nutzung honoriert werden. Pauschale Grundpreise bei Kleinverbrauchern müssten niedrig gehalten werden, rät Agora.

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