NLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen ProgrammierensNLP - Die Welt des Neuro-Linguistischen Programmierens

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Ralf Dannemeyer
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NLP ist Potenzialentfaltung & Veränderung. Hier wird darüber diskutiert und informiert. Interessante Beiträge, Diskussionen und Impulse sind willkommen. Werbung? Nur auf unserem "Marktplatz"!

++ FAZ-Artikel über Arbeitsblockade ++

Arbeitnehmer, die sich angesichts der Covid-19-Pandemie stärker mit der eigenen Sterblichkeit auseinandersetzen, engagieren sich weniger bei der Arbeit. Das behauptet eine chinesische Studie im "Journal of Applied Psychology" auf der Grundlage von Daten aus China und den Vereinigten Staaten, die in einer Tagebuchstudie und zwei kontrollierten Experimenten gesammelt wurden. Grund sei der Aufbau von Angstgefühlen. Diese können aber, der Studie gemäß, durch verantwortungsbewusste Führungskräfte abgebaut werden.

++ FAZ-Artikel Ende ++

Jenseits der Corona-Thematik treffen wir auch in der einen oder anderen (agilen) Transformation, toxisch angereichert mit Restrukturierung, auf Angstgefühle/-zustände. Der für die Angstentstehung und das Furchtgedächtnis bedeutendste Hirnbereich ist die Amygdala. Führungskräfte (Leader, ..., Coaches) sollten hier die passende Pinzette im "Werkzeugkasten" haben.🍀

Technisch-organisatorisches Neuland für alle Beteiligten: Zum ersten Mal in seiner Geschichte führt der Deutsche Verband für Neuro-Linguistisches Programmieren (DVNLP) seine Mitgliederversammlung online durch.

Großorganisationen wie politische Parteien, Unternehmen oder auch Messeveranstalter nutzen die Technologien für Online-Konferenzen mit hunderten oder gar tausenden von Teilnehmer*innen spätestens seit den Anfängen der Corona-Pandemie. Doch stehen dahinter in der Regel ein ausgefeiltes Management, eine Berater-Gruppe oder eine eigene IT-Abteilung mit großzügig bemessenen Geldressourcen. Der DVNLP realisiert dies mit den begrenzten Mitteln einer gemeinnützigen Organisation.

Während der Mitgliederversammlung werden der neue Vorstand, die Mitglieder der Gremien und Delegierte zu externen Organisationen (z. B. Dachverband der Weiterbildungsorganisationen, DVWO, oder European Association of NLP, EANLP) gewählt. Auch Berichte und Diskussionen stehen auf der Tagesordnung. Mit Spannung beobachten alle Beteiligten, wie das funktioniert – zumal insbesondere die Wahlen satzungsgemäß, also rechtlich einwandfrei, durchgeführt werden müssen.

Aus den Erfahrungen dieser Mitgliederversammlung ergeben sich mit Sicherheit Impulse für die technische Umsetzung von Großkonferenzen oder Willensbildungsprozessen in ehrenamtlich organisierten Verbänden, aber auch Anregungen für die onlinebasierte Durchführung von Seminaren, Trainings, Mediations- und Coachingprozessen.

Die Mitgliederversammlung ist das höchste Beschlussorgan des DVNLP, der Souverän des Verbandes. Für die Mitglieder ist die Online-Durchführung Verzicht und Gewinn zugleich: Einerseits entfällt das gewohnte jährliche „Familientreffen“, die Tuchfühlung, der Erfahrungsaustausch, das Networking am Rande der Veranstaltung. Andererseits entfällt der finanzielle und zeitliche Aufwand für die Anreise. Deshalb hofft der DVNLP-Vorstand, dass diesmal auch jene Mitglieder das Verbandsgeschehen mit gestalten, die sonst nicht so gern zur Mitgliedersammlung anreisen – denn diesmal bleiben alle einfach zu Hause und wählen am Bildschirm.

John Lennon wäre heute, den 9. Oktober 2020, 80 Jahre alt geworden. Man könnte viel über die Musiker-Legende berichten; die Zeitungen, Radio- und Fernsehanstalten tun dies heute auch. Ich möchte nur einen Aspekt herausgreifen: Wie John Lennon uns auf musikalische Art eine NLP-Methodik erklärt. Er besingt in "Watching the Wheel", wie er begrenzende Glaubenssätze transformiert. Besser kann das kein NLP-Trainer der Welt demonstrieren …

Um es vorweg aufzuklären: Ich weiß nicht, ob John das Neurolinguistische Programmieren kannte. Möglich wäre es, da der Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens und die Entstehung des NLP sich auf der Timeline direkt berühren. Vielleicht ist es auch nur ein Zufall …

John Lennon, in seiner Kindheit mehrfach vernachlässigt oder psychisch missbraucht und entsprechend traumatisiert, betritt die Welt der Erwachsenen voller Vorurteile, oder, in NLP ausgedrückt: voller begrenzender, geradezu toxischer Glaubenssätze. Ihm wird Frauenfeinlichkeit, Gewaltbereitschaft und Homophobie nachgesagt. Doch das ändert sich mit der Zeit unter dem Einfluss seiner Band und der weltweit friedensbewegten und liebesorientierten Aufbruchstimmung der 1960er / 70er Jahre (Flower Power, Woodstock …). John transformiert seine toxische Männlichkeit. Und er thematisiert seinen inneren Konflikt in seinen Liedern. Spätestens nach der Begegnung mit Yoko Ono versteht er sich als Aktivist für gleichwertige Beziehungen, Frieden und eine bunte, tolerante Welt.

John Lennon, der Mistkerl – John Lennon, der weise Mann. Dazwischen liegt ein Transformationsprozess. John erkennt, dass seine – jetzt wieder in NLP ausgedrückt – „Landkarte“ von anderen beschrieben wurde, noch ehe er Gelegenheit hatte, sein Leben selbst zu gestalten. Dass sein Modell der Welt nur die Reproduktion seiner Eltern und seiner Tante Mimi ist, die den kleinen John psychisch missbrauchte (näheres: John Lennon und die zerstörte Legende von „Tante Mimi“, Klebel, Thomas im Hamburger Abendblatt vom 28.01.2007; online verfügbar hier: https://www.abendblatt.de/vermischtes/article107201095/John-Lennon-die-zerstoerte-Legende-von-Tante-Mimi.html ).

In dieser Zeit entsteht der Song, der meiner Meinung nach den typischen – oder sagen wir: den nachhaltigen - NLP-Umgang mit begrenzenden Glaubenssätzen erklärt: „Whatching the Wheel“. Wenn Du magst, höre ihn Dir jetzt hier an: https://www.youtube.com/watch?v=uVXR2LYeFBI

Für alle, die den Text vielleicht nicht so gut verstehen, hier die Übersetzung:

Die Leute sagen ich bin verrückt,

das zu tun, was ich tue.

Na ja, sie warnen mich, um mich vor dem Ruin zu bewahren.

Wenn ich sage, ich bin OK, dann schauen sie mich ganz komisch an.

Natürlich ist man nicht glücklich, jetzt, wo man nicht mehr länger mitspielt. ...

Ich sitze bloß hier und schaue zu, wie sich die Räder drehen

Ich liebe es wirklich, sie rollen zu sehen

Fahre nicht mehr auf dem Karussell (mehrdeutig: merry-go-round heißt auch Endlosschleife)

Ich musste mich einfach davon losreißen.

Ich liebe es wirklich, sie rollen zu sehen

Fahre nicht mehr auf dem Karussell.

Ich musste gehen ... (ich musste mich losreißen).

Praktische Anwendung gefällig? Bitte sehr: Wenn du aus dem Karussell der begrenzenden Glaubenssätze aussteigen willst, probiere dies:

Schau deine Glaubenssätze einmal an. Nimm dir einen heraus, der dich in deinem Leben in besonderer Weise begrenzt, und schreibe ihn auf. Dann steige aus Deinem Glaubenssatz-Karussell aus und schau, wie das „merry-go-round“ in Dir funktioniert:

• Ist dieser Glaubenssatz „fremdgeprägt“ (wir sagen an unserem Institut: MitGIFT) oder ist er wirklich dein eigener?

• Ist er wahr?

• Woher weißt du, dass er wahr ist? Wie kannst du das sicher wissen?

• Was löst diese Überzeugung, dass der Glaubenssatz wahr sei, in dir aus? Wie beeinflusst er deine Wahlmöglichkeiten im Handeln und in deinen Emotionen?

• Könnte es einen Grund geben, diesen Glaubenssatz loszulassen? (Niemand verlangt, dass du ihn loslässt, das entscheidest allein du! Du sollst nur die Möglichkeit und die Folgen erwägen.)

• Gibt es einen Grund, an diesem Glaubenssatz festzuhalten?

• Welche der beiden Möglichkeiten – loslassen oder festhalten – macht Stress, welche nicht?

• Wie wäre das Leben anders ohne diese Überzeugung?

Vielen Dank! „whatching the wheel“ wird mich nun durch den Tag begleiten! 😉
Ja das loslassen und weniger tun begegnet uns überall. Gestern sagte in besonderer Lehrer (Jacob Liberman) von mir in einem Interview. Auch bei der Klimakrise haben wir festgestellt, wir müssen nichts tun, wir müssen nur Dinge sein lassen. Wie war die Luft so frisch und Tiere haben sich Naturräume zurückerobert während dem Shutdown.
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Soll hier jetzt eine Diskussion angestoßen werden? Oder was? Vielleicht gibts ja noch ein klein wenig Hintergrundinfos?
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In zwei Beiträgen der jüngeren Vergangenheit ging es ums Modelling. Hier ein praktischer Beitrag dazu:

Wer an Steve Jobs denkt, erkennt in seinen Präsentationen vor großem Publikum sehr viele NLP Elemente. Der 2011 verstorbene Apple-Gründer beherrschte die Kunst des Rapports zu Massen von Zuschauern perfekt.

Wenn er die Bühne betrat, dann eroberte er sein Publikum im Nu. Er nahm jeden Zuschauer, egal ob vor dem Bildschirm oder im Saal, für sich ein. Was genau tat er da?

Der „Business Insider“ (https://www.businessinsider.de/karriere/arbeitsleben/apple-chef-steve-jobs-achtete-auf-augenkontakt-wenn-er-sprach-r/?xing_share=news) gibt die Meinung eines Jobs-Vertrauten wider, der dessen rhetorisches Erfolgsrezept beschreibt. Danach war es Steve Jobs’ Art, den Menschen in die Augen zu sehen.

Wie das bei Hunderten oder gar Tausenden Zuschauern

einer Apple-Präsentation? Steve Jobs soll um sich ein Feld als „eine Aura des Charismas, des Selbstbewusstseins und der Überzeugung, der Menschen rundherum nicht entfliehen können, wenn sie mit diesem Menschen Angesicht zu Angesicht interagieren.“

Was hier beschrieben wird, lernen NLP-Anwender*innen in einer guten Practitioner-Ausbildung oder in einem NLP-Rhetorik-Seminar: Steve Jobs agierte aus einem selbst kreierten „Feld“, welches wir einen Circle of Excellence nennen. Dieses verankert und ausstrahlend, nahm er Rapport zu den Massen seiner Zuhörer auf.

Wie diese Art von Rapport funktioniert, beschreiben wir im Kapitel „Rapport für Meister*innen“ unter der Überschrift „Blickkontakt zu vielen Menschen - wie geht das?“ im „NLP Master-Lehrbuch“ (Junfermann-Verlag, Seite 349 ff.). Hier führen wir in die Technik des Pacens großer Gruppen ein - im Grunde: Was Steve Jobs machte, wenn er vor vielen Menschen eine Apple-Neuheit vorstellte.

Petra & Ralf Dannemeyer, NLP Master-Lehrbuch, Junfermann-Verlag, 2018: https://www.nlp-perspektiven.de/literatur-aus-unserem-institut/

NLP - Was ist das?

Neurolinguistisches Programmieren (NLP) ist ein Forschungsfeld aus dem Bereich der Verhaltens- und Kognitionswissenschaften. Gegenstand ist das Studium subjektiven Erlebens und dessen Veränderbarkeit. Die Methodik dient der Verbesserung der Kommunikation und der persönlichen Entfaltung. Sie ermöglicht es, Ziele zu kreieren, sich selbst und andere besser zu verstehen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und Verhalten zu ändern.

Das war die Kurzform für den eiligen, an einem kurzen Überblick interessierten Leser. Wenn Sie mehr Details möchten, lesen Sie bitte weiter.

***
Die Menschen wenden viel mehr Zeit dafür auf,
zu lernen, wie man eine Küchenmaschine bedient,
als sich beizubringen, wie sie ihr Gehirn
benutzen können. Es wird generell nicht viel Wert
darauf gelegt, den eigenen Geist in einer
anderen als der gewohnten Weise zu verwenden.
(Richard Bandler, Veränderung des subjektiven Erlebens, S. 21)

***

Neurolinguistisches Programmieren zielt darauf ab, den Menschen zu befähigen, das Gehirn effektiv und zu seinem Wohle zu nutzen. Das ist das Wesen des NLP. Es weckt jenes ungewohnte Denken, das Voraussetzung für essentielle Veränderungen ist. NLP ist ein Forschungsfeld aus dem Bereich der Verhaltens- und Kognitionswissenschaften.

Eingeflossen sind Ansätze, Modelle und Methoden der Sprachwissenschaften, der modernen Systemtheorie, der Psychologie, der Psychotherapie und der Neurobiologie. Gegenstand des NLP ist das Studium subjektiven Erlebens und dessen Veränderbarkeit.

Die Handlungsmodelle des NLP dienen einer Verbesserung der Kommunikation und der persönlichen Entfaltung. Sie ermöglichen es, Ziele zu kreieren, sich selbst und andere besser zu verstehen, belastende Erfahrungen zu verarbeiten und Verhalten zu ändern.

Dazu beschreibt NLP, wie Menschen

„„⇨ sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen,
⇨ diese Informationen auf ihre eigene Weise verarbeiten,
„„⇨ auf dieser Grundlage fühlen, denken und handeln,
„„⇨ entsprechend miteinander (verbal und nonverbal) kommunizieren,
„„⇨lernen und
„„⇨ sich verändern.

NLP basiert auf einem konstruktivistischen Modell. Danach kann der Mensch die Realität nicht vollständig erkennen oder beschreiben. Wie wir Interaktionen, Ereignisse oder unser Selbst subjektiv erfahren, ist vom Beobachter – von uns selbst! – abhängig. Wir wählen auf eine höchst individuelle Weise aus, worauf wir unseren Fokus richten und welche Erfahrung wir auf welche Weise bewerten.

Aus der Bewertung von Erfahrungen resultiert unser Bild der Welt und damit unsere Annahmen darüber, was richtig und was falsch, was gut und was schlecht, was möglich und was unmöglich sei – und damit unsere Emotionen. Diese beruhen also nicht auf der Realität, sondern auf einer individuellen Konstruktion der Realität. Daraus folgt denklogisch, dass sie veränderbar sind. Die Frage, wie genau dies geschieht, beantwortet NLP mit einer ausgefeilten Methodik.

Was die Buchstaben bedeuten

N für Neuro bezieht sich auf das Gehirn, das alle neuronalen Prozesse (Denken, Fühlen, Handeln usw.) steuert und damit sozusagen die biologische Basis für unsere Individualität, unser Bewusstsein und unsere geistigen Vorgänge bildet: Wahrnehmen, Handeln, Lernen, Erinnern. Die Wahrnehmung wird durch das Nervensystem und die Sinne – Sehen, Hören, Fühlen, Riechen, Schmecken, Gleichgewichtssinn – gefiltert.

L für Linguistik bedeutet, dass wir hauptsächlich mittels der Sprache unser Erleben intern speichern bzw. nach außen mitteilen können. Dabei wird im NLP die nonverbale Kommunikation ebenso einbezogen wie der sogenannte „innere Dialog“, also die Art und Weise, wie wir mit uns selbst kommunizieren. Über die Sprache bauen wir uns eine Landkarte der Wirklichkeit. Diese kann uns nützen oder uns begrenzen. Über die Sprache sind wir in der Lage, Vorgänge in unserem Gehirn und auch bei anderen Menschen zu beeinflussen.

P für Programmieren steht einerseits für die Vernetzung der mehr als 100 Milliarden Nervenzellen in unserem Gehirn, die uns die Wahrnehmung unserer Umwelt ermöglichen und unsere Aufmerksamkeit, Handlungen und Emotionen steuern – also für unsere „Programme“. Und andererseits steht das P für unsere Fähigkeit, diese neuronalen Netzwerke zu beeinflussen und damit Gefühle, Verhalten, Generalisierungen über das Leben (unsere sogenannten Glaubenssätze) und unsere Strategien so zu verändern, dass sie uns nützlich sind.

Und nun: Viel Spaß und viele guten Impulse für Dein / für Ihr eigenes Leben im Forum: Die Welt des Neurolinguistischen Programmierens!