NWB Community – die XING-Gruppe von NWB für Steuer- und Rechnungswesen-ProfisNWB Community – die XING-Gruppe von NWB für Steuer- und Rechnungswesen-Profis

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Reiner Crede
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Zum fachlichen Austausch für Steuer- und Rewe-Profis und die, die es werden wollen. Vernetzen. Austauschen. Schlau machen.

Der hier dargestellten Auffassung die Fristverlängerung zur ESt 2019 sei hinsichtlich Finanzierungen kontraproduktiv ist völlig falsch. Die Fristverlängerung würde alle Mandate betreffen, d.h. auch die Einkommensteuer des Rentnerehepaars als auch umfassende ESt-Erklärungen mit umfangreichen Anlagen V oder Kapitalerträgen. Diese Erklärungen führen regelmäßig zu kleinen bis größeren ESt-Abschlusszahlungen. Dem Verfasser des Beitrags, auf den ich mich hier beziehen möchte, scheint vollkommen die Neuregelung zum Verspätungszuschlag entgangen zu sein. Um diesen Haftungsanspruch geht es uns Steuerberatern. Die Möglichkeit die v.g. nichtunternehmerischen Steuererklärungen schieben zu können, schafft erst den Spielraum, den wir aufgrund der Corona-Hilfen benötigen, um eine Reihenfolge der Abarbeit zu ermöglichen. Mal davon abgesehen, dass Mandate, die Publikationspflichten haben, bis Ende des Jahres zu erledigen sind. Wir Steuerberater sind alle bemüht, hören uns auch noch die Sorgen unsere Mandanten mit an. Ein Banker hat damit wenig bis nichts zu tun. Bearbeutungsanweisungen brauchen wir aktuell nun wirklich nicht!

Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Der vorherige Beitrag hat bei mir nur Kopfschütteln ausgelöst. Ich glaube das war die praxisfremde Sicht von außen auf die Angelegenheit der Steuerberater. Und außerdem können wir ja froh sein, dass uns Corona zusätzliche Einnahmen (von gebeutelten Mandanten) verschafft hat. Juhu. Und das bisschen Novemberhilfe, Dezemberhilfe, Neustarthilfe und Überbrückungsgeld III schaffen wir auch noch im vorübergehen.

Hallo Community,

ich habe einen besonderen Fall:

Mandantin ist Musikerin (freiberuflich). Die Einkünfte daraus sind schwankend. Gleichzeitig übt sie eine Lehrtätigkeit an einer Musikhochschule aus. Die Einkünfte hieraus sind nichtselbständiger Art.

Im Jahr 2019 überwiegen die Einkünfte aus der Lehrtätigkeit (60% aller Einkünfte).

Somit fällt die Mandantin, bei einfacher Betrachtung der Fördervoraussetzung, aus dem Bereich der Solo-Selbständigkeit heraus und wäre nicht antragsberechtigt.

Das ist natürlich sehr bitter, da die Mandantin finanziell unter dem quasi Auftrittsverbot große Einbußen hat.

Könnte man nicht die Verhältnismäßigkeit der Einkünfte in anderer Form definieren. Zum Beispiel durch die aufgewendete Arbeitszeit? Die ist bei der Musikertätigkeit wesentlich höher.

Oder, dass man nur das Verhältnis im November 2019 betrachtet? Hier waren die Musikeinnahmen höher als das Gehalt.

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Das Handelsblatt berichtet heute, dass der Steuerberaterverband von der Politik fordert, die Frist für die Abgabe der ESt-Erklärung 2019 von Ende Februar 2021 um weitere sechs Monate zu verlängern. Begründung: Aus- und Überlastung der Steuerberatungskanzleien mit der Beratung der Mandanten zu Corona und Coronahilfen-Anträgen.

Das mag aus der Innensicht der Kanzleien verständlich sein. Wobei nicht vergessen werden sollte: Hier kommen zusätzliche Beratungsumsätze zusammen und es gibt ideale Ansatzpunkte für weitere betriebswirtschaftliche Beratungen. Aber auch das ist Innensicht.

Und die Außensicht - seitens der Mandanten? Die ist eine vollkommen andere - zumindest dann, wenn diese als Unternehmen auf Kredite angewiesen sind. Und das gilt für bestehende wie zusätzliche Kredite. Denn Verlängerungs- und Neukredit-Entscheidungen wollen Kreditgeber auf aussagefähige und aktuelle Zahlen aufbauen. Und diese liefern einmal bei den meisten kleinen und mittleren Unternehmen nun einmal nur die Jahresabschlüsse. Viele Unternehmen haben das bereits bei Anträgen zum KfW-Corona-Schnellkredit gemerkt: Viele Institute haben Anträge nur mit Jahresabschluss 2019 entgegen genommen - weil sie anders die Grundvoraussetzung "Gewinn" nicht prüfen konnten.

Das bedeutet: Unternehmen müssen für ihre Kreditgespräche in den kommenden Monaten den Jahresabschluss 2019 unbedingt vorliegen haben - und am besten auch direkt den Jahresabschluss 2020.

Das bedeutet für Steuerberatungskanzleien: Es gilt jetzt zu priorisieren, wenn die Kapazitäten nicht für alle noch ausstehenden Jahresabschlüsse 2019 ausreichen. Und gleichzeitig gilt es zu priorisieren für die JA-Erstellung 2020: Welche Mandanten haben direkt Anfang 2021 Kreditgespräche zu führen.

Mehr dazu finden Sie auf www.jahresabschluss-2020.cd-sander.de und in einem Beitrag, der in der Ausgabe 12-2012 von "NWB Betriebswirtschaftliche Beratung" erscheinen wird - der Link zur kostenpflichtigen Online-Version: http://datenbank.nwb.de/start/showdoi/?doi=IAAAH-63967&date=&sig=GFCHkSmkNTwOPB9xJsEWxu2vdvfgYiCcv9MvZx7kqjduzAK1Yv854ltI3ZLlzu4k4F6h6dKjAFQjSFERTZasJh&starter=autoren

Mit kollegialen Grüßen aus der betriebswirtschaftlichen Perspektive

Carl-Dietrich Sander

P.S. Und aus dieser Perspektive ist schon die seinerzeitige Fristverlängerung für die ESt-Erklärung von Ende Dezember Folgejahr auf Ende Februar Folge-Folgejahr vollkommen unverständlich!

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Ihr unternehmerischer Wille in allen Ehren. Ich glaube mit Verlaub, dass Ihre Worte völlig an der Realität vorbei gehen. Heute habe ich bezogen auf Kreditgespräche dem netten Bankberater ehrlich gesagt, dass er auf aktuelle Jahresabschlüsse warten muss. Grund:der Mandant braucht zwar eine Finanzierung, aber das letzte was ein Unternehmer mit einem geschlossenen Betrieb jetzt braucht, sind seine Steuererklärungen. Antwort Bank: = vollkommen nachvollziehbar. Dann kommt der zweite Punkt aus Innensicht, da ich auch die Seite des Finanzamtes heute gehört habe: dass die Finanzämter gar nicht hinterher kommen mit der Arbeit. Vielleicht haben Sie etwas davon gehört, aber alle haben derzeit andere Sorgen als eine Fristverlängerung, die notwenige Luft verschafft. Es gibt Verhandlungen, die man von Mensch zu Mensch führen kann ohne ständig an "Fertigen Leistungen"zu klammern. Vor dem Hintergrund halte ich es für sehr befremdlich was Sie schildern..denn es ist absolut gerade im Winter 2020 nicht machbar und nicht einforderbar. Der Mandant ist ein Mensch und keine Maschine. Wir haben die Aufgabe den Mandanten Sicherheit zu vermitteln und nicht zusätzlich derartigen Druck zu machen. Mein Tipp. Bank anrufen Reden Erläutern Gemeinsam klären Dafür braucht man nur Mensch sein.

Frage an die Experten-Runde bzw. Expertinnenrunde:

Mein Mandant vermittelt Kundenanfragen für Kreditgeber.

Die werden dann weiterverarbeitet und - sofern - ein Kredit von der Bank ausgezahlt wird, erhält der Partner, an den der Mandant die Kreditanfragen vermittelt, eine 'steuerfreie' Provision von der Bank.

Von dieser Provision erhält der Mandant 50%.

D.h. er bekommt eine Provision von der Provision für die steuerfreie Vermittlungsleistung.

M.E. liegt kein Befreiungstatbestand nach § 4 Nr.8 UStG vor.

Wie würden Sie das sehen?

Herzlichen Dank.

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Danke Herr Müller.

Liebe Kollegen,

ich versuche nun schon seit 3 Tagen mich als Berater anzumelden um für meine Mandanten Anträge auf Überbrückungshilfe stellen zu können.

Leider hakt es an der Mehrfachauthentifizierung. Hat vielleicht einer der Kollegen einen hilfreichen Tip. Leider ist die techn. Hotline nicht in der Lage das zu lösen.

Folgendes Problem taucht auf: Nachdem ich mich angemeldet habe und ich den QR Code mit Hilfe der FREEOTP App gescannt habe, gebe ich den 6-stelligen Code ein.

Die Fehlermeldung, die dann erscheint lautet "ungültiger One-Time Code".

Lt. techn. Hotline habe ich hier etwas falsch gemacht und ich muss ein Fax an das BMWI senden, mit der Bitte meinen QR-Code zurücksetzen zu lassen. Dies dauert 24 Stunden!!!!. Nachdem ich das nun bereits einmal erledigt habe, wurde mir telefonisch mitgeteilt, dass noch gar kein QR-Code existieren würde und ich mich nun registrieren könnte. Gleiches Szenario wie gestern. Gleiche Fehlermeldung. Wieder Fax und jetzt 24 Std. warten.

VIelleicht kann mir jemand aus dem Kollegenkreis einen Tip geben, wo es klemmen könnte? Ich bin mit meinem Latein am Ende.

Viele Grüße

A. Johannmeier

Danke für die PN. Da keine der Smartphone Apps funktionierte, habe ich das über die authy-app für Desktop versucht und konnte mich tatsächlich anmelden. Nun fehlt nur noch der PIN-Brief per Post. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen kollegen bei ähnlichen Problemen.
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