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Ökologisch, Demokratisch, Positiv und fair

Postwachstumsökonomie, Umweltschutz, Demokratie ohne Lobbyismus, Familienpolitik, gesunder Ernährung, Tierschutz....

Kerstin Albers-Joram Energ(et)ische Grüße aus dem Norden – Wie die Energiewende durch regionale Tatkraft gelingt_05. – 07.09.2016_Exkursion_Veranstaltungshinweis
Liebe Gruppenmitglieder,
sehr herzlich möchte ich Sie auf auf unsere Exkursion hinweisen und dazu einladen.
Unter dem „Titel Energ(et)ische Grüße aus dem Norden – Wie die Energiewende durch regionale Tatkraft gelingt“ erfahren wir mehr über erneuerbare Energien, Fortschritte und Hindernisse bei der Energiewende und ihren Zielen. Betriebsbesuche und Gespräche mit Expertinnen und Experten stehen bei uns „ ganz oben auf der Agenda“.
Unsere Studienfahrt führt uns nach Angeln und zur Artefact GGmbH in Glücksburg. Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung genießt für seinen unermüdlichen Einsatz für die Nutzung regenerativer Energien und für eine ökologische Lebensweise große Anerkennung im In- und Ausland. Von dort starten wir zu Betriebsbesuchen und mehr.
Die Fahrt kann für Beschäftigte in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Hamburg auch als Bildungsurlaub genutzt werden.
Die Fahrt als Kurzinfo:
Termin: 05. – 07.09.2016
Unterkunft: in 1- und 2-Bettzimmern im
Zentrum für nachhaltige Entwicklung ARTEFACT gGmbH, Glücksburg
Mehr Informationen erfahren Sie auf unser Website unter:
http://www.kda.nordkirche.de/index.php/arbeitsfelder/arbeit-und-beruf/435-bildungsfahrt-mit-kda.html
herzliche Grüße
Kerstin Albers-Joram
Mike Helm Viele neue Gedanken - ein weiterer Versuch sie zu ordnen
Angenommen, heute Abend klingelt es an Ihrer Tür, davor steht ein scheinbar obdachloser Mann, der sich ängstlich umschaut und Ihnen erzählt, dass er von rechten Schlägern verfolgt wird. Deshalb bittet er Sie, die Nacht in Ihrem Haus verbringen zu dürfen. Was denken Sie? Und was tun Sie?
Angenommen, der IS hält Einzug in Deutschland und überzieht das Land mit Terror, Tod und Zerstörung. Da Sie nicht bereit sind, zum Islam zu konvertieren, ist ihr Leben wie das Ihrer Familie in akuter Gefahr. Welche Vorgehensweise beschließen Sie im Familienrat, um Ihre Kinder und sich selbst in Sicherheit zu bringen?
In vielen, teilweise hoch interessanten Diskussionen wird über die Zahl der noch zu erwartenden Flüchtlinge spekuliert. Konservativ geschätzt kommen bis 2020 bis zu zehn Millionen Menschen in unser Land. Warum setzt diese Zahl niemand in Relation zu unserer heutigen Bevölkerungszahl? In weniger als zehn Jahren wird diese um voraussichtlich mehr als zehn Prozent steigen. Stellen Sie sich hundert Menschen in einer Reihe vor. Zehn davon sind Neubürger.
Am Mittwochabend bei Anne Will erläuterte Herr Ramsauer die Rückkehr zu den Bedingungen der Genfer Flüchtlingskonvention mit der praktischen Folge, dass der Familiennachzug stark beschränkt wird. Daraufhin warf ihm die Grünen-Vorsitzende, Frau Peter, vor, mit diesen Äußerungen Öl ins Feuer der Pegida und AfD zu gießen. Mich hat gewundert, dass er diesen Vorwurf nicht zurückgegeben hat. Die völlig undifferenzierte Sichtweise von Frau Peter weckt in mir viel stärker das Gefühl, den selbsternannten Bewahrern des Abendlandes die "Heil Bachmann"-Rufer zuzutreiben. http://www.spiegel.de/kultur/tv/anne-will-zu-fluechtlingen-es-wird-wieder-mehr-tote-geben-a-1062370.html
Unter der Bezeichnung Asyl (lat. asylum aus griech. ἄσυλον zu ἄσυλος „unberaubt; sicher“ = ἀ- privativum + σῦλον „Raub“) versteht man
einen Zufluchtsort, eine Unterkunft, ein Obdach, eine Freistatt bzw. Freistätte oder eine Notschlafstelle (Nachtasyl);
den Schutz vor Gefahr und Verfolgung
die temporäre Aufnahme der Verfolgten
(Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Asyl)
Migration (von lateinisch migratio ‚(Aus-)Wanderung‘, ‚Umzug‘) steht für:
dauerhafter Wohnortwechsel von Menschen, siehe Auswanderung (Emigration), Einwanderung (Immigration), Binnenmigration, Multilokalität
(Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Migration)
Integration (die, von lat. integrare ‚erneuern, ergänzen, geistig auffrischen‘) steht für:
Soziologie und Wirtschaft:
Integration (Soziologie), allgemein Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen bisher ausgeschlossen (exkludiert) waren
(Quelle: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Integration)
Da wir diese Begriffe aktuell vielfach benutzen und hören, rufe ich mir deren Bedeutung gern immer wieder ins Gedächtnis, um sie nicht falsch zu gebrauchen.
Das in meiner Wahrnehmung am häufigsten gebrauchte dieser drei Wörter ist derzeit Integration. Das haben sich nicht die Flüchtlinge ausgesucht. Die Politik wählt ihre Wort jedoch mit Bedacht. Was wohl dahinter steckt, dass nicht von Asyl, sondern von Integration gesprochen wird?
In einem Punkt konnte ich mich einer persönlichen Wertung nicht vollends enthalten, habe aber sonst versucht, meine Gedanken unbewertet zu ordnen. Das finde ich schon deshalb wichtig, weil das Thema so vielschichtig und facettenreich ist, dass es unendliche viele Möglichkeiten für persönliche Meinungen gibt.
Von welcher Seite auch die Diskussionen geführt werden, sollten sie vor allem sachlich, begrifflich korrekt und in allererster Linie differenziert sein. Wie gut dies möglich ist, haben weniger die Politiker in der Runde bei Anne Will bewiesen, sondern der Journalist Constantin Schreiber, der in seiner frischen, kompetenten Art heraus stach.
Mike Helm
Gedanken aufzuschreiben, hilft dabei, sie zu ordnen. Dass nur wenige Stunden später eine gewaltige Druckwelle sie wieder in alle Richtungen verstreut, war nicht absehbar. Am schlimmsten empfinde ich die lähmende Ohnmacht, mit der man dem gegenüber steht, was jederzeit erwartet werden muss und doch immer aufs Neue bis ins Mark schockiert.
Die Mündungen qualmen noch, da wird die Frage gestellt, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Terror und dem Flüchtlingsthema gibt. Was für eine sinnlose Frage, wo doch beides den selben Ursprung hat. Und was bringt es, den Zusammenhang zu leugnen? Stehen wir dann moralisch einwandfrei da und können uns in unserer Willkommenskultur sonnen?
Immer wieder beschleicht mich das Gefühl, dass hinter gebetsmühlenartig beschworenen Willkommensgrüßen eine Doppelmoral steckt. Warum kommen mir Begriffe wie Zukunftssicherung des gesetzlichen Rentensystems, Pflegenotstand, Fachkräftemangel oder Alterspyramide in den Sinn, wenn die Völkerwanderung undifferenziert befürwortet wird bzw. wurde. Sind uns dann womöglich junge Männer noch ein wenig willkommener als deren Eltern, Frauen und Kinder?
Damit angesichts dieser provozierenden Frage nichts in die falsche Kehle rutscht, ergänze ich meine persönliche Ansicht, dass ausnahmslos jeder, der schutzbedürftig ist, für dessen Leib und Leben Gefahr besteht, Asyl verdient - uneingeschränkt und jederzeit.
Selbstverständlich ist der Flüchtlingsstrom eine geeignete Möglichkeit, Terroristen nach Europa zu schleusen. Ob es tatsächlich geschieht, wissen wir nicht. Doch wir sollten es wissen und so gut es geht verhindern!
Bekannt hingegen ist, welche jungen Männer sich insbesondere radikalisieren lassen, wer empfänglich ist, in den sogenannten Dschihad zu ziehen. Es sind vorwiegend Biografien mit abgebrochener Bildungslaufbahn, vaterlos aufgewachsene Söhne, die in Problembezirken der Großstädte aufwachsen, Jugendliche zumeist mit Migrationshistorie, die ausgegrenzt sind.
Wenn wir dem Terror langfristig begegnen wollen, dann müssen wir INTEGRATION nicht nur für Flüchtlinge organisieren, sondern mit gleichrangigem Stellenwert für alle Ausgegrenzten unserer Gesellschaft, und angesichts des aktuellen islamistischen Terrors dürfen Rechts- und Linksradikalismus nicht aus dem Blickfeld geraten. Ursachen und Antriebe liegen unabhängig von Religionen oder Weltanschauungen sehr eng beisammen.
Dabei kommt dem Staat zwar eine besondere Verantwortung zu, aber INTEGRATION liegt vor allem in der Verantwortung eines jeden Einzelnen und muss in jeder Zelle unserer Gesellschaft erfolgen. In den Familien, Kitas, Schulen, Sportvereinen, in der Erwerbstätigkeit, auf der Straße - nirgends darf Ausgrenzung akzeptiert werden.
Es ist ein Aufruf auch an mich selbst, Vorurteile abzulegen, Toleranz zu üben, Eitelkeiten zurückzustellen, ideellen Werten materiellen den Vorzug zu geben, Gleichgültigkeit zu bekämpfen, aufmerksam miteinander zu sein, Hilfebedürftigkeit zu erkennen und zu helfen.

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