ParkinsonParkinson

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Joachim Maurice Mielert

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Berlin, 28.10.2020 - 16.45 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten haben am Mittwoch harte Einschnitte für Bürger und Wirtschaft in der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Seit 13 Uhr sind Merkel und die Länderchefs per Videokonferenz zusammengeschaltet, um angesichts der deutlich steigenden Infektionszahlen über das weitere Vorgehen zu beraten. Am Mittwoch hatte das Robert Koch-Institut (RKI) mit fast 15.000 einen neuen Höchstwert bei den Infektionen gemeldet.

Klar ist: Die heute beschlossenen Lockdown-Maßnahmen sollen schon ab Montag, den 2. November, bis Ende des Monats gelten. Eine Entscheidung kündigte die Bundesregierung zu Beginn der Runde an: Finanzminister Olaf Scholz will die Betriebe, die durch den neuen Lockdown Geld verlieren, finanziell noch einmal extra unterstützen. Sieben bis zehn Milliarden Euro sind dafür vorgesehen.

Merkel hatte zuvor wiederholt deutlich gemacht, dass sie die bestehenden Maßnahmen für nicht ausreichend hält, die Corona-Lage könne außer Kontrolle geraten, den Intensivstationen der Kliniken drohe dann der Kollaps.

Wichtig ist bei allen Punkten: Die Beratungen der Länder mit der Kanzlerin setzen immer nur den Rahmen. Die konkreten Vorgaben werden auf Länderebene und regional durch entsprechende Verordnungen und Allgemeinverfügungen gemacht. In den bayerischen Landkreisen Rottal-Inn und Berchtesgadener Land ist das öffentliche Leben wegen der Infektionszahlen bereits praktisch wieder zum Stillstand gebracht worden.

Bund und Länder haben sich nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa darauf verständigt, eine „Gesundheitsnotlage“ für Deutschland auszurufen. Offen blieb zunächst, was das genau bedeutet. Zudem hieß es, die Gesundheitsnotlage sei erst dann beschlossen, wenn am Ende alle Einzelpunkte des geplanten Maßnahmenpakets beschlossen seien.

Außerdem soll der Bundestag nach Informationen des Online-Portals „Business Insider“ im Rahmen eines Entschließungsantrags Rückendeckung für die noch zu beschließenden Maßnahmen auf der Ministerpräsidentenkonferenz geben.

Mit diesem Antrag bringt der Bundestag seine Auffassung zu politischen Fragen zum Ausdruck. Er hat keine formalen Auswirkungen.

Damit reagieren die Regierungen aber auf die Forderung, das Parlament stärker an den Maßnahmen in der Pandemie zu beteiligen. Wie es heißt, könnte der Bundestag bereits am Donnerstag nach der geplanten Regierungserklärung von Merkel den Entschließungsantrag beschließen.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

In der Beschlussvorlage, die das Kanzleramt vor der Videoschalte an die Länder verschickte heißt es: „Trotz der Maßnahmen, die Bund und Länder vor zwei Wochen vereinbart haben, steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus (Sars-CoV-2) inzwischen in nahezu allen Regionen Deutschlands mit exponentieller Dynamik an.“

Merkel hatte am Samstag in ihrem Videopodcast noch einmal deutlich gemacht, für wie wichtig sie es hält, dass die Bundesbürger ihre sozialen Kontakte drastisch reduzieren. Wie mehrere Medien berichten, hat sich die Runde am Nachmittag auf darauf geeinigt. Demnach sollen sich ab Montag nur noch maximal zehn Personen aus zwei Hausständen im Freien treffen dürfen. Dies gelte verbindlich, Verstöße gegen diese Kontaktbeschränkungen würden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Experten sind der Ansicht, dass die Zahl der auf 4000 heruntergedrückt werden muss, um zu verhindern, dass es eine dramatisch steigende Zahl von Covid-19-Toten gibt. Dafür wäre über mehrere Wochen ein Reduzieren der Kontakte um 50 bis 75 Prozent notwendig, um bis Dezember eine deutliche Trendwende zu erreichen.

SCHULEN UND KITAS

Schulen und Kindergärten sollen trotz der stark steigenden Corona-Zahlen auch im November verlässlich geöffnet bleiben, beschloss die Runde nach Angaben der dpa. Schließungen sollten nur „letztes Mittel“ sein, hieß es in der Beschlussvorlage. Allerdings gibt es diese Maßnahmen regional schon seit Ende der Sommerferien.

PFLEGEHEIME

Ältere Menschen gelten in der Pandemie als besonders gefährdete Gruppe für schwere Krankheitsverläufe, die Klinikeinlieferungen nötig machen. In der ersten Welle im Frühjahr wurden viele Pflege- und Altenheime mit strikten Besuchsbeschränkungen abgeschottet, um die Bewohner vor Corona-Infektionen zu schützen.

Inzwischen gibt es in vielen Häusern Hygienekonzepte. Um für Besuche und auch für die Pflegekräfte mehr Sicherheit zu erreichen, sollen künftig Schnelltests helfen. Merkel machte noch mal ausdrücklich klar, dass es bei allem Schutz „nicht zu einer Separation von Gesellschaftsteilen“ kommen dürfe. Ob darüber hinaus Maßnahmen ergriffen werden, ist unklar.

GASTRONOMIE

Bund und Länder wollen zur Eindämmung der Pandemie Gastronomiebetriebe vom 2. November für den restlichen Monat schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen. Davon ausgenommen sein soll die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause, Kantinen sollen offen bleiben dürfen.

Dies ist ein sehr umstrittener Punkt. Nicht alle Länderchefs waren vor der Runde davon überzeugt, dass dies notwendig ist. Zudem gab das RKI nach Informationen der „Bild“ am Dienstag bei einer Videoschalte mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer seine Einschätzung der Corona-Gefahr durch die Gastronomie ab. Demnach seien Gaststätten nicht die Treiber der Pandemie.

FREIZEIT

Bund und Länder wollen wegen der Corona-Krise Veranstaltungen, die der Unterhaltung und der Freizeit dienen, im November deutschlandweit weitgehend untersagen. So sollen Theater, Opern oder Konzerthäuser vom 2. November an bis Ende des Monats schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen. Die Regelung betreffe auch den Freizeit- und Amateursportbetrieb, Individualsport soll ausgenommen werden. werden. Profisport soll im November nur noch ohne Zuschauer erlaubt sein. Das gilt auch für die Fußballbundesliga.

DIENSTLEISTUNGEN

Auch Betriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios müssen im November schließen, wie die dpa berichtet. Friseursalons bleiben aber unter den bestehenden Hygienevorgaben geöffnet. Auch medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen weiter möglich sein. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physiotherapien, bleiben weiter möglich. Anders als im Frühjahr sollen auch Friseursalons unter den bestehenden Auflagen zur Hygiene geöffnet bleiben.

HANDEL

Groß- und Einzelhandel können im November offen bleiben. Wie die dpa berichtet, gibt es aber eine Einigung darauf, dass sich in den Geschäften nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten darf. In der Beschlussvorlage des Bundes war ursprünglich von 25 Quadratmetern die Rede gewesen.

REISEN

Im Moment kann in Deutschland gereist werden. Auch geplante oder eingeführte Beherbergungsverbote wurden fast überall wieder gestrichen. Bei Reisen ins Ausland gelten für immer mehr Länder und Regionen in Europa und weltweit Reisewarnungen des Auswärtigen Amts. Damit sind Reisen zwar nicht verboten, aber es wird davon abgeraten.

In der Beschlussvorlage heißt es, dass die Bürger aufgefordert werden, generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale tagestouristische Ausflüge. Übernachtungsangebote im Inland sollen nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden.

Einig ist man sich bei Bund wie Ländern bisher aber offenbar darin: Die Grenzen sollen anders als im Frühjahr möglichst offen bleiben, auch wenn gerade in Bayern die enorm hohen Zahlen im benachbarten Tschechien große Nervosität auslösen.

ENTSCHÄDIGUNGEN

Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht nach einem „Bild“-Bericht Entschädigungen für Umsatzausfälle der von Einschränkungen betroffenen Unternehmen in Milliardenhöhe vor. In den Beratungen von Bund und Ländern habe Scholz vorgeschlagen, kleineren Betrieben bis zu 75 Prozent ihrer Umsätze im Vergleich zum Vorjahresmonat zu ersetzen. Größere Betriebe sollten bis zu 70 Prozent erhalten. Es solle keine besonderen Nachweispflichten geben.

Quellen: dpa Berlin - Potsdam, TAGESSPIEGEL BERLIN, DOPANET,

© AMOVISTA Berlin, 28.10.2020 - 16.45 Uhr

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Die seit 1975 nicht mehr geänderten steuerlichen Pauschbeträge für Menschen mit Behinderung werden verdoppelt. Auch der Pflegepauschbetrag wird erhöht. Der Finanzausschuss stimmte in seiner heutigen Sitzung unter Leitung der Vorsitzenden Katja Hessel (FDP) dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung der Behindertenpauschbeträge und zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen zu. Dem Gesetzentwurf, in den die Koalitionsfraktionen zuvor noch einige Änderungen eingefügt hatten, stimmten alle Fraktionen zu. Ein Entschließungsantrag der FDP-Fraktion, mit dem diese ein Vorziehen der Freibetragserhöhungen von 2021 auf das laufende Steuerjahr 2020 erreichen wollte, scheiterte. Auch ein weiterer Antrag der FDP-Fraktion auf steuerliche Entlastung von Menschen mit Behinderung fand keine Mehrheit.

Der Gesetzentwurf sieht eine "Verdoppelung der Behinderten-Pauschbeträge inklusive Aktualisierung der Systematik" vor. So soll der Betrag bei einem Grad der Behinderung von 50 Prozent auf 1.140 Euro steigen, bei 100 Prozent auf 2.840 Euro. Die Erhöhung vermeide in vielen Fällen den aufwändigen Einzelnachweis von Aufwendungen, schreibt die Bundesregierung zur Begründung. Damit könnten die Pauschbeträge ihre Vereinfachungsfunktion auch zukünftig erfüllen, heißt es weiter. Zudem soll ein behinderungsbedingter Fahrtkosten-Pauschbetrag eingeführt werden. Bei einem Grad der Behinderung kleiner als 50 soll künftig auf die zusätzlichen Anspruchsvoraussetzungen zur Gewährung des Pauschbetrags verzichtet werden. Die vom Finanzausschuss vorgenommen Änderungen betreffen unter anderem die Fahrtkostenpauschale. Außerdem werden Taubblinde in die Regelung aufgenommen.

Der Pflege-Pauschbetrag bei der Pflege von Personen mit den Pflegegraden 4 und 5 soll erhöht und für die Pflege von Personen mit den Pflegegraden 2 und 3 neu eingeführt werden. Der Pflege-Pauschbetrag soll künftig "auch unabhängig vom Vorliegen des Kriteriums 'hilflos' bei der zu pflegenden Person" geltend gemacht werden können, führt die Bundesregierung aus.

Die CDU/CSU-Fraktion sprach von einem guten Entwurf. Nach langem Anlauf sei es gelungen, die Verdoppelung der Freibeträge für Menschen mit Behinderung auf den Weg zu bringen. Auch die Anhebung der Pflegepauschbeträge bringe eine spürbare Verbesserung. Die SPD-Fraktion wies drauf hin, dass es 18 Millionen Menschen mit Behinderung und 1,2 Millionen Pflegebedürftige gebe, die von Angehörigen zu Hause betreut würden. Sie alle würden von der Neuregelung profitieren. Die SPD-Fraktion sprach sich für eine regelmäßige Überprüfung der Pauschbeträge aus, damit es bis zur nächsten Erhöhung "nicht wieder so lange dauert". Diese Auffassung hatte auch die CDU/CSU vertreten.

Auch die FDP-Fraktion begrüßte die Verdoppelung. Sie erwartet zudem eine Vereinfachungswirkung.

Die Fraktion Die Linke sprach von einer längst überfälligen Anpassung und begrüßte, dass jetzt auch Taubblinde in das Gesetz einbezogen worden seien. Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen lobte die großen Verbesserungen für die Betroffenen.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/219/1921985.pdf

... oder habe ich aufgrund mangelhafter Sprachkenntnisse etwas falsch verstanden?

https://journals.lww.com/anesthesia-analgesia/Abstract/9000/Aspirin_Use_is_Associated_with_Decreased.95423.aspx

wäre ja zu schön...ich neige noch zur Vorsicht, solange die Studie aus Baltimore nicht verifiziert ist. In Amerika will sich der Präsident ja auch Desinfektionsmittel spritzen....

Am heutigen Mittwoch, den 28.10.2020 wird es anläßlich der Corona-Pandemie und der sich rasant entwickelnden Ausbreitung der Erkrankung in Berlin zum Beschluss neuer Lockdown-Maßnahmen kommen, die u.a. das weitgehende Erliegen von normalem, gesellschaftlichen Leben nach sich ziehen sollen. Diese Maßnahen werden im November 2020 gelten, also bereits ab der kommenden Woche.

Daher wird angeraten, dass Parkinson-Patienten einen deutlich über 1 Monat hinaus ausreichenden Vorrat an Medikamenten beschaffen. Stellen Sie sicher, dass Ihnen Ihr Neurologe möglichst diese Woche noch genügend Tabletten verordnet und die Apotheke Ihnen die Medikamente ausliefert, sodaß Sie auf keinen Fall während der anstehenden Lockdown-Maßnahmen in eine Versorgungsnotlage geraten. Prüfen Sie Ihren Medikamentenbestand und handeln Sie bitte rechtzeitig!

Physiotherapien sollen unter Beachtung der Hygieneregeln möglich bleiben. Inwieweit die Praxen die erweiterten Hygieneregeln einhalten und damit die Versorgung aufrecht erhalten können, ist aus Sicht von heute noch offen. Sinnvollerweise sollten Patienten ihren Physiotherapeuten anfragen, ob und unter welchen Bedingungen die Therapietermine fortgesetzt werden können.

Vorhersehbar ist, dass Gruppentreffen und Veranstaltungen der Selbsthilfe mindestens im November ausfallen werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Selbsthilfe-Organisation nach entsprechenden Terminverschiebungen und gehen Sie davon aus, dass Reha-Sport in Gruppen eher nicht stattfinden kann.

Der Einzelhandel wird geöffnet bleiben, wenn auch unter anderen Hygienekonzepten. Es wird zu deutlichen Beschränkungen des Publikumsverkehres in den Geschäften kommen. Gleichwohl bleibt die Versorgungslage stabil. Es ist also nicht notwendig, sich außerordentliche Vorräte einzukaufen.

Sobald die einzelnen Maßnahmen am heutigen Nachmittag in Berlin beschlossen werden, fassen wir diese hier für unsere Gruppe zusammen.

Berlin, den 28.10.2020 - 6.50 Uhr

Danke für den Hinweis. Ein gute Beleg für die Notwendigkeit und Möglichkeit, eine eher abstrakte Einschätzung der politischen Lage und konkrete Hilfestellung für den Alltag zu verbinden. Ich habe jedenfalls gleich per Mail ein Rezept für den Bedarf für 6 Wochen erbeten Hoffen wir aber trotzdem, dass Sie falsch lagen und diese Vorsichtsmaßnahme überflüssig war.

Intensivierung der Forschung im Bereich neurodegenerative Erkrankungen, insbesondere Parkinson, dringend geboten

Die YUVEDO Foundation, die Patientenorganisationen Deutsche Parkinsonvereinigung Bundesverband e.V. (DPV) und der Bundesverband Parkinson Youngster für Selbsthilfe und Bewegungsstörungen e.V. warnen zusammen mit erfahrenen Neurologen vor den besonderen Risiken der Covid-19-Erkrankung für die Betroffenen von neurodegenerativen Krankheiten und einer besonders gefährlichen „Dritten Welle“, die in den nächsten Jahren als Folgeerkrankung von Covid-19 auftreten könnte. Die Patientenorganisationen fordern deshalb zusammen mit der YUVEDO Foundation, einen Teil der Finanzmittel aus den deutschen und europäischen Konjunktur- und Forschungspaketen für die intensivierte Erforschung und Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen zu verwenden.

In der wissenschaftlichen Fachliteratur wird zunehmend über mögliche individuelle gesundheitliche Langzeitfolgen von COVID-19 diskutiert. Dabei standen lange die internistischen Spätfolgen wie Lungen- oder Herzkrankheiten im Mittelpunkt. Inzwischen berichten auch immer mehr Patienten von anhaltenden neurologischen Symptomen – wie Kopfschmerzen, anhaltenden Konzentrationsstörungen und Abgeschlagenheit (Fatigue). Eine der häufigsten neurologischen Symptome von COVID-19 in der Akutphase ist eine Riechstörung. Diese ließ sich in größeren Fallserien bei als mehr als zwei Drittel der COVID- 19-Patienten nachweisen. Erschreckend ist, dass die Riechstörung bei 10-20% der Betroffenen auch 2 Monate nach Krankheitsbeginn noch fortbesteht. Diverse Studien zu neurologischen Folgeerkrankungen von Covid 19 sind bereits in Arbeit.

„Riechstörungen sind ein typisches Symptom der Parkinsonkrankheit. Oftmals tritt diese schon in den frühsten Krankheitsphasen (prodromal/premotor stage) auf. Sie können somit ein Hinweis sein, dass jemand in den nächsten Jahren motorische Symptome entwickeln wird“, erklärt Prof. Dr. Thomas Müller, Chefarzt für Neurologie am Alexianer Krankenhaus in Berlin-Weissensee. Prof. Dr. Susanne Schneider von der LMU in München führt aus: „Es ist ungeklärt, ob eine Infektion mit Covid 19 das Risiko, im Verlauf an Parkinson oder einer anderen neurodegenerativen Krankheit (wie einer Demenz) zu erkranken, beeinflusst. Denkbar wäre es. So kam es nach der Pandemie der 1920er Jahre („Spanische Grippe“) zu einem um den Faktor 2-3 gehäuften Auftreten von Parkinson-ähnlichen Krankheitsbildern in der Gesellschaft – als Spätfolge der Spanischen Grippe. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit einem postenzephalitischen Parkinsonismus zwischen 1925 und 1938 wird allein für die USA wird auf knapp 15.000 geschätzt“.

„Wir brauchen massive internationale Anstrengungen und neue Anreizstrukturen, um in naher Zukunft nicht Opfer der „Dritten Welle“ von neurodegenerativen Folgeerkrankungen zu werden, falls sich die Befürchtungen der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bewahrheiten. Insbesondere müssen wir auch endlich die verschiedenen, vermutlich heterogenen, kausalen Ursachen von neurodegenerativen Erkrankungen entschlüsseln. Sollten sich die Befürchtungen nicht bestätigen, ist die entschlossene Investition in kausale Therapien für diese Erkrankungen dennoch unbedingt erforderlich“, sagt Dr. Jörg Karenfort, Alleinvorstand der YUVEDO Foundation.

„Wichtig ist, dass die Forschung an der Wurzel ansetzt, also auf eine Heilung und nicht nur symptomatische Behandlung abzielt“ fordert Dr. Friedrich-Wilhelm Mehrhoff, Geschäftsführer der DPV.

Nadine Mattes vom Bundesverband Parkinson Youngsters ergänzt: „Neurodegenerative Erkrankungen sind eine massive Belastung für die Betroffenen, deren Familien und die ganze Gesellschaft. Dennoch ist der Fortschritt bei der Behandlung zu schleppend und für uns Betroffene schlicht nicht wirklich spürbar. Das muss sich ändern – erst recht, wenn uns eine Dritte Welle als Folge von Covid 19 erwischen sollte.“

Kontakt: YUVEDO Foundation: Anna Schroeder, anna.schroeder@yuvedofoundation.de

Über YUVEDO Foundation

Die gemeinnützige YUVEDO Stiftung wurde im Juni 2019 von Dr. Jörg Karenfort und Jens Greve gegründet. Durch eigene Projekte und Veranstaltungen sowie Partnerschaften und Projektförderungen möchte die Stiftung die Lebensbedingungen für Menschen mit Parkinson und deren Familien verbessern und einen Beitrag zur Heilung der Erkrankung leisten. Die Stiftung setzt sich zudem dafür ein, führende Köpfe aus Patientenverbänden, Industrie, Politik, Ethik und Recht mit anerkannten Medizinern und Wissenschaftlern zu verbinden, um die Parkinson-Forschung zu beschleunigen.

Projekt-Partner der YUVEDO Stiftung sind nationale sowie internationale Forschungseinrichtungen und Patientenverbände wie das Deutsche Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), die Movement Disorder Society (MDS), die Deutsche Parkinson Vereinigung (DPV), Parkinson Youngsters, Cure4Parkinson, das Parkinson Terminator Projekt oder die European Parkinson Disease Association (EPDA). Zuletzt veranstaltete die YUVEDO Foundation den Very Little Great Charity Ride von Köln nach Baden- Baden mit dem Fahrrad (s. yuvedo_live auf Instagram oder www.yuvedofoundation.de) und organisierte eine Online Konferenz mit Vertretern aus Politik und Wissenschaft, bei der u.a. das Brainstorm Projekt sowie ein ökonomisches Gutachten zu möglichem Marktversagen bei der Entwicklung kausaler Behandlungen der Parkinson-Krankheit und anderer neurodegenerativer Erkrankungen (NDE) vorgestellt wurden (https://www.brainstormfund.org/event).

Publikation: 27. Oktober 2020, ©DOPANET, www.dopanet.com

Logo: YUVEDO Foundation, ©YUVEDO FOUNDATION

Autorisierung: Dr. J. Karenfort, 27.10.2020

Neue Moderation ab dem 10. Oktober 2019

Guten Tag,

die aktive Unterstützung und Beteiligung von Herrn Dennis Zapf hat es ermöglicht, die Gruppe PARKINSON bei XING über die Zeit seit dem Tode von Herrn Lothar Gügel zu erhalten. Ab dem 10.10.2019 habe ich die Moderation dieser Gruppe von XING übertragen bekommen. Ich bin selbst als Betroffener mit den Themen rund um Morbus Parkinson vertraut und engagiere mich ehrenamtlich in der Selbsthilfe. Überdies bin ich seit einigen Jahren für einige andere Gruppen bereits in die Moderation eingebunden und kenne insoweit die Spezifikationen um eine solche Tätigkeit recht genau.

Mein Vorgänger im Amt des Moderators, Herr Lothar Gügel, hatte vor seinem Tod die Gruppe mit viel Engagement geplant und das Projekt in Gang gebracht. Es entspricht einem prinzipiellen Selbstverständnis, dass sein Wirken auch über seinen Tod hinaus in Ehren gehalten wird. Dennoch werde ich die Gruppe thematisch klarer ausrichten und habe zunächst einige Posts und Artikel, die inhaltlich und im Hinblick auf ihre Autorschaft nicht eindeutig zuzuordnen waren, heute - quasi als erste Amtshandlung - gelöscht. Auch habe ich die Mitgliederliste gesichtet und unklare Accounts bis auf weiteres sperren müssen.

Die Gruppe hat derzeit 1.562 Mitglieder, übrigens ganz deutlich mehr Frauen als Männer. Wir sind hier 914 Frauen und 646 Männer. Bereits diese erste statistische Erkenntnis macht völlig logisch, dass wir sehr schnell in die Moderation dieser Gruppe eine Frau einbeziehen sollten. Die Reichweite der Gruppe ist überdeutlich höher, als ich das vorausgeahnt hatte. Beispielhaft nenne ich Ihnen die Zahl der Seitenaufrufe vom 10. September 2019 bis zum 9. Oktober 2019: es waren 2.151 Besucher auf unserer Gruppenseite. Im Lichte der Tatsache, dass die Gruppe seit fast 2 Jahren weitgehend ohne Führung im großen Pool von XING-Gruppen „dümpelte“, ist das eine wirklich erstaunliche und ermutigende Zahl. Eine dritte statistische Größe ist die Verteilung der Mitglieder in städtische Ballungszentren und ländliche Regionen und auch diese Zahl hat mich kolossal erstaunt: 83,1 % aller Mitglieder dieser Gruppe lebt nicht im Bereich der „Network-Hotspots“ großer Städte, sondern in kleinen und mittleren Städten und auf dem Land.

Ich bin der Meinung, dass hier bei XING eine solche Themengruppe eine andere Zielgruppe bedient, als dies bei anderen „social networks“ der Fall ist. Ich würde die Gruppe sehr gerne mit dem Anspruch an die Expertise von XING-Usern entwickeln und die Foren der Gruppe zu Wissens- und Meinungsbildungspools formen. 1.500 Mitglieder verkörpern ein enormes Wissen, einen überdurchschnittlichen Erfahrungsschatz und eine erhebliche Breite verschiedener, beruflicher und privater Expertisen. Lassen Sie uns das zielführend nutzen und diese Gruppe zu einem Hotspot entwickeln. Lassen Sie uns diese Community weiter vergrößern. Jedes Mitglied kann das beflügeln und die Gruppe in sein persönliches Netzwerk weiter tragen.

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und stehe für Anregungen, Fragen und gleichermassen Kritiken sehr gerne zur Verfügung.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis: wir sollten uns hier gegenseitig wertschätzen. Überschreitet ein Mitglied die Regeln zivilisierter Konversation, muss und will und werde ich Publikationen löschen und die Autoren unerlaubter Artikel sperren. Eine Community dieser Größe braucht Leitplanken.

Niemand arbeitet fehlerfrei. Ich bitte Sie, mich auf Fehler hinzuweisen und mir die Gelegenheit zur Korrektur zu geben.

Beste Grüße aus Heide/Holstein!

Joachim Maurice Mielert