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"Die von der Bundesregierung geplante Digitalisierung im Gesundheitswesen wird von Fachverbänden grundsätzlich als sinnvoll erachtet. Die Verbände sehen unter anderem in der Ausweitung der Videoangebote eine Möglichkeit, die Versorgung der Patienten zu verbessern. Die Sachverständigen äußerten sich anlässlich einer Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages am Mittwoch über den Entwurf der Bundesregierung für das sogenannte Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) in schriftlichen Stellungnahmen.

Die Vorlage sieht eine Weiterentwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGAs), den Ausbau der Telemedizin, zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in der Telematikinfrastruktur (TI) und eine stärkere digitale Vernetzung vor.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) sieht in dem Entwurf große Potenziale, um Versorgungsbrüche im fragmentierten Gesundheitssystem zu reduzieren. Voraussetzung sei allerdings, dass auch die Pflegeeinrichtungen an die digitalen Netze angeschlossen würden. Vielerorts verfügten Einrichtungen noch nicht über Internet-Anschlüsse und WLAN-Netze, was jedoch die Voraussetzung sei für eine Anbindung an die TI und den Einsatz elektronischer Verordnungen.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) erklärte, Videosprechstunden könnten bei geeigneten Indikationen und Fallkonstellationen eine Ergänzung sein. Der unmittelbare persönliche Kontakt zwischen Arzt und Patient müsse aber der Maßstab bleiben.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) forderten in ihrem Bereich eine Ausweitung der Videosprechstunden über die Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen hinaus. Auch wenn telemedizinische Verfahren im zahnärztlich-kurativen Bereich von nachgelagerter Bedeutung seien, spielten Videosprechstunden bei Information, Beratung und Aufklärung eine zunehmend wichtige Rolle. Die Verbände kritisierten die geplante Ablösung der Notfalldaten (NFD) von der eGK und warnten, die Daten könnten in Offline- und Ausfallszenarien nicht mehr verfügbar sein.

Auf Videoangebote setzt auch die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Derzeit könnten Psychotherapeuten ihren Patienten keine Akutbehandlungen per Video anbieten. Damit blieben die Chancen der Digitalisierung ausgerechnet für solche Patienten ungenutzt, die besonders dringend auf psychotherapeutische Hilfe angewiesen seien. Der Verband schlug vor, bei der Förderung der Videobehandlung auch die psychotherapeutische Akutbehandlung zu berücksichtigen.

Der Gesetzentwurf stieß bei der Bundespflegekammer mit einigen Einschränkungen auf Zustimmung. Die Kammer kritisierte, dass die Videobehandlung in der Pflege nicht umfänglich vorgesehen sei. Dies stehe im Widerspruch zu den Möglichkeiten für Heilmittelerbringer und Hebammen. Die reine Pflegeberatung per Video greife zu kurz, auch in der Pflege könnten die Videokonsultation und das Videomonitoring eine wichtige Rolle spielen, etwa bei der Wundbehandlung. Die Videobehandlung sollte auch für die Pflege ermöglicht werden."

Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/276/1927652.pdf

Pflege Digital? Eigentlich kann man da nur hoffen, dass die pflegenden Angehörigen da nicht stikkum zu analogen Pflegehelfern degradiert werden. Während die Pflegefachkraft sich von zu Hause den Dekubitus anschaut, darf die pflegende Angehörige dann selber unter Aufsicht Wundverbände wechseln. Wie das bei den Kassen abgerechnet wird scheint schon jetzt klar: pflegende Angehörige erhalten maximal ein Klatschen vom Balkon, die Pflegefachkraft dann das Geld...

13.4.2021 / 10.15 Uhr Das Bundeskabinett hat soeben erwartungsgemäß die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen. Damit ist der Einheitlichkeit von Maßnahmen der Boden bereitet, die Menschen müssen sich in weiten Teilen des Landes auf Ausgangsbeschränkungen und Regulierung von Ladenöffnungen nach bundesweit verbindlichen Vorgaben einstellen.

Was die einzelnen Bestimmungen anlangt und was dies im Lebensalltag der Menschen bewirkt, werden wir berichten.

Parkinson und Sport? Unter anderem darum gehts heute Abend in der Serie VISITE im NDR Fernsehen um 20:15 Uhr:

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Parkinson-Symptome-Verlauf-und-Therapie,parkinson121.html

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Liebe Betroffene und Angehörige. Der erste Online-Yoga-Kurs für Betroffene und Angehörige neigt sich dem Ende zu und alle sind begeistert. Ich möchte dieses Angebot gern fortsetzten und einen neuen Kurs starten. Wir üben im Sitzen und Stehen und nicht auf dem Boden. Wert wird gelegt auf Verbesserung der Atmung, auf die sanfte Entwicklung von Kraft, auf die Verbesserung der Beweglichkeit der Gelenke, auf die Vernetzung beider Gehirnhälften durch entsprechende Bewegungen, auf Entspannung und Freude. Ein Stuhl kann immer bereit stehen, um eventuelle Balancestörungen auszugleichen durch festhalten. Man sagt immer dass Thai Chi hilft. Yoga hilft genauso gut. Und Thai Chi Lehrer gibt es ja wirklich wenig, die sich damit auskennen. Die Teilnehmer der ersten Gruppe sind im Alter von Ende 70 bis Mitte 80. Ich möchte Ihnen Mut machen, sich zu melden und biete am 28.4.21 eine gratis Probestunde auf "Zoom" an. Wer teilnehmen möchte, muss sich dieses Programm auf den Laptop laden oder als App auf das Handy. Fragt Kinder und Enkel oder schickt mir auch gern eine Nachricht. Wenn Ihr dann gern weiter mitmachen möchtet, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten entsprechend ihrer Bedingungen. Der Kurs heißt "Sanftes Yoga für jedes Alter" und ich bin Heike Kern aus Bad Frankenhausen. Das muss man angeben, wenn man dort fragt. Ich lade Euch herzlich ein. Mit meinen jetzigen Teilnehmern habe ich auch mit allen vorher eine Technikprobe gemacht. Für weitere Informationen bitte melden. Ganz herzliche Grüße von mir an alle!

Komisch, das hörte sich bislang doch eher anders an:

Zum Angebot der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) kann nach Auffassung der Bundesregierung ein positives Fazit gezogen werden. So hätten Struktur- und Organisationsanalysen, Testberatungen, Nutzerbefragungen und Stichproben bei den Patienteninformationstexten insgesamt eine gute Qualität und eine hohe Zufriedenheit der Ratsuchenden gezeigt.

Die UPD leiste gerade in der Corona-Pandemie einen wertvollen Beitrag zur Information und Beratung der Bürger. Dies zeige auch die signifikante Zunahme der Beratungszahlen im Jahr 2020. Trotz der grundsätzlich positiven Entwicklung stehe die Bundesregierung einer Weiterentwicklung der UPD offen gegenüber.

Quelle: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/282/1928266.pdf

Die politische Diskussion und das zuweilen auch durchsichtige Spektrum von Argumenten um letzthin Fragen von Ökonomie und Trägerschaft ist das Eine. Darauf kommt es aus Patientensicht nicht wirklich an. Tatsache ist, dass die UPD mit dem heute zur Verfügung stehenden Leistungspotpourri einen qualitativen Mehrwert bietet. Kaum eine Frage, die nicht verständlich und klar beantwortet wird. Unzählige Publikationen, die allesamt hilfreich sind. Und schlußendlich das zeitgemäße Interaktionsmanagement, das den Patienten per Netz, Telefon und vor Ort zur Verfügung steht. Die UPD stellt einen signifikanten und umfänglich zielführenden Background dar und wird der Namensbegrifflichkeit „Unabhängige Patientenberatung“ facettenreich gerecht.

Der von der Bundesregierung vorgelegte Gesetzentwurf zur Reform der medizinischen Versorgung wird von Fachverbänden in der Zielsetzung begrüßt. Einzelne Regelungen werden aber auch teils scharf kritisiert, wie eine Anhörung des Gesundheitsausschusses des Bundestages über den Entwurf für das sogenannte Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz GVWG ergab. Die Sachverständigen äußerten sich anlässlich der Anhörung am Montag in schriftlichen Stellungnahmen.

Mit den gesetzlichen Änderungen will die Bundesregierung Qualität und Transparenz in der medizinischen Versorgung verbessern. Der Entwurf sieht neue Vorgaben für den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA), mehr Rechte für Krankenversicherte sowie Reformen in Krankenhäusern und Hospizen vor.

Das Gesetz mit dem unaussprechlichen Namen gibts hier: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/268/1926822.pdf

Die Zusammenfassung der Stellungnahmen auf Wunsch.