ParkinsonParkinson

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Joachim Maurice Mielert

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Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pfle-geversicherung sind bis zum Ende des Jahres 2020 noch wichtige Rechtsänderungen auf den Weg zu bringen, meint die Bundesregierung. Ziel eines Gesetzesentwurfes ist es, die gesundheitliche und pflegerische Versorgung in einigen Bereichen zeitnah und nachhaltig zu verbessern. Zum Beispiel: Bis zum 31. Dezember 2020 wird die Erforderlichkeit von Hilfsmitteln, die im Gutachten zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit vom Medizinischen Dienst oder einem von der Pflegekasse beauftragten Gutachter empfohlen werden, vermutet. Die der Verfahrensvereinfachung dienende und Versicherte und ihre Familien entlastende Vorschrift soll jedoch auch über diesen Zeitpunkt hinaus Anwendung finden, da sie sich in der Praxis bewährt hat.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/234/1923483.pdf

Vielleicht ist die Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen doch noch interessant. Enthält zumindest viele (auch mal aktuelle) Zahlen. Kann man ja immer mal gebrauchen. Zum Inhalt hier nur grob:

Die Zahl der Menschen in vollstationären Pflegeeinrichtungen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: Von 620.249 im Jahr 2010 auf 726.970 im Jahr 2019. Die Regierung betont in der Antwort weiter, dass es politisches Ziel sei, Menschen so lange wie möglich ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und verweist auf zahlreiche Förderprogramme zum Umbau von Wohnungen.

Die Herstellung von Barrierefreiheit soll auch durch die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen weiter gefördert werden. Mit dem Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz sollen Hürden abgebaut werden, die bislang Beschlüsse von Wohnungseigentümern über altersgerechte und barrierereduzierende Umbaumaßnahmen am Gemeinschaftseigentum wegen hoher Mehrheitserfordernisse erschwert oder verhindert haben. Das Gesetz tritt am 1. Dezember 2020 in Kraft.

In der Antwort heißt es unter Bezug auf eine Evaluationsstudie, dass bis 2035 eine Versorgungslücke von mehr als zwei Millionen altersgerechten Wohnungen prognostiziert werde.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/233/1923343.pdf

Die Regelungen zur Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) sind nach Ansicht der Bundesregierung datenschutzkonform. Ein wichtiges Kriterium sei die Ausgestaltung der ePA als freiwillige Anwendung, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion.

Auch könnten Versicherte bereits in der ersten Umsetzungsstufe ab 2021 entscheiden, welche Daten in der Akte gespeichert, nicht aufgenommen oder wieder gelöscht werden sollen. Sie könnten auch entscheiden, welchem Arzt sie den Zugriff erteilen oder versagen und einzelne Dokumente in einem geschützten Bereich speichern.

Auch in der ersten Ausbaustufe gelte nicht das "Alles-oder-nichts-Prinzip", sondern es bestehe eine Wahlmöglichkeit, was den Zugriff auf Daten angehe. Zudem stehe es den Versicherten frei, jederzeit alle Daten in der Akte zu löschen. Der Freiwilligkeit stehe auch nicht entgegen, dass Versicherte in der ersten Umsetzungsstufe keine dokumentenbezogene Einwilligung erteilen könnten.

Die ePA ist nach Angaben der Bundesregierung das Kernelement der digitalen medizinischen Anwendungen. In der Akte sollen auf Wunsch der Versicherten Befunde, Diagnosen, Therapien, Behandlungsberichte, Medikationspläne, Impfungen, Arztbriefe und Notfalldaten gespeichert werden. Die ePA wird stufenweise eingeführt. Die erste Stufe steht ab 2021 zur Verfügung, das technisch aufwendigere sogenannte feingranulare Berechtigungskonzept folgt ab 2022.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/232/1923243.pdf

Und wieder hat sich die Bundesregierung ausführlich zur Barrierefreiheit geäußert, Schwerpunkt ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Bündnis-Grünen ist das Gesundheitswesen. Unter anderem listet die BR auf, dass von den Hausarztpraxen derzeit rund 26 Prozent über einen uneingeschränkt barrierefreien Zugang verfügen.

Rund 29 Prozent der Hausarztpraxen haben einen "mindestens begrenzt" barrierefreien Zugang. Von den Facharztpraxen sind den Angaben zufolge rund 26 Prozent uneingeschränkt barrierefrei und rund 28 Prozent mindestens begrenzt barrierefrei.

Eine uneingeschränkt barrierefreie Praxis beinhaltet nach der neuen bundeseinheitlichen Systematik einen ebenerdigen Zugang, einen rollstuhlgerechten Aufzug sowie breite Türen und größere Bewegungsflächen. Von einer häufig noch fehlenden Barrierefreiheit die zwischen den Ohren stattfinden muss, hat sie nichts erwähnt....

Hier zum nachlesen: https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/232/1923214.pdf

+++ Samstag, 10.10.2020 - 08:06 Apotheker: Engpass beim Grippe-Impfstoff im Norden +++

Tausende Schleswig-Holsteiner können sich nach Angaben der Apothekerkammer wegen Mangels an Impfstoff derzeit nicht gegen Grippe impfen lassen. Täglich beklagten sich deshalb Patienten, sagt Geschäftsführer Frank Jaschkowski.

Das Gros der 630 Apotheken im Land habe keinen Impfstoff mehr.

Der Unmut sei insgesamt groß, so Jaschkowski. Im November werde eine zweite Tranche erwartet. Er gehe davon aus, dass diese nicht reichen werde.

Aus Sicht der Kassenärztlichen Vereinigung (KVSH) kann von einem Impfstoff-Mangel dagegen nicht die Rede sein. Die nächste Charge werde jetzt an die Großhändler geliefert und von dort an die Praxen weitergeleitet, sagt Sprecher Nikolaus Schmidt. Insgesamt seien 20 Prozent mehr Impfstoff geordert worden als im vergangenen Jahr.

Quelle: Apothekerkammer Schleswig Holstein

Veröffentlichungsquelle: n-tv.de

Ergänzender Hinweis:

Ob sich das Problem auf Schleswig Holstein begrenzt, ist ehr unbekannt, jedoch unwahrscheinlich. Es kann nur dringend angeraten werden, dass Patienten sich unverzüglich um eine Grippeschutz-Impfung kümmern. Der Hinweis der Kassenärztlichen Vereinigung, dass man 20% mehr Impfstoff geordert habe, ist zutreffend. Gleichzeitig muss man aber die reale Grundlage im Blick behalten, der zu Folge für die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland (über 80 Mio.) derzeit 25 Millionen Impfdosen in den Markt gestellt wurden. Daher sind Versorgungsengpässe mathematisch selbsterklärend...

Neue Moderation ab dem 10. Oktober 2019

Guten Tag,

die aktive Unterstützung und Beteiligung von Herrn Dennis Zapf hat es ermöglicht, die Gruppe PARKINSON bei XING über die Zeit seit dem Tode von Herrn Lothar Gügel zu erhalten. Ab dem 10.10.2019 habe ich die Moderation dieser Gruppe von XING übertragen bekommen. Ich bin selbst als Betroffener mit den Themen rund um Morbus Parkinson vertraut und engagiere mich ehrenamtlich in der Selbsthilfe. Überdies bin ich seit einigen Jahren für einige andere Gruppen bereits in die Moderation eingebunden und kenne insoweit die Spezifikationen um eine solche Tätigkeit recht genau.

Mein Vorgänger im Amt des Moderators, Herr Lothar Gügel, hatte vor seinem Tod die Gruppe mit viel Engagement geplant und das Projekt in Gang gebracht. Es entspricht einem prinzipiellen Selbstverständnis, dass sein Wirken auch über seinen Tod hinaus in Ehren gehalten wird. Dennoch werde ich die Gruppe thematisch klarer ausrichten und habe zunächst einige Posts und Artikel, die inhaltlich und im Hinblick auf ihre Autorschaft nicht eindeutig zuzuordnen waren, heute - quasi als erste Amtshandlung - gelöscht. Auch habe ich die Mitgliederliste gesichtet und unklare Accounts bis auf weiteres sperren müssen.

Die Gruppe hat derzeit 1.562 Mitglieder, übrigens ganz deutlich mehr Frauen als Männer. Wir sind hier 914 Frauen und 646 Männer. Bereits diese erste statistische Erkenntnis macht völlig logisch, dass wir sehr schnell in die Moderation dieser Gruppe eine Frau einbeziehen sollten. Die Reichweite der Gruppe ist überdeutlich höher, als ich das vorausgeahnt hatte. Beispielhaft nenne ich Ihnen die Zahl der Seitenaufrufe vom 10. September 2019 bis zum 9. Oktober 2019: es waren 2.151 Besucher auf unserer Gruppenseite. Im Lichte der Tatsache, dass die Gruppe seit fast 2 Jahren weitgehend ohne Führung im großen Pool von XING-Gruppen „dümpelte“, ist das eine wirklich erstaunliche und ermutigende Zahl. Eine dritte statistische Größe ist die Verteilung der Mitglieder in städtische Ballungszentren und ländliche Regionen und auch diese Zahl hat mich kolossal erstaunt: 83,1 % aller Mitglieder dieser Gruppe lebt nicht im Bereich der „Network-Hotspots“ großer Städte, sondern in kleinen und mittleren Städten und auf dem Land.

Ich bin der Meinung, dass hier bei XING eine solche Themengruppe eine andere Zielgruppe bedient, als dies bei anderen „social networks“ der Fall ist. Ich würde die Gruppe sehr gerne mit dem Anspruch an die Expertise von XING-Usern entwickeln und die Foren der Gruppe zu Wissens- und Meinungsbildungspools formen. 1.500 Mitglieder verkörpern ein enormes Wissen, einen überdurchschnittlichen Erfahrungsschatz und eine erhebliche Breite verschiedener, beruflicher und privater Expertisen. Lassen Sie uns das zielführend nutzen und diese Gruppe zu einem Hotspot entwickeln. Lassen Sie uns diese Community weiter vergrößern. Jedes Mitglied kann das beflügeln und die Gruppe in sein persönliches Netzwerk weiter tragen.

Ich bedanke mich für Ihr Vertrauen und stehe für Anregungen, Fragen und gleichermassen Kritiken sehr gerne zur Verfügung.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis: wir sollten uns hier gegenseitig wertschätzen. Überschreitet ein Mitglied die Regeln zivilisierter Konversation, muss und will und werde ich Publikationen löschen und die Autoren unerlaubter Artikel sperren. Eine Community dieser Größe braucht Leitplanken.

Niemand arbeitet fehlerfrei. Ich bitte Sie, mich auf Fehler hinzuweisen und mir die Gelegenheit zur Korrektur zu geben.

Beste Grüße aus Heide/Holstein!

Joachim Maurice Mielert