Parkinson

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DOPANET®: Interaktive Kommunikation, News, Analysen, Wissens- und Meinungsbildung rund um das Thema neurodegenerative Erkrankungen und Gesundheitspolitik. Interaktiv, motiviert, schnell!

Verehrte Mitglieder der XING-Gruppe,

Die Entscheidung der New Work SE, alle XING-Gruppen insgesamt zum 11. Januar 2023 zu schliessen, betrifft auch unsere Gruppe. DOPANET wäre schlecht aufgestellt, wenn wir dafür keine Lösungen bereit halten. Wir werden längst vor Januar 2023 den "Umzug" vollzogen haben.

Schon seit längerer Zeit haben wir den Rückgang der Akzeptanz der XING-Gruppen bemerken müssen und auch bei anderen Foren und Gruppen-Portalen, die weit größer aufgestellt sind und deutlich engmaschiger Content publiziert haben, als unser Portal, war und ist ein Rückgang des Traffic unübersehbar. XING hat mit den zurückliegenden Änderungen der Benutzeroberflächen nicht immer die Wünsche der Zielgruppen erreichen können. Dass nunmehr Gruppen, die schon seit rund 15 Jahren bestehen, einfach aus dem Portfolio von XING entfernt werden, ist ein Vorgang, der sicherlich noch für Unmut bei den Kunden führen kann.

DOPANET Wissen & Kommunikation wird keinen Schaden nehmen, wenn die XING-Gruppe wegfällt.

Wie wird es weiter gehen?

All diejenigen, die uns ab sofort, spätestens ab Januar 2023 weiter als Mitglieder oder regelmässige Leser folgen wollen und weiterhin den Content erhalten möchten, sollten sich bitte rechtzeitig bei LinkedIn über einen bestehenden oder einen neuen Account einloggen uns uns dort folgen. Bei LinkedIn findet eine weitaus aktivere Kommunikation statt, deutlich schneller, deutlich reichweitenstärker und mit einer wirklich spannenden Teilnehmerschaft. Kommen Sie dort zu uns, wir freuen uns auf Sie.

Der Link zu meinem persönlichen Account lautet:

https://www.linkedin.com/in/mielert/

DOPANET Wissen & Kommunikation ist bei LinkedIn im normalen und interdisziplinären Traffic sichtbar und hat dort eine eigene Nutzergruppe.

Der Link zu der DOPANET-Gruppe lautet: https://www.linkedin.com/groups/12484497/

All diejenigen, die sich nicht entscheiden können, bei LinkedIn einen Account zu schalten oder dort mitzumachen, werden den Content, den wir hier bei XING publiziert haben und auch den Content, der ab Januar 2023 bei LinkedIn publiziert wird, selbstverständlich auch unter

https://www.dopanet.digital

weiter barriere- und kostenfrei lesen können. Es wird eine vollständige Spiegelung aller ca. 1.300 Beiträge und aller Kommentare auf diese Seite übernommen. Kein einziger Artikel aus den vergangenen Jahren wird verloren gehen.

DOPANET Wissen & Kommunikation erreicht heute rund 9.000 Leser und Mitglieder. Vor 3 Jahren haben wir die Marke publiziert und können nur resümieren, dass es sehr offensichtlich einen Bedarf für solch ein Wissens- und Kommunikationsformat gab und gibt. Das ist Ansporn für uns. Wir werden weiterhin mit schnellen und komplexen Informationen im Meinungsbildungsgeschäft unterwegs sein. Für unsere Mitglieder und Leser wird das alles weiterhin und ausnahmslos kostenfrei bleiben.

Haben Sie Rückfragen? Zögern Sie nicht, uns zu schreiben! Wir sind gerne für Sie erreichbar! Unsere EMail-Adresse lautet info@dopanet.com

Joachim Maurice Mielert

DOPANET Wissen & Kommunikation

Landsberger Allee 131c

10369 Berlin

Telefon 030 - 387 72 83-0

EMail: info@dopanet.com

www.dopanet.digital

Ja, wie schade. Es scheint große Zeit der Um-und Neuorientierung zu sein., Konzerninteressen machen es möglich. Sozial war gestern.
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Am 29. August 2022 findet der Leaders Workshop online und auf Englisch (mit deutscher Simultanübersetzung) statt.

Wir freuen uns, dass unser Co- Moderator Prof. Dr. Schmidt einer der Referenten dieses Formates sein wird. Das Gesamtprojekt wird von DOPANET Wissen & Kommunikation mit unterstützt.

Zu den Teilnehmern gehören u.a Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach (Bundesminister für Gesundheit),

Stefan Oelrich (CEO Bayer Health) und Joe Miller (Bestsellerautor und Journalist FT).

DAS PROGRAMM:

BEGRÜSSUNG, PRÄSENTATIONEN UND ÜBERBLICK ÜBER DAS PARKINSON ROADMAP PROJEKT

09.00 – 09.15 Begrüßung und Einführung

Vorsitz: Joe Miller · Bestsellerautor und Journalist Financial Times

Dr. Jörg Karenfort · YUVEDO Foundation

Dr. Kai Uwe Bindseil · Berliner Partner für Wirtschaft und Technologie

Prof. Dr. Jens Volkmann · Geschäftsführer Parkinson Stiftung Universität Würzburg

09.15 – 09.30 Eröffnung: Prof. Dr. Dr. Karl Lauterbach · Bundesminister für Gesundheit

09.20 – 09.45 Präsentation der Parkinson ROADMAP 1.0

Jens Greve · YUVEDO Foundation

Helen Matthews · Cure Parkinson’s UK

Dr. Cathy Molohan · YUVEDO Foundation

Prof. Dr. Dr. Wolfgang Oertel · Präsident European Brain Council · Universität Marburg

Dr. Uwe Radelof · YUVEDO Foundation

09.45 – 10.15 Zell-, Gen- und mRNA-basierte Therapien – Neue Perspektiven für Parkinson und andere NDD

Stefan Oelrich · Vorstandsvorsitzender Bayer Health

10.15 – 10.30 Pause mit Videos

NEUE ENTWICKLUNGEN, NEUE TECHNOLOGIEN & NEUE COMMUNITY

10.30 – 11.30 Neue Entwicklungen in der Parkinson-Ursachenforschung

Vorsitz: Prof. Dr. Rudi Balling · Universität Bonn

Prof. Dr. Rudolf Jaenisch* · Whitehead Institute for Biomedical Research am MIT · Cambridge · MA · USA

Prof. Dr. Hans Lehrach · Em. Direktor MPI für molekulare Genetik · Berlin

Shalini Padmanabhan, PhD · MICHEAL J FOX FOUNDATION

Prof. Dr. Stefan Sigrist · DZNE · Charité · FU Berlin

11.30 – 12.30 Ein Schlüssel zum Erfolg: KI, Patientenbeteiligung und Patientendaten

Vorsitz: Prof. Dr. Dr. Wolfgang Oertel · Präsident European Brain Council · Universität Marburg

Prof. Dr. Daniela Berg · UKSH Kiel

Prof. Dr. Bastiaan R. Bloem · Radboud University Nijmegen Niederlande

Prof. Dr. Erwin Böttinger (tbc) · HPI Digital Health · Potsdam

12.30 – 13.00 Präsentation von Little Victories Projekt und -Kampagne

Vorsitz: Prof. Dr. Georg Ebersbach · Parkinson Klinik · Beelitz-Heilstätten

Dr. Jörg Karenfort · Vorstand YUVEDO Foundation

Dr. Cathy Molohan · YUVEDO Foundation

13.00 – 14.00 Mittagessen

INNOVATION & NETZWERKMEDIZIN

14.00 – 15.00 Der Weg zu innovativen und alternativen Therapien

Vorsitz: Prof. Dr. Thomas Gasser · Direktor DZNE

Prof. Dr. Christine Klein · UKSH · Lübeck

Dr. Hanno Svoboda · Roche

Prof. Dr. Jens Volkmann · Geschäftsführer Parkinson Stiftung, Universität Würzburg

15.00 – 15.30 Netzwerkmedizin als schneller Weg zur Heilung

Vorsitz: Prof. Dr. Thomas Müller · Berlin-Weißensee

Prof. Dr. Harald Schmidt · Maastricht

15.30 – 15.45 Kaffeepause

NEUER REGULATORISCHER RAHMEN UND INVESTITIONSUMFELD

15.45 – 16.45 Vertrauen, Investition & Prozess: Den Weg zur Heilung ebnen

Moderation: Dr. Jörg Karenfort · Geschäftsführer YUVEDO Foundation

Russell Patten · Generalsekretär · EPDA

Prof. Dr. Claudia Trenkwalder · Past-President der IPMDS (Intern. Parkinson and Movement Disorder Society)

n. n. · Europäische Kommission · GD Forschung

16.45 – 17.00 Entwicklung eines "Digitalen Parkinson-Zwillings"

Moderation: Prof. Dr. Susanne Schneider · LMU München

Prof. Dr. Rudi Balling · Universität Bonn

17.00 – 17.30 Präsentation neuer MedTech-Lösungen

17.30 – 17.45 Nächste Schritte und Vorgehensweise; Schlussbemerkungen

Daten bilden die Grundlage einer modernen evidenzbasierten Medizin. Damit die Nutzung von Gesundheitsdaten in Deutschland endlich Fahrt aufnehmen kann, bedarf es der Klärung ethischer Fragen. Warum hierfür ein inklusiver gesellschaftlicher und politischer Prozess notwendig ist, erklärt Annerose Nisser vom VDI Technologiezentrum.

Auf Grundlage von Daten entwickeln Unternehmen Medikamente und Medizinprodukte, Forscher:innen verbessern Behandlungsverfahren und Therapieansätze. Technische und soziale Innovation setzt Daten voraus. Im Vergleich zu europäischen Nachbarn wie Finnland und den Niederlanden befindet sich das deutsche Gesundheitswesen allerdings noch im prä-digitalen Zeitalter. Das führt dazu, dass die nötigen medizinischen Daten für viele Fragestellungen hierzulande entweder gar nicht zur Verfügung stehen oder aus anderen Ländern bezogen werden müssen, etwa Daten aus Israel zur Wirkung von Impfstoffen zu Beginn der Corona-Pandemie.

Doch wie kann in Deutschland die Nutzung von Gesundheitsdaten Fahrt aufnehmen und unser Land damit zum Wegbereiter für medizinischen Fortschritt und Innovation werden? Dies kann nur gelingen, wenn wir einen Konsens zu den zentralen Fragen eines ethischen Umgangs mit Gesundheitsdaten finden.

Die Voraussetzung: Solidarität, Fairness, Vertrauen

Die erste ethische Frage betrifft die sogenannte Datensolidarität. Sie überträgt das Solidaritätsprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung auf den Datenraum Gesundheit. Die Idee dahinter ist einfach: Ein Teil der Gesundheitsdaten fließt in einen Datenpool. Aus diesem Datenpool gewinnen Forschende Erkenntnisse für eine bessere Versorgung, Medizintechnikunternehmen entwickeln daraus verbesserte Produkte. Die Erkenntnisse und Produkte aus dem Datenpool kommen allen Beteiligten zugute – natürlich zuerst denjenigen, die sie besonders benötigen, weil sie auf Gesundheitsleistungen angewiesen sind. Daten zu teilen, ohne sie selbst unmittelbar zu benötigen, wäre Ausdruck dieser Datensolidarität.

Allerdings setzt der Wille zum solidarischen Teilen von Daten Fairness voraus: Solidarisch beteiligen möchte ich mich nur, wenn ich fair behandelt und nicht ausgenutzt werde. Fairness bedeutet, dass Nutzen und Beiträge in einem fairen, also gerecht empfundenen Verhältnis zueinanderstehen. Das faire Verhältnis zwischen Nutzen und Beiträgen muss für viele Akteure abgewogen werden: (potenzielle) Patient:innen, Pfleger:innen, Ärzt:innen ebenso wie für Versicherungen, kleine Medizintechnikunternehmen und große Pharmakonzerne. Nutzen und Beiträge bestehen dabei nicht allein aus monetären Leistungen. Sie können auch in Form von Datenspenden und einer verbesserten Gesundheitsleistung auftreten. Das macht den Prozess so komplex.

Zur Einhaltung von Fairness bedarf es klarer Regeln und Garantien – sogenannter „Vertrauensanker“. Das umfasst in einem ersten Schritt Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Aber auch eine sichere technische Infrastruktur zum Austausch der Daten ist Teil der Vertrauensanker. Schließlich braucht es unabhängige Akteur:innen – der Koalitionsvertrag nennt sie „Datentreuhänder“ –, die eine vertrauenswürdige Datennutzung garantieren.

Alle Interessengruppen beteiligen

Unter welchen Bedingungen Datensolidarität möglich ist, wann das Verhältnis zwischen Nutzen und Beiträgen „fair“ ist und welche Vertrauensanker wir benötigen, kann kein beteiligter Akteur allein bestimmen. Deshalb ist ein Prozess notwendig, der die verschiedenen Akteure zusammenbringt: Patient:innen, Angehörige der Heilberufe, Ärzteschaft, Politik und Verwaltung, Forschungseinrichtungen, Kliniken, Versicherungen, Start-ups, KMU und große Unternehmen – wobei diese Aufzählung sicher nicht abschließend ist.

Um diese sehr unterschiedlichen Akteure und ihre diversen Interessenlagen erfolgreich zusammenzubringen, sind klare Regeln und ein entsprechender Rahmen nötig. Hierfür muss ein unabhängiger Akteur den Prozess moderieren und vermittelnd sowie schlichtend auftreten. Die Betonung liegt dabei auf „unabhängig“: Denn aus der Verhandlungstheorie wissen wir, dass faire Prozesse mit klar gestecktem Rahmen unter unabhängiger Moderation deutlich schneller zum Ziel kommen. So erzielte Ergebnisse und Vereinbarungen haben außerdem länger Bestand.

Als Inspiration für einen solchen Prozess könnten andere Branchen dienen, etwa die Industrie. Hier arbeiten ganz unterschiedliche Akteure bereits seit längerem an einer gemeinsamen Nutzung von Daten und an der Architektur von Datenräumen – im Rahmen von Initiativen wie Gaia-X und der Plattform Industrie 4.0.

Dr. Annerose Nisser ist Technologieberaterin bei der VDI Technologiezentrum GmbH. Gemeinsam mit weiteren Expert:innen aus der Arbeitsgruppe „Ethik“ der Initiative D21 e.V. veröffentlichte sie Ende Juni einen Denkimpulszum Datenraum Gesundheit.

Die Testphase des E-Rezepts wird zum 31. August abgeschlossen sein, wie die Gematik gestern mitteilte. Der stufenweise deutschlandweite Rollout kann damit ab 1. September beginnen. Auch die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bestätigte gestern, dass in allen deutschen Apotheken das E-Rezept fristgemäß ab 1. September eingeführt werden kann. Wie die ABDA weiter erklärte, hätten die Krankenkassen zugesichert, bei technisch fehlerhaften E-Rezepten die Kosten für die Arzneimittel zu übernehmen. Die Kassen hätten den Apotheken den Abschluss einer „Friedenspflicht bei Retaxationen“ für den Übergangszeitraum zugesichert, so dass die Kosten für die verordneten Medikamente auch dann übernommen werden, wenn der Name des ausstellenden Arztes nicht mit der Signatur seines Heilberufsausweises übereinstimmt, so die ABDA. Alternativ müssten die Patient:innen zurück zur Arztpraxis geschickt werden, wo dann ein neues Rezept ausgestellt werden müsste. Dies würde die Versorgung belasten und die Akzeptanz des E-Rezepts bei Patient:innen, Ärzt:innen, Apotheker:innen gefährden.

Gerade in der Startphase müsse das E-Rezept von Patient:innen akzeptiert werden, um dauerhaft als nützlich und praktisch wahrgenommen zu werden, sagte Thomas Dittrich, Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands. „Es ist deshalb wichtig, dass die Krankenkassen nun gerade in der Startphase zusichern, die Kosten für die verordneten Arzneimittel auch bei technischen Fehlern zu tragen, wie zum Beispiel eine unterschiedliche Schreibweise des Arztnamens“, so Dittrich.

Für die ersten beiden Test-Regionen Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe beschloss die Gematik-Gesellschafterversammlung am Dienstag zudem drei Erfolgskriterien: So sollen 25 Prozent der Verordnungen als E-Rezept ausgestellt werden. Außerdem soll gewährleistet sein, dass die Patient:innen dort über das E-Rezept informiert wurden. Und die Quote von Patient:innen, die aufgrund von Fehlern beim E-Rezept zur Praxis zurückkehren mussten, um sich ein Muster 16 Formular als Ersatz geben zu lassen, muss unter drei Prozent liegen. Erst wenn diese Erfolgskriterien erreicht sind, schließt die nächste Stufe mit sechs Bundesländern an, die noch benannt werden müssen.

Berlin, 21. Juli 2022 – Mehr Verantwortung tragen künftig qualifizierte Pflegefachkräfte bei der häuslichen Krankenpflege. Sie dürfen bei bestimmten medizinischen Maßnahmen eigenständig entscheiden, wie oft und wie lange diese eingesetzt werden sollen, wenn die ärztliche Verordnung dazu keine Vorgaben macht. Für diesen Schritt hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute den Weg frei gemacht und die Häusliche Krankenpflege-Richtlinie (HKP-RL) angepasst.

Bei welchen Leistungen können Pflegefachkräfte Dauer und Häufigkeit künftig selbst verantworten?

Welche Leistungen sich für eine eigenständige Entscheidung von qualifizierten Pflegefachkräften im Hinblick auf Dauer und Häufigkeit eignen, ist künftig in der HKP-Richtlinie aufgeführt. Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen bei der Stomabehandlung oder beim Versorgen von akuten Wunden. Die Richtlinie listet quantitative Orientierungswerte für die Häufigkeit und Dauer von Maßnahmen bezogen auf den Regelfall auf – von ihnen können die verordnenden Ärztinnen und Ärzte und nunmehr ggf. auch die Pflegefachkräfte abweichen, wenn das im Einzelfall notwendig ist. Bereits bisher sieht die Richtlinie einen regelmäßigen Austausch zwischen Pflegefachkräften und den verordnenden Ärztinnen und Ärzten vor. Dieser Austausch soll nun intensiviert werden und erfolgt bei Leistungen mit erweiterter Pflegeverantwortung der Pflegefachkraft regelmäßig.

Das grundsätzliche Verfahren bei der häuslichen Krankenpflege – Verordnung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie die Genehmigung durch die Krankenkasse – ist von den neuen Befugnissen für Pflegefachkräfte nicht betroffen. Allerdings werden die Krankenkassen den Pflegedienst als möglichen Adressaten zukünftig in den Austausch zum Genehmigungsverfahren mit einbinden.

Welche Qualifikation brauchen Pflegefachkräfte für das eigenständige Agieren?

Welche Qualifikationen Pflegefachkräfte für diese neue Kompetenzerweiterung haben sollen, werden künftig entsprechende Rahmenempfehlungen zwischen Krankenkassen und Pflegeverbänden vorgeben. Da bei der heutigen Entscheidung diese Rahmenempfehlungen noch nicht vorlagen, ist der G-BA von diesen Überlegungen als Mindestvoraussetzung für eine gute Versorgung ausgegangen: Die fachlichen Anforderungen für die beschriebene eigenständige Tätigkeit sind nur erfüllt, wenn die Pflegefachkräfte eine mindestens 3-jährige Ausbildung vorweisen und einschlägige Berufserfahrung besitzen.

Inkrafttreten

Sofern das Bundesministerium für Gesundheit keine rechtlichen Einwände hat, werden die Änderungen an der Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege im Bundesanzeiger veröffentlicht. Sie treten am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft.

Hintergrund: Häusliche Krankenpflege

Mit seinem heutigen Beschluss setzt der G-BA einen Auftrag des Gesetzgebers aus dem Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz um. Durch den Kompetenzzuwachs im Bereich der häuslichen Krankenpflege hofft der Gesetzgeber, dass der Pflegeberuf attraktiver wird.

Die G-BA-Richtlinie zur häuslichen Krankenpflege regelt Details für die Versorgung. So wird beispielsweise definiert, welche Leistungen und Maßnahmen verordnungsfähig sind, welche Voraussetzungen für eine Verordnung vorliegen müssen und wie Verordnerinnen und Verordner mit den ambulanten Pflegediensten und den Krankenhäusern zusammenarbeiten sollen. Das Sozialgesetzbuch V eröffnet den grundsätzlichen Anspruch für Versicherte auf häusliche Krankenpflege. Der GKV-Spitzenverband und die Verbände der Pflegebranche schließen eine Rahmenempfehlung ab, auf deren Basis einzelne Krankenkassen und Pflegeanbieter individuelle Verträge vereinbaren