ParkinsonParkinson

1546 members | 1087 posts | Public Group

DOPANET®: Interaktive Kommunikation, News, Analysen, Wissens- und Meinungsbildung rund um das Thema neurodegenerative Erkrankungen und Gesundheitspolitik. Interaktiv, motiviert, schnell!

Kurz vor Beendigung der Legislatur hat der Bundesrat die Neuordnung von Entgeltansprüchen von pflegenden Angehörigen verbessert. Eine Ergänzung im Bundestagsverfahren betrifft die Betreuung von Menschen mit Behinderung während eines Krankenhausaufenthalts: Vertraute Begleitpersonen, z.B. Angehörige, erhalten künftig unter bestimmten Voraussetzungen ihren Verdienstausfall erstattet. Der Bundestag griff damit - zumindest teilweise - eine Forderung des Bundesrates auf (Drs. 583/20 (B) und 349/21 (B)). Die Neuregelung bietet ausserordentlich direkte Vorteile, wenn beispielsweise Parkinson-Patienten zu multimodalen Komplextherapien begleitet werden müssen.

Die Unterzeichnung des Gesetzesbeschlusses durch den Bundespräsidenten gilt als sicher.

Berlin, 17.9.21 Mielert

DOPANET Wissen & Kommunikation

super Beitrag und tolle Info, vielen Dank!

Gestern haben wir hier das Thema "Titandioxid (E171) in Medikamenten" zur Sprache gebracht. Die Feedbacks liessen nicht lange auf sich warten. 12 Stunden nach der Publikation des Artikels liegen hier Reaktionen vor, wie wir das selten erlebt haben. Das hat uns bewogen, die Sache heutemorgen zu konzentrieren, Studien abzufordern, das Thema in anderen Netzwerken ebenfalls zu publizieren und einen Trailer zu produzieren.

Der Trailer zum Projekt! Wir würden uns freuen, wenn Sie den Link kopieren und in Ihre persönlichen Netzwerke und an Ihre Kontakte weitersenden würden:

https://youtu.be/YHDC_5g3kCk

E171 - Titandioxid - wird in einer Vielzahl von Lebensmitteln, Medikamenten, Kosmetika und anderen Industriegütern eingesetzt. Studien haben belegt, dass E171 gesundheitsgefährdend, mutmasslich sogar krebserregend ist. Die Bundesregierung hat bei der EU-Kommission seit Monaten ein Verbot zum Gebrauch von Titandioxid in Lebensmitteln angeregt, in Frankreich ist E171 bereits verboten.

Dennoch gibt es nach wie vor Medikamente, bei deren Herstellung E171 eingesetzt wird. Parkinson-Medikamnete bilden längst keine Ausnahme, auch Blutdrucksenker, Schmerztabletten und unzählige andere Produkte tragen E171 in sich. Schauen Sie einmal in den Produktinformationen Ihrer Tabletten nach, wahrscheinlich enthält auch Ihre Hautcreme und ganz bestimmt auch Ihre Zahnpasta Titandioxide (E171).

DOPANET Wissen & Kommunikation möchte die Sache gerne verstehen, erklären und lösungsorientiert Korrekturen bewirken.

Wir fordern die Herstellerwirtschaft und die zuständige Fachaufsicht auf, den fortwährenden Einsatz von Titandioxid in Medikamenten zu begründen und zu erklären, warum trotz eines im Zusammenhang mit Lebensmittelherstellungen vollzogenen Vorstoßes der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner an die EU-Kommission E171 ungebremst weiter zum Einsatz kommt.

Die Nanopartikel von Titandioxid treten in eine ausserordentlich bedenkliche Interaktion mit diversen Bakterien im Darm und führen bei Menschen mit entsprechenden Dispositionen zu Verdauungsstörungen. Mehrere Studien belegen dies.

Parkinson-Patienten, die wir hier bei DOPANET besonders im Blick haben und deren Interessen uns am Herzen liegen, sind von Störungen des Verdauungssystemes überdurchschnittlich oft ohnehin betroffen. Die Parkinson-Erkrankung bringt die Verdauungsproblematik hinreichend mit sich. Wir haben wenig Sympathie für die mögliche Erhöhung von ohnehin vorhandenem Leidensdruck, nur weil die Industrie bei der Produktion von oral zuzuführenden Medikamenten auf Produktdesigns achtet und beispielsweise weisse Tabletten besonders weiss sein sollen oder rosafarbene Tabletten ein besonders helles und durchgängig gleiches Farbbild haben.

Zudem ist der Organismus des menschlichen Körpers nur eingeschränkt in der Lage, Titandioxid zu verstoffwechseln. Titandioxid sammelt sich in dieser Folge im Organismus an. Auch wenn die Einzeldosis pro Tablette sicherlich minimal ist, so ist die Addition kleinster Mengen zum Schluss doch signifikant. Parkinson-Patienten nehmen täglich viele Tabletten sein, die meisten Patienten müssen nach jeweils 4 Stunden Levodopa/Benserazid zuführen. Auch MADOPAR enthält Titandioxide (E171). Am Ende eines Monates hat ein Patient mit neurodegenerativer Erkrankung mehrere hundert Tabletten konsumiert. Dass die in diesem Zusammenhang aufgenommene Menge Titandioxid nicht mehr marginal ist, erklärt sich selbst.

DOPANET Wissen & Kommunikation möchte die Sache gerne klären. In erster Linie denken und argumentieren wir hier aus Patientensicht für Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen. Es sind jedoch letzthin alle Patienten betroffen, also längst nicht nur Parkinson-Patienten.

Wir fordern die Herstellerwirtschaft und die Fachaufsicht auf, den fortwährenden Einsatz von Titandioxid insbesondere bei der Medikamentenherstellung zu begründen und zu erklären, warum trotz eines Vorstoßes der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner an die EU-Kommission E171 ungebremst weiter zum Einsatz kommt.

Der Einsatz von Titandioxid ist absolut verzichtbar, denn die Substanz erfüllt keinerlei medizinischen Nutzen. E171 wird ausschliesslich aus Gründen des Produktdesigns eingesetzt. Titandioxid hellt Produkte auf, glättet Farbstrukturen, macht Tabletten strahlend weiss oder versiegelt beispielsweise die optischen Oberflächen von Dragees.

Es ist nicht akzeptabel, eine gesundheitsbedenkliche Substanz industriell einzusetzen, die keinerlei Nutzen für den Verbraucher hat. Wir würden gerne erreichen, dass die Herstellerwirtschaft die Patientensicherheit priorisiert und sich dem Patienten-Interesse öffnet. Auch das BfArm, die Aufsichtsinstanzen des BMG, die Selbstverwaltung und die Krankenkassen sollten sich des Themas annehmen.

DOPANET® wird das weiter im Blick haben und berichten. Wir sind sehr erstaunt, dass ein solch essentielles Thema nicht längst von Patientenvertretungen, die vielfach wissenschaftliche oder ärztliche Beiräte haben, aufgeworfen wurde oder aber denkbare Vorstösse an Politik und Industrie ohne Öffentlichkeitswirksamkeit erfolgten. Sind die Patientenvertretungen doch so sehr von den Zuwendungen der Herstellerwirtschaft abhängig, dass Protest und Kritik nicht opportun wäre?

Es beweist sich die Richtigkeit, bei DOPANET keinerlei Fördergelder, keine Spenden, keine Mitgliedsbeiträge und auch keine anderen "Vorteile" anzunehmen. Das macht uns unabhängig und öffnet uns den Weg, notfalls auch unangenehme Fragen zu stellen...

https://youtu.be/YHDC_5g3kCk

Danke für das Aufgreifen dieses überaus wichtigen Themas, was daher kommt wie ein side kick....

DOPANET® fragt exklusiv bei Herstellern an

Bei der Herstellung von Parkinson-Medikamenten werden immer Füll- und Hilfsstoffe eingebracht, teilweise zur Haltbarmachung, teilweise zur Strukturierung der Abgabemengen der Wirkstoffe, teilweise zur Designgestaltung und aus weiteren Aspekten.

Es ist unstrittig, dass die Parkinson-Krankheit eine ursächliche Verbindung zu Geschehnissen im Darm hat. Unzählige wissenschaftliche Studien und Publikationen gehen auf dieses Thema ein, ja, es gibt Aussagen führender Wissenschaftler, die zusammenfassen: Parkinson entsteht im Darm.

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hat in einer aktuellen Stellungnahme den schon lange umstritteneren E-Stoff E171 - Titandioxid - als „nicht sicher“ eingestuft. Titandioxid ist eine Substanz, die u.a. Lebensmittel in strahlendem Weiss erscheinen lässt oder farbliche Glättungen bewirkt. Es kommt beispielsweise in Lebensmitteln wie Mayonnaise, in Mozzarella oder auch in Kaugummis als Färbemittel zum Einsatz.

Titandioxid kommt auch in Medikamenten zum Einsatz. Und hier entsteht ein signifikanter Klärungsbedarf, u.a. bei von Parkinson-Patienten täglich mehrfach einzunehmenden Levodopa/Benserazid-Präparaten. So ist explizit in dem Präparat MADOPAR (Zulassungsnummer 16.548) ausweislich der Gebrauchsinformation vom 14. Juli 2020 unter Punkt 6 "Titandioxid E171" enthalten. Eine Mengenangabe ist auch bei gründlichster Recherche nicht zu ermitteln.

Es gibt kaum einen Parkinson-Patienten, der dieses Produkt nicht kennt und einnimmt.

Bereits im Jahre 2019 wurden in einer Studie die möglichen Risiken von Titandioxid genauer beleuchtet. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass die Nanopartikel des Titandioxid mit den Bakterien des Darms interagieren. Die Darmfunktion wird beeinträchtigt und es können entzündliche Darmerkrankungen entstehen. Kaum ein Parkinson-Patient kennt das Problem nicht, Darm- bzw. Verdauungsbeschwerden begleiten Betroffene fortlaufend. Ausserordentlich beunruhigend ist, dass man zwar mit Lebensmitteln oder Medikamenten jeweils mutmasslich nur sehr wenig Titandioxid aufnimmt, dass dieses jedoch im Körper angesammelt wird. Eine im Jahre 2016 durchgeführte Studie hatte bereits den Blick auf das genetische Erbmaterial von Zellen gelenkt und Erbgutschädigungen nicht ausgeschlossen.

Die CDU-Politikerin und Bundesministerin Julia Klöckner hat unlängst ein Ende der Zulassung und des Gebrauches von Titandioxid innerhalb der Europäischen Union gefordert und erklärt: „Im Sinne des Vorsorgeprinzips muss die EU-weit geltende Zulassung für Titandioxid zurück genommen werden. Es ist nicht auszuschliessen, dass der Lebensmittelzusatzstoff erbgutschädigend wirkt“, sagte die Ministerin.

DOPANET® ist ein privat initiiertes Wissens- und Kommunikationsformat. Wir fordern die Herstellerwirtschaft auf, uns darzulegen, welche Auswirkungen der Einsatz des Titandioxid bei Parkinson-Patienten bewirkte und weiter erwarten lässt. Wir fordern eine Erklärung, warum dieses Produkt bei der Herstellung von Levodopa-Präparaten Einsatz findet. Wir fordern die Herstellerwirtschfat auf, den Nutzen und eventuellen Zusatznutzen von Titandioxid in Parkinson-Medikamenten zu erläutern. Zugleich fordern wir die Zulassungsbehörden und den G-BA auf, die Unsicherheit des Einsatzes von Titandioxid im Zusammenhang mit der Inverkehrbringung der Parkinson-Medikamente zu erläutern.

Wenn ein nationales Ministerium im Interesse der Verbrauchersicherheit einen Vorstoß auf EU-Kommissions-Ebene unternimmt, kann das Problem nicht marginal sein. Wir möchten im Interesse der Patientensicherheit um kurzfristigste Stellungnahmen und Publikation bei DOPANET bitten.

Berlin, den 12. September 2021

Joachim Maurice Mielert

©DOPANET® Wissen & Kommunikation

Danke für die Informationen. Halte uns auf diesem Kanal bitte auf dem Laufenden.
This post is only visible to logged-in members. Log in now
This post is only visible to logged-in members. Log in now
This post is only visible to logged-in members. Log in now