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13.6.2021 DOPANET war bei der DMEA dabei, der Transformationsprozess in der Medizinwirtschaft geht mit grossen Schritten weiter. Neben der Hauptstadtkonferenz und dem HIH ist die DMEA eines der zentralen Formate für die Diskussion und Strukturierung gesundheitspolitischer Tendenzen. Nachstehend die Abschluss-Pressemitteilung der DMEA:

DMEA 2021: Eine Woche Digital Health geht zu Ende

• Vom 07. bis 11. Juni fand die DMEA 2021 als digitale Ausgabe statt.

• Ab 12. Juni und bis zum 12. September können Ticketinhaberinnen und -inhaber und interessiertes Publikum viele der Programmpunkte noch digital abrufen.

• Die nächste DMEA wird vom 26. – 28. April 2022 als Präsenzveranstaltung in Berlin stattfinden.

Am 11.6.21 geht das Programm der DMEA 2021 zu Ende. Erstmals erstreckten sich die Formate von Europas wichtigster Digital-Health-Veranstaltung über eine ganze Woche und deckten dabei wie gewohnt die aktuellen und zukunftsweisenden Themen der digitalen Gesundheitsversorgung ab.

„Die Zukunft des Gesundheitswesens ist von der Digitalisierung geprägt – daran kann mittlerweile kein Zweifel mehr bestehen. Es macht uns stolz, dass wir mit der DMEA auch in diesem Jahr eine zentrale Plattform für die digitale Transformation des Gesundheitswesens bieten konnten. Wir ziehen nach der digitalen DMEA ein positives Fazit. Aufbauend auf den Erfahrungen mit der DMEA sparks konnten wir unseren digitalen Auftritt in diesem Jahr noch weiter ausbauen und professionalisieren. An dieser Stelle möchte wir uns besonders für die tatkräftige Unterstützung und Mitarbeit der Messe Berlin sowie unserer Partner GMDS, BVMI, KH-IT und CIO-UK bedanken.

Eines ist jedoch ganz klar: Nach der Corona-Pandemie werden wir zu einem Präsenzformat zurückkehren. Die DMEA lebt vom Austausch und der Diskussion, die sich bei einem persönlichen Treffen vor Ort freier und spontaner entfalten. Wir freuen uns deshalb auf ein ganz reales Wiedersehen mit der DMEA-Community im Jahr 2022“, so Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbands Gesundheits-IT.

DMEA on demand

Ab 12. Juni startet das On-Demand-Angebot der DMEA 2021: Ticketinhaberinnen und -inhaber können dann bis zum 12. September einen großen Teil des Programms online abrufen.

Ausgewählte Highlights werden darüber hinaus auf dem DMEA-YouTube- veröffentlicht. Dazu gehört das Eröffnungsinterview mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie Keynotes zu Themen wie Telemedizin, der Rolle der Bürgerinnen und Bürger in der Digitalisierung sowie dem möglichen Beitrag des Gesundheitssektors bei der Bewältigung der Klimakrise.

Zentrale Anlaufstelle für alle Inhalte ist die digitale DMEA-Plattform.

Über die DMEA

Die DMEA ist Europas zentraler Treffpunkt in Sachen Health-IT. Hier treffen Entscheiderinnen und Entscheider aus sämtlichen Bereichen der Gesundheitsversorgung aufeinander – von IT-Fachleuten über Ärztinnen und Ärzte, Führungskräfte aus Krankenhaus und Pflege, bis hin zu Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Forschung. Den zentralen Themenbereichen Nachwuchs und Karriere widmet sich die DMEA jährlich mit einem eigenen Programm. 2021 hatten sich über 4.000 Teilnehmende für die DMEA registriert, täglich schalteten rund 2.500 zu den Programmpunkten ein, um mehr über aktuelle Entwicklungen und Produkte zu erfahren, sich fortzubilden und wichtige Kontakte in die Branche zu knüpfen. Rund 150 Unternehmen präsentierten ihre Innovationen. Die nächste DMEA findet vom 26. - 28. April 2022 in Berlin statt.

Veranstalter der DMEA ist der Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e.V., die Organisation liegt bei der Messe Berlin. Sie wird darüber hinaus in Kooperation mit den Branchenverbänden GMDS (Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie) e.V., BVMI (Berufsverband Medizinischer Informatiker) e.V. sowie unter inhaltlicher Mitwirkung von KH-IT (Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter) e.V. und CIO-UK (Chief Information Officers – Universitätsklinika) gestaltet.

Diese Presse-Information finden Sie auch im Internet: www.dmea.de

Twitter: twitter.com/_DMEA

Quelle: DMEA 13.6.2021

Berlin, 13. Juni 2021 (DOPANET) Einige der Regelungen sind etwas sperrig formuliert und komplizieren die barrierefreie Verständlichkeit ein wenig, gleichwohl macht es Sinn, die vom G-BA in Berlin publizierte Erklärung im Wortlaut wieder zu geben:

Corona-Sonderregeln verlängern sich

Einige Corona-Sonderregeln des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verlängern sich, nachdem der Bundestag am 11.6.2021 weiterhin eine epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt hat. Die Dauer dieser Sonderregeln ist an das Fortbestehen der epidemischen Lage geknüpft. Sie gelten damit nun bis zum 30. September 2021, es sei denn, der Bundestag hebt das Fortbestehen der epidemischen Lage vorher auf.

Ziel ist es, weiterhin unnötige Kontakte zu reduzieren und die mit Impfungen ausgelasteten Arztpraxen nicht zusätzlich zu belasten, da trotz zurückgehender Inzidenzen Infektionsrisiken nicht auszuschließen sind. Über die Corona-Sonderregeln, für die der G-BA eine davon unabhängige Befristung festgelegt hat, wird er rechtzeitig vor Ablauf erneut beraten. So steht z. B. die telefonische Krankschreibung am 17. Juni 2021 auf der Tagesordnung des G-BA-Plenums.

Folgende Corona-Sonderregeln gelten demnach fort:

Disease-Management-Programme (DMP): Um eine mögliche Ansteckung mit COVID-19 zu vermeiden, müssen Patientinnen und Patienten auch weiterhin nicht verpflichtend an Schulungen teilnehmen. Die quartalsbezogene Dokumentation von Untersuchungen der in ein DMP eingeschriebenen Patientinnen und Patienten ist ebenfalls weiterhin nicht erforderlich, sofern die Untersuchung aufgrund des Infektionsschutzes nicht durchgeführt bzw. nicht erhoben werden konnte.

Entlassmanagement: Krankenhausärztinnen und -ärzte können weiterhin im Rahmen des Entlassmanagements eine Arbeitsunfähigkeit für bis zu 14 Kalendertagen statt bis zu 7 Tagen nach einer Entlassung aus dem Krankenhaus bescheinigen. Ebenso können sie für bis zu 14 Tage häusliche Krankenpflege, spezialisierte ambulante Palliativversorgung, Soziotherapie sowie Hilfs- und Heilmittel verordnen, insbesondere dann, wenn der zusätzliche Gang zur Arztpraxis vermieden werden soll. Außerdem können Arzneimittel bei der Entlassung aus dem Krankenhaus wie bisher flexibler verordnet werden.

Kinderuntersuchungen U6 bis U9: Für die Kinder-Früherkennungsuntersuchungen U6, U7, U7a, U8 sowie U9 gilt weiterhin: Die vorgegebenen Untersuchungszeiträume und Toleranzzeiten können überschritten werden. Diese Nachfrist hat der G-BA vorgesehen, um den Eltern und Kinderarztpraxen das Nachholen der U-Untersuchungen problemlos zu ermöglichen.

Krankentransport: Krankentransportfahrten zu nicht aufschiebbaren zwingend notwendigen ambulanten Behandlungen von nachweislich an Corona erkrankten Versicherten oder von Versicherten, die aufgrund einer behördlichen Anordnung unter Quarantäne stehen, bedürfen wie bisher vorübergehend nicht der vorherigen Genehmigung durch die Krankenkasse.

Außerdem verlängert sich das Vorliegen besonderer Umstände in der Geschäftsordnung des G-BA mit dem Fortbestehen der epidemischen Lage. Demnach hat der G-BA damit weiterhin die Möglichkeit, Beschlüsse - wenn notwendig - auch kurzfristig im schriftlichen Umlaufverfahren zu fassen.

Alle Details, auch zu abweichenden Geltungsdauern von weiteren Sonderregeln, sind auf der Serviceseite Corona-Sonderregelungen gelistet.

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss 11.6.2021

Interview mit Prof. Ulrich Kelber (SPD), Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit: „Ein digitaler Impfnachweis kann besser sein als der analoge“

Quelle: Dtsch Arztebl 2021; 118(23): A-1144 / B-943

Autoren: Beerheide, Rebecca; Haserück, André

Der Datenschutz im Gesundheitswesen ist immer wieder ein Konfliktpunkt. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber wehrt sich gegen Anschuldigungen, wirbt für mehr Dialog mit Datenschützern und erklärt, ab wann er selbst eine elektronische Patientenakte nutzen werde.

Aktuell wird wieder über den Datenschutz bei mehreren Projekten zur Bekämpfung der Pandemie gestritten: das digitale Impfzertifikat oder auch die Datenspeicherung von Schnelltests. Wie sehr ärgert Sie der Vorwurf, „Problem mit dem Datenschutz“ verhindere Pandemiebekämpfung?

Das ist anstrengend, besonders wenn drei Dinge passieren: Erstens werden teilweise mehrfach widerlegte Storys wieder aufgewärmt. Das zweite: Leute, die noch nicht den kompletten Überblick haben, geben „der Datenschutz ist Schuld“ als schnelle Antwort. Damit sie nicht sagen müssen, sie wissen etwas nicht. Und dann gibt es eine dritte Gruppe, die lenkt gerne vom Thema beziehungsweise Versäumnissen an anderer Stelle ab. Und das ist nicht in Ordnung. Man sollte die Debatte um den Datenschutz auf das konzentrieren, was sie ist: Welche Daten sind für einen legitimen Zweck notwendig und dürfen verarbeit werden? Und welche sind dafür nicht notwendig und dürfen nicht verarbeitet werden?

Beim Impfzertifikat und bei den Schnelltests: Welche Daten sind notwendig und dürfen verarbeitet werden?

Beim digitalen Impfzertifikat sind wir noch mitten in der Beratung. Ein gut gemachter digitaler Impfnachweis ist auch aus Datenschutzsicht besser als jeder analoge Nachweis. Daher bin ich optimistisch. Was die Europäische Union für die Interoperabilität für das Reisen über Grenzen vorgelegt hat, das ist gut. Jetzt müssen wir das in Deutschland mit einem Verfahren zusammenbringen, damit es auch bei neuen Impfungen sofort funktioniert sowie bei den Impfungen, die in der Vergangenheit vorgenommen wurden. Auf EU-Ebene ist für die Interoperabilität ein vernünftig bemessener Datensatz festgelegt worden. Dabei werden die Daten aufgenommen, die für den Nachweis nötig sind, bis hin zu den Chargennummern der Impfstoffe.

Wenn man die Veröffentlichungen in den vergangenen Wochen sieht – wie gut ist Ihr Verhältnis zum Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium?

Das ist erst mal ein enges Verhältnis, da wir sehr viel gemeinsam zu tun haben. Das ist ein zum Teil pandemiebedingt hektisches Miteinander, weil natürlich immer wieder neue Herausforderungen kommen. Ich wünsche mir, dass man bei allen Vorhaben zu einem noch früheren Zeitpunkt den ersten Kontakt mit uns aufnimmt. Zur agilen Arbeit an Gesetzen und Projekten gehört eben auch die agile Einbindung der Datenschutzbehörde, also zu einem frühen Zeitpunkt über Weichenstellungen zu informieren und sich beraten zu lassen. Das macht Vorhaben billiger und schneller und am Ende vertrauenswürdiger für die Nutzenden.

Auch bei Forschungsdaten, besonders bei der internationalen Zusammenarbeit, wird immer wieder der Datenschutz beklagt, dass beispielsweise Alter oder Geschlecht nicht verknüpft werden können. Ist das auch nur vorgeschoben?

Ich empfehle den Forschenden nicht die Grundhaltung „darf ich sowieso nicht, deshalb versuche ich es gar nicht“. Wenn sie etwas für erforderlich halten und es ein hohes öffentliches Interesse gibt, wie beispielsweise an der aktuellen Pandemie, sollten sie das Gespräch suchen. Dann wird man schon an vielen Stellen zu der Erkenntnis kommen, dass es mit vorhandenem Datenrecht geht. Bei dem Tempo, bei dem wir momentan Rechtssetzung betreiben, könnte sogar an der einen oder anderen Stelle die rechtliche Grundlage für bestimmte notwendige Datentransfers und Datenverarbeitungen geschaffen werden. Wir sagen da oft: „Schreibt es doch eindeutig in eine Verordnung oder in ein Gesetz hinein.“

Wenn man die Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen betrachtet, dann kann man den Eindruck gewinnen, dass es eine gewisse „Angst“ gibt, den Datenschutz einzubeziehen.

Ich hoffe, dass niemand Angst vor dem Gespräch mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder auch mit mir hat. Es wäre schade, wenn sich die Einstellung durchsetzt, dass man nicht fragt aus Angst, es könnte nein gesagt werden. Denn wir können auch ohne vorheriges Fragen später Nein sagen. Man kommt in seinem Projekt viel weiter und schneller voran, wenn man uns Datenschutzbehörden in Bund und Ländern früh einbindet.

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU wird oft als Hemmnis für eine umfassendere Datennutzung im Gesundheitswesen genannt. Allerdings werden in Art. 9 der DSGVO auch für diesen sensiblen Bereich Optionen eröffnet. Wird aus Ihrer Sicht die DSGVO zu Unrecht als zu hohe Hürde kommuniziert?

Die DSGVO soll ja auf der einen Seite auch ein Schutzschirm der Grundrechte sein. Sie soll bestimmte Datenverarbeitung ganz verhindern, bei anderen Daten soll sie grundsätzlich eine Rechtsgrundlage einfordern und an bestimmten Stellen soll sie ohne eine informierte, freiwillige, konkrete Einwilligung des Betroffenen nicht stattfinden. Dass die DSGVO insbesondere in Art. 9 besondere Schutzmaßnahmen dieser sensiblen Daten vorgesehen hat, dass muss die Gesundheitsbranche insgesamt akzeptieren. Viele tun das auch und die Medizin hat sich dazu längst auch eigene ethische Grundsätze gegeben. Ich bin manchmal über den ein oder anderen erstaunt, der glaubt, er könne mit Gesundheitsdaten tun, was er will. Ohne rechtliche Notwendigkeit, ohne Einwilligung. Das ist schon heftig. Und es gibt nach wie vor ein mangelndes Bewusstsein, was man an Datensicherheit anbieten muss. Da geht es um den Schutz von Daten sowie die technische Umsetzung davon, wie Daten gespeichert werden. Das geht schon bei der Kommunikation über Patientendaten los: Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich höre, dass kritisiert wird, dass Patientendaten nur mit verschlüsselten E-Mails versendet werden dürfen. Was wurde denn da früher gemacht? Wurden da Daten auf Postkarten geschrieben?

Wie können sich denn Ärztinnen und Ärzten beim Datenschutz besser aufstellen?

Als allererstes sollte man den Datenschutz aus Sicht der Patientinnen und Patienten sehen. Also keine Digitalisierung mit Tunnelblick. Es geht nicht darum, bei neuen Herausforderungen die erstbesten Daten und Lösungen zu fordern. Und dann auf diese erstbeste Lösung zu bestehen und keine anderen Anforderungen zu akzeptieren. Das geht natürlich nicht. Da sollte man sich eher fragen: „Was möchte eigentlich die Patientin oder der Patient, den ich behandle?

Zweitens: Es gehört heute dazu, dass man Datensicherheit und Cyber Security gemeinsam denkt. Da sind unsere Infrastrukturen in einer vernetzen Welt zu anfällig. Drittens fordere ich sichere Alternativen ein, wie zum Beispiel einen sicheren Messengerdienst für den Gesundheitsbereich, vielleicht sogar in der TI-Umgebung. Und viertens brauchen wir gerade auch für den Gesundheitsbereich ein Forschungsdatengesetz, dass Rechtssicherheit auch für die Datennutzung schafft.

Auch bei der elektronischen Patientenakte (ePa) gibt es Diskussionen in den vergangenen Monaten. Ihre Kritik daran kommt auch bei Ärztinnen und Ärzte an. Ab dem 1. Juli sind auch Vertragsärzte an die ePa angeschlossen. Wie geht es aus Ihrer Sicht mit der Diskussion beispielsweise um das feingranulare Datenmanagement für Patienten weiter?

Für uns ist die Situation derzeit viel unaufgeregter. Wir beobachten den aktuellen Testversuch. Es hat nichts mit uns zu tun, dass die ePa nicht am 1. Januar 2021 gestartet ist, sowie auch die Verzögerung zwischen 2010 und 2021 nichts mit dem Datenschutz zu tun hatte. Die datenschutzrechtlichen Anforderungen sind seit über zehn Jahren bekannt. Wir haben gesagt, dass wir erstens keine Minderung bei der Sicherheit der Authentifizierung wollen. Zweitens: Es muss die Möglichkeit zur feingranularen Steuerung geben, welcher Arzt welche vertraulichen Unterlagen sehen darf. Das sieht das Gesetz vor, allerdings nicht für alle Versicherten. Und da haben wir einen zusätzlichen Schritt gemacht: Denn es kann nicht sein, dass für Menschen, die nicht über geeignete Endgeräte verfügen, die nicht über das allgemeine Internet arbeiten wollen, dass es für die keine Möglichkeit der dokumentengenauen Steuerung gibt. Das muss geändert werden. Das stand auch im ursprünglichen Gesetzentwurf drin.

Noch mal gefragt: Es geht Ihnen bei Ihrer Kritik um die kommenden sechs Monate, denn ab 2022 soll es ja das feingranulare Management geben. Richtig?

Bisher gibt es kein feingranulares Management. Wir beabsichtigen anzuweisen, dass es ab dem 1. Januar 2022 gesichert das feingranulare Management gibt. Das steht auch im Gesetz, wenn man es ernst nimmt. Wo wir uns in unserer Forderung vom Gesetz unterscheiden: Wir sind der Meinung, dass das Recht für alle Patientinnen und Patienten gelten muss. Ich bin nach wie vor optimistisch, dass eine andere Bundesbehörde den Krankenkassen nicht empfehlen wird, dagegen zu klagen, dass alle Versicherten die gleichen Rechte haben.

Wann werden Sie Ihre elektronische Patientenakte freischalten und nutzen?

Ich verfüge über ein geeignetes Endgerät und halte es angesichts der gewählten Möglichkeiten zur Authentifizierung für sicher. Das heißt, wenn ich eine Möglichkeit zur feingranularen Steuerung bekomme, werde ich ein begeisterter Nutzer der ePa sein. Den Nutzwert der ePa und den kommenden Anwendungen darauf sehe ich sehr deutlich. Daher werde ich sie mir vermutlich Anfang 2022 privat zulegen.

Das Interview führten Rebecca Beerheide und André Haserück.

Ich bin beeindruckt! Darf das "geteilt" werden?

Pressemitteilung der YUVEDO Foundation vom 9.6.2021

Droht die Neuro-Pandemie nach der COVID-19-Pandemie?

Die 2. Online Konferenz der YUVEDO Foundation erörtert an diesem Donnerstag, dem 10. Juni 2021 mit über 500 angemeldeten Teilnehmern und prominenten Rednern aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft den Handlungsbedarf und Lösungsansätze.

Was treibt vorausschauende Politiker, Prominente und Wissenschaftler um, während die COVID-19- Pandemie gerade dabei ist, ihren Schrecken etwas zu verlieren? Sie erörtern, moderiert von dem beliebten Journalisten Daniel Finger, aufgrund aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse die möglichen Spätfolgen des Virus‘.

Auf der 2. Online Konferenz der YUVEDO Foundation dreht sich alles um die Antwort auf die Frage, ob nicht nur eine Welle von Störungen des Geschmackssinns oder von Fatigue Syndromen, sondern vielmehr die Zunahme von schweren neurologischen Erkrankungen wie etwa Parkinson, Demenz oder Schlaganfall droht. Und was haben wir dieser potentiellen Bedrohung entgegenzusetzen? Ähnliches ereignete sich in Folge der Spanischen Grippe (1918-1920), in deren Folge es nicht nur Millionen Tote, sondern offenbar auch sehr viele Parkinson- und andere neurologische Erkrankungen gab.

Der Arzt und prominente Gesundheitspolitiker Prof. Dr. Karl Lauterbach ist jedenfalls schon im Vorfeld alarmiert: „Eine massive Anstrengung zur ursächlichen Bekämpfung neurologischer Erkrankungen sollte ohnehin ganz oben auf der Tagesordnung stehen – und die mögliche Bedrohung durch das sogenannte Neuro-Long-COVID-19 verstärkt diesen Handlungsbedarf noch weiter.“ Staatssekretär Prof. Dr. Kastrop aus dem Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz spricht über die Rolle des Gesundheitsdatenschutzes bei der Erforschung von komplexen Erkrankungen. Mit Spannung werden auch die Einlassungen von Frau MdB Dr. Kappert-Gonther, Die Grünen, Herrn MdB Prof. Dr. Andrew Ullmann, FDP, sowie von dem Europaabgeordneten Dr. Peter Liese, CDU/EVP, erwartet. Prof. Dr. Dr. Pierluigi Nicotera, wissenschaftlicher Vorstand des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Demenzhilfe begrüßt den politischen Diskurs um die Neurodegenerativen Erkrankungen auch vor dem Hintergrund der möglichen langfristigen Auswirkungen auf die Zahl der Betroffenen durch das Coronavirus.

„Mit der Konferenz wollen wir auf das Thema ganzheitlich betrachten und Lösungsansätze diskutieren, aber das kann nur ein Einstieg in die Debatte sein. Die Politik braucht neue und entschlossene Antworten auf die Herausforderung neurologischer Erkrankungen. Die bisherigen Investitionen in Europa sowohl durch staatliche als auch durch private Akteure sind völlig unzureichend“ sagt Dr. Jörg Karenfort, Rechtsanwalt und Vorsitzender der YUVEDO Foundation.

Die Ausrichtung der Konferenz wird von vielen prominenten Patienten- und Wissenschaftsorganisationen aus unterschiedlichen Bereichen wie etwa der Stiftung Schlaganfall-Hilfe personell und inhaltlich unterstützt. Die Stiftung Deutsche Demenzhilfe hat zudem einen erheblichen finanziellen Beitrag geleistet.

Die YUVEDO Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, die von dem Rechtsanwalt Dr. Jörg Karenfort und dem Unternehmer Jens Greve gegründet insbesondere mit dem Ziel wurde, neurodegenerative Erkrankungen besser zu behandeln und möglichst kausal zu heilen sowie um Betroffenen in besonderen Notlagen zu helfen. Sie ist außerdem die Ausrichterin von speziellen Sport-Events und Ausrichter der offiziellen ITTF Parkinson Weltmeisterschaft im Tischtennis.

Anmeldung zur Konferenz unter www.yuvedofoundation.de oder youtube Livestream wählen unter: https://youtu.be/k-vC0AYqkgU

Kontakt:

Dr. Jörg Karenfort, YUVEDO Foundation, c/o Dentons Europe LLP, Markgrafenstraße 33, 10117 Berlin