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Personal & Weiterbildung

Die Treffen "Personal & Weiterbildung" werden durch diese Gruppe virtuell erweitert. Details unter www.personal.rhein-main-networking.de

Nur für XING Mitglieder sichtbar Evaluation von beruflichen Trainings
Ich suche Probanden für meine Bachelorarbeit im Rahmen meines Wirtschaftspsychologiestudiums zum Thema Evaluation von Trainings. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass Sie bereits an einem beruflichen Training/einer beruflichen Schulung mit der Dauer von mindestens einem Tag teilgenommen haben.
Sonja Dietz Zu wenig Fachkräfte in der IT? ERHEBLICHE BESETZBARKEITSPROBLEME
Die IT-Branche wächst, wächst und wächst. „Wir kommen mit 2,2 Prozent Umsatzwachstum aus dem Jahr 2017“, konstatierte Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom, Anfang des Jahres bei einer Pressekonferenz in Berlin. Seine Prognose für das laufende Jahr fiel ebenso euphorisch aus: Eine weiterhin stabile Konjunktur mit einem zu erwartenden Rekord-Wachstum. Berg: „Die Stimmung ist so gut wie lange nicht mehr.“ Die Auftragsbücher von Software-Anbietern und IT-Dienstleistern seien voll. Wäre da nur nicht das Problem mit dem Fachkräftemangel: Der Branche gehen die Fachkräfte aus. Doch es gibt Lösungsansätze.
Désirée Bösemüller Entscheidung treffen - und nicht direkt bereuen
Entscheidungen treffen – und nicht direkt bereuen
„Die Qual der Wahl“ – jeden Tag können/dürfen/müssen wir hunderte Entscheidungen treffen, das fühlt sich nicht immer und nicht für jede/n nach Freiheitsgefühl an. Mit mehr Selbstorganisation, weniger Hierarchie und flexibleren Arbeitszeiten oder -plätzen scheinen uns Entscheidungen manchmal über den Kopf zu wachsen. Fragen lauten dann oft: Wer entscheidet das jetzt eigentlich? Und wann? Und wie überhaupt?
In diesem Blogartikel gehen wir erstmal dem Wie nach, um anschließend einen Blick auf Methoden für das Treffen und die Umsetzung von Entscheidungen zu werfen.
Bauch oder Verstand – wie entscheiden wir?
Sie müssen eine Entscheidung treffen? – gut und schön, aber wie? Gerade im Arbeitsalltag hören wir oft den Wunsch nach möglichst „rationalen“ Entscheidungen – faktenbasiert soll es sein. Wer aber anfängt sich mit dem Thema Entscheidungen auseinanderzusetzen, stellt schnell fest: Es gibt hier eine Unmenge an psychologischen Tests und Studien, die sich insbesondere mit der Frage auseinandersetzen, wie viel Verstand und wie viel Bauchgefühl unsere Entscheidungsfindung eigentlich leitet. Hier ein paar interessante Auszüge:
- Anscheinend neigen wir bei Entscheidungen dazu, die vertrautere Alternative zu wählen – auch wenn für diese rational erstmal nichts spricht. Dies liegt wohl an dem Hormon Dopamin – es verschafft uns ein Gefühl der Belohnung, wenn wir etwas wiedererkennen (Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft). Und vielleicht hat es auch etwas damit zu tun, dass Unbekanntes erst einmal eher ängstigt als lockt?
- Zwei Forscher führten Ende der 90er Jahre einen Test durch. Sie gaben vor, das Gedächtnis der Probanden testen zu wollen. Schließlich sollten diese sich Ziffern merken, mal zwei, mal sieben. Dann führten die Forscher die Probanden beiläufig an einem Buffet vorbei, an dem es Obstsalat und Schokoladentorte gab. Und fanden einen erstaunlichen Zusammenhang: Je mehr Ziffern die Probanden gerade im Gedächtnis zu behalten versuchten, desto eher entschieden sie sich für die Torte. Sprich: Wenn der Verstand abgelenkt ist, hat das Gefühl freies Spiel. (Quelle: Zeit Wissen)
Das Fazit: Wie wir glauben zu entscheiden und was uns wirklich zu einer (unbewussten) Entscheidung bewegt, kann manchmal weiter auseinanderliegen, als wir denken. Oft spielen Gefühle eine unbewusste Rolle.
Was aber nun tun mit dieser Erkenntnis? In Organisationen erleben wir häufig, dass Mitarbeitende und Führungskräfte in Entscheidungen nur oder vor allem Zahlen, Daten, Fakten (ZDF) einbeziehen, während Gefühle ausgeblendet, negiert oder unterdrückt bleiben. Letztlich ist beides – auch im Arbeitskontext – NICHT empfehlenswert: Nur Bauch oder nur Verstand. Wie immer gilt es, ein ausgewogenes Mittelmaß zu schaffen. Zu langes Grübeln und Fakten wälzen lassen uns Chancen verpassen, ein ständiges Hören auf den Bauch und blitzschnelles Entscheiden lassen uns möglicherweise wichtige Details, Beziehungen oder Konsequenzen übersehen.
Unsere Empfehlung an dieser Stelle: Werden Sie sich selber darüber klar, welche Fakten und Gefühle Ihre Entscheidung beeinflussen. Sammeln Sie diese (als Liste oder Mindmap) und seien Sie möglichst ehrlich zu sich selbst.
Methoden für das Treffen von Entscheidungen
Nachdem Sie nun also die Fakten und Gefühle „auf den Tisch gepackt haben“, folgt
Schritt zwei: Das eigentliche Entscheiden.
Hier gibt es eine große Anzahl an Methoden und Instrumenten für Entscheidungen, von denen wir nun ein paar nennen wollen, die sich vor allem für Individualentscheidungen eigenen. Besonders im Kontext von Selbststeuerung in Teams und Organisationen gewinnen diese Methoden aktuell wieder an Bedeutung. Denn: Letztlich geht es immer darum, Entscheidungen möglichst valide zugleich aber auch schnell zu treffen und dabei das Wissen bzw. die Intuition derer zu nutzen, die die Entscheidung treffen bzw. davon betroffen sind.
Der Blick in die Vergangenheit
Eine Methode, die Reflexion erfordert: Schnappen Sie sich ein leeres Blatt Papier. Sammeln Sie mindestens drei schwierige Entscheidungen, die Sie in Ihrem Leben bereits getroffen haben / treffen mussten. Schreiben Sie zunächst den Entscheidungsgegenstand auf. Überlegen Sie dann: War es eine für Sie sinnvolle Entscheidung? Wie sind Sie zur Entscheidung gekommen? Welche Aspekte waren ausschlaggebend für Ihre Entscheidung? Wer oder was hat Ihnen bei der Entscheidung geholfen? Lernen Sie aus Ihren Erfahrungen – ob nun „Fehlentscheidungen“ oder „beste Entscheidung Ihres Lebens“: Lassen Sie sich von Ihrer Vergangenheit inspirieren und transferieren Sie dieses Wissen auf Ihre jetzige Entscheidungssituation.
Der Blick in die Zukunft
Der Blick in die Vergangenheit wirft bei Ihnen eher dunkle Wolken auf? – Versuchen Sie es mit dem Blick in die Zukunft. Bei dieser Methode geht es darum, die Folgen einer Entscheidung für die nächsten
… 10 Minuten
… 10 Monate
… 10 Jahre
abzuwägen. Die Entscheidung also kurz-, mittel- und langfristig unter die Lupe zu nehmen. Eine sehr hilfreiche Methode, um sich selbst zu „überlisten“, denn oft entscheiden wir uns für die kurzfristige Lösung und somit für die schnellste Belohnung.
Übrigens: Diese Methode stammt von Suzy Welch, amerikanische Wirtschafts-Journalistin, TV-Moderaterin und Coach (siehe auch: Buch „10-10-10: A Life-Transforming Idea“ von Suzy Welch, Scribner Verlag, 2009).
Gewichtungen bei schwierigen Entscheidungen
Die genannten Methoden waren Ihnen zu verspielt? Das Entscheiden durch Gewichten hat etwas eher Analytisches und kann unter Umständen Zeit in Anspruch nehmen. Bei dieser Methode gehen Sie jeden Aspekt (Fakten, Gefühle, etc.) einzeln durch und gewichten jeden individuell nach dessen Einfluss auf das zu Entscheidende. Beginnen Sie der Einfachheit halber mit einem Aspekt, den Sie als besonders einflussreich und mit einem, den Sie nahezu ohne Einfluss bewerten. Diese Aspekte dienen Ihnen dann als Vergleichswert für die anderen Aspekte.
Sobald alle Aspekte gewichtet sind, überlegen Sie sich folgendes: Welchen Einfluss hat Ihre Entscheidung langfristig auf die höchst-gewichteten Aspekte? Welche negativen, positiven, neutralen Konsequenzen gibt es? Probieren Sie gern auch verschiedene Entscheidungs-Szenarien aus und schauen Sie auf die Auswirkungen… Und dann: Treffen Sie eine Entscheidung.
Ein vereinfachtes Beispiel an dieser Stelle: Fahre ich mit dem Fahrrad zur Arbeit? Positive Aspekte für mich könnten z.B. sein Nachhaltigkeit, Geldersparnis; negative Aspekte beispielweise das gefühlte Sicherheitsrisiko (Schlesisches Tor als Unfallstelle Nummer #1), neutral könnte der zeitliche Aspekt sein. Nun könnte ich verschiedene Szenarien durchspielen. Sollte das gefühlte Sicherheitsrisiko so hoch sein, könnte ich z.B. auch alternative Wege suchen, mich trotz Verzicht auf Fahrrad nachhaltiger im Alltag zu bewegen.
Recherchieren oder Rat einholen
Sie selbst drehen sich noch immer im Kreis? Dann wird es ggf. Zeit für eine Recherche: Studien, Expert/innen, Paneldiskussionen, ggf. YouTube-Videos. Werden Sie sich klar: Auf welche Frage möchten Sie eine Antwort haben. Suchen Sie dann gezielt nach Beiträgen. Neben der Recherche wäre es außerdem möglich, weitere Personen zu befragen. Auch hier der Hinweis: Lieber erst Personen um Rat bitten, wenn schon eine erste Orientierung und Zielsetzung feststeht – sonst gilt „zu viele Köche verderben den Brei“. Meinungen sind dann ggf. nicht mehr hilfreich sondern irreführend und leiten Sie von Ihrer eigentlichen Fragestellung womöglich sogar eher weg.
Und nun? Entscheiden Sie sich oder setzen Sie sich eine Deadline, bis wann Sie entschieden haben wollen / müssen / dürfen.
Eigene Entscheidungen umsetzen
Erstellen Sie nach der Entscheidung kleine Arbeitspakete, die Sie bereits in den nächsten 72 Stunden (drei Tagen) durch erste kleine Schritte gezielt umsetzen können. Immer daran denken: Ein Schritt nach dem anderen, überfordern Sie sich nicht.
Vielleicht rollt nun trotzdem eine lange Liste an To-Dos auf Sie zu und Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Wir empfehlen zum Priorisieren der To-Dos die Eisenhower Matrix. Aufgaben werden jeweils nach Dringlichkeit und Wichtigkeit in die Matrix sortiert und anschließend wird entweder sofort erledigt, terminiert, delegiert oder zurückgestellt.
Choicing
Eine weitere Variante ist das Choicing – eine Priorisierung durch Auswahl. Dabei ist die Annahme, dass wir nur bei bis zu drei Alternativen eine schnelle Priorisierung vornehmen können. To-Do-Liste werden also in 3er-Gruppen geteilt, dann wird in jeder Gruppe priorisiert und schließlich unter den Gruppen. Auf agilement.de/freechocing gibt es für diese Methode ein digitales Tool und die ausführliche Erklärung finden Sie im YouTube-Video. Probieren Sie es einfach mal aus!
Allgemeine Impulse für das Treffen von Entscheidungen
Genug Methoden für heute! Zu guter Letzt möchten wir Ihnen noch ein paar allgemeine Impulse für das Treffen von Entscheidungen mit auf den Weg geben:
- Bei den meisten Entscheidungen gibt es schlichtweg kein „richtig“ oder „falsch“. Wir leben in so komplexen Zeiten, dass eine so simplifizierende Kategorisierung wie diese nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist. Vielleicht nimmt das manchmal auch den Druck – es geht schließlich selten um das „große Ganze“.
- Deswegen gewöhnen wir uns lieber auch an Fehlentscheidungen. Diese werden – trotz aller Methoden – vorkommen. Sie gehören zum Leben dazu und sind Lernerfahrungen. Hier kommt eines unserer Lieblingszitate von Marshall B. Rosenberg ins Spiel: Alles, was es wert ist getan zu werden, ist es auch wert, unvollkommen getan zu werden.
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Zur Teilnahme an der Studie folgen Sie bitte folgendem Link
https://ww2.unipark.de/uc/Interviewbefragung/
Bei Fragen wenden Sie sich an
johannes.basch@uni-ulm.de
Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Ulm

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Über die Gruppe "Personal & Weiterbildung"

  • Gegründet: 09.12.2013
  • Mitglieder: 573
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