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Michael Ilgner Vorteile einer niederländischen Holdingstruktur für innovative Überlegungen
Was spricht dagegen, einmal zu überlegen, ob eine Holding-Gesellschaft in den Niederlanden Vorteile für Ihr Unternehmen bringen könnte, wenn Sie möglichst unbürokratisch geschäftlich aktiv werden wollen?
Für KMU-Betriebe, aber auch für Freiberufler oder Personengesellschaften mit internationaler Ausrichtung, kann die Aktivitätensteuerung über eine eigene Holding- Konstruktion in den Niederlanden durchaus interessant sein:
• Ihre Holdinggesellschaft wird in einem Staat mit hochentwickeltem Umfeld mit langer Tradition beheimatet sein
• Sie profitieren von stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen
• Ihre Holding befindet sich in einer zentralen geographischen Lage in Europa
• Sie können ausgezeichnete Verkehrsverbindungen und eine sehr gute Infrastruktur nutzen
• Die guten steuerliche Rahmenbedingungen für Holding-Gesellschaften können Sie voll ausschöpfen
• Die inhaltlichen Gestaltungs- und organisatorischen Umsetzungsmöglichkeiten für Holdingstrukturen sind nahezu unbegrenzt, weil sie sehr offen gehalten werden können.
• Ihre Holdinggesellschaft profitiert von der unternehmerfreundlichen Steuergesetzgebung
• Die neue BV ist eine sehr optimale Gesellschaftsform für Ihre Holdinggesellschaft
• Sie profitieren darüber hinaus von einem hoch entwickelten Dienstleistungs- und innovativen Finanzsektor
• Sie haben Zugriff auf eines der attraktivsten Investitionsförderungspakete Europas
• Ihre Holding hat Anspruch auf staatliche Zuschüsse zu Investitionen in bestimmte Anlagen sowie auf Forschungs- und Ausbildungsprogramme.
Warum sollen Sie z.B. in Deutschland eine GmbH mit einem Stammkapital von mindestens € 25.000 gründen und dafür 3 bis 6 Monate Bearbeitungszeit einplanen, während man in den Niederlanden dafür ca. 3-4 Tage braucht und lediglich ca. € 850,00 für die gesamten Gründungs- und Registrierungskosten inkl. Dolmetscherdienste veranschlagen muss? Als Stammkapital reicht in den Niederlanden sogar nur € 1,00.
Die Vorteile einer niederländischen Holding in der Rechtsform einer BV (ähnlich einer GmbH) für Sie sind zum Beispiel:
• Schutz des Privatvermögens
• Vermeidung von privaten Haftungsansprüchen
• Professioneller Auftritt gegenüber Lieferanten und Geschäftspartnern
• einfachere Möglichkeiten von geschäftlichen Aktivitäten in anderen Staaten
Persönlich haftbar gemacht werden können Sie jedoch, wenn Sie:
• Ihre Holdinggesellschaft vorsätzlich oder grob fahrlässig unsachgemäß geführt haben
• Ihre Steuern nicht bezahlen können und dies dem Finanzamt nicht rechtzeitig gemeldet haben
• Ihre Holdinggesellschaft mit Vereinbarungen vertraglich gebunden haben, obwohl sie wussten oder hätten wissen müssen, das Ihre BV diese nicht erfüllen kann
Die laufenden Kosten der Verwaltung solch einer Holding betragen lediglich monatlich ca. € 400,00 netto inkl. Büromiete, Postservice, laufende Buchhaltung, Jahresabschlüsse, Korrespondenz mit Finanzamt und Behörden etc.. Dadurch ist gesichert, dass die BV ordnungsgemäß geführt wird, einen realen Firmensitz hat und alle Steuer- und Meldetermine einhält.
Nur ein kleines Beispiel von vielen, warum sich eine niederländische Holding auch für innovative Unternehmer oder Unternehmen lohnt:
Der einschlägige Begriff in den Niederlanden dafür ist: Patent-Box.
Überträgt eine natürliche Person (z.B. ein Freiberufler) oder eine juristische Person (z.B. ein Unternehmen) sein intellektuelles Eigentum an eine niederländische Holdinggesellschaft, bleiben deren Einnahmen daraus vom Finanzamt so gut wie unbehelligt. Die Mutter im Heimatland zahlt sogar für die Nutzung der Rechte, das wiederum mindert in der Zentrale den Gewinn, die entsprechenden Erträge in Holland fallen durch den Rost, womit sich die Steuern oft nur im unteren einstelligen Prozentbereich bewegen.
Dutch Intraco Holding B.V. bietet seit Mitte 2016 solch eine komplette Holdingverwaltung in Kooperation mit einer niederländischen Steuerberatung und einer niederländischen Anwalts- und Notarkanzlei an.
Sitz der von uns verwalteten und betreuten Holdinggesellschaften ist in der Provinz Groningen, ca. 20 km hinter der deutsch-niederländischen Grenze.
Weitere Vorinformationen finden Sie u.a. auch unter http://niwo-net.eu/aktuelle-projekt .
Bei Interesse bitte Erstkontaktaufnahme mit vollständigen Kommunikationsdaten ausschließlich schriftlich unter m.ilgner@dutch-intraco.eu.
Michael Ilgner
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Last comment:
Michael Ilgner
Wir hatten gestern auf Einladung des niederländischen Finanzamtes (Belastingsdienst) ein Informationsgespräch mit anschließendem Meinungs- und Erfahrungsaustausch.
Es ging im wesentlichen um drei Punkte:
a) drohende Schließung der Möglichkeit für nicht gebietsansässige natürliche und juristische Personen, in den Niederlanden eine Holding-Gesellschaft zu gründen, die international aktiv werden kann,
b) Probleme der zunehmend zu geringen Stammkapitaleinlagen und/oder
c) Nichtnutzung der niederländischen Holdingstruktur durch scheinbar fehlende Kenntnisse der Möglichkeiten
zu a) Ich hatte schon mehrfach zu dem Druck geschrieben, unter dem die Niederlande durch die EU, vor allem durch Deutschland, stehen. Die Möglichkeit, in den Niederlanden eine „Management-, Beteiligungs- und Finanzierungsholding“ (noch) völlig problemlos, unbürokratisch und zügig zu gründen, ist im Rest Europas nicht gerne gesehen. Vor allem durch die Tatsche, dass man dies tatsächlich de jure und de facto mit € 1,00 Stammeinlage machen kann.
Das hat aber dazu geführt, das man den Niederlanden vorwirft,hier Konstruktionen zu schaffen, die ökonomisch eigentlich auf Dauer nicht lebensfähig sind. Und wenn diese Konstruktionen operativ arbeitende Tochtergesellschaften mit branchenüblichen Datenkränzen haben, dann ist klar, das es alsbald zu Konflikten mit den nationalen Steuerbehörden kommen wird.
Inoffiziell steht daher immer noch im Raum, das die Niederlande zukünftig jeder „Management-, Beteiligungs- und Finanzierungsholding“ einen Mindestgewinn von € 100.000 p.a. unterstellen wird, der zu einer Steuerbelastung von ca. € 20.000 p.a. führen wird.
„Zukünftig“ kann dabei 12 Monate und mehr bedeuten - aber bestimmt nicht mehr wie 24 Monate.
Niederländische Finanzämter prüfen z.Zt. alle Gesellschaften, die in den letzten 24 Monaten gegründet wurden, um Datenmaterial zu sammeln um entweder dem Druck der EU nachzugeben oder um zu belegen, das sich die Realität anders verhält. Prüfen heißt hier nur, dass die Daten der Holdinggesellschaften nur für Statistiken anonym erhoben werden.
zu b) Eines der Hauptprobleme sind die zunehmenden Gründungen mit einem Stammkapital von € 1,00 oder € 100,00. Der Referent des Finanzamtes fragte mit Recht, was eine Holdinggesellschaft mit einer Stammkapitalanlage von € 1,00 denn in der Realität machen kann? Diese Firmen werden aktuell die „1/1 – Bilanzfirmen“ genannt.
Dies sind auch die Holdinggesellschaften, die auch im 2. Jahr nach ihrer Gründung scheinbar überhaupt keine Aktivitäten entfalten, obwohl gerade diese Gesellschaftsform richtig gute Vorteile bieten. Ich bin auf viele dieser Vorteile bereits mehrfach eingegangen.
Ein in der Gründungsurkunde eingetragenes Stammkapital muss tatsächlich nachweislich und deutlich kenntlich gemacht als solches eingezahlt worden sein. Ob nun € 1,00 oder € 100.000. Wie dieser Buchungsvorgang rechtskonform und kostenneutral vorzunehmen ist, kann ich Ihnen unsere Steuerberaterin gerne persönlich erklären.
Unsere Steuerberaterin und wir haben daraufhin beschlossen, dass wir mit sofortiger Wirkung keine Holdinggesellschaft mehr betreuen, die nicht ein Stammkapital von mindestens € 10.000 zeichnet. Auch unseren bestehenden Mandatsverhältnissen werden wir dringend anraten, das Stammkapital auf mindestens € 10.000 zu erhöhen.
zu c) Auch in unserem aktuellen Mandantenbestand haben wir Unternehmen, die tatsächlich immer noch ein Stammkapital von maximal € 100,00 haben und die tatsächlich die 3. Bilanz in Folge ohne jegliche Aktivität einreichen wollen. Bei einem weiteren guten Drittel erkennen wir, dass diese Firmen die Vorteile der NL-Holdingkonstruktion gar nicht oder nur rudimentär nutzen.
Unsere Bestandsmandanten erhalten in den nächsten Tagen individuelle Post mit dem Angebot, die einzelnen Situationen zu klären, zu optimieren und vor allem, um die individuell möglichen Potentiale auch wirklich auszuschöpfen.
Neuen Mandanten oder interessierten Personen bieten wir nach wie vor an, ihre persönliche Situation VOR einer vertraglichen Bindung ausführlich zu besprechen.
Bei Rückfragen etc. können Sie mich gerne direkt unter m.ilgner@dutch-intracc.eu unter Hinterlassung einer nachvollziehbaren Identität kontaktieren.
Und noch einmal ganz deutlich: Wir führen KEINE juristischen oder steuerrechtlichen Beratungen durch. Das machen unsere kooperienden Anwälte/Notare/Steuerberater. Wir sind lediglich Berater und Begleiter in aufbau- und ablauforganisatorischen Fragestellungen und managen Ihre Holding in den Niederlanden.
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