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Johann Sebastian Schmid

Hier dreht sich alles um Produktmanagement und Produktmanager - das Netzwerk für PM-Infos, Erfahrungsaustausch, Weiterbildung und PM-Stellen

In unserem aktuellen Innovation Newsletter 11/20: Wie ein Mittelständler in einem Innovation BaseCamp zur Innovationsstrategie von morgen kam, plus zwei neue Webinar-Termine:

Am 24. November mit Henryk Stöckert zur Zukunft des Automotive-Sektors und am 16. Dezember mit mir zum Finden & Entwickeln von neuen B2B Geschäftsfeldern - hier geht es zur neuesten NL-Ausgabe:

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Unternehmen aus Industrie und Handel wurden zu den Nutzenpotentialen im Produktdatenmanagement befragt. Dabei nahmen 101 Unternehmen, die ein PIM-System im Einsatz haben, an der Umfrage teil.

Bereits 2017 haben die Hochschule Aalen und SDZeCOM in einem gemeinsamen Projekt eine ProDa-Studie aufgesetzt. Die Innovationskraft der Hochschule spiegelt sich nicht nur in praxisorientierten Studiengängen wieder, sondern ebenfalls in der hervorragenden Platzierung der CHE-Hochschulranking zur Qualitätsbewertung von Forschung und Lehre.

In der aktuellen Studie geht es um den Nutzen und die Wirkung von PIM-Systemen in den Unternehmen. So wurde beispielsweise der Einfluss auf die Geschäftsmodelle bewertet oder Prozessverbesserungen analysiert. Auch betrachtet die Studie den Einfluss von PIM auf Kosten und Ressourcen. Die Teilnehmer aus Industrie und Handel wurden darüber hinaus zum Thema Datenoptimierung und Datenqualität befragt und geben spannende Einsichten weiter.

Zur Studie: www.sdzecom.de/proda-2-studie

Auch in der letzten Woche wurde von den europäischen Behörden wieder zahlreiche Konsumentenprodukte in das Safety Gate eingestellt und damit in der gesamten EU vom Verkauf ausgeschlossen oder sogar mit existenzbedrohenden Produktrückrufen belegt.

 

Ein USB-Adapter der Firma Samsung muss vom europäischen Markt zurückgenommen werden, da die Konzeption des Produktes leicht zu einem elektrischen Schlag führen kann. Die Abstände zwischen Primär- und Sekundärstromkreisen waren nicht ausreichend. Der Benutzer könnte einen elektrischen Schlag durch die Berührung von leicht zugänglichen aktiven Teilen erhalten. Das Produkt entsprach nicht den Anforderungen der Niederspannungsrichtlinie und der einschlägigen europäischen Norm EN 60950-1.

 

Dieses Beispiel zeigt, dass selbst renommierte und weltweite führende Unternehmen wie Samsung gerade bei zugekauften Bauteilen oder Accessoires ein enormes Risiko in Bezug auf die Produktsicherheit und die Einhaltung europäischer Richtlinien und Normen eingehen. Das Produkt wurde in Vietnam produziert und von den niederländischen  Behörden mit einem Verkaufsverbot belegt. Hierbei dürfte der Imageschaden für Samsung durch den Eintrag in der Rapex-Liste weit schmerzlicher sein als der entgangene Umsatz oder Deckungsbeitrag.  

 

Bei Anti-Stress-Kugeln aus den Niederlanden stellten Behörden aus Deutschland fest, dass die Flüssigkeit des Produkts mit Mikroorganismen kontaminiert war, und zwar fast ausschließlich mit Burkholderia cepacia (gemessener Wert 380 000 KBE/g). Das Produkt kann während des Stressabbaus beschädigt werden und die entsprechende Flüssigkeit kann austreten. Hat die Person, die das Produkt verwendet, Hautverletzungen, können Keime in den Körper gelangen. Burkholderia cepacia kann Infektionen wie Pneumonie, Wundinfektionen und Sepsis verursachen, insbesondere bei immungeschädigten Personen.

 

Das Produkt entsprach nicht den Anforderungen der Spielzeugrichtlinie. Der Distributeur der Produktes wurde aufgefordert, den Verkauf des Produktes einzustellen, verkaufte Produkte beim Endkonsumenten zurückzurufen und die Verbraucher vor Risiken zu warnen. Die Kosten für diese Maßnahmen dürften den geplanten Verkaufserlös und Gewinn bei weitem überschreiten.

 

Ein Kinderwagen für Puppen hatte nur ein Sicherheitsschloss und war nicht ausreichend widerstandsfähig gegen Belastung. Infolgedessen konnte es leicht zusammenbrechen und ein Kind, das mit dem Kinderwagen spielt, kann leicht stürzen. Das Produkt entsprach nicht den Anforderungen der Spielzeugrichtlinie und der einschlägigen europäischen Norm EN 71-1. Die Einfuhr an der Grenze wurde abgelehnt.

 

Die polnischen Behörden forderten einen Distributeur auf, die von ihm vertriebenen Hoverboards  vom Markt zurück zu nehmen. In die Ladegerät des Produkts konnte Wasser gelangen und die gesamte Ladevorrichtung war nicht feuchtigkeitsbeständig. Hierdurch können die elektrischen Komponenten des Produkts beschädigt werden, was zu Überhitzung und Feuer führt. Es könnte auch einen Kurzschluss geben und zugängliche Teile unter Spannung stellen, so dass der Nutzer einen elektrischen Schlag erleiden kann. Das Produkt entsprach nicht den Anforderungen der Maschinenrichtlinie und der einschlägigen Norm IEC 60335-2-114.

 

Neben zahlreichen Kinderspielzeugen, die verbotene Chemikalien enthielten und verschiedenen Adaptern und Lichterketten, die Brände auslösen konnten, fielen niederländischen Behörden zudem zahlreiche Holzspielzeuge aus China auf. Diese zeigten ein hohes Potential an Erstickungsgefahren für Kinder. Bei allen Spielzeugen konnten sich Kleinteile leicht vom Spielzeug lösen. Ein kleines Kind könnte die Kleinteile in den Mund bekommen und daran ersticken. Die Produkte verstießen allesamt gegen die Anforderungen der Spielzeugrichtlinie und der einschlägigen europäischen Norm EN 71-1.

Die Beispiele zeigen, dass Hersteller, Importeure und Handelsunternehmen die einschlägigen Vorschriften und Normen kennen und befolgen sollten, um sich vor großen finanziellen Schäden zu schützen. Die Einhaltung der europäischen Vorschriften und Normen sollte auch bei den Verhandlungen mit den meist chinesischen Lieferanten eine zentrale Rolle spielen, um die negativen Auswirkungen durch Importverbote, Verkaufsverbote und Produktrückrufe zu vermeiden.

 

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Das ist die EUROIMMUN AG

Unser Ziel ist es, Menschen zu helfen. Deshalb stellen wir bei EUROIMMUN Produkte her, die eine schnelle und zuverlässige Diagnose verschiedenster Krankheiten ermöglichen. 1987 als 1-Mann Unternehmen gegründet, ist EUROIMMUN auf mehr als 3.100 Mitarbeiter gewachsen. Zufriedene Kollegen leisten die beste Arbeit – das ist uns bewusst. Daher leben wir eine offene, familiäre Unternehmenskultur, die durch ein Geben und Nehmen geprägt ist.

Zur Verstärkung unseres Produktmanagements suchen wir Sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt am Standort Lübeck als:

Produktmanager Infektionsdiagnostik (m/w/d)

Das sind Ihre neuen Aufgaben

Sie sorgen für die erfolgreiche Vermarktung Ihres Produktportfolios auf dem Gebiet der Infektionsdiagnostik.

- Um den Erfolg der Produkte zu sichern, beobachten Sie kontinuierlich die relevanten Märkte sowie Mitbewerber und behalten aktuelle wissenschaftliche Publikationen stets im Blick

- Sie begleiten die Markteinführung, indem Sie Produktpotenzialanalysen erstellen und Marketingstrategien entwickeln

- In enger Zusammenarbeit mit dem Vertrieb informieren Sie unsere Kunden über Produktneuheiten und -weiterentwicklungen, erstellen Informationsmaterial, Datenblätter sowie Poster und halten wissenschaftliche Vorträge

- Sie präsentieren unsere Produkte auf nationalen und internationalen Messen sowie Fachkongressen (Reisetätigkeit ca. 20%)

- Für unsere Kunden und Kollegen sind Sie ein kompetenter Ansprechpartner bei allen produktspezifischen Fragen

Das zeichnet Sie aus

- Ihr naturwissenschaftliches Studium der Biologie, Humanbiologie oder Biochemie haben Sie erfolgreich abgeschlossen und gern um eine Promotion ergänzt

- Idealerweise konnten Sie erste Berufserfahrung im Marketing, Vertrieb oder dem Produktmanagement sammeln

- Schriftlich wie mündlich kommunizieren Sie sicher auf Englisch, z. B. mit internationalen Vertriebskollegen und bei Vorträgen vor Fachpublikum

- Sie haben Freude am Umgang mit Menschen und es fällt Ihnen leicht, Wissen zu vermitteln

- Mit Ihrem sicheren und souveränen Auftreten sowie einem hohen Maß an Einfühlungsvermögen gehen Sie auf die Bedürfnisse Ihrer unterschiedlichen Gesprächspartner ein

Das erwartet Sie

- Unbefristeter Arbeitsvertrag in Vollzeit

- 30 Urlaubstage pro Jahr

- Gleitzeitmodell mit Arbeitszeitkonto

- Flache Hierarchien und ein kollegiales DU vom Azubi bis zum Vorstand

- Exzellentes Essen in unserem erstklassigen Betriebsrestaurant und Getränkeflatrate (Kaffee, Tee, Wasserspender)

- Betriebssportgruppen (Fußball, Volleyball, Zumba) und Teilnahme an Sportevents wie z. B. Drachenbootrennen

- Prämie für patentfähige Entwicklungen

- Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge

- Regelmäßige innerbetriebliche Fortbildungen

Das ist Ihr Weg zu EUROIMMUN

Das klingt nach dem perfekten Job für Sie?

Dann senden Sie Ihre Bewerbung unter Angabe der Referenznummer "2020171" an bewerbung@euroimmun.de.

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung ein Anschreiben, den Lebenslauf sowie alle Zeugnisse zum Nachweis Ihres bisherigen Werdegangs bei: vom höchsten Schulabschluss über das Studium mit Notenspiegel bis hin zu den Arbeitszeugnissen Ihrer bisherigen Arbeitgeber.

Sie haben Fragen zu diesem Jobangebot oder EUROIMMUN als Arbeitgeber? Ihre Ansprechpartnerin Frau Plötner steht Ihnen bei Fragen unter der Telefonnummer 0451-2032-1561 sehr gerne zur Verfügung.

Mehr über EUROIMMUN als Arbeitgeber sowie unsere Mitarbeiterextras finden Sie unter: www.euroimmun.de/karriere

Es können nur Bewerbungen akzeptiert werden, die direkt an das ausschreibende Unternehmen gehen (Link zum Bewerbermanagement Portal / oder E-Mail des Unternehmens).

Alle direkten Bewerbungen an die ausschreibende Person werden ungelesen gelöscht!

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