Problems logging in

Querdenker-Club Salzburg - The Innovation Network of Salzburg

Die QUERDENKER - Das führende Netzwerk der Kreativen und Innovatoren in der D-A-CH-Region!

Icon xing Querdenker-Club Salzburg - The Innovation Network of Salzburg Statt unserem Blog gibts heute die Kongress-Vorstellung: Innovation-Journey #2
Selbst unsere neue Innojourney widmet sich dem Thema Sport. Wir sind beim Kongress zu Gast in der Jochen Schweizer Arena!
Ob Bodyflying, Indoor-Surfen, Helikopter-Rundflüge oder ein riesiger Outdoor Park mit diversen Klettermöglichkeiten, die Jochen Schweizer Arena ist ein echter Traum für alle Sportfans. Kommt zu unserem 10. Jubiläums Kongress und freut euch auf eine spannende und vor allem interaktive Innovation-Journey! 😁
Evelyne Hett Originalität allein ist keine Qualitätsgarantie.
Die Definition von Qualität unterliegt dem Wandel der Zeit und Ansprüche an sie. In diesem Sinne muss sich auch die Verwaltung von Qualität diesen neuen Normen anpassen. Und damit wären wir eigentlich schon bei einem der Punkte, die die Internationale Organisation für Normung (ISO) in Bezug auf die Revision der "Mutter aller Qualitätsmanagementnormen", der DIN EN ISO 9001, in ihrem seit September 2015 fordert: Eine klarere Ausrichtung der Sprache auf die Dienstleistungsbranche und mehr Flexibilität bei den Definitionen. So sollen beispielsweise Begriffe wie Aufzeichnungen“ oder „Dokumente“ durch eher generische Ausrücke wie „dokumentierte Information“ ersetzt werden. Auch kann der Norm zufolge künftig nicht nur von Produkt“ sondern (auch) von „Waren und Dienstleistungen“ gesprochen werden. Wie gesagt: Die Revision der Wortwahl kennzeichnet zumindest den Willen der ISO, ihre Norm den sich wandelnden Zeiten und der immer intensiveren Verschmelzung von Service und Produktion gerecht zu werden.
Ebenso wichtig und neu ist die mögliche Aufnahme des risikobasierten Ansatzes. Ein neuer Apostel also in der "Bibel des Qualitätsmanagements", könnte man frech formulieren. Oder doch eher ein Prophet? Schließlich spielt die Berücksichtigung von Risiken eine entscheidende Rolle. Das frühzeitige Erkennen und Eleminieren möglicher Risiken (für die Qualität) und auch deren systematisches Ermitteln und in Verhältnis setzen zur Kundenzufriedenheit, ist ein maßgeblicher Baustein für zeitgemäße Kundenbindung und Produktion. Anders gesagt, sollten Tools wie MES, QFD, APQP oder auch FMEA in keinem produzierenden Betrieb mehr fehlen - idealerweise noch verbunden mit beispielsweise Service Excellence.
Prozessorientiertes Qualitätsmanagement
Eine weitere Innovation in der Revision findet sich in der Tatsache, dass das prozessorientierte Qualitätsmanagement. So soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass das Verständnis für die Erwartungen und Interessen aller Anspruchsgruppen, des Managementsystems und der Bereiche, in denen es Anwendung findet, fundamental ist, um den Kontext ganzheitlich erfassen zu können, in welchem sich das Unternehmen tatsächlich bewegt. Anders gesagt, schwenkt der Blick nun auf die Zusammenhänge und Kausalitäten, auf die Anforderungen interner wie externer Kunden. Ein 360° - Blick mit Detailschärfe, sozusagen. Weitwinkelobjektiv und Zoom zur gleichen Zeit, um Qualität zu jeder Zeit, in jedem Prozess und möglichst mitsamt aller darin enthaltenen Chancen und aller die Qualität und Kundenzufriedenheit gefährdenden Risiken.
Im Einzelnen veröffentlichte die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) nun folgenden gemeinsamen Rahmen des aktuellen Entwurfs ISO/ CD 9001:2013:
1. Anwendungsbereich
2. Normative Verweisungen
3. Begriffe und Definitionen: Verweis auf die allgemeinen, in der Anlage SL dargestellten Begriffe sowie jedwede spezifischen Begriffe für die Norm.
4. Kontext der Organisation: Verstehen der internen und externen Angelegenheiten, der Anforderungen und Erwartungen relevanter interessierter Parteien, des Managementsystems und seines Anwendungsbereiches.
5. Führung: Verantwortung und Verpflichtung der obersten Leitung, Politik, organisatorische Funktionen, Verantwortungen und Befugnisse.
6. Planung: Maßnahmen zur Erkennung von Risiken und Chancen, relevante Ziele der Norm und Pläne zu deren Erreichung.
7. Unterstützung: Ressourcen, die für die entsprechende Norm benötigt werden, Kompetenz, Bewusstsein, Kommunikation und dokumentierte Information.
8. Betrieb: Betriebliche Planung und Lenkung.
9. Leistungsbewertung: Überwachung, Messung, Analyse und Bewertung, internes Audit und Managementbewertung.
10. Verbesserung: Nichtkonformität, Korrekturmaßnahmen und ständige Verbesserung.
Jetzt handeln und Qualität von morgen schon heute sichern
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: e.hett@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Evelyne Hett
Daniela Lozano Costa Fehlermanagement: Eine bessere Fehlerkultur etablieren
Fehler sind menschlich und passieren daher in jedem Unternehmen tagtäglich. Die einen bleiben unbemerkt, die anderen ziehen ungeahnte Konsequenzen nach sich. Das Hauptproblem allerdings, sind heutzutage nicht die Fehler selbst, sondern der falsche oder häufig gänzlich fehlende Umgang mit ihnen. Der Schrei nach einer besseren Fehlerkultur in deutschen Unternehmen wird immer lauter.
Wie sieht modernes Fehlermanagement aus?
Derzeit scheint die allgemeine Devise zu lauten: Je härter die Sanktionen, desto mehr werden die Mitarbeiter darauf achten, keine Fehler mehr zu machen. Die Fehlertoleranz befindet sich auf einem Minimum. Ein wirksames Mittel, schließlich scheint es zu funktionieren: Je mehr Angst die Menschen davor haben, einen Fehler zu machen, desto sorgfältiger arbeiten sie. Es gibt aber auch eine zweite Seite der Medaille: Je mehr Menschen unter Druck geraten, keine Fehler machen zu dürfen, desto verkrampfter, ängstlicher und häufig auch ineffizienter arbeiten sie. Jeder Vorgang, jede Aufgabe, jeder Prozess werden wieder und wieder überprüft, das Vertrauen in sich selbst, die Routine und das eigene Know-How sinken, die Risikovermeidung rückt auf der Prioritätenliste auf den ersten Platz. Eine exzessive Fehlervermeidung führt zu einer deutlichen Reduktion der Arbeitseffizienz. Die Mitarbeiter sind ängstlich, zeigen weniger Eigeninitiative und verkrampfen sich. Was daraus entsteht? Neue Fehler, und zwar Fehler, welche ohne die hohen Sanktionen nicht entstanden wären. Eine Fehlerquote von Null ist und bleibt daher reine Fiktion. Wäre es dann nicht besser, einmal über eine anderes, innovativeres Fehlermanagement nachzudenken? Eine Fehlerkultur, in welcher sich die Mitarbeiter entfalten können, und die Effizienz sowie Eigeninitiative hervorbringt?
Hängen Sanktionen und Fehlerquote überhaupt zusammen?
Viele Psychologen bestreiten zudem, dass strenge Sanktionen überhaupt für eine sinkende Fehlerrate im Unternehmen verantwortlich sind. Zwar würden nach der Bestrafung tatsächlich die Fehlerzahlen sinken, dies täten sie aber auch ohne die Zurechtweisung. Der Grund hierfür liegt tief im menschlichen Inneren verborgen: Menschen machen ungern Fehler, denn dies nagt am Selbstbewusstsein. Der Minderwertigkeitskomplex allein ist deshalb dafür verantwortlich, dass sich ein Fehler statistisch gesehen kurze Zeit später nicht mehr wiederholt. Auch dann nicht, wenn keine Sanktion damit einher ging.
Ein Umdenken ist notwendig
Das Denken, Sanktionen würden Fehler verhindern, ist daher grundlegend falsch. Mit ihm gehen nämlich selbst einige grundlegende (Denk-) Fehler einher:
• Eine Sanktion greift erst, nachdem ein Fehler bereits passiert ist, kann diesen also nicht verhindern.
• Die Angst vor Sanktionen führt dazu, dass Fehler möglichst vertuscht werden.
• Dadurch verhindern sie ein effizientes Fehlermanagement sowie die Analyse zahlreicher unbekannter, da vertuschter Fehler.
Anstatt die Fehler zu sanktionieren, sollte daher eine offene Fehlerkultur herrschen. Wer keine Angst mehr davor hat Fehler zu machen wird diese eher offenlegen, wodurch sie besser bearbeitet und zukünftig verhindert werden können. Zugleich ist aber nicht davon auszugehen, dass die Menschen dann keine Sorgfalt mehr hinsichtlich der Fehlervermeidung walten lassen, dafür sorgen schließlich die tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplexe, wie der Individualpsychologe Rudolf Dreikurs schrieb.
Wie könnte die Fehlerkultur der Zukunft aussehen?
Anstatt durch Sanktionen und Schuldzuweisungen die Vertuschung von Fehlern zu erwirken, sollten in einer zukunftsorientierten Fehlerkultur Fehler toleriert, offen gelegt, analysiert und so effizient vermieden werden. Eine Herausforderung, ja, aber durchaus machbar: Hoch entwickelte Fehlerkulturen, wie beispielsweise im neuen Toyota Production System, bauen auf der Idee auf, dass Fehler zwar unerwünscht, gleichzeitig aber auch unvermeidlich sind. Null Toleranz und Sanktionen gibt es hier für die Fehlervertuschung anstatt für den Fehler selbst. So werden die Mehrkosten, welche ohnehin durch Fehler im Unternehmen entstehen, zum Gemeinwohl eingesetzt, indem alle Mitarbeiter des Unternehmens daraus lernen können. Hinzu kommt ein großer finanzieller Vorteil: Studien belegen nämlich, dass die Fehlerbehebung kostengünstiger ist, je früher ein Fehler erkannt wird. Eine zukünftige Fehlerkultur muss daher
1. Fehler frühzeitig offenlegen,
2. sachlich analysieren,
3. Ursachenforschung betreiben und
4. diese Ursachen zukünftig beseitigen.
„Wenn wir unsere Fehler ohne die Furcht, 'Status zu verlieren', hinnehmen könnten, wären wir besserer Leistungen fähig, würden sogar faktisch weniger Fehler begehen", so schrieb Dreikurs bereits im Jahr 1971. Rund 45 Jahre später wäre es nun dringend an der Zeit zu handeln...
Schulungen, Webinare und Termine finden Sie auf:
http://www.seminar-plenum.de
Kennen Sie schon unser Fachbuch zum Thema Qualität und Industrie 4.0?
Qualität 4.0 Autor René Kiem, Inhaber KONTOR GRUPPE by René Kiem.
Erhältlich beim Hanser Verlag:
http://www.hanser-fachbuch.de/buch/Qualitaet+40/9783446447363
Und natürlich gerne persönlich: d.lozanocosta@kontor-gruppe.de
Herzlichen Gruß
Daniela Lozano Costa
René Kiem
Unternehmensberatung für Österreich an unseren Seminar-Orten: Innsbruck | Graz | Linz | Wien: Qualitätsmanagement nach ISO 9001 | LEAN Management | Automotive FMEA | FMEA Methodik | FMEA Handbuch (AIAG und VDA) | Risikoanalyse | Digitalisierung

This group's events

All events

Moderators

Moderator details

About the group: Querdenker-Club Salzburg - The Innovation Network of Salzburg

  • Founded: 12/02/2015
  • Members: 2.969
  • Visibility: open
  • Posts: 705
  • Comments: 118
  • Marketplace posts 3