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Ab 2020 kommt der Manipulationsschutz in Deutschland. In dieser Gruppe wollen wir in Zusammenarbeit mit Experten Infos liefern.

Einer unserer Kunden hat folgenden Wunsch:

Der Endkunde kauft einen Artikel und bekommt darüber einen Kassenbon. Später (ggf. Tage später) kommt der Endkunde wieder und möchte für den gekauften Artikel eine vollständige Rechnung (also inkl. Rechnungsanschrift usw., um den Artikel z.B. mit einer Versicherung abzurechnen).

Wie stellt manch solch einen Fall denn in der TSE/DSFinV-K dar?

„Eigentlich“ handelt es sich hierbei ja nur um einen anderen Beleg für denselben Geschäftsvorfall. Wenn die Rechnung aber in der Ladenkasse erzeugt wird, kann ich sie ja nicht einfach in der TSE und der DSFinV-K außen vor lassen.

Da gibt es sicherlich unterschiedliche Ansatzmöglichkeiten. Da der Bon steuerlich bereits längst abgeschlossen ist, kann dieser ja Tage später nicht mehr storniert werden. Wir würden wohl - wenn es ohne Warenbewegung stattfinden soll - eine Auszahlung mit einem Auszahlungsgrund und hinterlegtem Konto für diesen Zweck, mit Gutschrifterstellung unbar oder Barauszahlung, buchen. Im Anschluss einen Prozess Rechnungserstellung aus der Kasse aufrufen und den Rechnungsbetrag über die Kasse einbuchen als Forderungsauflösung zur Rechnung. Dann wäre es buchhalterisch sauber. Falls die Rechnung nicht über die Kasse, sondern über eine ERP produziert werden muss, wäre die Forderungsauflösung an der Kasse dennoch dieselbe. Sollte die Rechnungserstellung nur mit einer Artikelbewegung einhergehen können, wäre statt der Auszahlung eine Rücknahme des Artikels zu buchen mit Gutschrift oder Auszahlung. Dann wäre der alte GV quasi aufgelöst. Im Anschluss dann der Artikelverkauf mit Rechnungserstellung an der Kasse und Buchung Forderungsauflösung oder die Artikelbuchung nebst Rechnung aus der ERP, anschließend nur die Forderungsauflösung an der Kasse durch Zahlung der Rechnung bar oder durch Verrechnung der Gutschrift (unbar) Viele mögliche Wege, abhängig von den Prozessen der ERP / Kasse, aber DSFINV-K würde in allen Fällen - meines Erachtens - sauber sein. Die Warenrücknahme gefällt mir allerdings auf Grund der Nachvollziehbarkeit besser. Das ist jetzt meine persönliche Meinung - ohne Garantie :-) gern weitere Kommentare
Da der Geschäftsvorfall bereits abgeschlossen ist, würde ich gar nichts buchen. Es handelt sich nur um das Ausstellen einer Rechnung nach UStG (Urkunde). Falls es beim Kauf kein Kassenbon sondern bereits eine Rechnung war, dann handelt es sich um eine Rechnungs-Korrektur. Da sich dadurch nichts in der Vermögenszusammensetzung ändert, ist das mE ein anderer Vorgang und ist als solcher abzusichern.
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Hallo, 1. eine "Bestellauflistungen" kann ebenso wie ein "Bestellbon" ein interner Lieferschein und somit eine Aufzeichnung sein. 2. Es muss auch kein Geschäftsvorfall sein, sondern kann als "Anderer Vorgang" aufzeichnungspflichtig sein. Wie bei vielen anderen Fragen auch, wird die endgültige Beurteilung, was über die TSE zu sichern ist, wird wohl erst im Zuge einer Prüfung des Einzelfalls gemacht werden.
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Hallo Frau Hardes, Wir sehen die Situation auch so, dass ein Tausch der Kasse und die Weiterbenutzung der TSE möglich ist. Aktuell dokumentieren wir und bitte auch den Kunden den Tausch dementsprechend zu dokumentieren und bei einer eventuellen Prüfung Klarheit zu haben. Aufgrund der Veränderung der Kassenseriennummer ist das, dann aber ja erkenntlich und mit einer Begründung auch nachvollziehbar. (Hardwaredefekt etc )
Meinen Sie die weiternutzung derselben TSE an einer anderen Kasse durch denselben Steuerpflichtigen, oder durch einen anderen Steuerpflichtigen? Ich glaube, das sollte getrennt betrachtet werden, oder?

Hallo in die Runde,

in unseren Kundenkreisen müssen oft krumme Umsatzsteuersätze (z.B. für Teilabzugsfähige Sachverhalte) geführt und bebucht werden.

Beispiel: Speisenversorgung aus der Küche einer Klinik, einer Sozialen Einrichtung, ... auch für die örtliche Polizei, Feuerwehr, ... andere.

Vereinbarung mit dem Finanzamt ist, 60% aus 19% USt = 11,4% während des Jahres anzusetzen. Der tatsächlich anzusetzende Steuersatz ergibt sich nach Feststellung des Jahresumsatzesm, z.B. dann 13.7% . Dann kann es zu Rückrechnungen und Umsatzsteuerkorrekturen in der Buchhaltung kommen. Das ist alles soweit gelöst und Programmunterstützt.

Wir gingen bisher davon aus, dass gem. DSFinV-K-Beschreibung die Schlüsselnummern ab 1000 für genau solche "Individuellen Sachverhalte" verwendet werden sollen/müssen/dürfen?! So steht es wörtlich drin.

Amadeus Verify weist diese TAR-Exports mit Fehlermeldungen ab.

Wenn es nur 5 Steuercontainer gibt, wozu dienen dann die ab Schlüsselnummer 1000 vorgesehenen?

Noch anders gefragt: USt 19% aktuell, 7% aktuell, 16% historisch und 5% historisch sind in den Steuercontainern. WIE sind die ab 1000 angelegten (1001, 1002, 1010, 1017 usw. (für z.B. pauschalierte Sätze, nur zum Beispiel 60% aus 19% Teilabzugsfähigkeit) zu liefern?

Warum lehnt Amadeus Verify Container ab 1000 mit Fehlermeldung ab? Wenn es die doch gem. Beschreibung geben kann.

DSFinV-K-Export vs. TAR-Export mit denselben Buchungsdaten.

Hat sonst niemand diesen Problembereich?

Vielen Dank für Hilfe, Tipps, Hinweise

1. Da die Verwendung der ID>1000 technisch korrekt ist, bin ich der Meinung, dass ein Prüfprogramm alleine wegen dieser Verwendung keine Fehlermeldung ausgeben sollte. Ein Hinweis auf einen individuellen steuerlichen Sachverhalt kann jedoch sinnvoll sein. 2. Andererseits handelt es sich m.E. nicht um einen individuellen steuerlichen Sachverhalt. Es gibt keinen Steuersatz von 13,7%. Lediglich die Aufteilung der Leistung auf 19% und 0% wird vorab pauschal mit 60/40 vorgenommen. Daher sollte in dieser Beispiel 60% der Leistung auf die ID 1 und 40% der Leistung auf die ID 6 aufgeteilt werden. Die Korrektur kann dann immer in der Buchhaltung vorgenommen werden. 3. Falls dennoch ein Steuersatz von 13.7% verwendet werden soll, errechnen wir die ID>1000 mit unserer Middleware zB so: (13.7% * 100) + 1000 = 2370 Unsere FAQ dazu: https://docs.fiskaltrust.cloud/docs/faq/germany#how-can-i-set-a-special-case-vat-id-to-my-charge-item-for-the-german-market-br-how-can-i-use-the-ipos-interface-to-address-special-dsfinvk-vat-ids-grater-than-
Wir müssen tatsächlich aufpassen, dass wir hier nicht DSFinV-K und TSE vermischen. Steuer-IDs > 1000 sind natürlich zulässig, diese IDs wurden ja für individuelle Steuersätze reserviert. In den ProcessData sind es die in Deutschland zulässigen 5 Steuercontainer. Wie Herr Kutschera schon geschrieben hat gibt es keinen Steuersatz 13,7%. Die Aufteilung 60/40 auf 19%/0% würde sicherlich auch von AV richtig gewertet werden.