Problems logging in

RISK MANAGEMENT GERMANY, SWITZERLAND, AUSTRIA

Für engagierte Risikomanagement-Spezialisten in Deutschland, die Schweiz und Österreich...

Armin D. Rheinbay Die EZB-ICAAP/ILAAP-Leitfäden: Ein neuer Standard für das Modellrisikomanagement
Im November 2018 veröffentlichte die EZB ihre Erwartungen an die Ausgestaltung des ICAAP/ILAAP in Form von zwei Leitfäden, den EZB-Leitfaden für den ICAAP und das Pendant für den ILAAP. Die zentralen Aspekte der neuen EZB-Leitfäden sind nun ausführlich in einem Sammelband „Handbuch ICAAP/ILAAP“ aus dem Bank-Verlag beschrieben, welches seit Februar erhältlich ist.
Neben einer regulatorischen Einordnung gibt der Sammelband zahlreiche Hinweise zu den neuen Herausforderungen im ICAAP und ILAAP sowie Anregungen zu möglichen bankpraktischen Umsetzungen.
Unter dem folgenden Link finden Sie das Inhaltsverzeichnis:
http://downloads.bank-verlag-medien.info/info/Inhaltsverzeichnis_ICAAP_ILAAP.pdf
Ein wesentlicher Aspekt, der mit diesen Leitfäden für die Institute zu beachten ist, ist die Entwicklung der Anforderungen an die unabhängige Validierung von Risikomodellen hin zu einem unternehmensweiten Modellrisikomanagement (MRM).
Nach der Finanzkrise ist die Risikotragfähigkeit der Institute noch stärker in das Rampenlicht der Aufsichtsbehörden gerückt. Die Untersuchungen der Finanzkrise 2007/8 durch die Aufsichtsbehörden haben gezeigt, dass bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit viele Risiken nicht angemessen bewertet wurden. Dieser Umstand hat bei den Aufsichtsbehörden zu einem Vertrauensverlust in die Bewertungs- und Risikomodelle geführt. Als Konsequenz hat die Bankenaufsicht eine intensive Überprüfung der internen Modelle durchgeführt (TRIM - Targeted Review of Internal Models). Aus den Erkenntnissen dieser Modellprüfungen resultieren neue Anforderungen an das Management des Modellrisikos die in einem Modelle-Leitfaden formuliert werden (Leitfaden der EZB zu internen Modellen, „General Topics“ vom März 2018 und „Risk-type-specific chapters“ vom Sept. 2018, jeweils Konsultationspapiere). Mit diesem Modelle-Leitfaden werden detaillierte Anforderungen und Standards für ein Rahmenwerk zum Management des Modellrisikos (MRM) eingeführt, die nun erstmalig auch für die Risikomodelle der internen Steuerung (Säule II) gelten und zu berücksichtigen sind.
In meinem Beitrag zu dem ICAAP/ILAAP-Handbuch werden die neuen aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die unabhängige Validierung von Risikomodellen analysiert und die Entwicklung der Anforderungen an ein umfassendes Modellrisikomanagement-Rahmenwerk (MRM) aufgezeigt. Auf Basis dieser neuen Anforderungen werden kritische Handlungsfelder diskutiert und die wesentlichen Elemente für den Aufbau eines unternehmensweiten Rahmenwerks für das Modellrisikomanagement (MRM) vorgestellt.
Die neuen Anforderungen an das Modellrisikomanagement werden bereits im Rahmen des SREP ab 2019 bei der Beurteilung der Institute zugrunde gelegt.
Das ICAAP/ILAAP-Handbuch ist unter folgendem Link erhältlich:
http://www.bank-verlag-shop.de/cher/handbuch-icaapilaap-p-25241.html
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und freue mich über jedes Feedback zu meinem Artikel. Sollten Sie weitergehende Fragen zum Aufbau eines Rahmenwerks für das Modellrisikomanagement haben stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Meine Kontaktdetails finden Sie hier auf meiner XING-Seite.
Mit den besten Grüßen,
Armin Rheinbay
Jan Offerhaus Weiterbildung zum Enterprise Risk Manager im Herbst 2019
Das erfolgreiche Weiterbildungsprogramm zum "Enterprise Risk Manager (Univ.)", das von der Uni Würzburg und der Risk Management Association e. V. (RMA) gemeinsam durchgeführt wird, geht in die nächste Runde. Am 25. September 2019 startet das erste von 3 Präsenzmodulen in Würzburg.
Einen kleinen Frühbucherrabatt gibt es für alle Anmeldungen bis 31. Juli.
Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Website der RMA unter:
https://rma-ev.org/veranstaltungen/fortbildung/
...oder Sie nehmen direkt mit uns Kontkat auf unter erm@rma-ev.org.
Mark Währisch Zahlungsverzug und -ausfall: Welche Folgen das für den Mittelständler haben kann
Lange Zahlungsziele von 30 oder 60 Tagen: Sie als Dienstleister oder Hersteller wissen um die finanziellen Sorgen, die hieraus entstehen. Erst recht, wenn Kunden diese ohnehin schon großen Zeitspannen von Rechnungsstellung bis zum geforderten Zahlungseingang überziehen. Jedes elfte Unternehmen in Deutschland zahlt Rechnungen zu spät und löst einen Dominoeffekt aus, denn die leistungserbringenden Unternehmen können so (vollkommen unverschuldet) selbst in Zahlungsschwierigkeiten kommen!
Daher die Empfehlung: Behalten Sie die Zahlungsfähigkeit Ihrer Kunden immer im Blick. Im Idealfall schließen Sie Risiken bereits im Vorfeld aus, indem Sie Daten zur Bonität sowie Zahlungswilligkeit prüfen und darauf abgestimmt Sondervereinbarungen vertraglich festlegen.
Bei Insolvenz des Kunden: Gefahr von Vermögensschäden
Im schlimmsten Fall ist Ihr Kunde sogar insolvent und kann Rechnungen gar nicht begleichen. In dem Fall gilt erst recht, Anzeichen von Zahlungsausfällen rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Dann wenden Sie auch entsprechend den Schaden vom eigenen Unternehmen ab. Und der ist laut Creditreform beachtlich: Die Vermögensschäden, die aus insolvenzbedingten Forderungsausfällen entstehen, belaufen sich im Schnitt auf 700.000 Euro.
Ausgleich von Forderungsausfällen schwer möglich
Nehmen wir beispielsweise ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 7 Mio. Euro, einer Netto-Rendite von 10 Prozent und einem Zahlungsausfall von 140.000 Euro. In dem Fall wäre eine Umsatzsteigerung von 1,4 Mio. Euro notwendig, um wieder auf den geplanten Gewinn zu kommen beziehungsweise den Forderungsausfall auszugleichen. Eine Kompensation ist damit praktisch ausgeschlossen.
Negative Auswirkungen auf die Kreditentscheidung
Neben den entstandenen Einbußen sollten Sie auch die Auswirkungen auf Entscheidungen Ihrer Kreditgeber bedenken. Denn haben Sie Kunden mit einer schlechten Bonität und Zahlungsmoral, steigt auch das Risiko für Ihre kreditgebenden Banken und weiteren Finanzierungspartner. Daher beziehen wir als Gestalter digitaler Mittelstandsfinanzierung die Kundenstruktur und -beziehung immer in unsere Analysen ein.
Wie das in der Praxis aussieht, lesen Sie in der dritten Ausgabe des creditshelf-Magazins, das Sie unter folgendem Link bestellen können: https://creditshelf.com/de/press
Freundliche Grüße
Dr. Mark Währisch

Moderators

Moderator details

About the group: RISK MANAGEMENT GERMANY, SWITZERLAND, AUSTRIA

  • Founded: 28/03/2012
  • Members: 1.282
  • Visibility: open
  • Posts: 903
  • Comments: 42
  • Marketplace posts 0