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Nur für XING Mitglieder sichtbar SAP-Standard = Usability?
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Lars Knickrehm
Zur Frage: "Sind fertige Programmteile oder Methoden ein SAP-Standard?" - Nein, das sicher nicht. Den besagten Spruch habe ich auch schon oft gehört, aber immer im Zusammenhang mit der Bedienung des Systems. Insbesondere SAP-Neulinge werden sich diese Phrase des Öfteren anhören müssen, denn so ein SAP GUI erschließt sich jemandem, der aus einer anderen (Software-)Welt kommt, nicht gleich auf Anhieb.
Natürlich werden beim GUI Design auch mal Fehler gemacht. Neben Architekten, die auf sauberen Code achten, sollte es daher meines Erachtens in Entwicklungsprojekten mit einem nennenswerten Entwicklungsanteil auf GUI Ebene auch mindestens einen Verantwortlichen für das GUI Design geben. Insbesondere Entwickler mit wenig Erfahrung in diesem Themengebiet benötigen hier Unterstützung.
Es gibt viele Designfehler, die mir immer wieder mal auffallen:
- Radio Buttons, Checkboxes und Auswahllisten werden falsch angewendet, z.B. zwei Radiobuttons mit "Ja" und "Nein" statt einer Checkbox.
- Buttons verschwinden bei einfach von der Oberfläche, anstatt 'disabled' zu werden (gleiches gilt für Menüeinträge).
- Standardisierte Symbole und Bezeichnungen werden falsch verwendet.
- Negative Formulierungen verwirren, z.B. "Wollen Sie das Dokument verwerfen?" statt "Wollen Sie das Dokument speichern?".
- Neulich hatte ich eine (non SAP) Anwendung kennengelernt, bei der der Druck auf einen Menüeintrag kein Menü, sondern ein modales Dialogfenster öffnete. =:-o
- ...
Beispiele für schlechtes GUI Desing kennt wohl jeder von uns. Aber nicht jeder kennt die Lösung, wenn er nicht über das notwendige Wissen über GUI Design verfügt. Dafür ist eine entsprechende Ausbildung erforderlich. Daher sollten Entwicklungsteams wenigstens eine Person benennen, die (ausgestattet mit entsprechendem Know-how) über die durchgängige Bedienbarkeit der Oberflächen wacht und mit den Entwicklern Lösungsansätze diskutiert.
Nützliche Arbeitshilfen für SAP Entwickler finden sich übrigens hier: http://www.sapdesignguild.org. Auf der Seite "resources" z.B. gibt es sehr gute Unterlagen zum Thema.
Nur für XING Mitglieder sichtbar SAP und automatisierter Fachtest - 2 Welten?
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Hans Martin Trauthwein
+2 weitere Kommentare
Letzter Kommentar:
Henry Smid
Hallo Herr Trauthwein,
Sie schrieben:

>dass über 80 % der automatischen Tests in der SAP Entwicklung
>mit eCATT laufen... und das schon seit vielen, vielen Jahren!
Beziehen Sie sich dabei auf die ureigenen Entwicklungen von SAP selber oder beziehen Sie sich auf alle Entwicklungen auf der Basis des SAP Technologie-Stacks, in denen alle Eigenentwicklungen der Unternehmen, die SAP einsetzen und die der Beratungshäuser mit einbezogen sind?
Unabhängig davon ist die Frage, wie hoch der Automatisierungsanteil bei SAP-Entwicklungen generell ist, natürlich von noch größerem Interesse. Haben Sie dazu Anhaltspunkte?
Die generelle Problematik bei eCatt scheint mir zu sein, dass das Tool eigentlich nur von einem ABAP-Entwickler genutzt werden kann und der darüber hinaus in eCatt auch noch gut ausgebildet sein muss, wobei sich das weniger darauf bezieht, mal einen einfachen Anwendungsfall aufzuzeichnen, sondern eher darauf gemünzt ist, die verschiedenen Facetten von eCatt zu verstehen, die für eine ernsthafte Testautomatisierung erforderlich sind (Anpassung der Skripte, Parametrisierung, etc.). Die Brücke, die zur Fachlichkeit geschlagen muss scheint hier beträchtlich zu sein.
Ich persönlich konnte mich bisher nicht so recht mit eCatt anfreunden. Seit einigen Jahren bin ich stark geprägt von Tools aus der Open-Source Gemeinde. Man bekommt dadurch einen anderen Bezug zu der Frage „Wieviel bin ich bereit in die Einarbeitung in ein Tools zu investieren?“, wenn die Welt jetzt so funktioniert: „herunterladen, installieren, ausprobieren“ und was sich in ganz kurzer Zeit nicht bewährt, wird sofort wieder verworfen. Das habe ich so auch bei eCatt praktiziert, wobei das Herunterladen und Installieren logischerweise weggefallen ist. eCatt hat mich auf die Schnelle nicht überzeugt.
Viele Grüße
Henry Smid
Hans Martin Trauthwein Vorstellung Hans Martin Trauthwein
Hallo!
Im Rahmen meiner langjährigen Mitarbeit innerhalb der SAP Consulting Deutschland (Bereich SAP Testmanagement Consulting) konnte ich (zertifizierter Berater und Fachbuchautor) fundierte Kenntnisse in dem Thema Application Life Cycle Management mit SAP Solution Manager erwerben. Mein umfangreiches Wissen bringe ich heute als Vorstand der Sofis AG in die Projektarbeit des Unternehmens ein und ergänze damit das bisherige Serviceportfolio.
Nach meinem Studium der Wirtschaftwissenschaften an der Universität des Saarlandes hat meine berufliche Laufbahn 1996 innerhalb des SAP-Konzerns begonnen. Der Schwerpunkt meiner internationalen und branchenübergreifenden Beratungstätigkeit fokussierte zu Beginn auf den Themen Qualitätssicherung, Testmanagement und -automation mit SAP-Werkzeugen und –Basistechnologien. Die erfolgreiche und kundenorientierte Mitarbeit in einer Vielzahl an Implementierungs-, Upgrade- und Global-Roll-out-Projekten wurde dabei in diversen SAP Success Stories dokumentiert, deren Nachhaltigkeit für einen Kunden sogar über eine mehrjährige Kosten/Nutzen-Betrachtung belegt (ROI - Testautomation mit eCATT).
Aufgrund der zentralen Bedeutung des SAP Solution Managers für SAP Kunden (u.a. SAP Enterprise Support) haben sich meine Beratungsschwerpunkte in den letzten Jahren entsprechend verschoben. Seit der Verfügbarkeit des ersten Releases des SAP Solution Managers bin ich ausschliesslich in diesem Beratungssegment tätig und decke alle Phasen des Application Life Cycle Management ab (z.B. Testmanagement incl. Business Process Change Analyzer). Vor dem Hintergrund der individuellen Kundensituation sowie des jeweils aktuellen Funktionsumfangs des SAP Solution Managers erstelle ich dabei kundenspezifische Einführungsszenarien (Roadmapping) und setze die aufgezeigten Entwicklungspfade operativ in Zusammenarbeit mit dem Kunden um (u.a. Konzeption, Systemkonfiguration, Know-how-Transfer).
2006 habe ich die Möglichkeit ergriffen, einen Teil meines Erfahrungswissens in einem Fachbuch der SAP-Press-Reihe zu dokumentieren. Die Veröffentlichung „SAP-Lösungen testen“ wurde in 2007 aufgrund der hohen Kundennachfrage auch ins Englische übersetzt und steht seit Ende 2009 in einer aktualisierten und erweiterten Auflage allgemein zur Verfügung (vgl. http://www.sap-press.de/2127).
Während meiner jahrelangen Mitarbeit innerhalb der SAP-Consulting Deutschland konnte ich meine Fähigkeiten als Referent in eine Vielzahl an kundenspezifischen Schulungsmassnahmen einbringen und dieses Wissen kontinuierlich ausbauen. Darüber hinaus verfüge ich über einen mehrjährigen Erfahrungshintergrund als Trainer für diverse SAP-Standardkurse, u.a.:
• CA611: Testmanagement mit eCATT
• SMI310: SAP Solution Manager: Einführungstools im Detail
• SMO150: SAP Solution Manager Service Desk
• SMO155: SAP Solution Manager 7.0 – Change Request Management
• SM100: SAP Solution Manager Operations and Configuration
Ich bin gemäss einschlägiger Branchenstandards zertifiziert (ITIL, ISTQB) und kann darüber hinaus auf erlangte SAP-spezifische Zertifikate verweisen (SAP Certified Solution Consultant - SAP Solution Manager 4.0 Implementation Tools, SAP Certified E2E Application Management Expert - Change Control Management).
Für Projektanfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Beste Grüsse, Hans Martin Trauthwein
Henry Smid Funktions- und Integrationstests bei der Commerz Real mit TOSCA
TOSCA ist natürlich als Oper von Puccini bekannt:
Es ist aber auch der Name einer Testsuite der österreichischen Firma Tricentis (http://www.tricentis.com).
Die COMMERZ REAL AG (http://www.commerzreal.com) hatte die C1 Solutions im Sommer 2008 beauftragt, ihr bestehendes Leasing-Kernsystem mit einem neuen SAP System abzulösen. Das Projekt sollte bis Ende 2009 abgeschlossen sein und das neue Leasing-System wurde dann auch Anfang November 2009 erfolgreich produktiv gesetzt. Der Aufwand für externe Beratung lag bei 5.000 PT, davon wurden 250 PT für das Testmanagement und die Testautomatisierung eingesetzt.
Die Testautomatisierung war eine feste und wichtige Säule des Testmanagements und fand insbesondere bei der Migration, der Verprobung der Dokumentenerstellung, beim Customizing und bei den fachlichen Grundtests Anwendung.
Dabei wurde die TOSCA TestsuiteTM (http://www.tosca-testsuite.com) der Firma Tricentis eingesetzt. In der folgenden Präsentation ist dieses Projektbeispiel und der Einsatz dieses Tools zur Testautomatisierung kurz beschrieben:
Die Stärke der TOSCA TestsuiteTM ist in der reinen fachlichen Ausrichtung zu sehen. Insbesondere im Hinblick auf die Automatisierung von SAP-Anwendungen ist der Einarbeitungsaufwand gering und es werden keine Programmierer für die Aufgabe der Testautomatisierung benötigt. Der folgende Clip zeigt wie die TOSCA TestsuiteTM bei der Automatisierung von SAP-Anwendungen funktioniert:
Ich war in dem Projekt bei der Commerz Real in der Rolle des Projektleiters der C1 Solutions und kann sagen, der der Einsatz dieses Tools in Verbindung mit einer guten Testorganisation mit ein Grund dafür war, dass das Projekt „in-time-quality-and-budget“ abgeschlossen werden konnte.
Henry Smid Der ROI von Testautomatisierung - Gibt es dazu Projekterfahrungen
IT-Projekte bergen potentielle Risiken wie Projektverzögerungen und Budgetüberschreitungen. So beschrieben in einem Artikel von Claus Herbolzheimer aus dem Jahr 2007:
In dem Artikel wird insbesondere auf Großprojekte hingewiesen. Also muss das auch im besonderen Maße für SAP-Projekte gelten.
Neben den projektbezogenen Budgetüberschreitungen entstehen darüber hinaus vorher nicht geplante Folgekosten. Wenn der Betrieb von Anwendungssystemen trotz Qualitätsprobleme gestartet wird, müssen dann oft nicht unerhebliche Kosten für die Stabilisierung getragen werden. Daneben sind starke Einschränkungen bei der Wartbarkeit und Erweiterbarkeit vor allem wegen Mängel bei der technischen Qualität zu nennen.
Zum Teil sind die Probleme im Umfeld der Testorganisation zu suchen:
• Mängel beim Testmanagement
• Fehlende Testressourcen
• In SAP Projekten wird überwiegend manuell gestestet
• Methodische Schwächen (Testfallermittlung)
• Die Tests werden zu spät begonnen
• Die technische Qualität wird nicht betrachtet
• Fehlende Expertise beim Einsatz adäquater Tools
Generell stellt sich hierbei immer wieder die Frage nach dem Einsatz von Tools für die Testautomatisierung mit dem besonderen Fokus darauf, ob sich die Investitionen dafür lohnen.
Wer kann von Projekterfahrungen berichten, aus denen ein klares Bild erkennbar wird, wie hoch der Einsatz für die Anschaffung, Einführung und Nutzung von Werkzeugen der Testautomatisierung ausfiel?
Konnte dann im nachhinein der Nutzen quantifiziert werden? Aspekte können sein
• Geringerer manueller Testaufwand
• Weniger Kosten für die Fehlerbehebung, da die Fehler durch den Einsatz von automatisierten Tests früher gefunden wurden und eindeutiger belegt werden konnten.
• Generelle Qualitätsverbesserungen
• Einsparungen im weiteren Software-Lifecycle, da die bestehenden Testsuiten immer wieder für die Ausführung von Standardtests genutzt werden konnten.
Es wäre ein Gewinn, wenn wir dieses Forum nutzen könnten, um einige Projektbeispiele dazu zu sammeln, da die Frage, was die Einführung von Testautomatisierung kostet und welcher Nutzen daraus gezogen werden kann, immer wieder erörtert wird.

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Über die Gruppe "SAP-Testing"

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