Probleme beim Einloggen
Nur für XING Mitglieder sichtbar bin als Schöffe ungeeignet
wie ist da Revision möglich?
Der klare Menschenverstand sagt, dass 170 km/h in der Stadt ein NoGo sind. Punkt!
Wozu gibt es Physik? Wozu gibt es Mathematik?
in der Stadt sind 50 km/h zulässig. 170 km/h - 50 km/h = 120 km/h
Hat schonmal jemand bei 120 km/h mit dem Auto ausser vielleicht beim Sicherheitsfahrtraining (und nicht mal da bremst man aus mehr wie 100 km/h auf 0 km/h runter) eine Vollbremsung machen müssen?
Bremsweg?
https://www.tagesschau.de/inland/bgh-raser-berlin-101.html
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Hasso Lieber
Diese Frage hat der BGH mit bemerkenswerter Klarheit an mehreren Punkten des Urteils hervorgehoben. Ein Punkt: Zur Strafbarkeit des Mordes gehört der Vorsatz (wenn auch nicht direkt, so doch bedingt), den anderen Töten zu wollen. Wenn ich den Vorsatz unterstelle, dass die Raser den Tod eines anderen Pkw-Fahrers (nur um einen solchen ging es hier) billigend in Kauf genommen haben, stellt sich sofort die Frage, welche Vorstellungen sie sich in Bezug auf sich selbst (Eigengefährdung) für den Fall des Unfalls gemacht haben. Die Frage hat das Landgericht mit einem Erfahrungssatz beantwortet, dass sich solche Fahrer in ihren schweren Autos stets sicher wie in einer Festung fühlen und die Eigengefährdung ausblenden (ein Erfahrungssatz, den es so nicht gibt). Gleichzeitig hat es in Bezug auf die in einem der Raser-Autos sitzenden Beifahrerin, gesagt, dass die Fahrer auch in Bezug auf sie eine Tötung in Kauf genommen hätten. Sich selbst als Fahrer sicher zu fühlen, in Bezug auf die in demselben Auto sitzenden Beifahrerin aber mit deren Tod zu rechnen, ist ein logischer Fehlschluss. Zudem: bei gleicher Konstellation dreier Faktoren einen unterschiedlich zu werten verstößt schon gegen den in Untertertia gelernten logischen Satz "Sind zwei Größen einer Dritten gleich, sind sie auch untereinander gleich". Die Argumentation des LG, die der BGH auseinander gepflückt hat, hat also nicht im Rechtswissenschaft, sondern mit reiner Logik zu tun. Das veranlasst mich noch zu der Bemerkung hinsichtlich des "gesunden Menschenverstandes". Der wird fälschlicher Weise häufig mit Bauchgefühl verwechselt. In Wahrheit ist es reine Logik, die lediglich nicht auf wissenschaftlicher Ausbildung sonder Erfahrung beruht. Diesen Widerspruch in dem Urteil (und davon gibt es in den Gründen noch mehrere) hätten die Schöffen mit reinem logischen Denken ohne juristische Ausbildung erkennen können. Der Fehler des Urteils war, dass man "ein Zeichen setzen" wollte. Da geht dann häufig die Emotion mit den Urteilenden durch und der reine Verstand bleibt auf der Strecke.
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Im Sommer werden die Laienrichter für die kommenden fünf Jahre bestimmt: Sie entscheiden mit über Schuld und Unschuld eines Angeklagten. Doch nicht überall gibt es genug Bewerber - und nicht alle Berufsrichter berichten von guten Erfahrungen mit Schöffen.
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Petra Pflanz
Danke für den Hinweis, abgelaufen nach einem Tag - verstehe ich nicht.
Der Film ist momentan tatsächlich nicht online bis auf diesen Textlink, der aber bei weitem nicht annähernd den Inhalt des Filmes und die Interviews ersetzten kann, lief am Mittwoch 14.03., alles andere ist ja noch in der Mediathek abrufbar, warum dieser wertvolle Beitrag nicht - unverständlich!
https://www.mdr.de/home/sendung783958_zc-502e5181_zs-48c98c3d.html
Vielleicht wird er noch einmal eingestellt, wer weiß ...
Petra Pflanz Lesung: Das Ende der Gerechtigkeit
Buchlesung und Diskussion mit Jens Gnisa, Richter und Vorsitzender des Deutschen Richterbundes, am 12. April 2018 in Potsdam zu seinem Buch
"Vom Ende der Gerechtigkeit".
Hinweise zum Inhalt und zur Anmeldung im Internet unter https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/CX84Q