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Stefan Halft Programm DGS-Kongress "Grenzen" (12.-15.09.2017, Passau) online
Die Berichterstattung über die ‚Flüchtlingsströme‘ der Jahre 2015/2016 offenbarte einen grundlegenden kulturellen Mechanismus: Grenzen bestimmen unser Handeln als Menschen, indem sie uns Orientierung verleihen. Sie strukturieren zwischen außen und innen, fremd und eigen, bekannt und neu unseren Alltag ebenso wie unser Denken in Kategorien, Begriffen und Denkmustern. So schaffen Grenzen Strukturen, die es (uns) überhaupt erst ermöglichen, in dieser Unterscheidung Bedeutung und Sinn zu konstituieren und sich über (uns selbst) zu verständigen.
Die Auswirkungen dieser Debatten auf die Innen- und Außenpolitik, die veröffentliche Meinung und die Hoch- und Alltagskultur der bundesdeutschen und der europäischen Kulturen prägen aktuell explizit und implizit viele gesellschaftliche Prozesse: Der globalen Mentalität des ‚anything goes‘ vieler gleichberechtigter Identitäten und Kulturen werden neuerdings Konzepte einer sich abgrenzenden eigenen Identität und einer eigenen Kultur entgegengesetzt. Genauso wichtig wie die trennende Funktion ist aber auch die Funktion der Grenzüberschreitung. Die Grenze bedingt durch ihre trennende Funktion in der Grenzüberschreitung den Kontakt zwischen unterschiedlichen Konzepten, Werten und Normen. Grenzen ermöglichen die Konturierung eines Eigenen in Abgrenzung und vor der Folie eines Anderen, sodass durch die Überschreitung der Grenze eine kommunikative Aushandlung über den Status der Grenze, ihre Funktionen und ihre Dekonstruktion oder Neuziehung initiiert wird. Grenzen provozieren einen kulturellen Austausch und die Verhandlung kultureller Werte und Normen. Diese Prozesse werden durch Medien als Raum kultureller Selbstverständigung getragen und durch den gegenwärtigen Medienwandel forciert.
Der Kongress möchte die für die Gegenwart erneut notwendige gewordene wissenschaftliche Reflexion des Konzeptes der Grenze mit initiieren und seine theoretische Fundierung vor allem auch semiotisch ausloten.
Kongressprogramm und Anmeldeformular sind nun online: http://www.semiotik.eu/grenzen-ueberblick.
Stefan Halft Veranstaltungskalender der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V.
Dass Semiotik nichts Staubiges ist, sondern vielmehr für viele Lebensbereiche ein ausgesprochen produktives Erkenntnismodell, zeigt die Gesellschaft mit ihrem Veranstaltungskalender. Dessen aktuelle Version beinhaltet wieder nationale und internationale Veranstaltungen unterschiedlicher Disziplinen und veranschaulicht, wie vielfältig semiotische Praxis und Theorie sind.
Den Kalender finden Sie unter http://www.semiotik.eu/terminkalender
Klaus Schwarzfischer Call-for-Papers für das Panel „Grenzen des Design in Kognition, Aneignung und Kommunikation“ - Einsendefrist ist der 23.10.2016
CFP: Panel „Grenzen des Design in Kognition, Aneignung und Kommunikation“
15. Internationalen Kongress 2017 der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V.
„Grenzen. Kontakt – Kommunikation – Kontrast“ (Passau, 12. bis 16. September 2017)
Die DGS richtet alle drei Jahre einen internationalen Kongress aus. Im Rahmen des 15. Internationalen Kongress 2017 „Grenzen. Kontakt – Kommunikation – Kontrast“ (Passau, 12. bis 16. September 2017) fordert die Sektion Design zur Einreichung von Beitragsvorschlägen in ihrem Panel auf:
Call for Papers
Angeregt ist das Thema des Panels durch die Frage von Umberto Eco, welche analog auf das Design übertragen werden kann: Was ist die untere und obere Schwelle bzw. Grenze des Design, der Designtheorie und der Designsemiotik? Welche Kontakte, Konflikte und Kontraste sind bedeutsam im Hinblick auf die Grenzen der Kognition, der Aneignung und der Kommunikation?
Daraus ergeben sich verschiedene Perspektiven, die im Rahmen des Panels diskutiert werden sollen:
1. Wo liegen die Grenzen der Designsemiotik im Verhältnis zu anderen Designtheorien? Welche Grenzen trennen die Designsemiotik von anderen disziplinären Diskursen der Semiotik?
2. Wo ist die Grenze zwischen Zeichen und Nicht-Zeichen in den verschiedenen semiotischen Ansätzen (z.B. im kognitiven oder sozialen Konstruktivismus)? Ist innerhalb des Paradigma einer kognitiven Designsemiotik die Grenze zwischen Semiotik und Phänomenologie eine überwindbare?
3. Welche Prozesse der Aneignung ermöglichen die Aufhebung alter und die Schaffung neuer kultureller Grenzen, z.B. in vielfältigen multimodalen Kommunikationsformen und in ästhetischen, in handlungsrelevanten sowie in soziokulturellen Prozessen? Eröffnet dies eine methodologisch relevante Perspektive auf die Analyse und Gestaltung von kognitiver und sozialer Wirklichkeits-Konstruktion im Sinne eines erweiterten Design-Begriffes?
4. Aus welchen Mechanismen der Kontrast-Konstruktion resultieren die potenziellen Grenzen und Konflikte einer Designsemiotik? Wie behindern oder fördern diese den Kontakt der beteiligten Interpretanten? Welche Relevanz hierfür besitzt die Kommunikation im sozialen Raum?
Informationen zu Organisation und Ablauf
Der Kongress wird vom 12. bis 16. September 2017 an der Universität Passau stattfinden. Bitte senden Sie Ihr Abstract weitestgehend unformatiert und in einem bearbeitbaren Format (idealerweise Word) an: Prof. Dr. Thomas Friedrich (t.friedrich@hs-mannheim.de).
Einsendefrist ist der 23.10.2016. Ihr Abstract soll beinhalten: Titel des Vortrags, Name der Referentin oder des Referenten, Beschreibung des geplanten Vortrags (max. 300 Wörter), Institution, E-Mail-Adresse, Kurzlebenslauf (als Fließtext) und bis zu fünf einschlägige Publikationen der Referentin oder des Referenten.
Die Vorträge sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten.
Eine Veröffentlichung ausgewählter Panels ist geplant.
Einreichungen für das Panel:
Prof. Dr. Thomas Friedrich (t.friedrich@hs-mannheim.de)
und/oder bei Klaus Schwarzfischer, M.A. (ks@indukt.de)
Weitere Informationen finden Sie ab Herbst 2016 unter
http://www.semiotik.eu/Kongresse.
Bitte lesen Sie ggf. auch die Calls der anderen Sektionen der DGS.
Sie sind ebenfalls unter http://www.semiotik.eu/Kongresse einsehbar.
Stefan Halft CFP: Grenzen. Kontakt – Kommunikation – Kontrast (Passau, 12.-16.09.2017)
Um ihre Ziele zu verwirklichen, organisiert die Deutsche Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V. Tagungen, Kolloquien, Arbeitstreffen, Kurse oder Ringvorlesungen zu den Themen ihrer Sektionen (Arbeitsbereiche). Außerdem richtet die DGS alle drei Jahre einen internationalen Kongress aus. Im Rahmen des 15. Internationalen Kongress 2017: „Grenzen. Kontakt – Kommunikation – Kontrast“ fordert die DGS zur Einreichung von Beitragsvorschlägen für die Panels der Sektionen auf:
Calls for Papers (mit Titel des Panels und Sektion)
1. Mauern (Architektur)
2. Ikonische Grenzverläufe: Szenarien des Eigenen, Anderen und Fremden im Bild (Bild)
3. Grenzen des Design in Kognition, Aneignung und Kommunikation (Design)
4. Chancen und Grenzen digitaler Geisteswissenschaften (Digital Humanities)
5. Materielle Subkultur: Grenzen und Entgrenzungen zwischen Zeichen und Objekt (Jugend- und Subkulturen)
6. Objektgebrauch als Zeichenprozess in ‚realen‘ und virtuellen Welten (Körper, Sprachwissenschaft)
7. Charles S. Peirce: Grenzgänger zwischen Natur- und Kulturwissenschaft (Kulturwissenschaft)
8. Literatur 2.0 – Literatur und (alte/neue) Medien (Literatur)
9. Semiotische Medientheorien? Möglichkeiten und Grenzen (Medien, Zeichenphilosophie)
10. In and Out. Die Grenzen der Mode (Mode)
11. Mensch-Maschine-Interaktivität (MMI) in der psychiatrischen Medizin (Soziale Psychiatrie, Soziale Systeme)
12. Politische Memes zwischen Rekonstruktion und Dekonstruktion
Die ausführlichen Calls der Sektionen sind unter http://www.semiotik.eu/Kongresse einsehbar.

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Informationen zu Organisation und Ablauf
Der Kongress wird vom 12. bis 16. September 2017 an der Universität Passau stattfinden. Bitte senden Sie Ihr Abstract weitestgehend unformatiert und in einem bearbeitbaren Format (idealerweise Word) an die jeweilige Panelleitung, die in den ausführlichen CFPs der Sektionen ausgewiesen ist. Einsendefrist ist der 23.10.2016. Ihr Abstract soll beinhalten: Titel des Vortrags, Name der Referentin oder des Referenten, Beschreibung des geplanten Vortrags (max. 300 Wörter), Institution, E-Mail-Adresse, Kurzlebenslauf (als Fließtext) und bis zu fünf einschlägige Publikationen der Referentin oder des Referenten.
Die Vorträge sollen eine Länge von 20 Minuten nicht überschreiten. Eine Veröffentlichung ausgewählter Vorträge ist geplant.
Kontakt
Für Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Panels und Einreichungen für die Panels: die jeweiligen Panelleitungen
Konzept der Konferenz: Jan-Oliver Decker (Jan-Oliver.Decker@uni-passau.de)
Organisation der Konferenz: Stefan Halft (Stefan.Halft@uni-passau.de)
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.semiotik.eu/Kongresse.
Stefan Halft Veranstaltungskalender der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) e.V.
Dass Semiotik nichts Staubiges ist, sondern vielmehr für viele Lebensbereiche ein ausgesprochen produktives Erkenntnismodell, zeigt die Gesellschaft mit ihrem Veranstaltungskalender. Dessen aktuelle Version beinhaltet wieder nationale und internationale Veranstaltungen unterschiedlicher Disziplinen und veranschaulicht, wie vielfältig semiotische Praxis und Theorie sind.
Den Kalender finden Sie unter http://www.semiotik.eu/terminkalender