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Sandra Ahlefelder „Wir können nicht nichts tun, denn wir können einen Unterschied bewirken.“
Japan: ein Jahr danach. ShelterBox berichtet.
(ddp direct) "Meine Botschaft an die Menschen ist seit jeher, etwas zu tun: wir können nicht nichts tun, denn wir alle können einen Unterschied bewirken. Bei jeder Katastrophe helfen wir Menschen auf der ganzen Welt und allein unsere Unterstützer machen das durch ihre Großzügigkeit und ihr Mitgefühl möglich. Sie sind es, die es uns ermöglichen, einen Unterschied in Japan bewirken zu können. In Japan und in Katastrophengebieten auf der ganzen Welt – danke.“ Tom Henderson, CEO und Gründer von ShelterBox.
Ein Jahr ist vergangen, seit die katastrophalen Szenen der Zerstörung im Nordosten Japans die Welt erschütterten. Ein Erdbeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala im Abstand von ca. 120 Kilometer vor der nordöstlichen Küste löste einen gewaltigen Tsunami aus, der schwere Schäden an den drei Bezirken von Iwate, Miyagi und Fukushima verursachte.
Berichte zeigten, wie Wellen von bis zu 10 Metern Höhe Autos, Schiffe und Gebäude einfach davon rissen, auch Brände gerieten außer Kontrolle. Fast 15.900 Menschen verloren ihr Leben und mindestens 500. 000 Menschen wurden durch die Katastrophe obdachlos.
Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnete das Unglück als die schwerste Krise des Landes seit dem Zweiten Weltkrieg: „Dieses Erdbeben, der Tsunami und vor allem auch ihre Lage hinsichtlich der Kernkraftwerke sind vielleicht die härtesten Entbehrungen, die wir nach dem Zweiten Weltkrieg erleben mussten."
Ein ShelterBox Response Team (SRT) wurde bereits knapp eine Stunde nach der Katastrophe mobilisiert, weitere Teams waren ebenfalls in Bereitschaft, sollte sich der Tsunami auf andere Länder ausweiten. Innerhalb von 24 Stunden waren somit einige der erfahrensten SRT Mitglieder bereits in Japan vor Ort: Lasse Petersen (AU), Mark Pearson (UK), John Diksa (FR) und David Eby (USA). Sie begannen sofort mit den lokalen Behörden in Kontakt zu treten und die Lage in den Unglücksgebieten hinsichtlich der Notwendigkeit und benötigten Menge von Katastrophenhilfe zu beurteilen.
"Wir waren mit einer einzigartigen Kombination von Auswirkungen eines Erdbebens konfrontiert, die auch uns in der Form bisher unbekannt waren: ein Tsunami und dann solch ein potenzielles nukleares Ereignis- und das im eiskalten japanischen Winter", so Lasse Petersen. "Unsere Bemühungen in Japans Norden wurden auf die am schlimmsten betroffenen Gebiete fokussiert um nachhaltig Hilfe gewährleisten zu können."
Sendai war als eine der größten Städte von dem Tsunami betroffen. Die örtlichen Evakuierungszentren waren überfüllt. In Yamamoto, nahe Sendai, entdeckten die SRT Mitglieder Ian Neal (UK) und Mark Dyer (US) 30 Familien, die in Autos vor einem solcher Zentren Unterschlupf suchten, da dieses bereits vollständig belegt war. Diese Familien gehörten zu denen, die durch den Tsunami alles verloren hatten. Was ihnen blieb, war einzig ihr Auto. Darin suchten Sie nun Schutz vor der Kälte. Überlebenskisten von ShelterBox spendeten ihnen nicht nur Trost und Unterkunft, sondern auch Würde, Kraft und neue Hoffnung, ihr Leben wieder aufbauen zu können.
Einer der Menschen, der ebenfalls von einem Auto in ein Zelt aus der Überlebenskiste ziehen konnte, war der 80-jährige Toshi Iche Iwasa. Zum Zeitpunkt der Katastrophe war er grade als Erdbeerpflücker auf einer kleinen Farm tätig. Mit acht seiner Verwandten konnte er nach Erhalt der Überlebenskiste in sein neues Zuhause ziehen.
"In den 80 Jahren meines Lebens habe ich viele Erdbeben erlebt, aber kei-nes war wie dieses. Ich fiel zu Boden, um in Deckung zu gehen, konnte aber nicht wieder aufstehen. Meine Frau konnte nur noch zu mir herüber kriechen. "Sobald wir die Tsunami-Warnung hörten, gingen wir zu unserem Auto und fuhren in höhere Lagen. Obwohl unsere Häuser vollständig zerstört wurden, schätze ich mich glücklich, dass wir alle heute sicher und gemeinsam hier leben können."
Mark Dyer, SRT vor Ort, beobachtete: "Es war bewegend für uns alle, Herrn Iwasa eines unserer Zelte zu schenken. Er war so aufgeregt und wollte sofort mit seiner Familie sprechen um sie wissen zu lassen, dass sie jetzt wieder zusammen leben können. Und er war so erstaunt zu sehen, dass Menschen aus aller Welt sich bei ShelterBox zusammen tun, um fremden Menschen, die alles verloren haben, Hilfestellung zu leisten. Er sagte immer wieder ´Arigato (vielen Dank) ShelterBox´.“
Ortsansässige Rotarier und Behörden leisteten wichtige logistische Unter-stützung für ShelterBox, die es dem Team ermöglichte, schnell und effizient zu reagieren. Insgesamt 1.680 Überlebenskisten wurden dem asiatischen Land seit dem Unglück geliefert. 18 SRT Mitglieder waren im Einsatz, um Tausenden von Opfern Obdach, Wärme und Würde zu spenden.
SRT Mitglied Pat Prendergast (UK) war Teil der zweiten Mannschaft, die nach Japan in den Einsatz gingen. Erfahren Sie mehr über seine Erfahrungen und fordern Sie unser Videomaterial (engl.) an.
Chris Alderson war Übersetzer des Response Teams bei der Katastrophe in Japan. Nach der Katastrophe und inspiriert durch die Arbeit, die ShelterBox weltweit leistet, bat er, sich als SRT ausbilden zu lassen. Fordern Sie seinen Bericht über seine persönliche Erfahrung bei uns an.
Nur für XING Mitglieder sichtbar PAKISTAN – Hilfe von ShelterBox rettet Leben
Die letzte Ladung der 5.000 grünen Überlebenskisten, die insgesamt in Pakistan nach den heftigen Überschwemmungen infolge der Monsunregenfälle helfen, ist nun im Land eingetroffen. Von den Zerstörungen durch die Wassermaßen sind vor allem die ärmsten Bevölkerungsteile in der Provinz Sindh betroffen.
UNOCHA (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) berichtet, dass insgesamt von den Überschwemmungen rund 5.8 Millionen Menschen betroffen sind.
ShelterBox war eine der ersten Hilfsorganisationen im Land, die auf die Naturkatastrophe reagiert hat, und übernimmt weiterhin die Leitung der Verteilung von Notunterkünften. Die direkte Verteilung an die Familien in größter Not wird von der speziell hierfür ausgebildeten Partnerorganisation NRSP (National Rural Support Program) übernommen. Sie arbeiten mit UNICEF (United Nations Children’s Fund) und dem WFP (World Food Program) zusammen, um die gemeinsame Unterstützung am effektivsten zu gestalten.
Die Ärmsten der Armen
Mark Pearson, Einsatzspezialist bei ShelterBox, leitet den Einsatz von ShelterBox in Pakistan. Er sagt, dass vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten in Pakistan von den Folgen der Katastrophe betroffen sind.
„Die Provinz Sindh ist eine der ärmsten Regionen Pakistans. Viele reiche Landbesitzer sind aus Sicherheitsgründen nach Karachi umgezogen. Die Mehrheit der Bevölkerung besteht nun aus Landarbeitern und Hindus aus den unteren gesellschaftlichen Kasten, wodurch sie noch verwundbarer sind und nur wenige Möglichkeiten haben, sich selbst zu helfen“, so Pearson.
Hier können Sie weiterlesen: http://shelterbox.de/news.php?id=433
Nur für XING Mitglieder sichtbar BRASILIEN – Neues Zuhause für Familien in Not
Eine erste Ladung an Katastrophenschutz-Zelten von ShelterBox wurden in südöstlichen Regionen Brasiliens errichtet, um den von den zerstörerischen Überschwemmungen im Land betroffenen Familien zu helfen.
Die ShelterBox Response Team (SRT) Mitglieder, David Hatcher (UK) und Walter Filho (BRA), haben die erste Ladung an lebensrettenden Hilfsgütern von ShelterBox in der Stadt Rio do Sul verteilt. Die Regenfälle in der Region waren fünfmal so stark wie in den letzten Jahren. Der Wasserpegel der Flüsse ist infolge dessen um rund 12 m angestiegen, sodass 80% der Stadt Rio do Sul überschwemmt wurde.
Die reißenden Wasserströme haben ganze Häuser aus den Fugen gerissen und weggeschwemmt. Erdrutsche haben ebenfalls starke Zerstörungen angerichtet und zahlreiche Familien obdachlos gemacht.
Bei Ankunft wurde das SRT von Milton Hobus, dem Bürgermeister von Rio do Sul, und Rodrigo Gadotti, dem Präsidenten des Rotary Clubs Rio do Sul, in Empfang genommen. Aufgrund der engen Kooperation, sowohl mit der örtlichen Regierung als auch mit den Rotariern, konnte das SRT schnell mit der Einschätzung der Lage im Land beginnen. Durch die Bereitstellung eines Helikopter konnte das SRT sehr schnell die am stärksten betroffenen Regionen mit dem größten Hilfebedarf ausmachen.
Durch die schnelle Reaktion und Vorbereitung der Partner von ShelterBox können die bereits zuvor in der Region vorgelagerten grünen Überlebenskisten von ShelterBox schnell und effektiv an die Menschen in größter Not verteilt werden.
Ein neues Zuhause
Innerhalb der ersten zwei Stunden nachdem die Lieferung der Hilfsgüter von ShelterBox in Brasilien eingetroffen ist, konnten ersten betroffenen Familien ein neues Zuhause gegeben werden. Das Haus von Daniel und Marilda Pires wurde durch die Überschwemmungen vollständig zerstört. Zusammen mit ihren Kindern, Bruna (2 Jahre), Daniela (5 Jahre) und Everton (7 Jahre), haben sie nun ein neues Zuhause, das ihnen Schutz, Wärme und Würde spendet.
Hatcher, Leiter des SRT in Brasilien, kommentiert: „Als wir Daniel die Überlebenskiste übergeben haben, hat er uns besorgt gefragt, wie viel ihn dies kosten würde. Als er erfuhr, dass die Hilfsgüter von ShelterBox bereits durch Spenden von Menschen auf der ganzen Welt finanziert wurden, brach er in Freude aus. Die Dankbarkeit der Menschen, denen ShelterBox in Brasilien helfen kann, ist riesig.“
Nur für XING Mitglieder sichtbar PAKISTAN - ShelterBox reagiert auf Überschwemmungen
Die heftigen Monsunregenfälle der letzten fünf Wochen haben rund vier Millionen Menschen in Sindh, einer südlichen Provinz Pakistans, zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen.
Mit der Hilfe des National Rural Support Programme (NRSP) konnten bereits über 2.400 grüne Überlebenskisten, die vor Beginn der Katastrophe im Land vorgelagert wurden, von Badin aus in den am stärksten betroffenen Regionen im Land verteilt werden. Weitere 448 Überlebenskisten sind nun auf dem Weg nach Karachi.
Heftige Monsunregenfälle haben auch in diesem Jahr die Provinz Sindh, die bereits im letzten Jahr am stärksten unter der Jahrhundertflut in Pakistan gelitten hatte (nähere Informationen zu dem Einsatz von ShelterBox in Pakistan 2010 gibt es hier), großflächig überschwemmt. Durch die Zerstörungen des Monsunregens sind viele Kanäle des Flusses Indus gebrochen und haben so zu einer Verschlimmerung der Situation beigetragen. Die entstandene Flut hat bereits rund eine Millionen Häuser und 2.600 Dörfer in 19 Distrikten des Landes zerstört. Bisher ist kein Ende des Monsunregens in Sicht. Das bedeutet, dass sich die Familien weiterhin in Not befinden und noch mehr Menschen betroffen sein werden.
Mark Pearson, ShelterBox Einsatzspezialist, berichtet: „Die Überschwemmungen in diesem Jahr haben die Folgen der Jahrhundertflut im vergangen Jahr noch verschlimmert. Wir sind froh, dass wir bereits Überlebenskisten im Land vorgelagert hatten und so den Menschen in Not sehr schnell und effektiv helfen konnten. Dennoch ist der Hilfebedarf im Land noch nicht gedeckt und wird vor dem Ende der Monsunregenfälle stetig weiter ansteigen.“
Die pakistanische Regierung hat aufgrund der Überschwemmungen im Süden des Landes offiziell den Notstand ausgerufen und bittet nun die internationale Hilfegemeinschaft um Unterstützung.

Moderatoren

Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "ShelterBox Germany"

  • Gegründet: 29.11.2007
  • Mitglieder: 91
  • Sichtbarkeit: offen
  • Beiträge: 115
  • Kommentare: 15