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SEBASTIAN A . FREYMUTH COUNTDOWN läuft FÜR deutsche Unternehmen in SPANIEN(VAT RECOVERY)
Die Eingabefristen sind unbedingt einzuhalten, da ein zu spät eingereichter Antrag von den Behörden strikt abgelehnt wird und somit die MWST «verloren» ist. Nachfolgende Auflistung gibt einen Überblick, welche MWST-Anträge wann spätestens den Behörden vorliegen müssen:
SEBASTIAN A . FREYMUTH Rückforderung der im Ausland gezahlten Mehrwertsteuern (Foreign VAT Refund)
Seit 1991 ist Cash Back über 2000 Firmen behilflich gewesen, die im Ausland bezahlte MWST auf Dienstleistungen zurück zu fordern.
Zu Beginn unserer Tätigkeit war nur wenigen Unternehmen die Tatsache bekannt, dass die im Ausland bezahlte MWST zurück gefordert werden kann.
In der Zwischenzeit ist die Sensibilisierung gewachsen, denn bei Mehrwertsteuersätzen in der EU von aktuell bis zu 27 Prozent birgt die Rückforderung der MWST ein erhebliches Potential zur Kostenreduktion.
Nichts desto trotz ist die Rückerstattung immer noch «ein Buch mit sieben Siegeln» und der Weg durch das ausländische «MWST-Labyrinth» nach wie vor ein schwieriges und komplexes Unterfangen.
Frank Müller Körperschaftsteuerreform Spanien - Körperschaftsteuer 2016
Im Rahmen der spanischen Körperschaftssteuererkärung 2016 für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 sind die mit spanischem Körperschaftssteuergesetz 27/2014 eingeführten Neuerungen zu einer sogenannten Kapitalisierungsrücklage zu beachten.
Die früheren Abzugsmöglichkeiten wegen Investitionen von Gewinnen und Reinvestition von außerordentlichen Gewinnen wie auch die bei Übertragung von Immobilien anwendbare Währungsberichtigungskoeffizienten, Abzüge für Umweltinvestitionen und solche für Fortbildungskosten wurden gestrichen.
Zweck soll u.a. die Förderung der Selbstfinanzierung der Körperschaften anstelle einer Fremdfinanzierung mittels Befreiung von Steuerzahlungen jener Teile des Gewinns, die zugunsten einer indisponiblen Rücklage gebucht werden, sein.
Die Regelung erlaubt die Befreiung von Steuerzahlungen iHv 10 % des Unterschiedsbetrages zwischen den Eigenmitteln am Anfang und am Ende des Geschäftsjahres, wenn sie mit einer indisponiblen Rücklage für den gleichen Betrag der Reduktion dotiert ist, welche für 5 Jahre beibehalten werden muss (ebenso wie der Zuwachs der Eigenmittel).
Die Herabsetzung der Steuerzahlungspflicht um 10 % auf diesen Wertzuwachs wird mit der Grenze von 10% der vorherigen Steuerbemessungsgrundlage vor Anwendung der negativen Steuerbemessungsgrundlagen und vor der Verschlechterung von Forderungen angewendet.
Sofern das Limit überschritten wird, besteht eine Frist von 2 Jahren ab der Begründung der Rücklage, unverzüglich und sukzessiv die Reduktion anzuwenden, immer unter Berücksichtigung der Grenze von 10% der Steuerbemessungsgrundlage.
Im Fall der Missachtung oder Nichterfüllung der Voraussetzungen, hat die Gesellschaft, mittels Einzahlung der unbezahlten Beträge zzgl. der entsprechenden Verzugszinsen, diesen Sachverhalt zu regulieren.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 ist die Verrechnung von negativen Bemessungsgrundlagen ohne eine zeitliche Beschränkung erlaubt.
Die neuen Abschreibungstabellen sind auf alle vor dem 01.01.2015 angeschafften Güter auf den zu dem Datum geltenden steuerlichen Nettowert anzuwenden.
Immaterielles Anlagevermögen mit vorgegebener Nutzungsdauer ist in Übereinstimmung mit ihrer Nutzungsdauer abzuschreiben.
Geregelt wird auch die Nichtabzugsfähigkeit von Verlusten infolge Wertminderungen von Sachanlagen, immateriellen Anlagevermögens, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwertes („good will“), Immobilieninvestitionen, Vermögensinstrumente und Anlagen in Wertpapieren; die Abzugsfähigkeit der Wertminderung von Beständen und von Forderungen wird beibehalten.
Für verbundene Geschäftsvorgänge wird nunmehr der erforderliche Grad der Verbundenheit bezüglich der Beziehung einer Gesellschaft zu ihren Gesellschaftern auf 25% angehoben wird (bisher 5% und bei börsennotierten Unternehmen 1%).
Der Körperschaftssteuersatz beträgt ab dem 01.01.2015 28% und für die folgenden Geschäftsjahre ab 01.01.2016 25%.
©2016 Verfasser: F. Müller, Rechtsanwalt, Abogado, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwalt für Steuerrecht
Frank Müller Maßnahmen gegen den Steuerbetrug - Änderung der spanischen Abgabenordnung
Das neue Gesetz 34/2015 zur Teilreform der spanischen Abgabenordnung zielt wie bereits da in 2012 erlassene Gesetz gegen den Steuerbetrug weiter auf die Bekämpfung von Steuerdelikten in Spanien.
Die hierzu nun eingeführten Mittel suchen die Verbesserung der Finanzbehörde zugänglichen Information, die Beschleunigung von Verfahren im Allgemeinen und im Besonderen die effizientere Gestaltung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Steuerbetrugs.
Vor allem Handlungen international tätigen Großunternehmen, die u.a. mittels Zwischenschaltung von in Steuerparadiesen ansässigen Gesellschaften bisher im legalen Rahmen Steuerzahlungen vermeiden, wird mit der neuen spanischen Abgabenordnung der Kampf angesagt.
Neu ist ebenso die Einführung der Möglichkeit von Zahlungsaufforderungen im Verwaltungswege im Verlaufe eines anhängigen Steuerstrafverfahrens, nachdem sich in der Vergangenheit gezeigt hat, dass Steuerstrafverfahren in Spanien kein adäquates Mittel zur Bekämpfung des Steuerbetrugs darstellen, solange sie einerseits von extremer Dauer und gleichzeitig dabei die Verwaltungshandlungen während des Strafverfahrens ausgesetzt sind.
Mit der Einführung einer öffentlichen Steuerschuldnerliste mit Beträgen und Namen geht der Gesetzgeber neue Wege indem er das kollektive Bewusstsein durch öffentliche Anprangerung zu wecken sucht.

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