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Standort Deutschland

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Ernst Holzmann Berlin im Freiheitskampf
Heute vor 70 Jahren kämpfte Berlin um seine Freiheit. Und mit seinem leidenschaftlichen Appell schweisste der damalige Oberbürgermeister Ernst Reuter nicht nur die Berliner*innen in ihrem Überlebenskampf zusammen. Sondern überzeugte die "Völker der Welt" von der Zähigkeit seiner Bürger*innen und dass es sich lohnt, deren Freiheitskampf zu unterstützen. Die Luftbrücke zur Rettung Berlins dauerte 322 Tage und konnte am 12. Mai 1949 beendet werden.
Ganz "frei" war Berlin dann nur kurze Zeit. Und zwischen 1961 und 1989 sogar wieder komplett "eingemauert", wie der von der Sowjetunion beherrschte östliche Teil Deutschlands. Bis zum Tag der "grenzenlosen" Freiheit mit dem Mauerfall im November 89...
Uwe Mergel
Damals war klar, wer gut und wer böse war oder zu sein hatte. Die Teilung Deutschlands begann ja auch mit der Währungsumstellung im Westen, Währungsreform, das führte ja zu den politischen Folgen. Das wird oft vergessen. Schlimm war, was sich bis heute fortsetzt, Deutsche standen gegen Deutsche, 2 Systeme standen sich gegenüber. Aus Partnern auf Zeit im Kampf gegen Nazi- Deutschland wurden Feinde, Deutsche wurden zum Spielball der Siegermächte in ihren Zonen und Sektoren.
Gerhard Tummuseit „Initiative gegen den Mietenwahnsinn“ -> Sind Sie dabei, machen Sie mit ?!
Diese „Initiative gegen den Mietenwahnsinn“
unterstütze ich gerne,
betrifft Sie doch uns Menschen quer durch alle Bevölkerungsschichten!
Die Münchner zeigten mir Ihrer Demonstration
den Regierungsverantwortlichen
welche großen Nöte sie durch den immer teurer werdenden Wohnraum haben:

>Aufgabe ihres liebgewonnenen Wohnraumes in der Großstadt
Da sollten die Behörden mal kritisch nachfassen,
ob die Mietpreiserhöhungen
nach „Gesetz & Recht“
erfolg(t)en:
falls NEIN: Monetäre Strafen an die Mieter*innen weiter geben
falls Ja: „Recht & Gesetze“ so ändern,
dass Wohnen in der Großstand möglich bleibt
-> ggf. über Steuererleichterungen bzw. Zuschüsse
Auszug aus u.f. Linkartikel:

>Wohnen ist Menschenrecht – Keinen Boden der Spekulation!

Ein breiter Zusammenschluss von Initiativen und Organisationen
stellt sich dem entgegen.
Wir fordern den längst überfälligen Kurswechsel
hin zu einer
gemeinwohlorientierten Wohnungs- und Mietenpolitik:
• Mietpreisbremse schärfen, Verstöße mit Bußgeld sanktionieren!
• Sozialen und preisgünstigen Wohnungsbau massiv ausweiten
und dauerhaft an Belegungen binden!
• Umlage von Modernisierungskosten auf die Miete
deutlich und zeitlich beschränken!
• Energetische Modernisierungen dürfen die Warmmiete nicht erhöhen!
• Eigentümerlobby zurückdrängen, Immobilienbesitz transparent machen!
• Bodenpreise und Bodennutzung regulieren,

>Grundstücke der öffentlichen Hand nicht mehr veräußern!
• Gemeinwohlorientierte Eigentümer*innen und Vermieter*innen stärken
und eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit einführen!
• Diskriminierung sanktionieren,
mehr barrierefreien Wohnraum schaffen,
Wohnungslosigkeit und Zwangsräumungen verhindern!
• Ausnahmeregelungen bei der Umwandlungsverordnung,
der Mietpreisbremse und den Eigenbedarfskündigungen abschaffen!

>Wohnen ist Menschenrecht – Keinen Boden der Spekulation!
Gerhard Tummuseit Halten Sie ein, sehr verehrte Bundeskanzlerin, die Rechte & Gesetze UND die Bürger werden ruhiger & friedfertiger sein!
Gesendet: Mittwoch, 05. September 2018 um 12:21 Uhr
Von: AKTIVe.ndB_G.Tummuseit@gmx.de
An: Bundespräsident, Bundestagpräsident, Bundekanzlerin,
Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
Medien & Presse
Betreff: Halten Sie ein, sehr verehrte Bundeskanzlerin,
die Rechte & Gesetze
UND die Bürger werden ruhiger & friedfertiger sein!

>„Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Staat den anderen angreifen.
>In vielen Teilen der Welt wird es Hungersnöte und Erdbeben geben.
>Doch das ist erst der Anfang - der Beginn von Geburtswehen. …
>Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nehmen wird,
>wird auch die Liebe bei den meisten erkalten.“

Ist die Zeit reif ?

>https://neue.derbibelvertrauen.de/mt.html#24
>–> Bibel, Matthäus 24,7-8+12 (um 30 n.Chr.)
Offener Email-Brief - Usedom, 5. September 2018
Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrter Herr Bundestagpräsident,
sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Ministerinnen und Minister,
sehr geehrte Abgeordnete des Deutschen Bundestages,
sehr geehrte Damen und Herren,
Die obigen 4 Sätze sind
der Endzeitrede des GottesSohnes Jesus Christus entnommen.
Der Messias machte deutlich
in welchem Zustand die Erde und die Menschen sein werden
bevor ER
als der HErr der Herren + König der Könige
für alle Welt sichtbar wieder kommen wird.
Die sich verstärkenden Unruhen in der deutschen Bevölkerung seit 2015
sind m.E. darauf zurückzuführen,
dass Gesetze und Rechte in unserem Land
nicht mehr eingehalten werden
und folglich
eine zunehmende Lieblosigkeit in Deutschland um sich greift,
die uns wiederum in eine stärkere Gesetzlosigkeit führt.

>so wie oben durch den HErrn Jesus Christus vor rund 2.000 Jahren aufgezeigt.
Aber, sehr geehrte Damen und Herren,
ist es nicht die Verantwortung
des Bundespräsidenten
und die der Regierenden
die geleisteten Amtseide
gem. Art. 56 und Art. 64 des deutschen Grundgesetzes
zu erfüllen
und die der Abgeordneten des Deutschen Bundestages
darüber zu wachen,
dass die Amtseide der in der Regierungsverantwortung Stehenden
zum Wohle der in Deutschland lebenden Menschen
eingehalten werden?
Aus gegebenem aktuellem Anlass erinnern wir Sie daran,
wie dieser Amtseid nach unserem Grundgesetz lautet:
„Ich schwöre, dass ich meine Kraft
dem Wohle des deutschen Volkes widmen,
seinen Nutzen mehren,
Schaden von ihm wenden,
das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen,
meine Pflichten gewissenhaft erfüllen
und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.
So wahr mir Gott helfe.“
Als Bundeskanzlerin,
als Bundespräsident, als Bundestagpräsident,
als Ministerinnen und Minister,
als Abgeordnete des Deutschen Bundestages
sind Sie
Vorbilder
in unserem Volk.
Es gibt im XING-Netzwerk einen Beitrag zu unserem Thema
Gesetze & Rechte
zu dem ich verlinke:

>'Vor Jahwe ist der Fremde euch gleich
>- ein und dasselbe Gesetz und ein und dasselbe Recht gelten für euch'

https://www.xing.com/communities/posts/vor-jahwe-ist-der-fremde-euch-gleich-ein-und-dasselbe-gesetz-ein-und-dasselbe-recht-gelten-fuer-euch-1015443379
Ich bin sicher,
dass das was damals vor 3.300 Jahren für das Volk Israel galt
UND
sich im Laufe der Jahrhunderte bewahrheitete
auch für uns in Deutschland zutreffen wird:
Halten wir
von Groß bis klein
die bestehenden Gesetze und Rechte,
dann wird es uns Bundesbürgern besser gehen
und
in Kürze gut gehen :-)
„Wir schaffen das“!
die Worte unserer sehr verehrten Frau Bundeskanzlerin
ließen sich leider nicht realisieren,
so dass in unserem Volk nicht nur mentaler Schaden entstand
und der Schaden
-angesichts der zunehmenden Rechtlosigkeit-
für kleine und große Bürger
immer mehr zunimmt.
Folglich bitte ich Sie darum, ja, ich fordere Sie dazu auf:
Achten und beachten Sie Gesetze & Rechte in Deutschland und der EU
„heilen“ Sie,
was ge- und zerbrochen wurde
als Vorbilder
für uns in Deutschland & der in der Europäischen Union
Lebende !
Lassen Sie nicht nur die Präambel des Grundgesetzes aufLeben
in der Verantwortung vor Gott & den Menschen!
Hochachtungsvoll
Gerhard Tummuseit
„AKTiVe nach dem BERUFsLEBEN“ helfen Deutschland
D / Medien & Presse
"AKTIVe nach dem BERUFsLEBEN" helfen Deutschland
c/o. Gerhard Tummuseit
Mail: AKTIVe.ndB-G.Tummuseit@gmx.de
Gerhard Tummuseit
Gesendet: Montag, 17. September 2018 um 19:00 Uhr
Von: AKTIVe.ndB_G.Tummuseit@gmx.de
An: "Redaktion Politik Tagesspiegel" <Politik@Tagesspiegel.de>
Betreff: Offener Leserbrief zum TAGESSPIEGEL vom Sonntag (16.09.18)
Offener Leserbrief:
Im TAGESSPIEGEL vom Sonntag (16.09.18) zitieren Sie
den Sächsischen Ministerpräsidenten Kretschmer zur Abschiebepolitik:
‘Vor allem müssten
ausreisepflichtige Straftäter unter Asylbewerbern und Flüchtlingen
konsequenter abgeschoben werden.
In Sachsen lebten rund 24.000 Asylbewerber,
davon sei jeder Zweite (11.700) ausreisepflichtig;
zudem gebe es aktuell

>1.100 Mehrfach- und Intensivstraftäter

allein in seinem Bundesland –
„dass diese Täter nicht außer Landes gebracht werden können,
belastet die Stimmung“.
Die Menschen fragten zurecht,
warum es Gesetze gebe,
die Ausreisepflichtige davor schützten,
abgeschoben zu werden.‘
‚Ja woran liegt es denn,‘
frage ich mich als Leser und besorgter Bundesbürger
‚dass so etwas in unserer Bundesrepublik Deutschland
zumindest seit 2015 möglich ist
und immer noch nicht geändert wurde?
Wer blockiert denn die Durchführung
der Anordnung
zur Ausreise der Flüchtlinge?
Im Allgemeinen werden Anordnungen
von den dafür zuständigen Beamten ausgeführt,
ansonsten droht ein Disziplinarverfahren für die säumigen Beamten.
Wieso greift das im Flüchtlingsverfahren nicht?
Man hat den Eindruck,
alle an diesem Verfahren Beteiligten handeln nach Gutdünken.
Wie sollen so Gesetze wirkungsvoll sein?

>Nimmt dadurch die „Gesetzlosigkeit“ nicht zu
>und somit in Folge dessen
>die Liebe unter uns Menschen ab?
Es scheint mir so,
als ob in der Flüchtlingspolitik
vorhandene Gesetze
zwar in der Anwendung geprüft
aber nicht durchgesetzt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Tummuseit – Berlin 17.09.18
Quelle: TAGESSPIEGEL vom 16.09.18
„Sachsens Ministerpräsident nach Chemnitz
Kretschmer fordert härtere Abschiebepolitik“
unter Link:
https://www.tagesspiegel.de/politik/sachsens-ministerpraesident-nach-chemnitz-kretschmer-fordert-haertere-abschiebepolitik/23071872.html
„AKTIVe nach dem BERUFsLEBEN“
c/o. Gerhard Tummuseit
Ernst Holzmann Warum immer wieder Sachsen?
Ich liebe Sachsen, Dresden ist eine der schönsten Städte, die ich kenne! Und erst das wunderbare Elbsandsteingebirge. Wie oft bin ich dort gewandert. Stets habe ich nur freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, deshalb finde ich sogar den Dialekt charmant.
Und jetzt sehe ich diese Bilder im Fernsehen. Menschen werden durch die Straßen gejagt, Pogrome finden statt, grölender Mob, Hitlergrüße. Ich kann es nicht fassen. Sind das dieselben Menschen, die durch ihre friedliche Revolution die Mauer haben fallen lassen? Sie bauten die Frauenkirche wieder auf, ein christliches Symbol.
Das Christentum steht für Nächstenliebe und jetzt brüllen sie „Absaufen, absaufen.“ Und meinen damit, dass die Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken sollen.
Ernst Holzmann Uwe Mergel
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Ernst Holzmann
Menschen brauchen „Leuchttürme“!
Die politische und wirtschaftliche Elite in diesem Land zeigt zunehmend Verhaltensweisen, die nicht mehr im Sinne der durch sie vertretenen Menschen sind. Sie nimmt keine Verantwortung mehr wahr, aus Angst heraus, den Job, den Titel, das Geld, die Annehmlichkeiten, die Macht, … zu verlieren. Es ist ein Vertrauensverlust in diese „Elite“ entstanden, die Menschen verlieren Halt und Orientierung – was ist richtig, was ist falsch – in ihrem Leben. Ihnen fehlt immer mehr ein „Leuchtturm“, an dem sie sich ausrichten können und der ihnen Sicherheit für ihr Handeln gibt, egal, wie das „Wetter“ gerade ist.
Mit Sicherheit ist hier nicht primär Schutz vor körperlichen Übergriffen gemeint. Gemeint ist mehr eine emotionale Sicherheit, die den Menschen hilft, ihre latent vorhandenen Ängste (vor der Zukunft, vor Veränderungen, vor Nichtbeachtung, …) zu verlieren, oder sie zumindest zu lindern.
Gewalt gibt es, solange es die Menschheit gibt, sie ist kein neues Phänomen. Und die Angst, der Schatten hinter der Gewalt, ist auch nicht neu. Beide Emotionen haben sich durch die jüngsten Vorfälle in Chemnitz nur erneut den Weg an die Oberfläche gebahnt.
Sie spiegeln der Elite nun einen Gefühlszustand der Menschen, unter der die Elite selbst leidet: Angst.
Bernd Späth Job und Entscheidungsblockade.
„Sagen Sie mal, hab ich da echt so danebengehauen?“
„Sieht so aus.“
„Der Mann ist ein Totalausfall in der neuen Position!“
Lukas hatte einen Mitarbeiter namens Dennis befördert, mit dem er zwei Jahre lang stets zufrieden gewesen war: Der hatte alles tadellos erledigt, was man ihm aufgetragen hatte. In der neuen Position sollte er für das Team eigenverantwortlich entscheiden, - das allerdings erwies sich als Flop.
„Anfangs kam er ständig zu mir gerannt und wollte wissen, was er tun sollte. Mein Gott, hab ich ihm gesagt, entscheiden Sie´s jetzt doch endlich mal selber!“
Tat er aber nicht. Stattdessen blieb die Arbeit erst liegen, dann suchte Lukas sich einen Untergebenen, den er ständig fragte, wie er entscheiden solle, und der begann bald sich als Boss aufzuspielen, bis die anderen Kollegen ärgerlich wurden. Innerhalb kurzer Zeit war das Arbeitsklima unter Dennis´ „Führung“ abgestürzt. Dennis selbst machte sich unsichtbar und ließ die Truppe allein. Er saß in seinem Büro und grübelte fahrig vor sich hin.
„Was ist auf einmal los mit dem?“
„Er ist entscheidungsunfähig.“, sagte ich. „So lange er Anweisungen ausführen konnte, lief alles perfekt. Aber er kann nur dienen, nicht führen.“
„Und was steckt dahinter?“
„Schwer zu sagen: Depression, Angststörung, Trauma, Burn-Out, unter Umständen auch Dezidophobie…“
„Dezi…was?“
„Entscheidungsfurcht. Gehört zum Kreis der Phobien, also Angsterkrankung.“
„Was wollen Sie mir damit sagen?“
„Dass er kein fauler Hund ist, sondern dass es sich um eine Symptomatik handelt. – Von der Depression bis zu dependenter Persönlichkeitsstörung ist alles möglich.“
„Ich hatte schon gedacht, er treibt Spielchen mit mir.“
„Nein, es handelt sich um das Bild einer psychischen Erkrankung. Sie sollten ihm mit Respekt begegnen.“
„Sagenhaft! Hatten Sie mit sowas schon öfter zu tun?“
„Und ob!“, sagte ich und dachte an Lissy.
Lissy, damals unsere Nachbarin, war von Dirk scheinbar aus dem Nichts heraus verlassen worden und darüber völlig zusammengebrochen. Ihr Arrangement war ein eindeutiges gewesen: Sie lebte nur für und durch Dirk, dafür traf der alle Entscheidungen. Objektiv also regredierte sie in ein Kindheitsverhalten, wehrte alle Selbstverantwortung ab und bürdete Dirk die Last zweier Leben auf. – Bis es dem zu viel wurde und er zu Paula zog, wobei er Lissy und den kleinen Max großzügig finanziell versorgte. Lissy allerdings fiel von einem Angstzustand in den nächsten, obwohl sie realistisch betrachtet weit besser versorgt war als die meisten anderen verlassenen Partnerinnen. – Aber: Sie musste nun für sich und den Kleinen Entscheidungen treffen. Dazu war sie schlicht unfähig. Die stark bevormundenden Eltern hatten ihr das stets verwehrt, und als sie mit fünfzehn Dirk begegnet war, hatte sie sich flugs eine neue Abhängigkeit installiert, die immerhin fast zwanzig Jahre gehalten hatte. Als „erlernte Hilflosigkeit“ bezeichnet es Seligman. Nun traf es sie umso härter.
Max mochte mich nicht. Ich schien ihm zu groß und zu breit zu sein, und meine dunkle Stimme machte ihm Unbehagen. Versuchte ich freundlich auf ihn zuzugehen, stieß er ein angstvolles „Nein!“ hervor, drehte sich um und flüchtete sich zwischen die Beine seiner Mutter. Er litt sehr unter der Trennung vom Vater, und eines Tages erkrankte er an einer Bronchitis. Lissy tat das, was sie am liebsten tat: Sie umsorgte ihn. Allerdings hatte sein Zustand sich verschlechtert, und die Kinderärztin hatte mit ihr am Vormittag vereinbart, dass Lissy sie um 18 Uhr nochmals anrufen sollte. Je nach Zustand sollte der Kleine dann gegebenenfalls in die Kinderklinik.
Es war nachmittags um drei, als sie in der Leitung war: „Ich weiß überhaupt nicht, was ich tun soll…“ wimmerte sie. „Ich hab mit Frau Dr. Eis vereinbart, dass ich sie um 18 Uhr anrufe, aber Max geht es immer schlechter. Ich kann ihn überhaupt nicht mehr ansprechen. Er reagiert nicht auf mich.“
„Sofort in die Kinderklinik!“, sagte ich.
„Ja, aber, ich hab doch mit Frau Dr. Eis…“
„Ich bin gleich da. Richte du schon mal alles Nötige her!“
„Ja, aber…“
Ich fand einen präkomatösen Vierjährigen vor, der mit gelblich verfärbtem Gesicht schwer atmend auf dem Bett lag, ohne jede Körperspannung. Zwischendurch stöhnte er laut auf, aber er reagierte auf keine Ansprache.
„Hast du sie eigentlich noch alle?“, knurrte ich.
„Ja, aber ich weiß doch nicht, was ich tun soll…“
„Wir fahren sofort los mit dem. Sonst hast du ihn morgen nicht mehr.“
„Ja, aber ich hab doch mit Frau Dr. Eis vereinbart…“
„Halt deinen Schnabel und pack dein Kind ein!“, brüllte ich. Für Höflichkeiten war keine Zeit mehr.
Sie hingen ihn sofort an den Tropf. Der Kleine hätte die Nacht nicht überlebt. Lissy tat das, was sie konnte: Sie blieb die ganze Klinikwoche bei ihm, umsorgte ihn, überschüttete ihn mit Liebe. Das war ihre Stärke. Nur entscheiden konnte sie eben nicht.
„Und was macht man jetzt mit solchen Leuten?“
„Ich denke, Sie werden nach Unternehmensinteresse vorgehen müssen.“
„Der falsche Mann am falschen Platz, sagen Sie mir?“
„Aufgrund seiner Problematik scheint er der Aufgabe nicht gewachsen. – Aber denken Sie daran, dass er Hilfe braucht und keine Demütigung durch den Boss.“
„Fällt mir erst mal schwer, offen gesagt.“
Es gab ein offenes Gespräch zwischen Lukas und Dennis, in dem dieser zeigte, wie unglücklich er mit seiner neuen Position war, da er seine Überforderung letztlich selber wahrnahm. Das eröffnete Lukas die Möglichkeit, ihn von seinem Posten wieder abzuziehen, ohne dass es eskaliert wäre. Dennis war heilfroh, Lukas auch, wenngleich Dennis jeden Gedanken an kompetente Hilfe strikt von sich wies. Lukas allerdings hatte Geschmack am Thema gefunden und nahm einige Sitzungen bei mir, in denen er sich über die Grundzüge menschlichen Verhaltens und über psychologische Grundstrukturen informieren ließ. Er war ziemlich begeistert, denn plötzlich war ihm eine ganze Menge von dem verständlich, was ihm zuvor stets ein Buch mit sieben Siegeln gewesen war.
Einige Jahre später, ich war bereits zurück nach Süddeutschland gezogen, klingelte es spätnachmittags an meiner Tür. Ich hatte eben eine Coachingsitzung beendet und dachte, die Klientin hätte etwas bei mir vergessen. So öffnete ich.
Das erste, was ich sah, war ein unglaublich breites Grinsen. Ein Neunjähriger, der mich aus allen Poren anstrahlte und dann einen riesigen Satz auf mich zumachte und mir um den Hals fiel. Ich fing ihn auf und er blieb einfach an meinem Hals hängen.
„Hei du!“, schrie er vergnügt. „Staunst du, was?“
„Hei Max!“, sagte ich. „Und ob ich da staun´!“
Aus dem Hintergrund näherte sich Lissy mit einer Flasche Whisky in der Hand.

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