Steuerberater in DeutschlandSteuerberater in Deutschland

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Die Gruppe für den Informationsaustausch von Steuerberatern - Beitritt nur für Steuerberater möglich.

… im Rahmen der zweiten Corona-Überbrückungshilfe

Für das Gaststätten- und Hotelgewerbe eine gute Nachricht.

Eine Inanspruchnahme der ersten Phase der Überbrückungshilfe und/oder der Soforthilfe schließt die Inanspruchnahme der zweiten Phase der Überbrückungshilfe nicht aus.

Anträge für die Überbrückungshilfe können nur online auf der bundesweiten Antragsplattform (http://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de) gestellt werden.

Die Antragsstellung läuft wie bei Phase I der Überbrückungshilfe über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer.

Liebe Gruppenmitglieder,

Unsere Kanzlei geht seit vielen Jahren mit zunehmendem Erfolg den Weg der Kooperation mit Berufskollegen, also mit Steuerberatern, Rechtsanwälten, Fachanwälten und Wirtschaftsprüfern, aber auch mit Vertretern angrenzender Berufsgruppen (z.B. Unternehmensberatern).

Dies geschieht aus der Erkenntnis heraus, dass niemand auch nur einen der Berufe in vollständigem Maße abdecken kann. Es bedarf mithin der Zusammenarbeit mehrerer Spezialisten.

Solche Kooperationen üben wir regional und überregional aus. Dabei kommt auch die Anmietung und Vermietung als Untermietverhältnis in Frage, mit der Folge, dass Repräsentanzen in anderen Orten möglich sind.

Wer interessiert ist, mehr über das Thema „Kooperationen“ zu erfahren, mag mich bitte gern zu einem Gedankenaustausch anrufen.

Viele Grüße

J. R. Lüders

Interessanter Gedankenansatz ... und außergewöhnlich ...

ein mit der Erstellung eines Jahresabschlusses beauftragter Steuerberater muss einen Vermögensstatus im Sinne einer Überschuldungsbilanz für einen Mandanten nur auf gesonderten Antrag erstellen. Allerdings unterstreicht eine professionelle Erfassung der aktuellen wirtschaftlichen Situation die Aussagekraft über die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Mandanten.

Im negativen Fall jedoch trifft den Steuerberater die Warn- und Hinweispflicht. Er muss seinen Mandanten auf eine drohende Insolvenz und auf damit erforderliche Prüfungen sowie auf die gesetzliche Verpflichtung zur Insolvenz-Antragstellung hinweisen. Die Rechtsprechung des OLG Schleswig vom 29.11.2019 (17 U 80/19) bekräftigt dies.

Allerdings ist eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit für einen Steuerberater äußerst schwierig festzustellen. Diese problematische Sachlage hat sich nun verschärft, da die von der Bundesregierung aufgrund der aktuellen Situation bis jetzt geltende Sonderregelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht Ende September ausgelaufen ist.

Diese besondere Regelung greift zwar noch bis zum 31.12.2020 für Unternehmen, die überschuldet und nicht zahlungsunfähig sind, erhöht aber ab dem 01.10.2020 bzw. 31.12.2020 das ohnehin große Haftungsrisiko für Steuerberater, wenn die Insolvenz-Antragspflicht wieder in Kraft tritt.

Steuerberater sollten ihre Mandanten daher unbedingt auf das Wiederinkrafttreten der Insolvenz-Antragspflicht zum 01.10.2020 bei Zahlungsunfähigkeit bzw. zum 31.12.2020 bei Überschuldung aufmerksam machen, um ihren Warn- und Hinweispflichten zu genügen.

Da bei vielen Unternehmen in den vergangenen Monaten der Eindruck entstanden ist, dass die Pflicht zum Stellen eines Insolvenz-Antrages vollständig ausgesetzt ist, sollte der Steuerberater den Mandanten auch auf die Ausnahmetatbestände hinweisen, dass bei einer nicht durch die Pandemie bedingten Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung die Insolvenz-Antragspflicht unverändert gegeben ist. Kommen die Steuerberater dieser Pflicht nicht oder nicht ordnungsgemäß nach, drohen Ansprüche im Rahmen der Steuerberaterhaftung in erheblichen Umfang.

Bei Fragen rund um die versicherungstechnische Absicherung stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.

Dieser Artikel wurde uns durch unseren Versicherungspartner AIG Eurpe S.A. zur Verfügung gestellt.

https://kanzleiprofiling.de/allgemein/4-methoden-fuer-gute-gespraechsfuehrung/

Erbrecht-Coach für Steuerberater/innen

Effektive Beratung vor Ort in Ihrer Kanzlei oder bei Ihren Mandanten (bundesweit).

Rufen Sie mich an: 0171-5203683 oder senden Sie mir eine

Email: hs@siebert-dippell.de

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Hinweis

Die Gruppenmoderation ist für die Beiträge der Gruppenmitglieder nicht verantwortlich. Bei Rechtsverstössen haftet der jeweilige Autor. Die Gruppenmoderation behält sich im Interesse der Gruppe das Recht vor, solche Gruppenmitglieder ohne vorherige Ankündigung aus der Gruppe auszuschließen, die nicht den Beitrittsbestimmungen entsprechen.