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Ralf von der Heiden Vortrag 3.April 2008 im Hotel Kanzler / Bonn
Liebe SteuerSPARer,
"Die Unkenntnis der Steuergesetze befreit nicht von der Pflicht zum Steuerzahlen. Die Kenntnis aber häufig!"
So schrieb Amschel Meyer Rothschild (1743 - 1812) Deutscher Baron und Bankier.
Aus diesem Grund verweise ich an dieser Stelle gerne auf unseren Vortrag am Donnerstag, den 03.04.2008 im
Hotel Kanzler in Bonn.
In Zusammenarbeit mit dem Steuerberatungsbüro Robert Schlett, der Anwaltskanzlei Joachim Schmelting und
dem Bauträger Ventar, vertr. durch Frau Bianca Schulze, erhalten Sie ausführliche Informationen rund um das Thema Steuern sparen, Vermögen aufbauen und Ruhestand planen.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Melden Sie sich rechtzeitig an, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Die Anmeldung zu dieser Veranstaltung finden Sie unter der Rubrik Termine, Vorträge und Seminare, 03.04.2008 mit dem Titel: "Ruhestandsplanung und gleichzeitig Steuern sparen ? Chancen, Risiken, Nebenwirkungen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Mit freundlichen Grüßen
Ralf von der Heiden AXA Center Rheinbach
Joachim Schmelting Rechtsanwalt
Bianca Schulze Fa. Ventar Immobilien
Robert Schlett Steuerberater
Bastian Gangnus Steuernummer ade – jetzt kommt lebenslange persönliche Steuer-ID
Der Steuerbürger ist der Finanzverwaltung noch nicht gläsern genug. Bei Umzügen, Jobwechsel, Unternehmensgründungen oder Wechsel der Rechtsform entgleitet der Bürger dem Zugriff des Finanzamtes zuweilen. Damit soll jetzt Schluss sein.
Es gibt künftig eine persönliche Steuer-ID und eine Wirtschafts-Steuer-ID
Für das gesamte Besteuerungsverfahren sind künftig folgende Identifikationsmerkmale vorgesehen:
für natürliche Personen eine steuerliche Identifikationsnummer (ID-Nr) nach § 139b AO
für wirtschaftlich tätige natürliche Personen, juristische Personen und Personenvereinigungen die steuerliche Wirtschafts- Identifikationsnummer (W-ID-Nr) nach § 139c AO
Wichtiger Hinweis: Die ID-Nr wird unmittelbar nach der Geburt vergeben und erlischt erst 20 Jahre nach dem Tod der natürlichen Person. Das liegt daran, dass auch die Erben für eventuelle Steuerschulden haften – und das Finanzamt kann durchaus auch schon mal mehr als ein Jahrzehnt nach dem Tode des Erblassers auf die Erben zukommen, wenn es z. B. eine Steuerhinterziehung des Verblichenen vermutet.
Die W-ID-Nr wird mit Gründung des Unternehmens vergeben und bleibt nach dessen Löschung ebenfalls noch lange Jahre in der EDV der Finanzverwaltung erhalten – aus denselben Gründen.
Übersicht: Was ersetzt was?
Bisher: Steuernummer Einzelperson des örtlichen Finanzamts (gilt nur lokal und für den gemeldeten Wohnsitz)
Künftig: ID-Nr, bundesweit und lebenslang
Bisher: Eheleute: Steuernummer des „führenden“ Ehegatten
Künftig: Beide ID-Nr, bundesweit und lebenslang
Bisher: Kindergeldnummer
Künftig: ID-Nr des Kindes
Bisher: Zulagennummer
Künftig: ID-Nr oder W-ID-Nr, je nach gewährter Zulage
Bisher: Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Künftig: W-Id-Nr
Bisher: Steuernummer der GmbH, der OHG, der GbR oder anderer Zusammenschlüsse, jeweils lokal vergeben, gesondert auch für Zweigstellen bzw. Zweigniederlassungen
Künftig: W-Id-Nr des Unternehmens bundesweit einheitlich
Bisher: Erbschaftssteuernummer
Künftig: ID-Nr des Verstorbenen
Mathias Frenzel Aus aktuellem Anlass: was tun, wenn die Steuerfahndung schellt?
Ihre Checkliste: So verhalten Sie sich jetzt, wenn die Steuerfahndung schellt
• Die Verteidigung beginnt sofort mit dem Erscheinen der Fahnder. In den ersten Minuten gemachte Fehler – zum Beispiel zu leutseliges Plaudern, um den Fahnder vermeintlich „milde“ zu stimmen, können unter Umständen bis zum Ende des Verfahrens nicht mehr ausgebügelt werden.
• Der Fahnder muss von Anfang an in dem Bewusstsein handeln, dass alle seine Tätigkeiten überprüft werden. Dies erreichen Sie, indem Sie zunächst wie folgt vorgehen:
-> Legitimation (Ausweis), Durchsuchungsbeschluss und Beschlagnahmebeschluss in Ruhe überprüfen. Alles aufschreiben, was da draufsteht.
-> Bedenken gegen die Berechtigung der Durchsuchung ruhig, aber bestimmt anmelden
-> Einfordern, dass Ihr Rechtsanwalt zugegen sein soll (das ist rechtlich nicht durchsetzbar, wird aber auch nicht verwehrt, weil sich der Fahnder dadurch in ein ungünstiges Licht rücken würde. Die Durchsuchung wird allerdings dennoch unverzüglich beginnen)
-> öffnen Sie (nur) nach Aufforderung verschlossene Türen und Behältnisse. Diese dürfen sonst mit Gewalt geöffnet werden.
-> ansonsten berufen Sie sich auf Ihre Rechte aus der Strafprozessordnung und

>>>>Schweigen Sie!
>>>>Helfen Sie nicht suchen!
>>>>Lassen Sie sich gar nicht erst in ein Gespräch verwickeln!

Was Sie heute sagen, wird Ihnen ohnehin nicht geglaubt. Sagen Sie es erst später im Verfahren und dann immer wieder, gewinnt es an Glaubwürdigkeit.
-> machen Sie sich immer klar: die Fahnder sind nicht Ihre Freunde. Sie können sie auch nicht „umdrehen“. Was immer Sie der Fahndung gewähren, wird so oder so gegen Sie verwendet!
• Hinweise auf Ihre Mitwirkungspflicht lassen Sie ins Leere gehen. Das für Sie relevante Recht ist nicht mehr die Abgabenordnung, sondern die Strafprozessordnung – und nach der braucht der Beschuldigte eben NICHT mitzuwirken. Weisen Sie den Fahnder ruhig darauf hin, dass er Sie darüber eigentlich hätte belehren müssen (§ 393 Abs. 1 S.4 AO). Diese Belehrung wird der Erfahrung nach gern „vergessen“.
• Auch der Fahnder hat Vorgesetzte. Dieser wird über jedes objektive Fehlverhalten der Fahnder informiert. Dies gilt insbesondere, wenn der Fahnder ein „Schlachtfeld“ anrichtet, vielleicht aus eigentlich zu zügelndem Ärger darüber, dass Sie sich nicht einschüchtern lassen.
Insider-Tipp:
Dokumentieren Sie daher schon während der Fahndung genau auf einem Block, was sich abspielt. Das hilft nebenbei, etwas Ruhe zurückzugewinnen und nicht ganz untätig sein zu müssen.
• Jede Antwort auf eine Frage erzeugt zwei Nachfragen. Das gilt selbst für die vermeintlich harmlosen Fragen. Bei-spiel: „Wo ist hier die Lohnbuchhaltung?“ „Bei meinem Steuerberater.“ „Ach –das ist doch der Herr Meier, der auch Ihre Umsatzsteuererklärung gefertigt hat, nicht?“ „Ja.“ „Und wer von Ihnen beiden wusste nicht, dass all das Zeug, was Sie hier machen, keine steuerbefreiten innergemeinschaftlichen Lieferungen sind?“ „Äh, was .. dafür hat man ja wohl einen Steuerberater …“
Der andere Fahnder hat mitgehört und geht telefonieren. Eine Stunde später ist die Fahndung bereits bei Ihrem Steuerberater. Den Grund auf dem Beschluss haben Sie geliefert: Verdacht auf Begünstigung einer Steuerhinterziehung. Nochmals: schweigen Sie! Wenn der Fahnder Lohnbuchhaltung möchte, so möge er suchen.
• Wenn Ihr Berater rechtzeitig erscheinen kann, seien Sie nicht verwundert, wenn er seine Strategie mit dem Gesicht zur Fahndung und dem Rücken zu Ihnen aufbaut. Er kann Ihnen jetzt nicht das erfüllen, was Sie sich in dieser Situation vermutlich am liebsten wünschen. Sehen Sie das beschriebene Verhalten als ein Zeichen derjenigen Professionalität, die Ihnen später helfen wird.
• Wer den Eindruck erweckt, er wolle eine bestimmte Ermittlung nicht, verursacht sie.
• Wer dagegen den Eindruck erweckt, bestimmte Ermittlungen seien ihm völlig gleichgültig, kann diese sogar verhindern.
• Steuerfahndung ist keine Betriebsprüfung. Es gibt keine Verabredungen oder Absprachen, an die sich später gehalten wird.
• Fahnder sind erheblich tüchtiger als das gängige Beamtenbild vermuten lässt.
• Fahnder sind exzellent informiert. Ihre Steuerakte ist eine Fundgrube von Informationen – und die Fahnder haben diese Informationen alle aufgenommen, bevor sie kamen. Mit Sicherheit ist in diesem Augenblick den Fahndern mehr aus Ihrer steuerlichen Vergangenheit gegenwärtig als Ihnen selbst.
• Bestehen Sie auf einem gründlichem und ausführliche Beschlagnahmeprotokoll ! Wird etwas mitgenommne, bitten Sie, Kopien anfertigen zu dürfen. Achtung: bitten, nicht fordern. Sie haben keinen Anspruch darauf! Es ist zunächst ganz allein Ihr Risiko, wenn aufgrund fehlender Unterlagen Rechnungen nicht bezahlt werden oder Fristen versäumt werden! Daher: bitten Sie, und bleiben Sie höflich.
Und: räumen Sie erst auf, nachdem das Chaos fotografiert und von Ihrem Anwalt gesehen wurde.
Sie werden geschockt und paralysiert sein - aber das ist nahezu jeder, falls das ein Trost ist ...
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