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Stiftungs-Strategien

Die Stiftung als Herzensanliegen? Zur Vermögenssicherung? Als Ausdruck Ihres freien Willes? Wir freuen wir uns auf einen regen Austausch!

Thorsten Klinkner Frage: Können Begünstigte einer Stiftung einkommensteuerpflichtige Sachbezüge beziehen?
Antwort:
Ja. Sachbezüge sind in der Beraterpraxis im Regelfall bei der Besteuerung von Arbeitnehmern anzutreffen (also bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit nach § 19 EStG). Gleichwohl können Sachbezüge auch in anderen Einkunftsarten anfallen (§ 20 Absatz 3 EStG für Einkünfte aus Kapitalvermögen; § 22 Nummer 3 EStG für sonstige Einkünfte). Hierauf ist insbesondere bei der unentgeltlichen oder verbilligten Nutzungsüberlassung von Stiftungsvermögen an Begünstigte zu achten (Wohnungen, Pkw etc.).
Thorsten Klinkner Der neue Blogartikel von Martin Buß - #UnternehmerKompositionen
Die Organisation einer Stiftung kann simpel und überschaubar gestaltet werden. Weit verbreitet ist jedoch der Irrglaube, dass eine Familienstiftung stets mit einer komplexen Organstruktur einhergehe und hierdurch hohe Personalkosten entstehen. Dieser Irrtum resultiert vermutlich daraus, dass die „großen“ gemeinnützigen Stiftungen über mehrere Organe verfügen, beispielsweise über den Stiftungsvorstand, einen Beirat und ein Kuratorium. Häufig ist der außerhalb der Stiftung stehenden Öffentlichkeit unklar, was ein Beirat und ein Kuratorium sind und welche Kompetenzen diese jeweils haben, es klingt jedoch fremd und komplex.
Thorsten Klinkner Frage: Sind Gehälter des Stiftungsvorstands lohnsteuerpflichtig?
Ja. Vergleichbar mit dem Gehalt eines Gesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH, der sämtliche Anteile in seinem Privatvermögen hält, erzielt auch der Vorstand einer Stiftung mit seinen Gehaltszahlungen lohnsteuerpflichtige Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.
Thorsten Klinkner Frage: Führen unentgeltliche Vermögensübertragungen an Stiftungen zu verdeckten Einlagen?
Antwort:
Nein. Verdeckte Einlagen sind ausschließlich dann möglich, wenn es sich bei der Empfängerin um eine Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft handelt. Hintergrund: aus Sicht des BFH und der Finanzverwaltung führen scheinbar unentgeltliche Übertragungen des Gesellschafters einer Kapitalgesellschaft zu einer Wertsteigerung seiner Beteiligung. Anstelle einer unentgeltlichen Überragung liegt also ein tauschähnlicher Vorgang vor, der auf Ebene des Gesellschafters zum einlagebedingten Zufluss führt. Diese „Steuerfalle“ gibt es bei Vermögensübertragungen an Stiftungen nicht, weil Stiftungen - vergleichbar mit Menschen - keine Anteilseigner oder Gesellschafter haben können. (Offene oder verdeckte) Einlagen und Einbringungen des Stifters in das Stiftungsvermögen sowie Entnahmen des Stifters aus dem Stiftungsvermögen gibt es daher nicht.
Thorsten Klinkner Frage: Ist die Buchwertfortführung (§ 6 Absatz 3 EStG) auch auf Stiftungen anwendbar?
Antwort:
Ja. Auch bei unentgeltlichen Übertragungen eines ganzen Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils führt die Stiftung als Empfängerin die Buchwerte im Betriebsvermögen fort. Einschränkend ist zu beachten, dass die Buchwertfortführung im Fall einer nur teilweisen Übertragung nur bei natürlichen Personen auf der Empfängerseite möglich ist, nicht jedoch bei Übertragungen an Stiftungen.

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