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Stiftungsmarktplatz.eu

In der Gruppe stellen wir regelmäßig die Fachbeiträge der Lösungsanbieter vor, die das Prädikat von stiftungsmarktplatz.eu führen dürfen.

Tobias Karow TV-Tipp zum MünchnerStiftungsFrühling
Liebe Freundinnen und Freunde von stiftungsmarktplatz.eu,
eben haben wir erfahren, dass heute Abend um 17:30 Uhr im BR in der Abendschau auch zum MünchnerStiftungsfrühling berichtet wird. In diesem Rahmen wird auch die Stiftung Kick ins Leben vorgestelt, über Interviews mit dem Stifter sowie mit zwei ehemaligen Teilnehmern aus dem Programm QPZ (Querpass Zukunft) der Förderkette Kick ins Leben und dem Projektleiter, Ferdinand Keidler.
Mit Fernsehhinweisen soll man ja sparsam umgehen, hier jedoch dürfte sich das Einschalten lohnen.
Herzlichst
Ihr
Tobias Karow
t.karow@stiftungsmarktplatz.eu
http://www.stiftungsmarktplatz.eu/barcamp
Michael Stingl „Krise kann ein produktiver Zustand sein, man muss ihr nur den Beigeschmack von Katastrophe nehmen.“
Fünf Schritte zum erfolgreichen Investieren
Der 1991 verstorbene Schweizer Journalist und Autor Max Frisch bringt es auf den Punkt: Jede Krise birgt auch Chancen! Denn als Krise wird von vielen Stiftungsvertretern die anhaltende Niedrigzinsphase verstanden. Aber ist diese „Krise“ auch eine unabänderliche „Katastrophe“? Sicher nicht, wenn jetzt die Zeichen der Zeit erkannt und hieraus die richtigen Schlüsse gezogen werden.
Von Christian Opelt. Bankhaus Donner & Reuschel
Einerseits arbeiten in der Vermögensanlage von Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen die Verantwortlichen mit großer Sorge und Unsicherheit. Da ergeben sich häufig dieselben Fragen:
Wie werden ausreichend Kapitalerträge inmitten des historisch niedrige Zinsniveaus erwirtschaftet?
Wie kann das Stiftungskapital real erhalten bleiben?
Wie wird ein deutlicher Mehrertrag erreicht, ohne das Risiko spürbar zu erhöhen?
Auf was muss alles geachtet werden, damit die Organe „sicher“ sind?
Andererseits wird die „neue Zeit“ des „zinslosen Risikos“ nicht wirklich für Veränderungen in der Vermögensstrategie genutzt. Oder es wird das umgesetzt, was gerade als „Modeinvestment“ aufkommt. Hier besagt alte Weisheit: „Wenn man nicht weiß, wohin man will, dann sind alle Wege recht!“ Kein Vermögensberater wird es Stiftungsorganen recht machen können, die für die Vermögensanlage weder Ziele gesetzt noch einen Handlungsrahmen definiert haben. Was machen nun erfolgreiche Stiftungen anders als der Rest?
Den Rahmen setzen
Hier sind die stiftungseigenen Anlagerichtlinien der erste Baustein des Anlageerfolges. Die Stiftung legt darin die wesentlichen Eckpunkte der Vermögensverwaltung fest und kann auch den Willen des Stifters im Hinblick auf die Vermögensbewirtschaftung einbinden. Generell dienen Anlagerichtlinien dazu
- die Grundsätze der Vermögensanlage festzulegen,
- Entscheidungsträgern ein Leitfaden für künftige Entscheidungen zu sein,
- einen ordnungsgemäßen Ermessensgebrauch des Vorstands zu dokumentieren und Haftungsunsicherheiten durch vorausschauende Strategien zu reduzieren.
Aus rechtlicher Sicht grenzen sie den Ermessensspielraum des Vorstands bei der Vermögensanlage durchaus ein, bieten allerdings auch Vorteile. Beauftragte Vermögensverwalter haben eine klare Richtlinie. Auch im Dialog mit der Stiftungsaufsicht und der Frage nach der Realkapitalerhaltung erleichtern sie die Lösung. Werden die beschlossenen Anlagerichtlinien nicht beachtet, so kann der dafür verantwortliche Vorstand ggf. für Vermögensverluste haftbar gemacht werden. Jedoch stellen sie auch eine „Versicherung“ für den Vorstand dar, wenn er beweisen kann, dass er gemäß den Anlagerichtlinien gehandelt und alle Sorgfaltspflichten beachtet hat.
Das Fundament aufbauen
Grundsätzlich stehen Stiftungen alle denkbaren Anlageformen offen. Das Stiftungsvermögen kann in Immobilien, Aktien, Renten und Derivaten sowie sonstige alternative Anlageformen investiert werden. Von den vorstehenden Anlageklassen sind die Anlageinstrumente wie Fondsgestaltungen (offene und geschlossene Fonds) und Einzelwerte zu unterscheiden. Investmentfonds sind z.B. keine eigene Anlageklasse. Anlagerichtlinien bestimmen, welcher Teil des zu verwaltenden Vermögens in welchen Anlageklassen angelegt werden soll. Hierbei ist es nicht ratsam, einen Mindestprozentsatz des Stiftungsvermögens in einer Anlageklasse anzulegen. Stattdessen sollte die Quote der risikostärkeren Anlageklassen (wie Aktien, Alternative Investments) einen Höchstwert nicht überschreiten. Konkrete Weisungen müssen enthalten sein, wenn bestimmte Anlagen überhaupt nicht erworben werden sollen.
Daneben sind in den Anlagerichtlinien Ausführungen zu Währungen, dem Sitz des Emittenten und der möglichen Anlageinstrumente festzuhalten. Währungen und Länder sollten in Risikoklassen gebündelt werden. Gute Hinweise hierzu geben die „Kundenangaben für Wertpapiergeschäfte“ der Vermögensberater. Letztlich sind elementare Angaben zu Risikoparametern in die Anlagerichtlinien aufzunehmen. Hierzu zählen Aussagen zum Mindest-Rating beziehungsweise Durchschnitts-Rating von An-leihen. Zudem sollten die auf einen bestimmten Aussteller (Schuldner) oder Verwalter (Investmentanteile) entfallenden Anlagen eine Maximalhöhe nicht überschreiten.
Da sich im Bereich der Geldanlagen regelmäßig neue Themen erschließen, die auch für Stiftungen interessant sein können, sollte der Stiftungsvorstand etwa alle drei bis fünf Jahre die Richtlinien gründlich prüfen und gegebenenfalls anpassen.
Sich Bericht erstatten lassen
Wer realen Kapitalerhalt anstrebt, muss für die Vermögensallokation Aktien und ggf. weitere Anlageklassen berücksichtigen. Daher bildet ein aussagekräftiges Reporting die Grundlage für die Steuerung komplexer Portfolios. Das Vermögensreporting hat die Vermögensallokation der Organisation in allen relevanten (Risiko-)Facetten übersichtlich und leicht verständlich darzustellen. So dürfen zur Prüfung der Einhaltung der Anlagerichtlinien Aufstellungen zu Anlageformen, Währungen, Regionen, Laufzeiten und Bonitäten nicht fehlen. Eine Darstellung der Vermögensentwicklung und eine Performance-Analyse macht nicht nur deutlich, welche Anlagen und Anlageklassen das Ergebnis wesentlich beeinflusst haben. Es ermöglicht auch eine fundierte Bewertung der Anlagestrategie zur Strukturierung der zukünftigen Allokation.
Ein leistungsfähiges externes und objektives Reporting als Bestandteil des Risikomanagements unterstützt die Organisation bei ihren Kontrollaufgaben und dient zugleich der Vermögenssteuerung.
Kontrollieren und Abwägen
Um langfristig den Stiftungserfolg zu sichern, müssen die Anlageerfolge regelmäßig einer fairen und transparenten Leistungskontrolle unterzogen werden. Neben der Performance sind auch Verlustrisiken und die Einhaltung der Anlagerichtlinien wichtige Kriterien. Ein Wechsel des Vermögensmanagers sollte gut überlegt sein, ist jedoch bei anhaltend unterdurchschnittlichen Ergebnissen unumgänglich. Mit der laufenden Analyse der Performance, den Risikokennzahlen und den Marktentwicklungen werden systembedingte Schwächen in der Performance der Vermögensverwalter aufgedeckt. Falls in einer Periode mit unterschiedlichen Börsenentwicklungen die Ergebnisse des Verwalters kontinuierlich hinter der Marktentwicklung und anderen Verwaltern zurückgeblieben ist, sollte die Vergangenheit abgeschlossen und mit einem neuen Vermögensverwalter in die Zukunft gegangen werden. Reflexion ist hier der Schlüssel, und manchmal helfen erfolgreiche Vorbilder weiter.
Fünf Angewohnheiten, die sich erfolgreiche Investoren zu Eigen machen.
Schritt 1: Sich selbst Erkennen – und Hinterfragen
Nach wie vor gelte es, dass steinzeitliche Gehirn zu überlisten: Menschen sehen die (Anlage-)Welt oft aus einem Rahmen („Frame“) heraus, d.h. wir sehen, was wir sehen wollen und schließen damit unter Umständen bessere Alternativen aus. Auch der Herdentrieb fällt unter diese Kategorie: Wir neigen dazu, der Herde zu folgen oder lassen uns von Stimmungen reizen, die gerade Anleger zwischen Angst und Gier hin und her treiben. Verluste schmerzen zudem oftmals mehr, als Gewinne Freude bereiten. Diese Präferenz könnte im aktuellen Niedrigzinsumfeld schaden: Denn ohne einen gewissen Risikoappetit wird es meine Ertrag gegen.
Angewohnheit Nr. 2: Nicht Sicherheit, sondern Kaufkrafterhalt sollte das Ziel sein
Viele Anleger setzen auf Sicherheit. Um Volatilität machen sie lieber einen großen Bogen. Dabei übersehen sie das Risiko eines realen Kaufkraftverlustes. Nicht die Abwesenheit von Kursschwankungen sollte im Mittelpunkt stehen, sondern der Kaufkrafterhalt. Das größte Risiko ist, kein Risiko eingehen zu wollen.
Angewohnheit Nr. 3: Auf Risikoprämien setzen
Wer risikoreicher investiert, sollte erwarten können, dass diese Investitionen über die Zeit eine höhere Rendite erwirtschaften als risikolose – und damit chancenärmere – Alternativanlagen. Lange historische Zeitreihen (z.B. für den US-amerikanischen Aktienmarkt) belegten dies. Die Erwartung einer Risikoprämie wurde nicht enttäuscht, wenngleich sich ein solches Investment nicht über alle Zeiträume hinweg gleichermaßen gelohnt hat.
Angewohnheit Nr. 4: Investieren geht vor Spekulieren
Wer langfristigen Kapitalaufbau anstrebt, der spekuliert nicht, er investiert. Spekulieren versteht der Experte als das kurzfristige Setzen auf Kursbewegungen. Investieren dagegen als eine mittel- bis längerfristige Kapitalanlage. Das hektische Suchen nach den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkten ist gefährlich.
Angewohnheit Nr. 5: Auf aktives Management setzen – auch mit „passiven" Lösungen
Durch ein aktives Management können gezielt Chancen gesucht und gefunden werden. Und bei Bedarf werden die Risiken (z.B. eine hohe Aktienquote bei einer starken Börsenkorrektur, schwächer laufende Industriebranchen) spürbar. Dies ist die Handwerkskunst eines aktiven Vermögensverwalters. Dabei können sehr gut kostengünstige Wertpapiere wie Einzeltitel (Anleihen, Aktien) oder passiv anlegende ETF genutzt werden. Sich nur auf die gerne als „Allheilmittel“ beschriebenen ETF zu verlassen, sollte hinterfragt werden. Denn was nützt es der Stiftung, wenn die passiven Investitionen dazu führen, dass einige Branchen genau dann einen großen Anteil des Depots ausmachen, wenn man sie am wenigsten haben möchte.
Zusammengefasst
Stiftungen sollten die aktuelle Gemengelange mehr als Chance begreifen. Zwar brechen auf der einen Seite die Erträge weg, auf der anderen Seite bringt das Stiftungen womöglich dazu darüber nachzudenken, ob sie mit ihrer Vermögensanlage immer noch richtig aufgestellt und vor allem organisiert sind. Anlagerichtlinien sind dabei ein erster aber wesentlicher Schritt, um die Kapitalanlage professioneller und zielgerichteter aufzusetzen. Sie sind zudem ein essentieller Baustein im Haftungsmanagement sowie Basis für ein ordentliches Reporting und Controlling. Den Kopf in den Sand zu stecken, das ist auf jeden Fall der falsche Schluss. Von Christian Opelt. Bankhaus Donner & Reuschel
Tobias Karow Angelo Winkler mit Impuls zur Stiftungsrechtsreform beim MSFbarcamp
Liebe Freundinnen und Freunde des MünchnerStiftungsFrühlings,
für unser MSFbarcamp am 25.3.2019 ab 14 Uhr auf der Praterinsel (Infos finden Sie unter http://www.stiftungsmarktplatz.eu/barcamp) konnten wir den renommierten Stiftungsrechtler Angelo Winkler für einen einführenden Impuls zur Reform des Stiftungsrechts gewinnen. Freut uns sehr.
Viele Grüße & einen guten Start in die Woche,
Tobias Karow
t.karow@stiftungsmarktplatz.eu
Tobias Karow Speaker's Corner am 23.3.2019 & ein erster EventTipp zum #MSF2019
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
der MünchnerStiftungsFrühling steht ja nun vor der Tür, neben unserem MSFbarcamp am 25.3.2019 (http://www.stiftungsmarktplatz.eu/barcamp, hier ist auch das Programmheft zum MünchnerStiftungsFrühling zu finden) findet ja am 23.3.2019 die offizielle Eröffnung des diesjährigen MünchnerStiftungsFrühlings statt. Die fachlichen Vorträge bilden die Vielfalt der MünchnerStiftungsLandschaft ab, etwa jener der Bürgerstiftung München zum Wesen einer Bürgerstiftung (Bürgerstiftungen dürften Studien zufolge überproportional wachsen in den kommenden Jahren) oder zum Netzwerken im Sozialen von SoNet, einem wichtigen sozial-kulturellen Netzwerk in München. Uns finden Sie mit der Speaker's Corner vor Ort, im Lead ist hier democraticARTS.org - ein spannendes Projekt und für uns eine Premiere.
Übrigens: Am 27.3.2019 veranstaltet die Versicherungskammer Stiftung das Forum Ehrenamt zum Thema Zukunftsvision Ehrenamt. Los geht's um 10 Uhr in der Maximilianstr. 53, das Ganze ist als Brunch konzipiert. Anmelden können Sie sich unter: https://www.versicherungskammer-stiftung.de/forum_ehrenamt/engagiert_diskutiert/2019_stiftungsfruehling.html
Die Diskussion wird sicherlich einige zivilgesellschaftliche Fragen aufwerfen, und auch diskutieren was es braucht damit die ehrenamtliche breit genug bleibt, um die wachsende Aufgabendichte zu bewältigen. Sehr spannend, und vermutlich sehr gut besucht.
Freuen Sie sich drauf,
herzlichst
Ihr
Tobias Karow

Moderatoren

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Über die Gruppe "Stiftungsmarktplatz.eu"

  • Gegründet: 13.04.2018
  • Mitglieder: 90
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  • Beiträge: 21
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