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Olivia K. Ronge Mitarbeiter Service Desk (w/m) (Voice- und Datennetze) Ref. Nr.: 14000 OR in Essen gesucht
SD & T ist ein seit 1992 auf Telekommunikation und IT spezialisiertes Technologieberatungsunternehmen. Zum Großteil unserer Kunden zählen wir die TOP 50 der deutschen Wirtschaft, u.a. der Telekommunikation, Logistik, Banken und Versicherungen. Unser Schwerpunkt liegt in dem Erbringen von Dienstleistungen für Ihre Projekte durch unsere Spezialisten sowie der Ablieferung kompletter Gewerke.
Für unseren Kunden in der Branche Telekommunikation suchen wir einen
Mitarbeiter Service Desk (w/m) (Voice- und Datennetze) Ref. Nr.: 14000 OR
Vertragsverhältnis: Anstellung
Einsatzdauer: ab sofort bis 30.06.2018 mit Option auf Verlängerung / Übernahme
Einsatzort: PLZ 4 - Essen
Aufgabe:
- Monitoring des bundesweiten Telekommunikationsnetzes
- Selbständige Analyse und Bearbeitung von Störungen auf 1st Level Ebene
- Wiederherstellung des Service anhand des Incidentmanagement-Prozesses
- Kommunikation zu internen und externen Stellen
- Unterstützung interner Bereiche bei betrieblichen Aufgaben
- Durchführung weiterer koordinativer und administrativer Tätigkeiten im Bereich der Securityprozesse
Anforderungen:
Abschluss als staatlich geprüfter Techniker im Telekommunikationsumfeld, z. B. IT-Systemelektroniker mit mehrjähriger Berufserfahrung im Betrieb und der Entstörung eines Telekommunikationsnetzbetreibers
Erfahrungen und Kenntnisse im:
- Bedienung von Netz-Management-Systemen im Technologieumfeld von Transport
Voice- und Datennetzen sind wünschenswert
- Betriebliche Prozessabläufe des Incidentmanagements
- Remedy, Office und diverser Standardsoftware
- Bereitschaft zur Arbeit in versetzten Arbeitsschichten
- Fließende Englischkenntnisse in Wort und Schrift
Softskills:
- Außerordentliche Kundenorientierung, Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
Wenn Sie sich von unserem Angebot angesprochen fühlen, senden Sie bitte Ihre Unterlagen, inkl. Angabe zur Ihrer Verfügbarkeit und Konditionen an jobs@sd-t.com (max. 5 MB). Per Post zugesandte Unterlagen können nicht zurückgeschickt werden. Für Fragen steht Ihnen Frau Olivia Ronge und unser kompetentes Recruiting-Team unter 06126 / 945615 gerne zur Verfügung.
Folgen Sie unseren Job- und Projektangeboten auch auf http://twitter.com/@SD_T_AG.
Weitere interessante Projekte und Positionen finden Sie auf unserer Website:
http://www.sd-t.com/jobs oder in der SD&T XING Gruppe: http://www.xing.com/net/prif044dfx/sdundt/
Olivia K. Ronge Standortakquisiteur (m/w) (Mobilfunkstandorte) Ref. Nr.: 13960 - OR in Hannover gesucht
SD & T ist ein seit 1992 auf Telekommunikation und IT spezialisiertes Technologieberatungsunternehmen. Zum Großteil unserer Kunden zählen wir die TOP 50 der deutschen Wirtschaft, u.a. der Telekommunikation, Logistik, Banken und Versicherungen. Unser Schwerpunkt liegt in dem Erbringen von Dienstleistungen für Ihre Projekte durch unsere Spezialisten sowie der Ablieferung kompletter Gewerke.
Für unseren Kunden in der Branche Telekommunikation suchen wir einen
Standortakquisiteur (m/w) (Mobilfunkstandorte) Ref. Nr.: 13960 - OR
Vertragsverhältnis: Anstellung
Einsatzdauer: ab sofort für 6 Monate mit Option auf Verlängerung
Einsatzort: PLZ 3 – Hannover
Aufgaben:
- Akquisition, Beratung und Betreuung regionaler Immobilieneigentümer
- Anmietverträge mit regionalen Immobilieneigentümern abschließen
- Verantwortlich für die Erreichung der vereinbarten Akquisitionsziele (Standorte)
- Regionales Standortkonzept bereitstellen
- Abschluss von überregionalen Rahmenverträgen begleiten
- Vertriebssupport für die Vermarktung bestehender und zukünftiger Standorte wahrnehmen
- Bestehende regionale Verträge (technische Bestandsdaten und vertragsrechtliche Aspekte (Mietpreisanpassung, Nutzungsrechte) aktualisieren
- Nutzungsrechte auf Gebäuden sichern
- Datenpflege und Analyse (GIS) wahrnehmen
- Steuerung externer Akquisiteure
Anforderungen:
- Hochschulabschluss der Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbare berufliche Qualifikation
- Mehrjährige Berufserfahrung, davon einige Jahre in vergleichbarer Position
Erfahrungen und Kenntnisse:
- in o.g. Aufgaben
- in der Vertragsgestaltung
- des Immobilienmarktes
- in der Telekommunikation/Mobilfunk Branche
- Verhandlungsgeschick
Wenn Sie sich von unserem Angebot angesprochen fühlen, senden Sie bitte Ihre Unterlagen, inkl. Angabe zur Ihrer Verfügbarkeit und Konditionen an jobs@sd-t.com (max. 5 MB). Per Post zugesandte Unterlagen können nicht zurückgeschickt werden. Für Fragen steht Ihnen Frau Olivia Ronge und unser kompetentes Recruiting-Team unter 06126 / 945615 gerne zur Verfügung.
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Olivia K. Ronge Koordinator für Standortakquise (m/w) (Mobilfunk) Ref. Nr.: 14010 OR in Hamburg gesucht
SD & T ist ein seit 1992 auf Telekommunikation und IT spezialisiertes Technologieberatungsunternehmen. Zum Großteil unserer Kunden zählen wir die TOP 50 der deutschen Wirtschaft, u.a. der Telekommunikation, Logistik, Banken und Versicherungen. Unser Schwerpunkt liegt in dem Erbringen von Dienstleistungen für Ihre Projekte durch unsere Spezialisten sowie der Ablieferung kompletter Gewerke.
Für unseren Kunden in der Branche Telekommunikation suchen wir einen
Koordinator für Standortakquise (m/w) (Mobilfunk) Ref. Nr.: 14010 OR
Vertragsverhältnis: Anstellung
Einsatzdauer: ab sofort bis 30.06.2018
Einsatzort: PLZ 2 – Hamburg
Aufgaben:
- Steuerung externer Akquisiteure, keine Eigenakquise
- Regionales Standortkonzept bereitstellen
- Vertriebssupport für die Vermarktung bestehender und zukünftiger Standorte wahrnehmen
- Bestehende regionale Verträge (technische Bestandsdaten und vertragsrechtliche Aspekte (Mietpreisanpassung, Nutzungsrechte) aktualisieren
- Nutzungsrechte auf Gebäuden sichern
- Datenpflege und Analyse (GIS) wahrnehmen
Anforderungen:
- Hochschulabschluss der Ingenieur- oder Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbare berufliche Qualifikation
- Mehrjährige Berufserfahrung, davon einige Jahre in vergleichbarer Position
Erfahrungen und Kenntnisse:
- in o.g. Aufgaben
- in der Vertragsgestaltung
- des Immobilienmarktes
- in der Telekommunikation/Mobilfunk Branche
- Verhandlungsgeschick
Wenn Sie sich von unserem Angebot angesprochen fühlen, senden Sie bitte Ihre Unterlagen, inkl. Angabe zur Ihrer Verfügbarkeit und Konditionen an jobs@sd-t.com (max. 5 MB). Per Post zugesandte Unterlagen können nicht zurückgeschickt werden. Für Fragen steht Ihnen Frau Olivia Ronge und unser kompetentes Recruiting-Team unter 06126 / 945615 gerne zur Verfügung.
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Andreas Neumann BVerwG zur Genehmigung von Entgelten für Zusammenschaltungsanschlüsse
Liebe Gruppenmitglieder,
mit Urteil vom 29. März 2017 (Az. 6 C 1.16) hat sich das BVerwG zu den Konsequenzen geäußert, die sich aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungswidrigkeit der Rückwirkungssperre nach § 35 Abs. 5 S. 2 und 3 TKG ergeben, und zugleich seine Rechtsprechung zur gerichtlichen Kontrolle von Entgeltgenehmigungen in einigen Details weiterentwickelt:
Dem Urteil lag eine Klage der Telekom Deutschland GmbH (TDG) gegen eine Genehmigung der Entgelte für Zusammenschaltungsanschlüsse („Interconnection“-Anschlüsse, ICA) zugrunde. Mit dieser begehrte sie eine Verpflichtung der Bundesnetzagentur zur rückwirkenden Neubescheidung ihres Genehmigungsantrags, um auf diese Weise letzten Endes höhere Entgelte zugesprochen zu bekommen. Nach § 35 Abs. 5 S. 3 TKG entfaltet die auf gerichtliche Verpflichtung ergangene Genehmigung für ein höheres Entgelt Rückwirkung allerdings nur, wenn eine einstweilige Anordnung nach § 35 Abs. 5 S. 2 TKG ergangen ist, mit der ein entsprechender Genehmigungsanspruch bereits vorläufig durchgesetzt wurde. Eine derartige Entscheidung war im vorliegenden Fall jedoch nicht ergangenen. Da die angegriffene Genehmigung überdies bis zum 30. November 2016 befristet war, konnte die Klägerin den geltend gemachten Neubescheidungsanspruch somit eigentlich nicht mehr durchsetzen, hatte sich das mit der Klage verfolgte Begehren somit grundsätzlich erledigt (Rn. 17).
Hieran ändert an sich auch der Umstand nichts, dass das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 22. November 2016 (N&R 2017, 107 m. Anm. Schramm) diese Rückwirkungssperre angesichts der Entwicklung des Marktumfeldes seit ihrer Schaffung im Jahr 2004 wegen eines Differenzierungsmangels für mittlerweile verfassungswidrig erklärt hat. Denn das Bundesverfassungsgericht hat zugleich davon abgesehen, die Regelungen für nichtig zu erklären, sondern vielmehr zur Sicherung des noch schutzbedürftigen Wettbewerbs ihre Fortgeltung angeordnet (sowie gleichzeitig den Gesetzgeber verpflichtet, die Rechtslage bis zum 31. Juli 2018 verfassungskonform auszugestalten) (Rn. 19).
Die Klägerin machte allerdings geltend, die fortdauernde Anwendung von § 35 Abs. 5 S. 2 und 3 TKG sei mit dem Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf gegen Entscheidungen der nationalen Regulierungsbehörde nach Art. 4 Abs. 1 der Rahmenrichtlinie 2002/21/EG unvereinbar. Das Bundesverwaltungsgericht weist hierzu zunächst darauf hin, dass diese Richtlinienvorschrift Ausfluss des nach Art. 47 GRC gewährleisteten Grundsatzes eines effektiven gerichtlichen Rechtsschutzes ist, dessen Ausgestaltung der nach Maßgabe von Äquivalenz und Effektivität begrenzten Verfahrensautonomie der Mitgliedstaaten unterfalle (Rn. 21). Dabei sei vorliegend das Äquivalenzprinzip nicht berührt, da nicht erkennbar sei, dass die Folgen der befristeten Fortgeltung von § 35 Abs. 5 S. 2 und 3 TKG für den Rechtsschutz des regulierten Unternehmens ungünstiger sind als bei gleichartigen, ausschließlich dem innerstaatlichen Recht unterliegenden Sachverhalten (Rn. 23). Aber auch der Effektivitätsgrundsatz sei nicht verletzt, da die befristete Fortgeltung der Regelung in § 35 Abs. 5 S. 2 und 3 TKG die Erlangung effektiven Rechtsschutzes weder praktisch unmöglich mache noch übermäßig erschwere (hierzu und zum Folgenden Rn. 24). Das ergebe sich insbesondere aus den diesbezüglichen Maßgaben des Bundesverfassungsgerichts zur Auslegung bzw. Anwendung der Rückwirkungsperre namentlich in Bezug auf die Ausgestaltung des Eilverfahrens nach § 35 Abs. 5 S. 2 TKG i. V. m. § 123 VwGO.
Zum einen habe das Bundesverfassungsgericht darauf verwiesen, dass insoweit "das Verwaltungsgericht im Rahmen seiner summarischen Prüfung befugt ist, bei der Entgeltregulierung bestehende regulierungsbehördliche Beurteilungsspielräume vorläufig zu überspielen“ (hierzu und zum Folgenden Rn. 25). Der Erlass einer den höhren Genehmigungsanspruch sichernden Eilentscheidung scheitere deshalb nicht an entsprechenden Einschätzungsprärogativen der Bundesnetzagentur (wie das Bundesverwaltungsgericht früher noch angenommen hatte). Zum anderen sei das Bundesverfassungsgericht dahin zu verstehen, "dass § 35 Abs. 5 Satz 2 TKG bei verfassungsrechtlich gebotener Auslegung dem Verwaltungsgericht generell nicht mehr als eine gegebenenfalls im Hauptsacheverfahren korrekturbedürftige Prognose abverlangt, bei der es, was unter Umständen in der bisherigen Praxis nicht hinreichend beachtet worden ist, die Rechtsschutzeinschränkungen für das regulierte Unternehmen im Hauptsacheverfahren vor Augen haben muss“. Hieraus leitet das Bundesverwaltungsgericht zwei konkrete Entscheidungsleitlinien für das Verwaltungsgericht ab und konkretisiert damit die Karlsruher Vorgaben in praxisrelevanter Weise: Auch schwierige Rechtsfragen müsse das Verwaltungsgericht jedenfalls vorläufig beantworten und in tatsächlicher Hinsicht den geltend gemachten Anspruch "auf der Grundlage der im Entgeltgenehmigungsverfahren vorgelegten Unterlagen und im Übrigen nach dem von dem regulierten Unternehmen glaubhaft gemachten Sachverhalt so weit wie möglich [aufklären] und eine darauf bezogene begründete Prognoseentscheidung … treffen“. Hierfür werde sich in vielen Fällen die Durchführung einer mündluchen Verhandlung als hilfreich erweisen. Diese „Segelanweisungen“ aus Leipzig werden aller Voraussicht nach die künftige Praxis des gerichtlichen Rechtsschutzes entgeltregulierter Unternehmen gegen als unzureichend erachtete Entgeltgenehmigungen maßgeblich prägen.
War die in der Hauptsache erhobene Verpflichtungsklage der TDG somit mangels Rechtsschutzbedürfnisses als unzulässig abzuweisen (Rn. 17), hat der hilfsweise gestellte Fortsetzungsfeststellungsantrag demgegenüber Erfolg (Rn. 27), da das VG Köln die angegriffene Entgeltgenehmigung zu Unrecht für rechtmäßig erachtet habe (Rn. 31 ff.). Auch in diesem Zusammenhang greift das Bundesverwaltungsgericht wieder die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts auf: Jenseits der anerkannten Fallgruppen eines Fortsetzungsfeststellungsinteresses (hierzu Rn. 29) habe das diesbezügliche Interesse der Klägerin seine Grundlage nämlich in eben jenen Maßgaben (hierzu und zum Folgenden Rn. 30). Das Bundesverfassungsgericht habe sich nicht auf Vorgaben zur Ausgestaltung des Eilverfahrens beschränkt, sondern zugleich darauf hingewiesen, dass das regulierte Unternehmen im Hauptsacheverfahren "jedenfalls stets eine die rechtlichen Anforderungen klärende feststellende Rechtskontrolle der streitigen Entgeltgenehmigung erreichen könne“ (zu dem Gedanken, die Beschränkung des wirksamen Rechtsschutzes durch die Möglichkeit einer gerichtlichen Klärung nach Umstellung auf eine Fortsetzungsfeststellungsklage zu begrenzen, siehe bereits Neumann/Koch, Telekommunikationsrecht, 2. A., 2013, Kap. 3 Rn. 350 [S. 285 f.]). Das Interesse des regulierten Unternehmens an einer solchen Kontrolle sei mithin im Regelfall ohne weiteres zu bejahen.
[Fortsetzung]
Andreas Neumann
[Fortsetzung]
Die Bedeutung des Urteils erschöpft sich aber nicht in dieser wichtigen Über- und Umsetzung der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Darüber hinaus entwickelt das Bundesverwaltungsgericht auch seine in den letzten Jahren bereits umfassend ausgebaute Rechtsprechung zu telekommunikationsrechtlichen Entgeltgenehmigungen in einzelnen, durchaus sehr praxisrelevanten Aspekten weiter.
Das betrifft zum einen diverse prozess- bzw. verfahrensrechtliche Aspekte: So legt das Bundesverwaltungsgericht überzeugend dar, dass in dem Fall, in dem das entgeltregulierte Unternehmen eine Entgeltgenehmigung wegen angeblich unzutreffender Ausfüllung eines Beurteilungsspielraums angreift, ein Bescheidungsantrag (statt eines Vornahmeantrags bzw. eines Verpflichtungsantrags im engeren Sinne) in Betracht kommt (Rn. 14). Darüber hinaus zeigt das Bundesverwaltungsgericht auf, dass eine Entgeltgenehmigung sowohl in Bezug auf die von ihr umfassten einzelnen Entgelte teilbar ist (und sein muss, weil die einzelnen Entgelte grundsätzlich auch als jeweils separat beantragt angesehen werden könnten), als auch hinsichtlich des Betrags eines jeden Einzelentgelts (Rn. 15). Aber nicht nur in Bezug auf die gerichtliche Überprüfung von Entgeltgenehmigungen, sondern auch hinsichtlich des Genehmigungsverfahrens selbst enthält das Urteil einen interessanten Fingerzeig. Dieser betrifft die Frage, ob es eines Konsultations- und Konsolidierungsverfahrens auch bei solchen Entscheidungen bedarf, die nicht „marktprägend“ sind (bzw. die keine „beträchtliche[n] Auswirkungen auf den betreffenden Markt haben werden“, wie es Art. 6 UAbs. 1 der Rahmenrichtlinie 2002/21/EG formuliert). Das war insbesondere für das Konsolisierungsverfahren nach einer (weiteren) unglücklichen Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zweifelhaft geworden (ausführlich und kritisch zu dieser Entscheidung Neumann/Sickmann/Alkas/Koch, Reformbedarf des europäischen Rechtsrahmens für elektronische Kommunikation, 2017, S. 287 f.). Das Bundesverwaltungsgericht geht nun zwar nicht ausdrücklich auf diese Frage ein, macht jedoch in der Sache deutlich, dass es insoweit die herrschende Auffassung und die diesbezügliche Praxis der Bundesnetzagentur für zutreffend hält: Da das VG Köln keine tatsächlichen Feststellungen dazu getroffen habe, ob die im Streit stehenden Entgelte marktprägende Wirkung haben, fehle "dem Senat die Grundlage für eine Beurteilung der Erforderlichkeit dieser Verfahren“ (Rn. 34). Das lässt sich nur so verstehen, dass auch das Bundesverwaltungsgericht die Durchführung von Konsultations- und Konsolidierungsverfahren nur bei marktprägenden Entgelt(genehmigung)en für erforderlich erachtet.
Aber auch in materieller Hinsicht sind dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts weitere Detailklärungen zu entnehmen. Das Gericht beanstandet im konkreten Fall in zweierlei Hinsicht die Ausfüllung des von ihm bereits in früheren Entscheidungen anerkannten Beurteilungsspielraums in Bezug auf die Auswahl der Methode für die Berechnung des Anlagevermögens als Grundlage für die Ermittlung von Zinsen und Abschreibungen:
Zum einen habe die Bundesnetzagentur zwar zutreffend erkannt, dass das Anbieterinteresse des regulierten Unternehmens stets mit den übrigen zu berücksichtigenden Zielen und Grundsätzen der Regulierung abgewogen werden müsse (Rn. 36). In ihrer Abwägung sei der Bundesnetzagentur dann jedoch eine Abwägungsfehleinschätzung unterlaufen (hierzu und zum Folgenden Rn. 37): Während das Anbieterinteresse der Klägerin subjektiv ersichtlich auf eine Genehmigung auf Grundlage von Bruttowiederbeschaffungswerten gerichtet gewesen sei, habe die Bundesnetzagentur "den nach ihrer Einschätzung berechtigten Umfang des Anbieterinteresses der Klägerin vorab und isoliert im Sinne einer Kalkulation auf der Basis von historischen Kosten definiert und das Interesse nur objektiviert mit diesem geminderten Gewicht in die Abwägung eingestellt“, weshalb das Interesse der Klägerin nicht mit der ihm zukommenden Bedeutung zum Tragen gekommen sei. Diese Ausführungen deuten darauf hin, dass es nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts jedenfalls grundsätzlich allein auf das subjektive Anbieterinteresse ankommt, nicht aber darauf, was (nach Auffassung der Bundesnetzagentur und der sie kontrollierenden Gerichte) ein insoweit objektiv anerkennenswertes Interesse ist. Diesbezügliche Erwägungen werden daher in Zukunft voraussichtlich vor allem im Rahmen der Abwägung mit gegenläufigen Interessen anzustellen sein, auch wenn etwa Erwägungsgrund 19 S. 1 der Zugangsrichtlinie, der für die Abwägung (bei der Zugangsgewährung als solcher) gerade nicht auf die subjektiven Interessen des marktmächtigen Unternehmens, sondern auf seine „Rechte“ (zur kommerziellen Nutzung seines Eigentums), also auf einen durchaus objektivierteren Maßstab abstellt und damit u. U. für die bisherige Praxis der Bundesnetzagentur sprechen könnte.
Das Bundesverwaltungsgericht stellt zum anderen aber auch ein Abwägungsdefizit fest (hierzu und zum Folgenden Rn. 38). Die Bundesnetzagentur habe ausweislich der Entscheidungsbegründung den Einwand der Klägerin nicht in den Blick genommen, dem zufolge durch den Wechsel der Methode bei der Berechnung des Anlagevermögens nicht mehr ausgleichbare Kostenunterdeckungen verursacht würden, obwohl dieser Einwand von Gewicht sei. Zwar bedürfte es keiner genauen Berechnung einer etwaigen Kostenunterdeckung, jedoch einer Auseinandersetzung mit der damit aufgeworfenen Frage. Dabei macht das Bundesverwaltungsgericht allerdings erfreulicherweise bereits deutlich, dass auch eine etwaige Kostenunterdeckung einem solchen Methodenwechsel nicht zwingend entgegenstehen muss, sondern ggf. von dem regulierten Unternehmen hinzunehmen sein kann (wenn die gegenläufigen Abwägungsaspekte das notwendig machen bzw. rechtfertigen).
Gerade aus regulierungspraktischer Sicht ist das nun vorliegende Urteil somit von einiger Bedeutung. Es klärt mehrere Umsetzungsfragen, die sich in der Folge der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Rückwirkungssperre nach § 35 Abs. 5 S. 2 und 3 TKG stellen konnten, und fügt zugleich dem bereits sehr großen Mosaik der Rechtsprechung zu den telekommunikationsrechtlichen Entgeltgenehmigungen das eine oder andere Steinchen hinzu.
Mit besten Grüßen aus Bonn
Andreas Neumann

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