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Touristiklounge

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Jens Röhler Das geschah weiter am Berg.
DIE POSITIONIERER –
Prüfungen für die eigene Persönlichkeit.
Es ereignete sich am Mount Cook - Teil 2
Was geschah im ersten Teil. Angekommen im Hotel fragt uns der Rezeptionist, was wir bei dem Wetter hier am Berg wollen, Wir erzählten ihm, dass wir auf einer Weltreise seien. "Ah ok, großartig.
Und hier am Mount Cook einfach mal das Wahrzeichen des Landes kennenlernen vermute ich oder…?"
'Ja auch, sagte ich, aber es steckt da auch noch etwas anderes dahinter…'
"Etwas anderes? Ich möchte ja nicht neugierig sein, aber was denn noch, außer den Berg und seine Magie mal beschnuppern?"
‚Na Ja, eigentlich, eigentlich wollen wir rauf auf den Berg.‘
„Ja ja klar, auf jeden Fall. Am besten auch jetzt sofort und natürlich barfuß, hahaha.“
‚Nein, ich meine das ernst, ich möchte unbedingt rauf auf den Berg. Es hat für mich eine wichtige Bedeutung, den Gipfel zu erreichen.'
"Ja, ich verstehe das sehr gut, motiviert zu sein und sich Ziele zu setzen. Er ist auch ein schöner Berg. Aber erlauben Sie mir die Bemerkung.
In diesem Fall geht es um viele Dinge, die man wissen muss, unvorhergesehene Situationen, auf die man vorbereitet sein muss.
Entschuldigen Sie Herr Röhler, aber ich meine das nett und sehr ernst zugleich. Ich finde es klasse, wenn man ehrgeizig ist, aber ich sage Ihnen auch, warum das alleine und bei diesen Wetterverhältnissen aussichtslos , vor allem absolut lebensgefährlich ist.
Vor einigen Monaten war hier eine Reisegruppe aus den USA und wollten auch unbedingt rauf auf den Berg und ich erzählte der Gruppe davon,
dass der Berg seine eigene Sprache spricht und sie nur bei freier Sicht, nur bei einem sicheren, positiven Wetterbericht und niemals allein raufsteigen sollten, auch wenn der Berg so klein zu sein scheint, wenn man ihn mit anderen großen vergleicht.
Man soll die Gesetze der Natur nicht unüberlegt versuchen zu übergehen.
Einer der Gruppe, ein sehr dominanter und erfahrener Mann, lachte noch etwas hämisch und sagte: *wissen Sie, der Berg ist zum einen nun nicht einer, der einen vor Angst den Atem stocken lässt; da habe er wahrlich schon andere Berge erklommen. Zum anderen habe er in seinen beruflichen Situationen schon genügend Herausforderungen anderer Art gehabt…, wo es um Entscheidungen ginge, die anspruchsvoller sind, als einen 4.500 Meter hohen Berg zu besteigen* Er kloppfte mir noch dankend für neinen Rat auf die Schulter. Er könne aber wirklich sehr gut einschätzen, wann eine Situation besonderes Feingefühl erfordert…er sei darin sehr erfahren.
Als ich ihm nochmal zu verstehen geben wollte, dass es hier wirklich viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung erfordere am Berg, sagte er mir wieder:
*Er führe zu Hause ein Team von 200 Leuten.
Da könne er sich keine Fehler erlauben.
Er wisse sehr gut, sich auf unterschiedlichem Parkett zu bewegen. Privat und im Beruf.
Aber, er weiß meine Fürsorge sehr zu schätzen.*
Ja, und dieser Mann machte wahrlich einen sehr selbstbewussten und sicheren Eindruck in seinem Auftreten. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass die Menschen, mit denen er arbeitete, sehr viel Respekt und Vertrauen zu ihm hatten, wenn er so auftritt. Aber, ich konnte ihn nicht von seiner Überzeugung, dass diese Situation etwas anderes sei, abbringen.
Na ja, und ich sagte ihm noch, dass Situationen in der Natur kein Vergleich mit Entscheidungen im Business sind und er mich bitte nochmal drüber nachdenken solle.
Sonst kann das nach hinten los gehen.
2 Wochen später ging eine sehr traurige Nachricht um. Ein 50jähriger Tourist und zwei Begleiter waren am Berg verschwunden. Man suche sie seit einigen Stunden und habe wenig Hoffnung, dass nan sie lebend findet. Es hieß, dass ein plötzlicher Wetterumschwung dazu geführt hat, dass das ganze obere Drittel des Berges innerhalb weniger Minuten mit einer Nebelwand überzogen war. Der Wind und der Regen war unaufhaltsam. Der Wetterumschwung ging so schnell und ohne Vorwarnung vonstatten, dass es nur dem erfahrensten Kenner des Berges hätte gelingen können, die notwendigen, richtigen Entscheidungen treffen zu können, um zu überleben. Diese Situationen treten immer wieder am Berg auf.
Und für diese Situationen bleibt nur wenig Zeit und es braucht ganz viel Kenntnis und Gespür für Veränderungen, auf die Sie sofort vorbereitet sein müssen. Sie haben dann keinen 5-Punkte-plan mehr zur Verfügung. Da geht es um absolute Stärke in Ihrem Entscheidungs- und Handlungswissen.
Na ja, und dafür braucht es absolute Einschätzungsfähigkeit für die Risikostufe,
eine glasklare Sekunden schnelle Entscheidungsfähigkeit und eine absolute Gefahrenroutine. Deshalb sage ich Ihnen Herr Röhler, bitte überlegen Sie sich diese nicht einschätzbare Gefahrensituation sehr gut, in die Sie sich bringen können, ich meine es nur gut.
„3 Wochen später interviewte man 2 andere Personen der Reisegruppe, die nicht aufsteigen wollten, weil sie ein ungutes Gefühl an dem Tag hatten.
Auf die Frage hin, warum sie die anderen 3 nicht daran hindern konnten, den Berg hinauf zu gehen, sagte einer der beiden,
*dass der Leader der drei so überzeugt davon war, dass er mit den anderen einen reibungslosen Aufmarsch hat, aber leider nicht berücksichtigte, dass er die Ausweichrouten für einen Notfall vorher garnicht abgefragt hat.
Seine Maxime in seinem Job, sagten sie noch, war es immer, einfach zu machen und wenn sich Risiken zeigen, seinem Willen, Mut und seinem Durchsetzungsvermögen zu vertrauen..*
Ja, und das hatte ihn ja auch in seiner Welt zu einer extrem erfolgreichen Persönlichkeit gemacht.
Auf die Frage hin, was die drei anderen denn davon abgehalten hat, mitzugehen, antworteten Sie mit diesem simplen Satz, der wohl sinnbildlich für viele neue Situationen ist.
Einer der drei antwortete:
*Ich verspürte an dem Tag irgendwie so etwas wie Demut vor diesem Berg. Das hat mich davon abgehalten, mitzugehen, sonst...
...wär ich jetzt wohl auch im Sarg in die Heimat unterwegs.
Allgemeine Information:
Zur Richtigstellung und aus Gründen der Persönlichkeitsrechte und des Datenschutzes.
Die Namen der Gesprächspartner sind in den Geschichten stets abgeändert.
Foto Marsha Glauch
Manfred Hegenloh BMI ist pleite
Jens Röhler Persönlichkeit wächst nicht an Bäumen, aber auch nicht durch Übermut an magischen Orten...
DIE POSITIONIERER – Prüfungen für die eigene Persönlichkeit
Es ereignete sich am Mount Cook - Teil 1
April 2010. Wir führen mit der Fähre Richtung Norden. Stopp in Wellington und ab in's nächstmögliche Restaurant. Man, hab ich einen Kohldampf. Die letzten Wochen waren faszinierend, aber auch in Teilen nicht ungefährlich,
wenn ich an die abenteuerlichen Begegnungen mit den skurrilen Einheimischen auf den Fijis oder dem merkwürdigen Pilot auf dem Hinflug nach Pokkara denke, ganz zu schweigen von dem seltsamen Hotelbesitzer in Delhi, den starrenden Menschen an diesem völlig überfüllten Bahnhof.
Nun ja, da waren wir hier angekommen,
am anderen Ende der Welt. Schon spannend, wohin einen die Umstände im Leben bringen, aus welchen Gründen und unter welchen Umständen wir nun hier gelandet sind.
Wir fahren weiter, vom Restaurant an der hügeligen Hauptstraße entlang Richtung Norden.
Es schüttet wie Aus Eimern und die Tatsache,
dass wir nun im Auto sitzen, ist jedenfalls ein kleiner Trost für die Strapazen der vergangenen Tage.
Den Reiseführer in der Hand haltend orientieren wir uns immer der einzigen größeren Straße entlang Richtung Aukland.
Unser eigentliches Ziel jedoch ist, der launische Berg.
Einheimische erzählen die verrücktesten Geschichten über ihn: ‚er schaffe es, wenn er schlecht gelaunt sei, die Menschen und Bewohner in Angst und Schrecken zu versetzen oder er könne mit seinen Windstößen ganze Reisebusse verschwinden lassen.‘
So Sagen umwoben und geheimnisvoll der Ruf des Berges ist, so erführchtig bewegen wir uns durch das Tal hindurch Richtung Bergstation. Angekommen im Hotel fragt uns der Rezeptionist, was wir bei dem Wetter hier am Berg suchen?, wir denken doch wohl nicht darüber nach, ihm näher zu kommen? "Sie merken doch, dass er gerade nicht gut drauf ist."
Es stimmte: der Wind peitschte in einem Moment in Richtung Tal und änderte im Bruchteil einer Sekunde seine Meinung und schuppst die Schneeball großen Hagelkörner gegen die Scheibe der Hotellobby.
Wir schauen uns stillschweigend an uns beschleicht derselbe Gedanke:
*bloß nicht mit diesem Berg anlegen, bloß nicht mit seiner Laune spielen.*
Und schon wird uns klar, dass die Einheimischen nicht so ganz falsch lagen mit ihrer Warnung,
wir sollen den Berg ernst nehmen. Prompt kommt uns der Rezeptionist nochmal entgegen und fragt uns, ob wir einen Drink an der Bar nehmen.
Wir bejahen und setzen uns zu ihm an die Theke. ‚Etwas zu trinken für Sie beide?‘
Für mich einen warmen Ingwertee, für mich eine Apfelschorle.
"Sagen Sie, was führt Sie nach Neuseeland?"
'Wir sind auf Weltreise.'
"Ah ok, großartig. Und hier am Mount Cook? einfach mal das Wahrzeichen des Landes kennenlernen vermute ich oder…?"
'Ja auch, aber es steckt da auch noch etwas anderes dahinter…, lächle ich und schaue Richtung Berggipfel.'
Teil 2 folgt demnächst
Christian Schmidt https://www.xing.com/events/alp-traumurlaub-touristik-infos-montag-2063085
ab Montag alles zum Lachen :-)
Wenn Ihr einen ruhigen, relaxten Urlaub mit super guter Kundenbetreuung wollt ...dann bucht über all anders als bei DER Touristik DER Touristik Partner-Service :-) AB Montag alles über den PERFEKTEN Urlaub ....

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