Verband Deutscher Manufakturen e.V.

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Dr. Thomas Koy
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Die Gruppe dient dem Austausch von Ideen, dem Aufbau eines qualifizierten Netzwerkes zum Thema MANUFAKTUR - "manu facere" verpflichtet

Automatisierung-Digitalisierung-Handwerk. Wertschöpfung - Prozessoptimierung: Wie kann die Manufaktur im 21. Jahrhundert weiterhin erfolgreich am Markt agieren? Ein spannendes Thema, viele Fragen ... die wir nun erfolgreich in einer Bachelorarbeit ausführlich zusammenfassen konnten. Ausgewählte Verbandsmitglieder und KollegInnen der Initiative Deutsche Manufakturen, alle seit Jahrzehnten in unterschiedlichen Branchen erfolgreich zu Hause, beteiligten sich an der empirischen Aufarbeitung der Thematik und halfen so, unserer Studentin, mit der Note 1 ihren weiteren Berufsweg zu starten, uns wichtige Orientierungs- und Optimierungsvorschläge mit auf unseren weiteren Weg zu geben.

... wird der Freund hochwertiger Kochmesser auf die Frage antworten, was denn ein gutes Messer ausmache. Aber was sind die Unterschiede des Schmiedens? Der Prozess der Umformung kann freihändig - wie beim Hufschmied - zwischen Hammer und Amboss vonstattengehen. Schmieden kann aber auch maschinell erfolgen. Der Messermacher unterscheidet dabei zwischen dem Gesenkschmiede- und dem Stauchschmiede-Verfahren. Der Vorteil eines geschmiedeten Messers ist die gezielte Änderung des Gefüges im Stahl und damit die größere Festigkeit im Vergleich zu einer gestanzten Klinge.

Beim Gesenkschmieden wird ein glühend heißer Schmiede-Rohling in ein Untergesenk gelegt und zwischen Untergesenk und Obergesenk durch den Einsatz hoher Kräfte in Form gedrückt. Schmiedehämmer für Kochmesser wirken heute mit einem Gewicht von ca. 2,5 Tonnen aus einer Fallhöhe von bis zu 1,6 Metern auf das Werkstück ein. Der gesamte Schmiede-Rohling wird erwärmt und anschließend verformt. Für ein Kochmesser bedeutet dies eine (fast) freie Formensprache von der Klingenspitze bis zum Griffende. Das ist einer der Gründe warum die Solinger Messer-Manufaktur GÜDE der bewährten Technologie des Gesenkschmiedens seit 1910 bis heute treu geblieben ist.

Eine Formensprache wie der fließende Übergang zwischen Griff und Klinge bei den Messern der Serie SYNCHROS oder dem Unikat THE KNIFE. sind nur im Gesenkschmiede-Verfahren möglich. Die Serie SYNCHROS zeichnet sich durch einen weiteren Freiheitsgrad der Gesenkschmiede-Technik aus, den Quer-Erl. Dank dieses Gestaltungsprinzips kommt das innere der Hand nicht mit dem kalten Klingenstahl in Kontakt – angenehme Haptik garantiert. Der für die klassischen GÜDE Messer der Serie Alpha typische Doppelkropf ist ebenso ein Produkt der bewährten Technologie des Gesenkschmiedens. Nur dank dieses Schmiedeverfahrens erlangen die Messer von GÜDE ihre sprichwörtliche Ausbalancierung durch den zweiten Kropf am Griffende.

Text&Foto:Bernd Müller, reborn consult

Besuch aus Brüssel bei den Manufakturisten! EVP-Chef Manfred Weber machte auf seiner Tour in Niederbayern einen lang geplanten Stop bei der Holzmanufaktur Liebich GmbH wahr. Intensive Diskussion über MANU FACERE im Spannungsfeld von Tradition, Innovation, Automatisierung und strategische Arbeitskräftegewinnung in und für Europa. Unseren „Großen Manufakturenführer“ von Olaf Salié, gemeinsam mit Kolleginnen der Initiative Deutsche Manufakturen erarbeitet, nahm er dankend mit zurück in die EU-Zentrale, begeistert, wie Handwerk von uns in herausfordernde Zeiten erfolgreich transformiert und transferiert wird. DANKE für die WERTSCHÄTZUNG

"Ton ab! Action!" ... Und hier ist sie endlich, unsere filmische Reminiszenz an die Preisverleihung zum #manufakturprodukt21 vor einem Monat in Berlin.

https://vimeo.com/633014822/fbb7b987e6

DANKE noch einmal dem Berlin Living, wir sehen uns im kommenden Jahr wieder. DANKE an unseren Kooperationspartner Initiative Deutsche Manufakturen für das konstruktive, kooperative, kommunikative MITEINANDER ... Und so heißt es dann bald wieder "Klappe die Zweite"; das nächste zu prämierende #manufakturprodukt entsteht bestimmt schon bei unseren #manufakturen ...

Mittlerweile haben wir uns schon an die „virtuelle Treffen“ gewöhnt, nun schon im 2. Jahr. Doch die Techniktücken, stumm geschaltete Mikrofone, ruckelnde „Stehbilder“ sind jetzt wirklich als „Kinderkrankheiten“ überwunden …

Nachhaltigkeit und Manufakturen. Herausforderungen an traditionsreiche Familienbetriebe beim Umbau der Gesellschaft – ein spannendes Thema, das wir in unserem gestrigen Treffen an den Bildschirmen diskutierten.

Unser Mitglied Hartmut Gehring, GGF von Gehring Schneidwaren aus Solingen, hatte dazu eine spannende Präsentation vorbereitet, wie seine Manufaktur in der 2. Generation sich mit dem so aktuellen Thema Klimaschutz auseinandersetzt: auf Handarbeit ausgerichtete Maschinen, tradierte Bearbeitungs- und Dekorationsschritte, die seit Jahrzehnten die Qualität definieren, für die die Manufakturenprodukte bekannt sind. Dazu politische Vorgaben, bürokratische fordernde Investitionen, die dem Mehrwert des Produktes erst einmal nichts bringen, dafür die „grüne Neuausrichtung“ unserer Gesellschaft begleiten. Spannend, provokant, finanziell herausfordernd – es entwickelte sich eine angeregte Diskussion, die wieder einmal zeigte, dass die Branchenvielfalt unserer Manufakturisten bei unterschiedlichen Problemen doch ähnliche Ergebnisse bei der Transformation ins neue Zeitalter bringt – Tradition und Innovation fordern und fördern unsere Manufakturenlandschaft.

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