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Verein für Hamburgische Geschichte

Die VHG-Gruppe informiert über Ausstellungen, Vorträge, Publikationen und Internetquellen zur Hamburger Geschichte und zur Hanse

Axel Schattschneider Erleben Sie lebendiges Mittelalter am 10. Juni im Rahmen des Hansekulturfestivals
Unter dem Link https://www.luebecker-stadtfuehrer.de/de/aktuelles/lebendiges-mittelalter/index.html finden Sie die Starttermine für die Sonderführungen in Zusammenarbeit mit dem Hansevolk zum Hansekulturfestival.
Seien Sie dabei und erleben mit "Figuren" aus dem Hansevolk das lebendige Mittelalter - Start um 11.30 Uhr und um 12 Uhr an der Obertrave/Ecke Liebesbrücke
Ich freue mich auf rege Teilnahme
Ihr/Euer
etwas anderer Stadtführer
Axel Schattschneider
Axel Schattschneider
Es war ein super Event - auch das "Lager" des Hansevolkes nach den besonderen Führungen zu besuchen! Lebendiges Mittelalter eben - auch ich konnte noch einiges lernen.
10155176 139159749587846 378497164 n Verein für Hamburgische Geschichte Griff in die Geschichte (15): Johannes Brahms
Im Mai 2018 jährte sich zum 185. Mal der Geburtstag des in Hamburg geborenen Dirigenten, Chorleiters und Komponisten Johannes Brahms: Er schrieb Klaviermusik, Orchesterwerke, Kammermusik mit und ohne Klavier, Orgel- und Chorwerke sowie unzählige Lied- und Stoffvertonungen.
Der Beitrag erscheint in der Reihe "Griff in die Geschichte" des VHG-Bibliotheksausses.
Zum vollständigen Beitrag mit Literaturhinweisen aus der VHG-Bibliothek, die allen Interessierten offen steht: https://vfhg.de/bibliothek/griff-in-die-geschichte.html
Rüdiger Buchholtz Ausstellung: Stammbücher und Freundschaftsalben des 16. bis 20. Jahrhunderts aus Hamburg
In Stammbücher oder sogenannte Freundschaftsalben („Alba Amicorum„) etwas hinein zu schreiben, war eine beliebte Sitte in der Frühen Neuzeit, die bis heute in Poesiealben sowie Freunde- und Gästebüchern weiterlebt. Beginnend im adligen und im akademischen Milieu weitete sich dieser Trend vor allem in der Aufklärungszeit schon bald in private Kreise aus. Wappen, Zeichnungen, kleine Malereien, Silhouetten, Stickereien und vieles mehr schmückten die Einträge, die je nach Besitzer von Zitaten antiker Autoren, großer Reformatoren oder zeitgenössischer Literaten und Philosophen bis hin zu einfachen Freundschaftssprüchen wie das „Vergiß mein nicht“ reichen. Gerade letzteres drückt aus, dass die Bücher auch an die Menschen aus dem eigenen Lebenskreis erinnern sollten, an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. Und wie heute Freundebücher bei Kindern oder Facebook bei Erwachsenen die soziale Vergemeinschaftung festhalten und sichtbar machen, so spiegeln die historischen Alben auch das gesellschaftliche Leben der Besitzer auf eigentümliche und zum Teil intime Weise wieder. Damit sind diese u.a. für Historiker, Philologen, Kunsthistoriker und Volkskundler eine wichtige personengeschichtliche und kulturhistorische Quelle.
Die Staatsbibliothek gibt einen Einblick vor allem in die Hamburger Stammbuchkultur des 16. bis 20. Jahrhunderts und zeigt eine Auswahl von Stammbüchern vornehmlich aus ihren Sondersammlungen, ergänzt durch Alben aus dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Hamburger Staatsarchiv.
Ort: Staatsbibliothek Hamburg Ausstellungsraum, Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.
In Stammbücher oder sogenannte Freundschaftsalben („Alba Amicorum„) etwas hinein zu schreiben, war eine beliebte Sitte in der Frühen Neuzeit, die bis heute in Poesiealben sowie Freunde- und Gästebüchern weiterlebt. Beginnend im adligen und im akademischen Milieu weitete sich dieser Trend vor allem in der Aufklärungszeit schon bald in private Kreise aus. Wappen, Zeichnungen, kleine Malereien, Silhouetten, Stickereien und vieles mehr schmückten die Einträge, die je nach Besitzer von Zitaten antiker Autoren, großer Reformatoren oder zeitgenössischer Literaten und Philosophen bis hin zu einfachen Freundschaftssprüchen wie das „Vergiß mein nicht“ reichen. Gerade letzteres drückt aus, dass die Bücher auch an die Menschen aus dem eigenen Lebenskreis erinnern sollten, an Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. Und wie heute Freundebücher bei Kindern oder Facebook bei Erwachsenen die soziale Vergemeinschaftung festhalten und sichtbar machen, so spiegeln die historischen Alben auch das gesellschaftliche Leben der Besitzer auf eigentümliche und zum Teil intime Weise wieder. Damit sind diese u.a. für Historiker, Philologen, Kunsthistoriker und Volkskundler eine wichtige personengeschichtliche und kulturhistorische Quelle.
Die Staatsbibliothek gibt einen Einblick vor allem in die Hamburger Stammbuchkultur des 16. bis 20. Jahrhunderts und zeigt eine Auswahl von Stammbüchern vornehmlich aus ihren Sondersammlungen, ergänzt durch Alben aus dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Hamburger Staatsarchiv.
Ort: Staatsbibliothek Hamburg, Von-Melle-Park 3, Ausstellungsraum im Erdgeschoss, täglich bis Mitternacht geöffnet, der Eintritt ist frei.
http://www.sub.uni-hamburg.de
Rüdiger Buchholtz Projekt zur Gründung eines Deutschen Hafenmuseums
Das Konzept für das Projekt skizzierten Börris von Notz, Alleivorstand der Stiftung Historische Museen Hamburg, und Projektleiterin Ursula Riechenberger in ihrem Vortrag auf der letzten Mitgliederversammlung des Vereins für Hamburgische Geschichte. Hier meine Zusammenfassung zur Ausrichtung des geplanten Museums. Der Deutsche Bundestag hat 120 Millionen Euro zugesagt für reine Investitionskosten zum Museumsaufbau. Darin sind auch die Kosten enthalten für die Rückholung der Viermastbark Peking. Deren Sanierung wird federführend von der Stiftung Hamburg Maritim übernommen und das Schiff nach Fertigstellung der Stiftung historische Museen Hamburg übereignet. Die laufenden Betriebskosten für das Deutsche Hafenmuseum muss hingegen die Stadt Hamburg tragen. Das Museum selber soll – nach Vorstellung der Stiftung historische Museen Hamburg – einen Neubau am Standort des ehemaligen Überseezentrums beziehen.
Inhaltlich soll sich das neue Museum um fünf Themenkomplexe gruppieren: „Hafen und Wirtschaft“, „Deutsche See- und Binnenhäfen“, „Technik und Arbeit“, „Hafen und Werftindustrie“ sowie „Mythos Hafen“. Es soll keine umfangreichen Dauerausstellungsflächen geben, sondern die Expo¬nate sollen Teil einer modularen Struktur sein, die es erlaubt den Besuchern häufiger neue thematische Schwerpunkte zu präsentieren. Der behandelte Zeitrahmen soll jeweils unterschied¬lich für einzelne Themenfelder definiert werden. Ein Schwerpunkt wird allerdings die Zeit der Stückgutfrachter von den zwanziger bis Ende der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bilden. Die Geschichte der See- und Binnenhäfen muss topographische Entwicklungen berücksichtigen und wird Ausblicke bis in die Vor- und Frühgeschichte beinhalten. Das Thema „Auswanderung“ soll weitgehend anderen Anbietern, wie der „Ballinstadt“, überlassen bleiben. Insgesamt soll sich der Museumsaufbau, für den die bestehende Sammlung erheblich ausgebaut werden muss, in Abstimmungen mit anderen Museen in Norddeutschland und dem Kulturnetzwerk Maritimes Hamburg vollziehen.
Die Entscheidung zugunsten eines historischen Museums und gegen ein reines Technikmuseum war bei der Frage der konzeptionellen Ausrichtung keineswegs eine Selbstverständlichkeit. Die museale Darstellung der wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklungen ist ein Desiderat und entsprechende Konzepte müssen daher noch entwickelt werden. Dies bietet aber auch Chancen z. B. die Veränderung von Berufsbildern mit der Entwicklung des Hafens als Standort von Industrie und Handel zu verknüpfen oder die Verbindung von Binnenregionen und Globalisierung zu thematisieren. Unter dem Stichwort „Hafen-Mythos“ lässt sich auch das wandelnde Image des Hafens für die Stadtentwicklung aufgreifen, welches sich europaweit in Waterfront-Projekten manifestiert.
Das Hamburger Hafenmuseum mit seinem Standort am 50er Schuppen soll Bestandteil des Deutschen Hafenmuseums werden. Im Rahmen bestehender behördlicher Genehmigungen soll allerdings eine Neugestaltung vorgenommen werden. Die Peking wird nach erfolgter Restaurierung dorthin verbracht, um die Attraktivität des zweiten Standortes zu erhöhen, dem zudem auch eine Bedeutung als historischer Liegeplatz zukommt. Beide Standorte sollen durch einen Barkassendienst verbunden werden, der nach Möglichkeit bis zu den Landungsbrücken als zentralen Einstiegspunkt verlängert werden soll. In der Diskussion zeigte sich, dass es im Publikum Zweifel an der Standorteignung gibt, da der Ort nicht sehr zentral gelegen ist und es – wie das Beispiel Ballinstadt zeigt – schwierig werden kann, die Besucher anzulocken.
Die im Zustand von 1927 restaurierte Peking soll ebenfalls als Ausstellungsfläche dienen, um die Globalisierung exemplarisch sichtbar zu machen. Das Segelfrachtschiff wurde bei Blohm und Voss gebaut und als Flying P-Liner im Salpeterhandel mit Chile eingesetzt. Der Abbau von Salpeter, zentraler Grundstoff für die Dünger- und Sprengstoff-Herstellung, trug zwischen 1880 und 1930 in Chile zu einem Wirtschafts-Boom bei, der im Land Industrialisierungsprozesse, den Bau von Eisenbahnen sowie die Entstehung von Gewerkschaften und von zahlreichen Bergwerks- und Küstensiedlungen begünstigte. Salpeter wurde nicht in Hamburg verarbeitet, sondern weiter transportiert was die Bedeutung Hamburgs als Logistik-Standort für den Binnenverkehr deutlich macht. Neben den wirtschafts- und sozialgeschichtlichen Verflechtungsaspekten soll den Besuchern mit der Peking auch die Geschichte der Segeltechnik exemplarisch nahegebracht werden. Die Geschichte der Flying P-Liner wiederum ist eng mit dem Mythos der Kaphorniers verbunden. Auch in der nationalen Geschichtserzählung Chiles hat der Salpeter-Zyklus mythologisierende Spuren hinterlassen, die sich in Denkmälern und Merchandising-Produkte ausdrücken und in der Ausstellung thematisiert werden sollen.

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Über die Gruppe "Verein für Hamburgische Geschichte"

  • Gegründet: 13.04.2010
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