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Alexander v. Klopmann Archivierung der Gruppe Wahl 2013
Liebe Mitglieder der Wahlgruppe,
wie angekündigt wird die Wahlgruppe nun archiviert. Die Gruppe und Ihre Beiträge bleiben bestehen, neue können aber ab sofort nicht mehr angelegt werden.
Es hat mir große Freude bereitet, die Diskussionen zu verfolgen. Trotz kontroverser Themen wurde ein deutlicher, aber zugleich fast immer höflicher Ton gewahrt. Fast kein Wahlkampfthema wurde ausgelassen.
Besonders gefreut hat mich auch der Austausch mit einzelnen Politikern, die sich stellvertretend für Ihre Parteien den Diskussionen stellten.
Für dieses Engagement möchte ich Ihnen herzlich danken!
Die noch laufenden Diskussionen bleiben inhaltlich erhalten. Sollten Sie sie noch fortführen möchten, können Sie das sehr gerne in der Politik Gruppe tun.
In spätestens vier Jahren sehen wir uns wieder 
Beste Grüße
Alexander v. Klopmann
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Alexander v. Klopmann „Sind Sie für oder gegen eine Frauen-Quote in Vorständen bzw Aufsichtsräten und warum?“
Marco Buschmann, FDP (46,6%)
„Weder Geschlecht, noch Herkunft oder Religion sollen zählen, sondern eigene Leistung. Daher bin ich gegen eine Quote.“
Zwangsquoten führen nicht zu gleichen Karrierechancen für Frauen und Männer, sondern begünstigen nur eine kleine Minderheit: Eine Aufsichtsratsquote für DAX-Unternehmen z.B. würde höchstens 200 Frauen in ganz Deutschland etwas bringen. Unterwirft man auch den Mittelstand einer Quote, bringt das insbesondere Familienunternehmen in Schwierigkeiten. Empirische Studien belegen zudem, dass die einfache Gleichung „Frauen oben sorgen für mehr Frauen im Führungsnachwuchs unten“ nicht funktioniert. Um Frauen in der Breite echte Karrierechance zu ermöglichen, bedarf es einer modernen Gesellschaftspolitik. Dazu gehören intelligente Arbeitszeitenmodelle sowie verlässliche Kinderbetreuungsmöglichkeiten.
Monika Lazar, Die Grünen (5,5%)
„Ohne Quote kommen wir nicht weiter! “
Auch nach einem Jahrzehnt von freiwilligen Selbstverpflichtungen ist es zu keiner entscheidenden Erhöhung der Frauenanteils in Führungspositionen gekommen. Wir fordern deshalb eine verbindliche, gesetzlich festgelegte Geschlechterquote für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführungen von börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen. Auch das Bundesgremienbesetzungsgesetz muss novelliert und eine Mindestquote für Gremien sichergestellt werden, die durch den Bund besetzt werden.
Katja Falkenbach, Piratenpartei (6,6%)
„Lenkung wesentlicher Teile des gesellschaftlichen Lebens durch Quoten schränkt die Entscheidungsfreiheit ein.“
Wir Piraten setzen uns dafür ein, die einseitige Bevorzugung traditioneller Rollen-, Familien- und Arbeitsmodelle abzubauen. Wir wollen mit unserer Politik deshalb dazu beitragen, diese Geschlechterrollenbilder zu überwinden. Wir fordern gleiche Bezahlung, gleiche Chancen und gleiche Entwicklungsmöglichkeiten unabhängig vom Geschlecht. Wir wollen Barrieren abbauen und Diskriminierung. Dazu haben wir konkrete Forderungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie & Beruf, mehr Kinderbetreuung, der Verhinderung der "Teilzeit- und Minijobfalle" und einer leichteren Rückkehr nach dem Erziehungszeit. Zu positiver Diskriminierung in Form von Geschlechterquoten gehen die Meinungen innerhalb der Partei auseinander.
Dagmar Ziegler, SPD (7,1%)
„Wir brauchen gesetzliche Regelungen, sonst warten wir Frauen bis zum Sanktnimmerleinstag auf Gleichstellung. “
Deshalb wollen wir eine 40-Prozent-Geschlechterquote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen verbindlich festlegen. Der öffentliche Dienst soll mit gutem Beispiel vorangehen. Mit solchen Geschlechterquoten können wir die „gläserne Decke“, die Frauen am Fortkommen hindert, einreißen. Und endlich das Gerechtigkeitsversprechen unseres Grundgesetzes einlösen, das Frauen gleiche Chancen und Teilhabe in allen Lebensbereichen zusichert. Gut für die Unternehmen ist es obendrein, denn gemischte Führungsteams verbessern die Unternehmenskultur.
Heike Brehmer, CDU/CSU (5,2%)
„Wir wollen den Anteil von Frauen in mittleren und höheren Führungspositionen ebenso wie in Vorständen und Aufsichtsräten erhöhen.“
Damit mehr Frauen in Führungsverantwortung kommen wollen wir die Erhöhung des Anteils von Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen gesetzlich regeln. Mit einer verpflichtenden „Flexi-Quote“ werden wir von den börsennotierten oder mitbestimmungspflichtigen Unternehmen fordern, eine verbindliche Frauenquote für Vorstand und Aufsichtsrat festzulegen. Diese soll öffentlich ausgewiesen werden und darf nicht nachträglich nach unten berichtigt werden. Zugleich werden wir gesetzlich regeln, dass ab dem Jahr 2020 eine feste Quote von 30 Prozent für Frauen in Aufsichtsratsmandaten von voll mitbestimmungspflichtigen und börsennotierten Unternehmen gilt.
Diana Golze, Die Linke (28,8%)
„Die Frauenquote ist ein notwendiger Schritt zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt.“
Statt unverbindlicher Selbstverpflichtungen brauchen wir eine gesetzliche Regelung, um Frauen in Führungspositionen angemessen zu repräsentieren. Wir fordern eine Quote von 40 Prozent ab 2018 und 50 Prozent ab 2023. Frauen sind aber nicht nur in den obersten Führungsetagen benachteiligt, sondern auf allen Hierarchieebenen der Arbeitswelt. Wir müssen deshalb überall für Entgeltgleichheit sorgen. Auch die familienfreundliche Umgestaltung der Arbeitswelt und ein flächendeckenden Ausbau der Kindertagesbetreuung und von Ganztagsschulen sind für die Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt zentral.
Brigitte Mauch Hertha Kerz
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