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Wandel durch Wertschätzung

Netzwerk für Menschen, die Multiplikatoren für mehr Wertschätzung in Unternehmen, Führung und im Privaten sein wollen.

Martina Baehr Der neue Titel unserer Gruppe ist…
Liebe Wertschätzerinnen und Wertschätzer,
wir, die Moderatorinnen der Gruppe, hatten ja eine Veränderung der Gruppe angekündigt. Der Titel „Wandel durch Wertschätzung“ war uns einfach zu eng geworden. Wir hatten Sie eingeladen, sich an der Veränderung aktiv zu beteiligen und bei unserer Umfrage mitzumachen.
Wir möchten Ihnen heute die Ergebnisse zu den 4 Fragen der Umfrage mitteilen und uns vor allem noch mal ganz herzlich bei alle denen bedanken, die mitgemacht haben.
Mit der Frage 1 haben wir Ihnen drei neue Gruppentitel zur Auswahl gestellt. Der neue Titel der Gruppe lautet
Mensch im Wandel
Für diesen Titel haben sich gut 60 % der Befragten entschieden.
Interessant war auch die Abfrage der neuen Unterkategorien in Frage 2. Auf Platz 1 steht mit fast 80 % die Persönlichkeitsentwicklung und Potenzialentfaltung. Dicht gefolgt vom Thema Werte, Ethik, Sinn, Spiritualität mit knapp 70 % und Selbstbewusstsein + Achtsamkeit mit 64 %.
Wir werden alle aufgeführten Kategorien in der neuen Foren-Struktur der Gruppe anlegen. Zusätzlich zu den von uns abgefragten Kategorien kommt noch das Thema Gesundheit (im Block Natur, Umwelt, Ökologie, Gesundheit) dazu, das sie vorgeschlagen hatten.
Den Titel, die Kategorien und ein passendes Bild zum neuen Namen werden wir bis Januar 2019 umstellen.
Ein monatliches Online-Treffen (Frage 3) würden knapp 80 % der Befragten gerne mal ausprobieren. Wir werden im Februar mit diesem neuen Format starten.
Denn es wird im nächsten Jahr noch eine Veränderung geben, wir werden für jeden Monat ein Schwerpunktthema festlegen zu dem es dann Beiträge, Zitate, Bilder und weitere Inputs geben wird. Das Online Treffen wird dann ebenfalls zu dem jeweiligen Schwerpunktthema durchgeführt werden. Start dazu ist der Februar 2019. Das Monatsthema war übrigens auch eine Antwort/ein Vorschlag auf unsere vierte Frage nach weiteren Vorschlägen von Ihnen.
Alle Ergebnisse zur Befragung können Sie sich im Dashboard über diesen Link ansehen: http://de.surveymonkey.com/stories/SM-KLQVMK6/
Soweit die Info´s zur Auswertung und den ersten daraus folgenden Veränderungen.
Wir wünschen Ihnen allen eine besinnliche Adventszeit.
Wir freuen uns schon auf all die Neuigkeiten, die das neue Jahr für diese Gruppe mit sich bringen wird.
Herzliche Grüße an alle
Martina Baehr. Bianka Maria Seidl, Nicole Elsebusch und Cornelia Zuk
Uwe Mergel
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Bianka Maria Seidl ADVENT-BOTSCHAFT – TAG 10
„Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Heute lebe ich diese Weisheit aktiv. Ich betrachte mich selbst und die Welt um mich herum mit dem Herzen und finde Schönheit überall dort, wohin ich meinen Herzensblick richte.“
Oftmals sehen wir die Unvollkommenheit dieser Welt und fühlen uns hilflos und überfordert, angesichts der vielen Probleme und Nöte. Dabei vergessen wir, dass wir aus unserer geistig-seelischen Natur heraus in jeder Minute dazu beitragen können mehr Freude, mehr Wärme, mehr Mitgefühl und Schönheit in diese Welt zu bringen.
Vertrauen wir uns und leben wir die Schönheit des Selbst – so bringen wir das Licht, das wir sind, auf die Erde.
Simone Mones Wie trainiert sich Wertschätzung?
Vorgestern Abend fuhr ich mit dem Auto durch Frankreich und hörte den Radiosender Europe 1: es war eine Life-Berichterstattung aus einem kleinen Gemeindesaal irgendwo in Frankreich, wo Menschen miteinander im Gespräch waren. Solche, die gelbe Warnwesten tragen um Beschlüsse der Regierung die sie hart treffen werden zu blockieren und solche, die von den Blockaden in diesen Tagen selbst betroffen sind, als kleine Einzelhandelsunternehmer zum Beispiel.
Ich selbst war nur zeitweise und eher leicht betroffen, weil sich der Verkehr mehr staute als normalerweise, eben wegen der Blockaden an vielen Ausfahrten. Zudem versteuere ich in Deutschland und im Vergleich erlebe ich mich trotz aller Stolpersteine die hier für Selbständige bereitliegen in der Regel gut handlungsfähig.
Ohne im Stau zu stehen hätte ich nicht so genau zugehört oder vielleicht erst gar nicht das Radio angemacht. Das Aufeinandertreffen der jeweils Betroffenen die alle zu einer kleinen Gemeinde gehören war von Europe 1 sehr gut moderiert. Ein Kleingewerbetreibender meldete sich zu Wort: er verstehe das Anliegen der Gelbwestenträger sehr wohl, und zugleich sei nun durch ihre Aktionen das Weihnachtsgeschäft blockiert, er müsse 8 Leute bezahlt bekommen und wisse nicht ob er in diesem Monat wirklich über die Runden käme.
Ich habe nicht die komplette Sendezeit verfolgen können wegen Radiowellenstörungen. Das was ich mitbekam war ohne Provokation, ohne Schwarz-weiß-Denken, ohne Vorwürfe an die Gegenseite bei gleichzeitiger Beteuerung eigenen unschuldigen Opferdaseins. Es war beschreibend, differenziert - und das ließ neben expliziten Hinweisen der Interviewten, dass man die Sicht der anderen Seite verstehen könne, eine Aura von Wertschätzung entstehen.
Wieso kann in einem kleinen Gemeindesaal ein brenzliges Thema wertschätzend behandelt werden, und was macht den Unterschied zu der Haßspirale auf Facebook und Twitter aus, auf die die Medien nun hinweisen? Was ist darüber hinaus der Unterschied zu Aufeinandertreffen in Paris, der Stadt der Liebe und zugleich der extrem gewalttätigen Reform-Verhandlungen?
Es gibt in der Biopsychologie das Konstrukt von zwei Wegen der emotionalen Verarbeitung von negativen, angstbesetzten Themen.
Der erste, schnelle Weg geht so, dass wahrgenommene Angst-Reize (auch imaginierte, vorweggenommene wie: künftig, mit höherer Steuer, kann ich meine Familie nicht mehr ernähren) vom Thalamus aufgenommen werden und schnurstracks zu den Amygdalae geleitet werden. Das sind Bereiche im Mittelhirn, die zu unmittelbaren und eindeutigen Reaktionsmustern führen: Fight, Flight oder auch (wird selten mit auf geführt) Totstellreflex. Man kann das übersetzen mit: da sieht jemand sofort rot und reagiert auch sofort - ohne in Ruhe nachdenken und Verhaltensalternativen sehen zu können.
Der zweite Weg der Angstverarbeitung schließt Nachdenken und Abwägen ein. Dem heutigen Stand der Forschung nach ist der menschlichste Teil des Gehirns, der präfrontale Kortex, zuständig für Abwägungen, Entscheidungs-Überlegungen, Adaption des Verhaltens auf die tatsächliche Situation und die langfristigen Konsequenzen. Jemand sieht rot und kann das im gleichen Moment reflektieren: ah, ich sehe hier und jetzt rot... aber: muss ich sofort auf diese Provokation reagieren? Wie reagiere ich, dass es langfristig für mich gewinnbringend ist?
Sicherlich ist in der jetzigen Situation bei manchen Betroffenen mehr der erste und bei anderen mehr der zweite Weg ausschlaggebend dafür, dass sie blockieren. Die Gruppe ist ja auch völlig heterogen. Mir geht es um Beibehalt und Entwicklung von Wertschätzung in solchen kritischen Situationen.
Wertschätzung steht hier in jedem Fall und in ganz verschiedenen Hinsichten auf dem Spiel. Unwerturteile und reale oder vermutete Verachtung die mit der sozialen Hackordnung einhergehen haben das Potential eine verheerende Dynamik auszulösen, die allen außer Kontrolle gerät. Vielleicht passiert das jetzt in Paris, getriggert durch Facebook-Algorithmen, die in ihrer Wirkung auf Emotionen bereits untersucht werden, siehe Tufekci, Z. (2017): We‘re building a dystopia just to make people click on ads.
Mich interessiert vor allem wie sich Wertschätzung trainieren lässt, und unter anderem möchte ich folgende Aspekte zur Diskussion stellen:
1. Wertschätzung ist meiner Wahrnehmung nach trainierbar. Eine befreundete italienische Psychoanalytikerin brachte dazu ein: das Erleben eigener psychischer Verwundbarkeit nach Jahren wo es nur bergauf ging oder man sich - bei aller Arbeit, Fleiss, Engagement sehr wirkmächtig erlebte kann - helfen, erst einmal oder zum ersten Mal den Blick auf Verletzlichkeit anderer Menschen zu gewinnen, von denen man sich vorher nur eine Illusion machte.
2. Wertschätzung ist keine Persönlichkeitskonstante. Es ist leicht zu denken man selbst sei wertschätzend und andere seien dazu wegen mangelnder Persönlichkeitsstärke nicht oder weniger in der Lage. Darin liegt so ein Paradox wie in dem Satz dass ein Kreter sagt dass alle Leute aus Kreta lügen.
3. Je nach Ambiente werden Menschen schleichend mehr oder weniger verführt, Wertschätzung fallen zu lassen. Jedoch können sie sich darüber klarwerden und selbst entscheiden, wie weit sie sich auf ein Umfeld einlassen, in dem nur die jeweilige In-Group respektiert wird und die meisten anderen verachtet werden.
4. Wertschätzung von anderen zu fordern bringt fast immer das Problem mit sich, dass man sich selbst als Gutmensch präsentiert. Da ist wieder das oben genannte Paradox im Spiel. Irgendwie scheint mir Fordern nicht als der angemessene Weg. Sobald auf einem Unternehmensleitbild Wertschätzung vermerkt ist, entsteht und verbreitet sich Hohn und Spott, beißende Ironie, die vor dem Unternehmensleitbild nicht in dem Maß entwickelt wurde.
Ich sehe diese Annahmen generell bestätigt von Kahnemann und seinen Darstellungen zu schnellem und langsamen Denken. Das ging mir beim Zuhören der Emission von Europe 1 durch den Kopf:
sobald man Menschen differenziert beschreiben läßt und es mit Moderation regelt, so dass dieses Schildern des Erlebten nicht mit Totschlagargumenten und professionellem Storytelling, Anwaltsrhetorik, Unterbrechen, Johlen etc. überrollt wird, eröffnet sich Denkraum, und es können weitere Perspektiven eingebracht werden. Es kann nachgedacht werden! Wir Menschen haben Gehirnfunktionen, die uns Nachdenken und Abwägen, Besinnung, Adjustierung unserer Pläne auf Realisierbares und neue Lösungen hin ermöglichen! Es wird damit emotional und kognitiv erfahrbar, dass eine schwierige Sache an sich - in einer Welt, deren Prozesse und Richtlinien längst und für uns alle erfahrbar nicht mehr zur Wirklichkeit passen - extrem komplex ist, und einfaches spontanes Reagieren auf eine empfundene Provokation niemandem hilft.
Zurück zu den Social Media:
Wir wissen, dass ein Ambiente, in dem man in Ruhe reflektieren kann, verschiedene Sichtweisen und Perspektiven austauschen kann um eine Entscheidungsgrundlage zu haben die persönlich passt, in einer Warenangebots-, Konsum- und Bedarfs-übersättigten Welt mit hoher Wahrscheinlichkeit bei vielen Menschen dazu führt, dass sie entscheiden: enough is enough. Ich brauch nicht noch mehr Kram. Eben.
Social Media sind viel weniger sozialverträglich als dass sie Marketinginstrumente sind, die gemäß bewährter Verkaufsregeln auf emotionale Knöpfe drücken, bei denen wir alle erst mal schnell rot sehen, und dann oft schnell (1 like, 1 Click) reagieren, bevor wir uns besinnen.
Mit anderen Worten: wir trainieren uns nicht Besinnung auf Wesentliches und Wertschätzung als Grundhaltung an, sondern im Gegenteil: wir konditionieren uns selbst auf alltägliches spontanes Fight-, Flight-oder Totstellreflexverhalten, unbesonnenes Reagieren auf die diversen Provokationen, mit denen Social Media unsere Aufmerksamkeit zu gewinnen suchen. Und weil letztere sich untereinander kannibalisieren und über Algorithmen industriell autonom, ohne Reflektion funktionieren, bleiben allein die heftigeren Provokationen im Spiel, bis sie durch noch heftigere abgelöst werden. Das müssen wir alle mit auf der Rechnung haben, auch emotional.
Cornelia Zuk Simone Mones
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Hans Joachim Rettig Der Sinn des Schenkens
Hier einige Gedanken zum Thema Schenken, Weihnachten, Weihnachtsgeschenke, was könnte dahinter stecken, die tiefere Bedeutung des Schenkens.
Vielleicht werden Sie inspiriert Ihre Geschenkideen noch zu erweitern ?
Gerade jetzt in der Advends-u. Weihnachtszeit gibt es viel Hektik, Druck, wenig Zeit, Konsumorientierung- es geht viel um äußere Werte.
Vielleicht versuchen Sie auch anders zu schenken. Vielleicht verschenken Sie Zeit für ein Gespräch, ein Lächeln für den Nachbarn, ein Kompliment für den Partner/ die Partnerin oder eine Umarmung für einen Menschen, den Sie zu wenig beachtet haben, aber mögen. Oder Sie verschenken materielle Geschenke, über die sich die andere Seite wirklich freut. Vielleicht gelingt es Ihnen dabei sich in die andere Seite gut hineinzuversetzen.
Aus meiner Sicht geht es um eine humanere Welt und weniger um eine sinnentfremdete Kapitalorietierung und ein falsch verstandenes Christentum.
Ich wünsche den Gruppenmitgliedern eine sinnerfüllte Advends-u. Weihnachtszeit mit Nähe, menschlichen kontakten, Wärme, loben, Anerkennung, lachen, trösten, sich verstanden fühlen, Augenblicken, bei der man sich selbst und andere spürt und mitbekommt.
Hans Joachim Rettig
Günter Peham Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.
Bianka Maria Seidl Inspiration – Was ist das eigentlich ...
... und was bedeutet Inspiration für uns?
Ohne Inspiration wäre unser Leben um einiges ärmer. Schon als die Menschheit am Anfang stand ließ sie sich von ihrer Umgebung, der Natur oder auch anderen Menschen inspirieren: sie schuf Werkzeuge, kreierte Kunstwerke und ersann Geschichten.
Wie findet man Inspiration?
Inspiration ist das Einhauchen von Geist und Seele. Inspiriertes Leben ist gelebtes Leben, eigenständig, selbstbestimmt und vollkommen befreit von allem. Inspiriertes Leben ist auch, das zu tun, wozu wir wirklich Lust haben, was wir wirklich wollen, und vor allem wofür wir auch bestimmt sind. Kurz gesagt: Inspiration bedeutet, sich die Freiheit zu nehmen, das Leben bewusst zu leben
In seinem Artikel schreibt der Coach Alexander Maria Faßbender über Inspiration und wofür wir sie brauchen.
Ganzen Artikel hier lesen: https://www.alexander-maria-fassbender.de/inspiration-ist-das-eigentlich/

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Infos zu den Moderatoren

Über die Gruppe "Wandel durch Wertschätzung"

  • Gegründet: 29.11.2014
  • Mitglieder: 746
  • Sichtbarkeit: offen
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  • Kommentare: 3.215
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