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Wirtschaftsverband Kopie und MedientechnikWirtschaftsverband Kopie und Medientechnik

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Wir sind motio, das starke Netzwerk von Digitaldruck- und Scan-Dienstleistern: 300 Standorte in Deutschland + Östereich. www.motio-media.de

Das motio-Mitglied Scharlau GmbH in Hamburg hat für uns ein Schild- bzw. Plakatmotiv mit der Aufforderung “Aber bitte mit Maske!” zur Nutzung für alle Mitglieder erstellt. Scharlau-Azubi Omar Niazi (1. Lehrjahr) betätigte sich als der kreative Postermaker. Ihm und seinem Chef Frank Scharlau übermitteln wir ein herzliches Dankeschön.

Als Plakat können Mitgliedsunternehmen des motio-Netzwerkes (Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V.) das Motiv an Ihrer Eingangstür, im Schaufenster oder im Eingangsbereich anbringen.

Achtung: Geänderter Text, da bei Verwendung des angeblich geschützten Begriffs "Spuckschutz" eine kostenpflichtige Abmahnung droht. Daher verwenden wir nunmehr den Begriff "Speichelschutz".

Gesichtsmasken-Pflicht kommt bundesweit!

motio-Masken-Filterhalter Made in Germany sofort lieferbar.

Nach Österreich haben mittlerweile zahlreiche deutsche Bundesländer und Kommunen das Tragen von Gesichtsmasken (Mund und Nase) zur Pflicht gemacht. Eine deutschlandweite Pflicht wird folgen.

Wir unterstützen eine Sammelbestellung von Gesichtsmasken und Visieren bei einem inländischen 3D-Produzenten zu extrem günstigen Konditionen. Die Ware ist sofort lieferbar.

1.) Gesichtsmasken (Filterträger) je Stück inkl. 2 Schalenteile mit Haltegummis. Der Filter (z.B. Tempo-Papiertaschentuch) wird zwischen die Halbschalen gelegt und kann täglich erneuert werden. Die Maske kann dauerhaft genutzt und gereinigt werden.

2.) Klarsicht-Visiere als Speichelschutz mit drei Klarsicht-Hart-PVC-Schildern.

Beide Produkte eigenen sich sowohl zur Verwendung im eigenen Betrieb als auch zum Weiterverkauf. Herstellerbeschreibung und Bestellformular können bei der Verbandstochter Reprografie Verlags- & Beratungs GmbH angefordert werden: info@motio-media.de oder Tel. 069-95 96 36 0

motio-Netzwerk analysiert eine uneinheitliche Untersagungslage für Copyshops in Deutschland

Auch nach der gestrigen bundesweiten Wiedereröffnung im Einzelhandel bis 800 qm Ladenfläche gestaltet sich die Situation bei den deutschen Selbstbedienungs-Copyshops sehr uneinheitlich. Nach Angaben des Geschäftsführers des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik e.V. (motio-Netzwerk) Achim Carius in Frankfurt am Main “erleben wir in diesen Tagen einen wirren Flickenteppich an Verordnungen der Bundesländer.” Carius: “Wir haben es aktuell mit vier unterschiedlichen Anwendungsmodellen zu tun. Ein bundeseinheitliches Regelwerk zur Gefahrenabwehr des Coronavirus wäre sinnvoller.”

Nach einer motio-Analyse vom 20. April 2020 ist die Druckbranche in Deutschland mit diesen vier Ländermodellen konfrontiert:

In Hessen bleibt die Copyshop-Untersagung weiter bestehen (“Vierte Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus vom 17.3.2020, geändert am 20.4.2020 §1, Abs. 1, 8a). Wir empfehlen die vorübergehende Umwidmung des Kopier-Selbstbedienungsbetriebes in ein Druck-Produktionsbetrieb, in dem ausschließlich Mitarbeiter Drucke im Online-Kundenauftrag anfertigen. Die Ladentür muss dann aber auch geschlossen bleiben.

In Baden-Württemberg wurden mit Wirkung von heute die Copyshops aus von der Schließungsliste genommen (Auslegungshinweise zur Corona-Verordnung Stand 19.4.2020). Dieses Bundesland ordnete noch vor Wochen als erstes in Deutschland die Untersagung solcher Print-SB-Betriebe an.

Allein Berlin hatte bereits eine kleine Lockerung für Copyshops zugelassen, die eine gänzliche behördliche Schließung verhinderte (Zitat: “Abarbeiten von Aufträgen, die per Post, E-Mail o.ä. übersandt wurden, ist möglich.”). Demnach sind in der Hauptstadt Laufkundschaft und Selbstbedienung nicht zugelassen.

Nordrhein-Westfalen erwähnt Copyshops in seinen Corona-Verordnungen erst gar nicht. Hier gilt die allgemeine Regelung für Dienstleistungsbetriebe: “Alle Einrichtungen haben geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts, zur Vermeidung von Warteschlangen und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern zwischen Personen zu treffen. Die Anzahl von gleichzeitig im Geschäftslokal anwesenden Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen.“

(Verordnung zur Änderung von Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 16.4.2020, § / Abs. 2)

Reine Druck-Produktionsbetriebe sowie Scan- und Digitalisierungs-Dienstleister (beide ohne Laufkundschaft und ohne Selbstbedienung) sind von behördlichen Schließungen weiterhin nicht betroffen. Einzelhandelsgeschäfte unter 800 qm Verkaufsflächen durften ab dem 20. April wieder öffnen. Hierunter fallen auch die Betriebe aus dem Umfeld der Druckbranche , z.B. Handel mit Büroartikel, Bürobedarf und Druck-Papier.

Als Erfolg wertet Carius die Herausgabe eines Abgrenzungskataloges der beiden Branchenverbände motio-Netzwerk und Bundesverband Druck & Medien. Mit diesem vor den Osterferien erstellten Leitfaden wurden Polizei- und Ordnungsbehörden sowie die Mitglieds-Unternehmen beider Verbände ausgestattet. Irrtümliche Schließungen von reinen Druck-Produktionsbetrieben, die bei unkundigen Kontrolleuren den äußeren Anschein eines Kopierbetriebes mit Laufkundschaft machten, konnten somit rückgängig gemacht werden. Auch waren die Druck-Unternehmer mit der Argumentationshilfe besser für Diskussionen mit Polizei und Rathäusern ausgestattet.

www.motio-media.de

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Behördlich untersagter Kundenkontakt wird durch Shopsysteme für Groß- und Kleinformatdruck ausgehebelt. Betriebe im motio-Netzwerk plotten weiter für Bau- und Planungswirtschaft.

Die behördlichen Regeln zur Eindämmung der Coronakrise treffen auch das Digitaldruck-Dienstleistungsgewerbe sehr hart. Ganze Kundenbereiche sind schlagartig weggefallen. Besonders Druck- und Werbetechnik-Aufträge, die ihren Hintergrund im Messebau, Eventereignissen, Seminaren, Schulungen und Imagekampagnen haben, sind im Laufe des Monats März 2020 häufig auf Null abgestürzt.

Der Plotservice hingegen, d.h. die Vervielfältigung von CAD-Plänen auf Papier für die Bauwirtschaft, Architekten und Ingenieure, weist etwas geringere Rückläufe auf. Dafür vermutet der Wirtschaftsverband Kopie & Medientechnik e.V. (motio-Netzwerk) einen Grund: “Planer können auch von zu Hause weiter arbeiten. Druckaufträge von Plänen gehen problemlos per Email an die Plotservice-Betriebe des Verbandes. Andere Pläne werden in virtuelle Projekträume und Bauportale eingestellt, aus denen zieht sich der Plot-Betrieb den Print-Auftrag. Die motio-Mitglieder liefern die Pläne beschnitten, mit Lochrandverstärker versehen und auf DIN A4-Format gefaltet mit eigenen Botenfahrzeugen an Baustellen aus. Dort haben Baufirmen bereits seit einigen Wochen Übergabeschleusen eingerichtet, die unmittelbare Personenkontakte erfolgreich vermeiden. Weitere Großformatpläne versendet der Dienstleister auch an beteiligte Fachplaner und Bauämter.

Der Kleinformatdruck in DIN A4/A3 wird zur Zeit auch über Bestell- und Shopsysteme online abgewickelt. “Corona ist die Sternstunde der Print-Online-Shops”, so Verbandsgeschäftsführer Achim Carius in Frankfurt am Main. “Wer von den Print-Betrieben in diesen Tagen über ein funktionierenden Shop im Internet verfügt, der ist klar im Vorteil”, so Carius. Nach der behördlich verordneten landesweiten Schließung von Copyshops mit Laufkundschaft wurden versehentlich auch reine Produktionsbetriebe dicht gemacht. Ordnungsämtern und Polizeibehörden waren die Abgrenzung von klassischem Selbstbedienungs-Copyshop und Druckbetrieb mit reiner Produktion von Drucken nicht immer geläufig. Vor allem hatten es die innerstädtischen Print-Dienstleister schwer, deren Äußeres Erscheinungsbild und Firmenname die Grenzen der beiden Betriebstypen vermischten.

Klarheit bei Polizei und Rathäusern in Deutschland schuf erst der Abgrenzungskatalog des Wirtschaftsverbandes Kopie & Medientechnik e.V., der in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Druck & Medien e.V. einen solchen Hilfsleitfaden erstellte. Danach dürfen auch unrechtmäßig geschlossene reine Druckbetriebe wieder öffnen. Seit wenigen Tagen hat der Berliner Senat für Copyshops in der Hauptstadt die Untersagungsverfügung gelockert. In einer Auslegungshilfe vom 24. März wird das “Abarbeiten von Aufträgen”, die per Post, Email oder online über Shopsysteme übermittelt wurden, ermöglicht. Selbstbedienung durch Laufkundschaft hingegen bleibt weiterhin untersagt.

Carius berichtet über Mitgliedsbetriebe, die trotz Corona-Restriktionen über ihren Onlineshop noch Aufträge generieren. In Zeiten ohne persönlichen Kundenkontakt kann man sein Print-Geschäft mit einem Bestell- und Shopsystem einfacher aufrecht erhalten. Die Möglichkeit, den Kunden über Onlineshops Produkte zu erklären, zu kalkulieren und Aufträge auszulösen sowie bezahlen zu können, gehört mittlerweile zur Grundausstattung eines zeitgemäßen Digitaldruck-Dienstleisters. Durch die Coronakrise wird die Nutzung dieses Marketing- und Vertriebswerkzeugs beschleunigt.

Die motio-Zentrale unterstützt alle Mitglieder hierbei. Der Verband verhandeln aktuell mit mehreren Shop-Anbietern über die kurzfristige Möglichkeit der Bereitstellung von Shopsystemen auf Mietbasis verbindlich bis zum Stichtag 31.12.2020 mit Verlängerungsoption. Diese begrenzte Zeitspanne hilft in der Krise und dient ebenso als Schnupperphase zum Kennenlernen eines solchen Systems.

Nach einer Befragung der Verbandsmitglieder sollte der Shop über eine Mindestausstattung verfügen: Darstellung von Groß- und Kleinformat-Print-Produkten, Produktkonfiguration, Kalkulation von Preisen, Auslösen von Bestellungen mit Bestellbestätigung, Rechnungserstellung und verschiedenen Bezahlfunktionen, Nutzung als B2C-offenen Shop und gleichzeitig als geschlossenen B2B-Shop für Rahmenvertragskunden/Stammkunden. “Corona erweist sich gerade als ungeheurer Digitalisierungsschub im Digitaldruck-Gewerbe”, so Achim Carius.