ZELLCHEMING Women4PaperZELLCHEMING Women4Paper

34 members | 252 posts | Public Group
Hosted by:Susanne Haase

Die Gruppe stellt unternehmerische und produkttechnische Erfolge sowie Forschungsprojekte, hinter denen die Frauen in der holzfaserbasierten Industrie stehen, in den Fokus und fördert den Nachwuchs.

2nd Women4Paper Web Event

Mon, 4/12/2021 4:00 PM - 5:30 PM

Mon, 4/12/2021 4:00 PM - 5:30 PM

Online-Netzwerkveranstaltung für Frauen in der papier- und faserbasierten Industrie sowie Zulieferindustrie... Read more

Mon, 4/12/2021 4:00 PM - 5:30 PM

Location

Online

Hallo zusammen!

Ich bin Redakteurin und für unsere beiden Fachmagazine austropack und Internationaler Holzmarkt arbeite ich an Artikeln über Frauen in der Verpackungs- bzw. Holzbranche. Nun bin ich auf der Suche nach Unternehmen und/oder Programmen, die speziell Frauen in solchen Berufszweigen fördern, vielleicht auch einige Erfahrungsberichte von Frauen in doch eher männlich besetzten Berufszweigen ... Hätte jemand Infos oder Interesse?

Liebe Grüße, Ulrike Grassl

Das nächste Women4Paper-Meeting ist für den 12. April von 16 bis 17.30 Uhr CET geplant.

Wir möchten das Treffen mit einem Impuls-Vortrag und anschließender Diskussion beginnen, den Women4Paper-Beitrat vorstellen, sowie den Entwürfe für Mission und Vision zu präsentieren.

Jede Frau, die in der papier- und zellulosebasierten Industrie tätig ist oder sich in einer entsprechenden Ausbildung befindet, ist herzlich willkommen, teilzunehmen.

https://www.xing.com/events/2nd-women4paper-web-event-3300863

Trotz der Verlangsamung der europäischen Wirtschaft und der sanitären Restriktionen liefen die meisten Fabriken im Jahr 2020 ohne Unterbrechungen, auch wenn einige aufgrund der geringeren Nachfrage mit reduzierter Geschwindigkeit arbeiteten.

Nach vorläufigen Zahlen, die von Cepi, dem europäischen Verband der Papierindustrie, veröffentlicht wurden, ist die Nachfrage nach Verpackungspapier und -karton im Jahr 2020 weiter gestiegen, insbesondere bei Materialien für Transportverpackungen und Wellpappkartons, da diese vom E-Commerce-Boom im Zusammenhang mit der durch die Pandemie ausgelösten Krise profitierten.

Die Produktion von Verpackungssorten wird im Vergleich zu 2019 um schätzungsweise 2,1 % gestiegen sein. Sie sind unverzichtbar für den Transport und die Lieferung von Waren, wie z. B. Medikamente oder Lebensmittel. Die Produktion von Karton und sonstigem Verpackungskarton, der hauptsächlich für Einzelhandelsverpackungen verwendet wird, sowie die Produktion von Einschlagpapieren, die für die Herstellung von Papiersäcken verwendet werden, blieb unverändert.

Die Inlandsnachfrage nach Hygienepapieren war im Jahr 2020 relativ positiv, trotz der COVID-19-Beschränkungen, die sich auf die "Außer-Haus-Märkte" auswirken. Tissue- und Hygieneprodukte sind für die Bürger von entscheidender Bedeutung und bieten die sicherste Option, insbesondere um die Empfehlungen der nationalen Regierungen und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umzusetzen. Die Produktion der Hersteller von Sanitär- und Haushaltspapier ist im Vergleich zu 2019 um 1,9 % gestiegen.

"Die Priorität der europäischen Zellstoff- und Papierindustrie im Jahr 2020 war es, sicherzustellen, dass die EU-Bürger Zugang zu den Produkten haben, die sie für Hygiene-, Gesundheits- und Lebensmittelzwecke benötigen. Wir haben unermüdlich mit anderen Branchen entlang der Wertschöpfungskette zusammengearbeitet, um die Versorgungssicherheit der Bürger zu gewährleisten. Unsere Industriedaten zeigen nun, dass die Krise und die periodischen Sperrungen die Veränderung der Verbrauchsmuster beschleunigt haben und sich langfristig auf die Märkte auswirken werden", kommentierte Jori Ringman, Cepi-Generaldirektor.

Der gesamte Papier- und Kartonverbrauch wurde durch die wirtschaftliche Rezession beeinträchtigt und ging um 6,6 % zurück. Das europäische BIP ging 2020 um 7,4% zurück, nach +1,6% im Jahr 2019. Die Papier- und Kartonproduktion der Cepi-Mitgliedsländer sank 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,0 %, was vor allem auf die COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist, die sich auf die globale Nachfrage auswirkt.

Die Pandemie hat auch den strukturellen Rückgang der grafischen Sorten beschleunigt. Die Gesamtproduktion von grafischen Sorten sank um mehr als 18,0 %. Zeitungsdruckpapier und Druck- und Schreibpapiere gingen um 20,5 % bzw. 18,4 % zurück. Die Nachfrage von Verlagen, Büros und kommerziellen Druckereien ist drastisch zurückgegangen. Es wurden dauerhafte Werksschließungen oder Maschinenumstellungen angekündigt, um sich der Situation anzupassen.

Der Einsatz von Papier für das Recycling durch Papierunternehmen im Cepi-Gebiet sank um 2,1 % im Vergleich zum Jahr 2019. Die Pandemie hatte Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Qualität von Papier für das Recycling im Jahr 2020. 96 % der europäischen Papierverwendung für das Recycling wird im Inland geliefert. Die Exporte gingen laut vorläufiger Statistik um 8,4 % zurück.

Seit 2010 hat die Two Sides-Kampagne erfolgreich die Änderung oder Entfernung irreführender Umweltaussagen von mehr als 700 Organisationen beeinflusst, darunter viele der weltweit größten Unternehmen.

Angesichts des enormen Drucks auf die Wirtschaft konzentrieren sich Banken, Telekommunikationsanbieter, Versorgungsunternehmen und sogar staatliche Organisationen zunehmend darauf, ihre Kunden von Papier auf digitale Dienste umzustellen, um Kosten zu sparen. Allzu oft wird in der Kundenkommunikation versucht, diese Kostensenkungsbemühungen zu verschleiern und die Umstellung mit unbegründeten ökologischen Marketingappellen wie "Go Green - Go Paperless" und "Choose e-billing and help save a tree" zu rechtfertigen.

Weltweit hat Two Sides im Jahr 2020 320 Organisationen angesprochen, die irreführende Aussagen über Papier machen. Bislang haben 134 von ihnen solche Aussagen aus ihrer Kommunikation entfernt, und Two Sides arbeitet weiter an den verbleibenden Organisationen. Die Organisationen waren in ganz Europa, Nord- und Südamerika, Südafrika, Australien und Neuseeland. Damit sind es insgesamt 710 Unternehmen, die seit Beginn der Kampagne im Jahr 2010 irreführende Greenwashing-Aussagen entfernt haben.

Im Jahr 2020 haben in Europa 106 Unternehmen unbegründete Aussagen über Papier entfernt, darunter EDF energy, Eon, Marks and Spencer, Sparkasse, Volksbank-Raiffeisenbank, BHV/Le Marais und SNCF.

"Greenwashing ist ein ernstes Problem für unsere Branche, und wir haben einen besorgniserregenden Anstieg festgestellt, der durch den aktuellen wirtschaftlichen Druck angetrieben wird", sagt Two Sides Managing Director Jonathan Tame. "Aufgrund der enormen Reichweite einiger dieser Greenwashing-Organisationen haben ihre unbegründeten Behauptungen einen schädlichen Effekt auf die Wahrnehmung von Papier durch die Verbraucher und bedrohen einen Sektor, der 1.096.000 Menschen in mehr als 115.700 Unternehmen in der EU und Großbritannien beschäftigt. Aus diesem Grund hat die Anti-Greenwash-Kampagne für Two Sides weiterhin Priorität, und wir werden die Unternehmen weiterhin dazu auffordern, die Verwendung von unbegründeten und irreführenden Umweltbehauptungen über die Umstellung auf papierlose Produkte in ihrer gesamten Kommunikation abzulehnen."

In den letzten Wochen haben die Ankündigungen von Preiserhöhungen für Papier, teilweise im signifikanten Ausmaß von 6 bis 8%, viele Druckdienstleister erreicht. Sie bereiteten auch dem Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) als Branchenverband große Sorge, sieht sich doch die Druckindustrie in der aktuellen Krisensituation der Pandemie noch weniger in der Lage, Preiserhöhungen durch Zulieferer an ihre Kunden weiterzureichen.

Dabei verkennt der bvdm nicht die schwierige Lage der papierproduzierenden Industrie: Nach deutlichen Anstiegen bei den Rohstoffpreisen (vor allem Zellstoff), die mit Papierpreiserhöhungen bis zu einem Allzeithoch an die Druckereien durchgereicht wurden, gingen die Preise ab Ende 2019 und 2020 deutlich nach unten, so dass beispielsweise beim Bilderdruckpapier Tiefstpreise erreicht wurden. Dieser erfreuliche Trend kehrt sich zurzeit jedoch ins Gegenteil. Pandemiebedingt sind die Frachtkosten im letzten Jahr deutlich in die Höhe geschnellt und der Transport nachvollziehbarer Weise insgesamt beschwerlicher geworden. Vor allem aber ziehen die Langfaserzellstoffpreise seit Ende des letzten Jahres an. Es ist zu befürchten, dass angesichts der in China längst wieder angesprungenen Volkswirtschaft und der dort für Kurzfasern – im Vergleich zu Europa – deutlich höher gezahlten Preise, die Papierhersteller weitere Preiserhöhungen für Papierlieferungen durchzusetzen versuchen werden.

Vor diesem Hintergrund appelliert der bvdm an die Produzenten, den Bogen nicht zu überspannen. Denn letztlich erwiesen sie sich einen Bärendienst, wenn das Geschäft der Druckereien damit zusätzlich erschwert werden würde. „Wer jetzt in gewaltigen Preiserhöhungen für Papier zukünftige Rohstoffpreissteigerungen vorwegnimmt, eigene Kostenentlastungen bei Strom (gesunkene EEG-Umlage!) außen vorlässt und neue Anläufe für weitere Erhöhungen planen will, sägt an dem Ast, auf dem Papierlieferanten und Druckdienstleister gemeinsam sitzen“, bemerkt der Hauptgeschäftsführer des bvdm, Dr. Paul Albert Deimel.