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ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013

Zukunftswerkstätten ermöglichen wegweisende Partizipation. Wir laden ein zu Austausch und Auseinandersetzung mit Theorie und Praxis.

Stephan G. Geffers 29.04.17 (Walberberg) Ermutigung für gerechte Lebensstile – Das Miteinander im Mittelpunkt
Workshop A (vormittags) - Welchen Sichtweisen auf "Wohnen|Leben|Arbeiten" werden die Teilnehmenden auf dem LernOrt Zukunft begegnen? Impulse aus der Praxis von Martin Herrndorf aus Köln ("Tag des guten Lebens" und "Colabor") und von Sabine H. Weineck aus Karlsruhe ("Architektur und Gestaltung"). Moderation: Peter Mlczoch aus Wien (Architektur, Stadterneuerung und Gebietsbetreuung).

>>Hintergrund: Am Samstag 29. April lebt das Zukunftswerkstätten-Jahrestreffens 2017 in besonderer Weise von acht Impulsen zum Thema "Leben Wohnen Arbeiten sinnhaft gestalten". Jeweils zwei Impulsgeber*innen, ein*e Moderator*in und etwa 25 Teilnehmende werden in einem 90-minütigen Workshop zusammenarbeiten, um unterschiedliche Herangehensweisen zu verstehen, miteinander zu vertiefen und nach gemeinsamen Antworten Ausschau zu halten. Hier werden einige Haltungen und Erfahrungen vorab skizziert, um vor Ort eine bewusste Entscheidung treffen zu können zur Teilnahme an zwei (!) der vier Workshops. Workshop A und B finden parallel am Vormittag ab 10:30 Uhr, Workshop C und D parallel am Nachmittag ab 15:00 Uhr statt. Alles wird gemeinsam ab 17:00 Uhr ausgewertet.
Befragt zu seinen Leitlinien, schrieb Martin Herrndorf: Wir müssen konsequent und kleinschrittig die Alternativen ausbauen, die wir als "Bausteine" für das gute Leben und langfristig tragfähige und gerechte Lebensstile brauchen. Diese Schritte müssen konkret, erfahrbar und positiv besetzt sein, sie müssen eine Ermutigungs- und Ermächtigungsgefühl produzieren und die Möglichkeitsräume zu erweitern, gedanklich und physisch. Der "Tag des guten Lebens“ erprobt neue Mobilität und neues Miteinander in einem Stadtteil und fokussiert an einem Tag. Dies rettet die Welt nicht, aber gibt ein Gefühl von Ermutigung und Ermächtigung und neue Möglichkeitsräume.
Befragt zu ihren Leitlinien, schrieb Sabine H. Weineck: Auf der Suche nach neuen Wohnformen haben sich die Wohnprojekte als eine reale Quelle für Vielfalt und Gemeinschaftsleben herausgestellt. Mit einer entwickelten Dialogkultur können die Themen, Nähe und Distanz, privat und öffentlich, Möglichkeiten und Grenzen, gemeinsam erarbeitet und im Vorfeld der Planung verbindlich mit dem gewählten Architekten kommuniziert werden. Dieser Prozess muss moderiert werden. So wird gewährleistet, dass die Ziele tatsächlich in die Ergebnisse des gemeinsam geplanten Gebäudes einfließen und die spätere Raumnutzung und -gestaltung für eine (im besten Fall ungewöhnliche) Umsetzung in der Architektursprache sorgt.
Befragt zu gesellschaflichen und politischen Perspektiven, schrieb Martin Herrndorf: Mittelfristig geht es dann darum, Bausteine und Insellösungen zu verknüpfen, erworbene Fähigkeiten, zum Beispiel in der Selbstorganisation, auf andere Bereiche zu übertragen und die erfolgreich umgesetzten Lösungen als Plattformen für größere Initiativen zu nutzen. Beim Tag des guten Lebens bieten wir zahlreichen Projekten eine Plattform, verknüpfen Anwohner, halten im Nachhinein in den Vierteln den Austausch am Leben. Im Colabor haben wir einen intensiven Austausch mit anderen Unternehmen, mit der Politik etc. Es gibt durchaus Interesse, nach neuen, auch kleinen, Lösungsansätzen sowie nach einer „Ermöglichungskultur“ zu suchen und dies in größere Systemzusammenhänge einzubauen.
Befragt zu gesellschaflichen und politischen Perspektiven, schrieb Sabine H. Weineck: Gesellschaftlich sind wir in der „Ich-Demokratie“ gelandet – müssen jedoch wieder in die „Wir-Demokratie“ zurückfinden, wenn wir in Zukunft weiterhin kulturelle Vielfalt, freies Denken und soziales Handeln als lebenswerte politische Ziele verfolgen wollen. Aus diesem Gedanken heraus beschreiten Wohnprojekte einen Weg, der das Miteinander in den Mittelpunkt des Geschehens stellt, Partizipation als unmittelbares Erleben von Aktivität aufzeigt und das reale „Produkt“ Haus als innovatives Element das Umfeld positiv prägen kann. Gemeinsam ein Haus zu planen und zu bauen hat das Poten­tial, um Eigenschaften wie Verbindlichkeit, Verantwortung und Vertrauen wieder mit Inhalten zu füllen und so­mit einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten.

>>Zu welchen Gedanken regt das an? Welche Verbindungen gibt es zu eigenen Beobachtungen und Gefühlen, zum eigenen Handeln? Ich lade herzlich ein, sich in die Themen zu vertiefen, Kommentare zu hinterlassen und eigene Anknüpfungen zu ergänzen.
Mehr zu Martin Herrndorf, dem Tag des guten Lebens und dem Colabor Raum für Nachhaltigkeit: http://www.colabor-koeln.de und http://www.tagdesgutenlebens.de
Mehr zu Sabine H. Weineck und ihrem Büro "Archtiktur und Gestaltung": http://www.architekturundgestaltung.de
Mehr zu Peter Mlczoch (Moderator des Workshops A) und seinem Büro "Mann & Mlczoch Architekten": http://www.mann-mlczoch.com
Informationen zu den Workshops B, C und D folgen in Kürze.
Stephan G. Geffers
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>>Beim "Tag des guten Lebens" gehören die Straßen eines ganzen Kölner Stadtteils für einen Tag den Anwohnern und Vereinen. Die Bürgerinitiative Agora Köln ermöglicht seit 2013 den Bewohnern jeweils eines Viertels, ihren Stadtteil einen Tag lang so zu gestalten, wie sie ihn sich wünschen und setzt damit ein Zeichen für den Wandel in Köln.

http://www.tagdesgutenlebens.de/
Am kommenden Samstag 1. Juli 2018 ist es wieder soweit. Diesmal wird im Viertel zwischen Eigelsteintorburg und Agneskirche das Leben von Anwohnerinnen und Anwohnern, Initiativen, Aktionsgruppen, Künstlerinnen und Künstlern auf die Straße geholt - der Autoverkehr bleibt draußen. Urbanes Leben und urbanes Lernen, lebendige Nachbarschaft, gestärktes Umweltbewusstsein und zivilgesellschaftliches Engagement "zum Anfassen".
Herzliche Einladung, dabei zu sein. Anreise über U-Bahnhof Ebertplatz (U12, U15, U16, U18) oder S-Bahnhof Hansaring (S6, S11, S12, S13, RB25).

>>Der Tag des guten Lebens ist ein autofreier Sonntag und lädt alle KölnerInnen ein, den Stadt-Raum neu zu erleben und selbst zu gestalten. Am Tag des guten Lebens können Nachbarn und Anwohner*innen die Straßen mit verschiedensten Aktionen selbst gestalten. Zudem gibt es Aktionen von Gruppen und Vereinen von außerhalb des Veedels und vom Veranstalter selbst. Der Tag des guten Lebens wurde von Davide Brocchi 2012 initiiert. Der Tag fand 2013 und 2014 in Köln-Ehrenfeld, 2015 in Köln-Sülz sowie 2017 in Köln-Deutz statt. Mit jeweils über 200 Aktionen und bis zu 140.000 Besucherinnen und Besuchern.

http://www.agorakoeln.de
Martin Herrndorf, Teilnehmer des Zukunftswerkstätten-Jahrestreffens 2017 in Bornheim-Walberberg, ist treibende Kraft in der Koordination dieses erfolgreichen Projekts. Das nachfolgende Foto zeigt ihn bei der Projektvorstellung auf dem Jahrestreffen "LernOrt Zukunft" am 29. April 2017.
Mathias Fechter Mehr Dialog wagen! Unser Plädoyer für eine andere Form der öffentlichen Verständigung
Es geht darum, öffentliche Räume zu schaffen, in denen soziale und kulturelle Erfahrungen öffentlich werden dürfen und müssen, ohne dass daraus sofort eine politische Meinung und Position werden muss. Erfahrungen müssen in einer pluralen Gesellschaft erst geteilt werden, bevor sie zu einem Konsens führen und schließlich politisch umgesetzt werden.
https://www.politik-kommunikation.de/ressorts/artikel/mehr-dialog-wagen-2089116953
Xing logo 18 ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013 Heute: Zukunftswerkstätten-Jahrestreffen im Radio
Fritz Letsch schreibt:

>Die Gegensprechanlage auf Radio Lora München 92,4 am Mittwoch 2.5.2018 um 21 Uhr ist eine Gesprächs-Sendung, und voraussichtlich wird Ilona als Gast in die Sendung kommen. Die Nummer zum Anrufen, +49 89 489 523 05
>Ich werde natürlich zuerst nach dem Jahrestreffen nach der Friedensburg und Teilnehmenden fragen, nach dem Burgenland und der Nähe zu Ungarn... dann dürft ihr gerne anrufen und korrigieren, eure Sicht beitragen und den Ausblick auf die Zukunft, und was unsere Zuhörenden auf jeden Fall wissen sollten...
Gegensprechanlage- eine Radiosendung, wie sie von Bert Brecht erträumt war: Radio zum Mitreden auf Radio LoRa München UKW 92,4 - im Netz auf http://www.lora924.de
Jeden Mittwoch live ab 21 Uhr, meistens am 2. Mittwoch im Monat mit Fritz Letsch und Kolleg*innen, Wiederholung in DAB+ und im Internet, nach bisherigem Plan am Donnerstag um 10 Uhr, am Sonntag um 10 Uhr (in Erprobung). Treffen zur Sendung um 20.30 Uhr bei Lora in der Schwanthalerstr. 81. Anrufen während der Sendung und live mitreden: 089 - 489 523 05
"Heute reisen wir in den Frieden" ... "In dieser Burg verbirgt sich was" ... "Magisch - so viele Zugänge zum Friedensthema" ... "Jahrestreffen in Damaskus kann ich mir gut vorstellen":
Die knapp einstündige Radiosendung vom 2. Mai 2018 - moderiert von Fritz Letsch, als Studiogast Ilona Schmuck, als Anrufer aus dem ÖBB-Nightjet Stephan G. Geffers sowie aus dem Münchener Feldcafé "5 vor 12" Benedikt Schumitz - lässt sich hier nachhören:
Stephan G. Geffers Friedensbaum der Zukunftswerkstätten gepflanzt
Zum Abschluss des 32. Jahrestreffens von Zukunftswerkstätten auf der Friedensburg Schlaining (Burgenland, Österreich) pflanzten wir einen Weidenzweig im Burggraben ein. An ihm hängen unsere auf transparente Folie geschriebenen Friedenswünsche. Auf dem linken Bild ist zu sehen, wie die Wünsche am Friedensbaum angebracht werden, auf dem rechten Bild, wie die Wünsche im Schatten der Burgtürme nun "wachsen".
Die Burg, deren Geschichte an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht http://www.friedensburg.at , beherbergt heutzutage das österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung, eine Friedensbibliothek und ein Friedensmuseum.
Ich war bei Einpflanzen dabei. Hier dokumentiere ich, was auf den Folien am neuen Friedensbaum des Zukunftswerkstätten-Netzwerks steht:

>Gemeinsam tanzen, spielen, lachen, trinken für den Frieden.
>Friede beginnt mit einem Lächeln.
>Für ein Ungarn frei, gutmütig, demütig und kreativ.
>Mit der Magie des Ortes neue Begegnungszonen und -räume innen wie außen kreieren und kreativ wirksam beleben und leben!
>Frieden wird in die Herzen der Menschen kommen, wenn sie ihre Einheit mit dem Universium erkennen. (indianische Weisheit)
>PAX (dazu das Bild einer Taube)
>Frieden soll in mir sein.
>Friede im Innen, Friede im Außen - es blüht auf, gut verwurzelt
>Brücken bauen für den Frieden heißt Geschichten erzählen für den Frieden.
>Der Frieden ist zerbrechlich, aber wir lernen mehr und mehr, ihn gut zusammenzukleben.
>Ich nehme seine Hand, er nimmt meine Hand, sie nimmt seine Hand: Hände geben, Hände nehmen, Menschen verbinden.
>Nichts über uns ohne uns.
>Gustav Landauer: "Aufruf zur Revolution". http://de.wikipedia.org/Gustav_Landauer
Weitere Friedenswünsche können gerne als Kommentar angefügt werden.
Xing logo 18 ZWnetz – Zukunftswerkstätten-Vernetzung ab 2013 organisiert das folgende Event: Last call to peace castle
Brücken bauen - Frieden schaffen. Am Samstag 14.04.2018 ist die letzte Gelegenheit zur Anmeldung, um dabei zu sein auf der Friedensburg Schlaining im Burgenland (Österreich): "Brücken bauen - Frieden schaffen - Moderator*innen-Jahrestreffen ZW2018" - Vorträge, Vertiefung und Austausch mit verschiedenen Methoden, Entwicklung von Strategien gegen die Spaltung der Gesellschaft, Marktplatz zu dem, was mit anderen geteilt werden kann; Exkursionen zum Friedensmuseum, zur Friedensbibliothek, zur Gedenkstätte Rechnitz, zum Naturpark Geschriebenstein. Friedensfest und Austausch, Offenheit für Neues... sehen wir uns dort?
http://zw2018.coffey.at
Stephan G. Geffers Peter Mlczoch
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